Giersch
(Aegopodium podagrana)

 

Der Giersch wird unter anderem auch Geißfuß genannt.

Der Giersch erblüht zwischen Mai und August, die Blüten kann man zu der gleichen Zeit sammeln.

Giersch wächst in ganz Europa bis auf die Iberische Halbinsel. Er ist in Nordamerika und in den gemäßigten Klimazonen Asiens heimisch geworden.

Der Stengel des Giersch ist aufrecht, hohl und gefurcht. Die grundständigen Blätter sind 3-teilig und meistens etwas blaugrün. Die Stengelblätter sind einfach bis doppelt 3-teilig. Mehr oder weniger tief geschnittene Blätter als Übergangsformen. Aus dem Stengel wachsen Nebenäste heraus, auf denen die Dolden oder Kronen mit weißen Blüten sitzen. Die Pflanze bildet unterirdische Ausläufer, was sie zu einer Wucherpflanze werden lässt, die man, ist sie einmal drin, kaum noch aus dem Garten heraus bringt es sei denn, man dunkelt die Beete ab damit keine neuen Triebe aus der Erde kommen. Giersch wird 30 bis 100 cm hoch. Die Blätter schmecken der Petersilie ähnlich und haben einen starken Geruch.

Der lateinische Name bringt die Pflanze in Verbindung mit Gicht (Podagra = Zehengicht), die Volksnamen beziehen sich auf die besondere Form der Blätter, wobei Zipperleinskraut daher kommt, daß der Giersch früher für so manche "Zipperlein" verwendet wurde.

Der Giersch wächst an schattigen, stickstoffreichen Standorten in Gärten, Wäldern, Hecken und Gebüschen.

Die Blüte des Giersch ähnelt einigen anderen Pflanzen wie z.B. der wilden Möhre, Bibernelle, und anderen Doldenblütlern. Deshalb bitte auf Verwechslungen achten!

In der Naturheilkunde findet der Giersch äußerlich Anwendung u.a. bei Gichtknoten, auf die man zerdrückte Giersch-Blätter legt.

Geschichten und geschichtliches um den Giersch
Der griechische Name Aegopodium bedeutet so viel wie Ziege und Füßchen, was auf die ziegenfußähnlichen Blätter hindeutet.

Früher wurde der Giersch war als Delikatesse angesehen, man setzte ihn u.a. in Suppen ein.

Volksnamen
Dreiblatt, Geißfuß, Zaungiersch, Zipperleinskraut

Wirkung und Anwendung von Giersch

  • Abführend
  • Antirheumatisch
  • Beruhigend
  • Blasenentzündung
  • Durchfall
  • Entwässernd
  • Entzündungshemmend
  • Gicht
  • Hämorrhoiden
  • Harnsäurelösend
  • Harntreibend
  • Husten
  • Insektenstiche
  • Ischias
  • Kleinere Hautverletzungen
  • Krampfandern
  • Mindert Harnsäure
  • Rheuma
  • Rheumatischen Beschwerden
  • Skorbut
  • Übergewicht
  • Verdauungsanregend
  • Verdauungsschwäche
  • Verstopfung
  • Vorbeugend vor Schlaganfällen
  • Wunden

Englisch
Bishop Weed und Ground Elder

Blütezeit
Der Giersch blüht von Mai bis August

Sammelgut
Blätter und Sprosse, Wurzeln, Früchte

Sammelzeit
Gesammelt werden die Blätter und Sprossen von Mai bis Juli
Gesammelt werden die Wurzeln im Frühjahr und im Herbst
Gesammelt werden die Früchte im Juli bis August

Pflücken Sie die jungen Blätter und Sprossen vor der Blüte.
Man kann sie frisch im Salat essen, oder auch trocknen.
Die Früchte erhält man, wenn der krautige Teil der Pflanze gepflückt wird, im Schatten trocknet, und dann die Früchte herausklopft.

Inhaltsstