Das Heilkräuter-Verzeichnis

Heilkräuter-Verzeichnis - Über 400 Kräuter und ihre Heilwirkung

Thema Heilkräuter


Mittwoch, 8.5.2013, 11:41:30 Uhr


Jede Wirkung hat auch mögliche Nebenwirkungen! – Was zu beachten ist...


Ob man nun mit Salbei gurgelt oder Kamille inhaliert – die Anwendung von Heilkräutern ist mittlerweile wieder voll im Trend. Über viele Generationen wurden nun die Kenntnisse über die Pflanzen und ihrer Wirkung überliefert.


Aber auch Heilkräuter sind nicht frei von Nebenwirkungen. So wurden beispielsweise der Sonnenhut und das Johanniskraut verdächtigt, die Zeugungsfähigkeit und Empfängnisfähigkeit zu vermindern. Weiter kann Kawa-Kawa Leberversagen verursachen und selbst zum Tod führen.


Grundregeln bei der Verwendung der Heilkräuter

Die Forschung ist mittlerweile so weit, dass einzelne Stoffe der Pflanze isoliert werden können und so ihre Heilkraft bestätigt werden kann. Pharmafirmen beschäftigen sich schon lange Zeit mit dem chemischen nachbauen einiger Wirkstoffe.


Ein Beispiel hierfür ist die schmerzstillende Salicylsäure, ein Wirkstoff aus der Weidenrinde. Bereits seit mehr als 100 Jahren wird sie in Gestalt von Acetylsalicylsäure bei Kopfschmerzen verwendet. Diese Wissenschaft bestätigt die gewünschten Wirkungen der Pflanzen, jedoch werden auch die Nebenwirkungen offengelegt.

Generell gilt, dass man sich selbst nur mit Pflanzen behandeln sollte, wenn man unter leichten Beschwerden leidet. Wenn diese Beschwerden allerdings nach einigen Wochen nicht weg sind oder aber zurück gekommen sind, wenn das Mittel abgesetzt wurde, so sollte man sich ohne Frage auf den Weg zum Arzt machen.


Außerdem sollte man stets bedenken, dass einige der Heilpflanzen nicht zur dauerhaften Anwendung geeignet sind. Erfolgt zum Beispiel eine Einnahme von Sonnenhut über einen größeren Zeitraum, so wird das Immunsystem geschwächt. Ein anderes Beispiel ist Schafgarbentee. Dieser unterstützt die Verdauung und senkt den Blutdruck, kann aber auch kleinere Mengen des giftigen Thujon aufweisen. Daher sollte die Einnahme nicht längere Zeit stark dosiert erfolgen.


Wenn man die Kräuter selbst sammeln möchte, so muss man sich wirklich auskennen und wissen, was man überhaupt sammelt. Wenn hier zu wenig Kenntnis vorhanden ist, können die falschen Pflanzenteile verwendet werden oder Kräuter verwechselt werden, die ein ähnliches Aussehen haben. Hier sollte man im Hinterkopf behalten, dass es verschiedene Heilpflanzen mit giftigen „Doppelgängern“ gibt.


Außerdem kann es sein, dass Kräuter, die am Rande gespritzter oder gedüngter Wiesen wachsen, schadstoffbelastet sind. Es empfiehlt sich daher, Tinkturen und getrocknete Kräuter direkt aus der Apotheke zu kaufen. Dies hat auch den Vorteil, dass der Apotheker einen mit möglichen Risiken vertraut machen kann.


Und selbstverständlich gibt es auch giftige Pflanzen. Diese sollte man lieber meiden, wenn man sich mit der richtigen Anwendung nicht sicher ist.




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Mittwoch, 8.5.2013, 11:41:04 Uhr


Kräuter-Öl sowie einen Öl-Auszug selber machen

Bei der Herstellung von einem Öl-Auszug unterscheidet man zwei Verfahren: Das kalte Extraktionsverfahren, sowie das heiße Verfahren.


Das kalte Extraktionsverfahren:

Hier nimmt man eine Extraktion aus den Kräutern und Blüten vor. Hierfür nimmt man ein Glas, das bis zum Rand mit den bereits gewaschenen Kräutern gefüllt wird. Anschließend wird es mit Öl aufgefüllt, gut verschlossen und ca. einen Monat lang in die Sonne gestellt. Als Öl kann man entweder Keimöl oder Olivenöl nehmen. Jeden Tag sollte man das Glas einmal stark durchschütteln.


Anschließend kann man das Öl abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Man gibt am besten noch ein wenig ätherisches Öl hinzu. Dieses verhindert, dass das Öl ranzig wird.


Das heiße Extraktionsverfahren:

Bei diesem Verfahren wird aus den Wurzeln oder getrockneten Kräutern ein Heilöl hergestellt. Man kann auch Kräuter nehmen, die eine große Menge Wasser enthalten. Der Vorteil an diesem Verfahren ist, dass es viel schneller und einfacher ist. Allerdings ist die Wirkstoffkonzentration in diesem Fall niedriger.

Es werden ca. 250g der Kräuter mit ungefähr 500ml Öl gemischt. Dabei sollte man darauf achten, dass das Öl die Kräuter ganz bedeckt. Diese Mischung lässt man ca. 3 Stunden lang leicht sieden. Anschließend abkühlen lassen. Dann kann man das Öl abseihen und in eine dunkle Flasche füllen. Bei einer kühlen Lagerung kann man das Öl so gut aufbewahren.


Johanniskrautöl (auch als Rotöl bekannt) eignet sich wunderbar zur äußerlichen Anwendung bei Sonnenbrand oder anderen Arten von Verbrennungen.

Lavendelöl eignet sich hervorragend für ein Ölbad und wirkt entspannend und beruhigend.




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Mittwoch, 8.5.2013, 11:40:42 Uhr


Kräuter-Tinkturen selber herstellen

Eine Tinktur selber herstellen ist eigentlich ziemlich einfach. Eine Tinktur enthält eine große Menge Alkohol und hat daher auch noch eine relativ lange Haltbarkeit.

Für die Herstellung braucht man Alkohol und selbstverständlich die gewünschten Kräuter. Man kann den relativ teuren Alkohol aus der Apotheke verwenden, alternativ geht aber auch beispielsweise Korn oder Wodka.


Zuerst wird ca. ½ Liter des Alkohols in ein Glas gefüllt. Dazu gibt man ca. ¼ kg der frischen Kräuter beziehungsweise ca. 1/8 kg der getrockneten Kräuter. Das Glas wird verschlossen und etwa einen Monat lang in die Sonne gestellt. Das Glas sollte dabei einmal täglich gut durchgeschüttelt werden. Nach diesem Monat kann man die Tinktur schon abseihen und in eine dunkle Flasche umfüllen.


Im Folgenden ein paar Rezepte für Kräuter-Tinkturen:

  1. Arnikatinktur

    Für die Arnikatinktur übergießt man ca. 20g der Arnikablüten mit ungefähr 200ml Alkohol und lässt dies 14 Tage lang stehen. Anschließend wird die Flüssigkeit durch einen Kaffeefilter abgeseiht und abermals 10 Tage stehen gelassen. Danach wird sie nochmal gefiltert und in dunkle Flasche abgefüllt.

    Diese Tinktur kann man zum Spülen oder Gurgeln, aber auch für Umschläge verwenden. Hierfür mischt man ungefähr einen halben Teelöffel mit einem Glas lauwarmen Wasser. Die Anwendung sollte mehrmals am Tag erfolgen und hilft bei Prellungen, Verstauchungen, etc.


  2. ...und eine weitere Rezeptur mit Arnika

    Diese Arnikatinktur hilft bei blauen Flecken und Prellungen.

    Hierfür setzt man je 20g Arnika, Salbei und Ysop mit 250ml hochprozentigem Korn an und lässt dies mindestens 12 Tage lang ziehen.

    Anschließend muss man die Flüssigkeit abgießen – dabei werden die Blätter ausgedrückt. Dann muss man sie nur noch abseihen und in eine Flasche füllen.


  3. Baldriantinktur

    Die Baldriantinktur hilft beim Einschlafen und bei Nervosität.

    Hierfür füllt man ein Liter Wodka oder Korn (40 – 50 %) in eine Flasche und gibt 200g der getrockneten Baldrian-Wurzeln hinzu. Die Flasche gut verschließen und 4 Wochen lang an einen warmen Ort stellen. Nach dieser Zeit kann man die Flüssigkeit abseihen und in eine dunkle Flasche füllen. Dort kann man sie aufbewahren und bei Bedarf je 30 Tropfen der Tinktur nehmen.


  4. Efeu Tinktur

    Diese Tinktur hat gefäßverengende Eigenschaften.

    Hierfür übergießt man 40g der Efeublätter mit 200ml 40%igem Alkohol und lässt dies 10 Tage lang ziehen.


  5. Gänseblümchentinktur

    Diese Tinktur hat eine entzündungshemmende Wirkung und hilft bei unreiner Haut und Akne.

    Hierfür pflückt man ca. 200 Gänseblümchen, gibt ihre Blütenköpfe in ein Glas und fügt 200ml 40%igen Alkohol hinzu. Das Glas wird richtig verschlossen und für 3 bis 4 Wochen an einen sonnigen Ort gestellt. Hin und wieder wird das Glas geschüttelt. Nach diesem Zeitraum kann man die Flüssigkeit abseihen und in eine dunkle Flasche füllen.

    Das Auftragen dieser Lösung erfolgt unverdünnt.


  6. Beifußtinktur

    Diese Tinktur hilft bei müden Füßen.

    Man braucht hierfür 200ml Alkohol und 6g frische Beifußblätter.

    Beide Zutaten werden in ein dunkles Glas gegeben und für vier Wochen an einen sonnigen und warmen Ort gestellt. Pro Tag sollte das Glas allerdings einmal geschüttelt werden. Danach kann man die Flüssigkeit durch einen Kaffeefilter abseihen, sowie die Beifußblätter auspressen. Mischt man diese Tinktur mit Wasser, so erhält man ein Fußbad, das sich sehr belebend auf die Füße auswirkt.

    Zudem kann man die Tinktur auch zum direkten Einreiben der müden Füße verwenden.


  7. Heilkräuter Tinktur

    Diese Tinktur ist ein Hautheilmittel als Mundspülung, Einreibung oder für Umschläge

    10g Beinwellwurzel

    6g Kamillenblüten

    6g Schafgarbe

    4g Thymian

    4g Ringelblumenblüten

    Diese Kräuter werden in ein Schraubglas gegeben und mit Wodka oder Korn übergossen. Dann stellt man das Glas für 4 Wochen an einen warmen und sonnigen Ort. Anschließend kann man die Flüssigkeit abseihen und in eine dunkle Flasche umfüllen.


  8. 3 Kräuter Tinktur

    Diese Tinktur hilft gegen Husten, Halsschmerzen, bei Blähungen und Verdauungsproblemen, sowie gegen entzündetes Zahnfleisch. Eine äußerliche Anwendung hilft bei Insektenstichen, Wunden oder Hautentzündungen.

    Hierfür nimmt man je ca. 5g frischen Salbei, Ysop und Thymian. Diese Zutaten werden zerkleinert, in ein Glas gegeben und mit Wodka oder Korn übergossen, bis sie vollständig bedeckt sind. Das Glas stellt man ungefähr 2 Wochen lang an einen warmen und sonnigen Ort. Anschließend kann man die Flüssigkeit abseihen und in eine dunkle Flasche umfüllen.


  9. Ringelblumen-Tinktur

    Die Ringelblumen-Tinktur hilft bei Eiterungen und Entzündungen.

    Man nimmt 20g der Ringelblumenblüten, gibt sie in ein Glas und übergießt sie mit Wodka oder Korn. Das Glas stellt man ungefähr 3 Wochen lang an einen warmen und sonnigen Ort. Anschließend kann man die Flüssigkeit abseihen und in eine dunkle Flasche füllen.


  10. Johanniskrauttinktur

    Diese Tinktur hilft bei Verdauungsproblemen und bei Muskelkater.

    Man nimmt 20g der frischen Johanniskrautblüten, gibt sie in ein Gefäß und übergießt sie mit 100ml Alkohol. Das Gefäß wird gut verschlossen. Die Flüssigkeit lässt man 2 Wochen ziehen, anschließend kann man sie abseihen und in einer dunklen Flasche lagern. Die Flasche sollte man gut verschließen.


  11. Wermuttinktur

    Hilft gegen Appetitlosigkeit.

    Hierfür gibt man ca. 10g des Wermutkrauts in ein Gefäß und übergießt es mit ca. 50ml Alkohol. Dies lässt man 5 Tage lang ziehen, anschließend kann man die Flüssigkeit abseihen und in eine dunkle Falsche füllen.

    Plant man eine dreiwöchige Kur, so gibt man ungefähr 20 bis 30 Tropfen der Tinktur in ein halbes Glas Wasser. Dies trinkt man dreimal täglich.


  12. Kamillentinktur bei Entzündungen

    Hierfür gibt man ca. 10g Kamillenblüten in ein Gefäß und übergießt sie mit ca. 50ml Alkohol. Dies lässt man an einem dunklen Platz ungefähr eine Woche lang stehen. Anschließend kann man die Flüssigkeit abseihen und drei Tage lang kühl stellen. Danach abermals filtern und in eine dunkle Flasche füllen.

    Die Tinktur kann für Umschläge angewandt werden, sowie zum Spülen oder Gurgeln. Hierfür mischt man einen Teelöffel der Tinktur in ein Glas Wasser. Die Anwendung erfolgt mehrmals am Tag.


  13. Rosskastanien-Tinktur

    Diese Tinktur hilft gegen Krampfadern.

    Hierfür werden zehn Kastanien geschält, zerkleinert und in ein Glas gegeben. Dann übergießt man sie mit Alkohol, so dass sie vollständig bedeckt sind. Dies lässt man 4 Wochen lang stehen. Anschließend kann man die Flüssigkeit abseihen und in eine dunkle Flasche füllen.


  14. Weißdorntinktur

    200ml Alkohol

    40g Blüten mit Blättern

    40g Weißdornfrüchte

    Die Blüten, Blätter und Früchte werden 2 Wochen lang in Alkohol eingelegt. Anschließend abseihen.



  15. Tinktur gegen Kopfschmerzen

    Hierfür mischt man ungefähr 90 Tropfen Alkohol mit 10 Tropfen eines ätherischen Öles. Hierfür eignet sich das Öl der Melisse, des Wacholders, oder auch der Pfefferminze.

    Diese Tinktur dient zur äußerlichen Anwendung.




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Mittwoch, 8.5.2013, 11:39:44 Uhr


Kamille - Anwendung


Zur Anwendung von Kamille wird vor allem bei Unterleibsbeschwerden bei Frauen, sowie zum Behandeln von Leibschmerzen und Krämpfen bei Kindern geraten.


Die Pflanze hat eine entzündungswidrige Wirkung. Daher ist sie ein wunderbares Heilmittel, um alle Arten von Entzündungen auf Schleimhäuten und der Haut abheilen zu lassen. Daher werden Wunden, die sich entzünden oder bereits entzündet haben, mit Bädern und Umschlägen mit Kamille behandelt. Außerdem setzt man diese bei Abszessen, Fingernagelbetteiterungen, Furunkeln, Ekzemen, Geschwülsten oder Unterschenkelgeschwüren ein.


Bei Zahnschmerzen, Schleimhautentzündung oder Rachenkatarrh wird zu Spülungen mit Kamillentee geraten.

Kamillenumschläge können auch bei Ohrenentzündungen nützlich sein.


Kamille wirkt beruhigend, schmerzstillend und entkrampfend. Die Pflanze wirkt daher gegen Rheuma, Neuralgien und Hexenschuss, zudem aber auch bei Reizbarkeit, Unruhe, geistiger Abgespanntheit, Schlaflosigkeit, usw..


Ist der Magen- und Darmtrakt des Menschen angegriffen, hat Kamille eine sehr gute Wirkung. Deshalb wird bei Dickdarmentzündung, Magenkatarrh, Magenkrämpfen und Darmentzündung Kamillentee getrunken. Auch bei Leber-, Nieren und Gallenleiden, sowie bei Zwölffingerdarm- und Magengeschwüren wirkt Kamillentee, aber auch feuchtwarme Kamillenumschläge. Der Tee und die Umschläge haben außerdem bereits oftmals bei schmerzhaftem Urinieren, sowie gegen Blasenkrämpfen und –schmerzen gewirkt. Die feuchtwarme Kamillenumschläge helfen außerdem gegen Hämorrhoiden und Aftereinrissen.


Um Krämpfe und Schmerzen zu lösen, empfehlen sich Kamillenbäder. Diese haben außerdem eine stärkende und belebende Wirkung. Bei Blasenleiden, Gebärmutterkrämpfen und Scheideentzündungen, sowie bei Nebenhodenentzündungen wird zu Sitzbädern geraten. Das mehrfache Baden in Kamille hilft außerdem gegen Schweißhände und –füße.


Mischt man Kamillenöl mit Branntwein, kann man sich mit dieser Mischung gegen Gichtschmerzen einreiben. Dies wird von der Volksheilkunde empfohlen. Danach soll man zum Bedecken ein warmes Tuch verwenden.




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Mittwoch, 8.5.2013, 11:39:24 Uhr


Die Kamille

(Matricaria chamomilla L.)

Die Kamille gehört zu den Korbblütlern und zählt zu den meist bekannten Heilkräutern unserer Breiten. Sie wächst in Kartoffel-, Getreide- und Rübenfeldern, sowie auf einfachen Böden, wie Wegrainen, Brachfeldern und Angern.



Volksnamen

Hermel, Mägdeblume, Drudenkraut, Ganille, Kamelle, Helmergen, Romerei, Kornkamille, Kammerblume, Gramillen, Apfelkraut, Laugenblume, Haugenblume, Kummerblume, Feldkamille, Mutterkraut, Herminzel, Muskatblume, Hermelin, Echte Kamille, Mariamagdalenenkraut



Man differenziert verschiedene Arten der Kamille. Dabei haben die „Römische Kamille“ und die „Echte Kamille“ eine Heilwirkung. Diese ist auch bei der „Strahllosen Kamille“ noch vorhanden, allerdings nur noch abgeschwächt. Die „Geruchlose Kamille“, „Stinkende Hundskamille“ und „Acker-Hundskamille“ haben überhaupt keine Heilkräfte.


Ob und in welchem Maß die Kamille eine Heilwirkung hat, ist sehr stark von ihrem Standort abhängig. So wird die Heilwirkung am größten vermutet, wenn die Kamille auf Getreidefeldern wächst, weil dann der Kamillenölgehalt am höchsten eingeschätzt wird.


Sammelgut der Kamille sind die Blütenköpfe zur Blütenzeit, das heißt von Juni bis August. Zudem sind die Blütenknospen, die obersten, zarten Partien der Stängel und die Fiederblätter nutzbar. Es wird geraten, Kamille in einer Apotheke zu kaufen, da viele Fehler gemacht werden können, wenn man die Pflanze selbst sammelt, trocknet und aufbewahrt, und dies die Heilkräfte heftig mindern kann.


Kamillenöl wurde schon in der Antike verwendet, um Gliederreißen und Neuralgien einzureiben. Die alten Ägypter schätzten Kamille als Blume des Sonnengottes, da sie eine hitze- und fieberdämpfende Kraft besitzt.

Ende des 16. Jahrhunderts wurde die Pflanze von Hieronymus Bock als das meist verwendete Kraut der Heilkunde angegeben.

Einige Zeit später verbreitete der Naturarzt J. Künzle, ein schweizer Kräuterpfarrer, die Erzählung über die so genannte „Kamillenhexe“. Der Geschichte nach soll diese Frau fünf Schwerhörigen geholfen haben, wieder zu hören. Hierfür briet sie eine Meerzwiebel in Kamillenöl und lies dieses Öl oftmals ins Ohr tropfen. Außerdem sagte man der „Kamillenhexe“ nach, dass sie durch Einreibungen mit Kamillenöl gelähmte Glieder wieder in Bewegung gebracht hatte.

In der Volksheilkunde wurden einige Beobachtungen über die heilende Wirkung der Kamille gemacht. Diese Erkenntnisse wurden fast alle in der medizinischen Wissenschaft anerkannt und gefestigt.




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Mittwoch, 8.5.2013, 11:38:57 Uhr


Kombucha-Kambucha

Das Kombucha-Getränk wird von einer Menge Menschen als heilendes Mittel bei allen denkbaren Krankheiten betrachtet. Dies rührt daher, dass das Getränk das Blut reinigt, eine stark anregende Wirkung hat und außerdem den Stoffwechsel anregt. Zudem erzählt man über das Kombucha-Getränk sogar, dass es bei Krebs helfen kann und allgemein ein längeres Leben bringen würde.


Was ist Kombucha überhaupt?

Kombucha ist ein Teepilz. Er war bereits im Mittelalter für seine herausragende Wirkung bekannt, aber nicht bei uns, vielmehr im östlichen Balkan und in Südrussland. Er wurde von den Bewohnern zur Regenation ihrer Körper und zur inneren Reinigung eingesetzt.


Ursprünglich kommt Kombucha aber aus Ost-Asien. Dort erzählte man bereits im 2. Jahrhundert vor Christi über den Teepilz und seine Wirkung.


Ungefähr 400 Jahre nach Christi forderte der Kaiser Japans, dass man den Pilz in sein Land brachte.


In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts erfolgte schließlich die Wiederentdeckung des Kambucha-Pilzes. Eine Reihe Wissenschaftler entdeckte, dass manche Dörfer Bewohner beheimateten, die ein besonders hohes Alter erreichten und siehe da: Sie haben Kambucha angewandt! Die Fitness dieser Menschen war verblüffend: Ein Teil von ihnen war bereits über 100 Jahre alt und dennoch verrichteten sie sogar schwere Feldarbeit.


Streng gesehen ist der Kambucha-Pilz gar kein reiner Pilz, es handelt sich hier vielmehr um eine Symbiose zwischen unterschiedlichen Mikroben und unterschiedlichen hefeartigen Pilzen. Unter Symbiose versteht man das Zusammenspiel verschiedener Einzelkomponenten. Der Ablauf ist wie folgt: Die hefeartigen Pilze machen aus Zucker Alkohol, mit dem sich die Mikroorganismen versorgen. Die Mikroorganismen stellen dann aus dem Alkohol Vitamine, Essigsäure, Milchsäure und verschiedene andere Komponenten her, die nun wiederum von den Hefepilzen zum Wachstum gebraucht werden.


Aus dem Kombucha-Pilz kann man ein Getränk herstellen. Dieses enthält verschiedene Vitamine (C, B1, B2, B3, B6 und B12), Glucuronsäure, Folsäure, Aminosäuren, rechtsdrehende Milchsäure (L+), antibiotische Stoffe, eine kleine Menge Alkohol (ungefähr 0,5%) und Enzyme.


Durch die Glucuronsäure wird der Körper entgiftet. Sie sorgt dafür, dass als Nahrung aufgenommene Giftstoffe, sowie Abfallstoffe des Körpers, gebunden werden. Außerdem bewirkt die in dem Pilz vorhandene Milchsäure, dass das Wachstum schädlicher Darmbakterien aufgehalten wird. So wird der Prozess der Verdauung unterstützt.


Allgemein gesagt verstärkt der Kambucha-Pilz die Regeneration bzw. Selbstheilung. Er führt zu einer Beschleunigung des Stoffwechsels und einer Verstärkung der „Selbstreinigung“ des Körpers. Nicht nur die Verdauung wird in Schwung gebracht, es werden außerdem der Kreislauf, sowie Nerven und Muskeln gestärkt. Der Pilz soll selbst bei manchen Menschen den ergrauten Haaren ihre ursprüngliche Farbe zurück gebracht haben.


Die tatsächliche Wirkung von Kambucha gegen Krebs wird derzeit noch erforscht. Man kann aber davon ausgehen, dass der Pilz das Entstehen von Krebs aufhalten kann. Ganz sicher ist allerdings, dass Kambucha die Nebenwirkungen von der schulmedizinisch durchgeführten Behandlung verringert.


Wie bereits angesprochen hat der Kambucha-Pilz eine lebensverlängernde Wirkung. Diese Wirkung hat überhaupt erst zu seiner Wiederentdeckung geführt. Außerdem wird die Alterung durch den Pilz verringert, das Auftreten von grauen Haaren und Falten nimmt deutlich ab. Zudem dürfen sich Männer an einer Potenzstärkung erfreuen und es werden Wechseljahrbeschwerden verringert. Hiermit nicht genug: Kambucha ist auch noch gut für die Haare, für Nerven und Muskeln, für die Nieren und die Leben und zuletzt stärkt der Pilz auch noch den Appetit.


Interessiert? Die richtige Anwendung von Kombucha!

Es sollten pro Tag 2 Gläser des Kombucha-Getränkes getrunken werden. Am besten ist es, wenn die Einnahme gleich morgens und noch auf nüchternen Magen erfolgt. Selbstverständlich kann auch mehr davon getrunken werden, bis hin zu einer Menge von einem Liter täglich.

Der Geschmack ist am besten, wenn das Getränk gut gekühlt wurde. Auch die Mischung mit unterschiedlichen Säften ist möglich.


Möchte man die Dosierung von 2 Gläsern täglich durchführen, so braucht man hierfür ein Glas mit ca. 2 bis 3 Liter Fassungsvermögen, in das man den Pilz gibt.


Erwerben kann man den Kambucha-Pilz in einer Apotheke. Alternativ kann man ihn auch von anderen Besitzern abkaufen – mittlerweile ist ein echter Tauschhandel mit den Pilzen entstanden.


Man nimmt nun also das Glas und füllt es mit ungefähr 2 Liter schwarzem Tee, in den man 250g Zucker mischt. Diese Mischung lässt man so lange abkühlen, bis sie nur noch handwarm ist. Dann kann man den Pilz hinzugeben, dabei sollte man ihn so in das Glas legen, dass die glatte Seite nach oben zeigt. Anschließend deckt man das Glas mit einem Tuch ab und befestigt dieses mit einem Gummi.


Das Tuch hat den Zweck, dass es Dreck unmöglich macht in das Glas zu fallen. Außerdem ist es wichtig, dass der Pilz atmen kann, also darf man auf keinen Fall anstelle des Tuches eine Folie nehmen! Das Glas wird an einen ruhigen Ort gestellt, an dem die Umgebungstemperatur ungefähr 23°C beträgt.


Dann muss man das Getränk ungefähr 12 Tage reifen lassen. Wenn die Temperatur niedriger ist als eben angesprochen, so kann es auch länger als 12 Tage dauern. Wenn die Temperatur aber zu hoch ist, so kann es sein, dass das Getränk „umkippt“ und einen seltsamen Geschmack annimmt.


Das Getränk ist dann fertig, wenn man keine Blasen mehr aufsteigen sieht, wenn man das Glas bewegt oder klopft. Es sollte einen süß-sauren Geschmack haben. Dann wird es durch einen Kaffeefilter gefiltert und im Kühlschrank kaltgestellt.


Den Pilz kann man auch für einen nächsten Ansatz verwenden. Zuvor sollte man ihn aber unbedingt abwaschen und reinigen.




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Mittwoch, 8.5.2013, 11:38:18 Uhr


Johanniskraut - Tee

  1. Johanniskraut - Tee:

    Hierfür 2 gehäufte TL des getrockneten Krauts mit 250 ml Wasser übergießen. Bis zum Sieden erhitzen, dann abgießen und pro Tag ein bis zwei Tassen trinken.


  2. Johanniskraut - Tinktur:

    Für die Johanniskrauttinktur übergießt man 20 g der frischen Pflanze mit 100 ml 70%igem Alkohol. Dies lässt man 8 bis 10 Tage ziehen, anschließend abseihen. Die Einnahme erfolgt mit 15 Tropfen nach den Mahlzeiten.


  3. Johanniskraut - Öl-Tinktur:

    Hierfür setzt man 30 g des frischen Krauts mit 100 ml Olivenöl an, gibt 10 g Weißwein hinzu und lässt dies über 15 Tage in der Sonne stehen. Dabei das Mittel hin und wieder durchschütteln. Danach abseihen und als Einreibung anwenden.


  4. Johanniskraut - Öl:

    Für das Johanniskrautöl werden 25 g des frischen Krauts mit frisch aufgegangenen Blüten zerquetscht bzw. mit einem Mörser zerstoßen und ein wenig zerrieben. Dies übergießt man mit 500 g Olivenöl und füllt es in eine Flasche aus weißem Glas. Diese vorerst nicht verschließen und an einen warmen Ort stellen. Erst wenn die Gärung abgeschlossen ist, was nach 3 bis 5 Tagen der Fall ist, kann man die Flasche verschließen. Man stellt sie nun auf eine sonnige Fensterbank und wartet, bis der Inhalt ein leuchtendes Rot hat. Dies dauert ungefähr 6 Wochen. Anschließend kann man den Inhalt abseihen, durchpressen und in gut schließenden Flaschen aufbewahren. Es ist auch eine innerliche Anwendung dieses Johanniskrautöls möglich.


  5. Johanniskraut - Öl - Rezept Nr.2:

    Für dieses Öl nimmt man die vorsichtig abgezupften Blätter und Blüten der Pflanze und übergießt sie in einer weithalsigen Flasche mit der 3 bis 4-fachen Menge an Olivenöl. Diese Flasche umgehend verkorken und 6 bis 7 Wochen an einem warmen Ort aufbewahren. Dabei hin und wieder die Flasche schütteln. Anschließend gießt man dies ab, presst die Pflanzenrückstände gut aus und füllt das Öl in gut verschließbare, kleine Flaschen. Anwendung nach Bedarf.





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Mittwoch, 8.5.2013, 11:37:56 Uhr


Johanniskraut Anwendung


Die Pflanze ist nach wie vor zur Wundheilung sehr beliebt. Besonders wird zur Verwendung von Johanniskrautöl bei frischen und blutenden Wunden, bei Blutergüssen, bei Brandwunden, bei Geschwülsten und bei Muskelverletzungen geraten.


Außerdem wird es als Einreibung bei Sonnenbrand und als Pflegemittel für die Haut bei trockener, unreiner oder schuppiger Haut verwendet.


In der Volksheilkunde wurde das Johanniskrautöl über eine lange Zeit als schmerzloses Wurmmittel eingesetzt. In diesem Fall nahm man das Öl teelöffelweise zu sich.


Nach wie vor verwendet man das Öl zur Einreibung bei Rheuma, Hexenschuss und Gichtschmerzen, zudem bei Rückenschmerzen und Verrenkungen.

Innerlich angewendet wird das Öl bei Darmentzündung, Bauchschmerzen und Koliken. In diesem Fall nimmt man 10 bis 15 Tropfen des Öls auf einen halben Teelöffel Wasser zu sich. Zu einer innerlichen Anwendung wird durch die Volksmedizin außerdem bei Lungenverschleimungen und Bettnässen geraten.

Johanniskrauttee kann auch bei Kopfschmerzen, Magenschleimhautkatarrhen, Nervenschwäche, Lungenverschleimung und Gelbsucht getrunken werden. Er wird dieser Tage außerdem häufig bei Schlaflosigkeit, nervösem Herzleiden und geistiger Überanstrengung angewendet.


In der Volksheilkunde heißt es, dass der Johanniskrauttee ein wunderbares Mittel gegen Frauenbeschwerden ist. Er findet daher bei Menstruationsbeschwerden, Entzündungen der Gebärmutterinnenwand und Gebärmutterkrämpfen mit Mistel gemischt Anwendung.


Im Falle einer Trigeminusneuralgie kann sowohl der Tee getrunken werden, als auch eine äußerliche Anwendung, das Einreiben mit Johanniskrautöl, vorgenommen werden.

Diesem Öl wird auch zugesprochen, dass es nach Operationen gegen Narbenschmerzen helfen soll. Hierfür soll man einen Wattebausch in Johanniskrautöl tränken und auf die Narbe legen.


In der Volksmedizin wird Johanniskraut auch gegen Seitenstechen angewendet. Hierfür das trockene gepulverte Kraut mit etwas Salz vermischen.

Die Johanniskrauttinktur soll sehr wirksam sein bei rheumatischen Beschwerden und gegen Gliederzittern bei älteren Menschen.




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Mittwoch, 8.5.2013, 11:37:36 Uhr


Das Johanniskraut

(Hypericum perforatum L.)

Es wird gesagt, dass das Johanniskraut Johannes dem Täufer geweiht ist.



Volksnamen

Christi Kreuzblut, Sonnenwendkraut, Unser Hergotts Wunderkraut, Hartheu, Johanniswurz, Tüpfel, Elfenblut, Mannskraft, Waldhopfen, Alfblut, St.-Johannis-Blut, Unserer Frauen Bettstroh, Jageteufel, Frauenkraut, Teufelsflucht, Herrgottsblut, Tausendlochkraut, Konradskraut, Hexenkraut




Das Johanniskraut erfreute sich schon im Altertum einer großen Beliebtheit, da es vielfältige heilende Wirkungen hat. Daher wurde es schon von Plinius, Galenos, Dioskurides und Secundus erwähnt. Außerdem pries Paracelsus die Pflanze als blut- und wundreinigendes Heilkraut an. Er würdigte das Kraut mit dem Namen: „Arnika der Nerven“.


Das Johanniskraut wächst bis zu 70cm hoch. Besonders fallen dabei die leuchtend gelben Blüten ins Auge. Ihre Oberfläche hat häufig helle Punkte, sowie schwarze Striche oder Punkte. Es gibt zahlreiche rätselhafte Verwendungen und mythische Sagen über das Johanniskraut. Der Ursprung dafür liegt in dem blutroten Saft, der bei aus der Blüte fließt, wenn man diese zwischen den Fingern reibt. Man erzählte, dieser Saft sei das Blut Christis, weil die Pflanze unter seinem Kreuze wuchs und einen Tropfen von seinem Blut abbekommen habe.


Die Blätter des Krauts sind gegenständig und werden mit steigender Höhe immer schmäler und kleiner. Die Blätter sind elliptischer oder ovaler Form. Im Gegenlicht werden unzählige durchsichtige Drüsen sichtbar. Johanniskraut wächst in Europa, besonders aber in Mitteleuropa. Es favorisiert trockene und sonnige Plätze, wie z.B. Wegränder, Trockenrasen, Berghänge, lichte Wälder und Mauern. Die Pflanze ist entlang von Straßen, an Waldrändern und auf Waldschlägen, sowie auf Grasplätzen und sonnigen Heiden zu finden.


Sammelgut der Pflanze ist das gesamte blühende Kraut. Dies wird von Juni bis September, vor allem aber im Juli gesammelt.


Wirkung:

  1. Blutreinigend
  2. Verdauungsfördernd
  3. Krampf- und schleimlösend
  4. Schmerzstillend
  5. Blutdrucksenkend
  6. Zusammenziehend
  7. Entzündungshemmend

Wirkstoffe:

Kohlehydrate, Eiweiß, Stearin, Gerb- und Bitterstoffe, Hyperinrot, Pektin- und Myristinsäure, Phytosterin, Harz, Hyperizin, ätherisches Öl


Zu beachten

Es ist bekannt, dass bei einer Anwendung von Johanniskraut über einen größeren Zeitraum, Lichtempfindlichkeit entsteht. Daher sollten bei einer Öl- oder Teekur Solarien, pralles Sonnenlicht usw. gemieden werden.




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Mittwoch, 8.5.2013, 11:36:56 Uhr




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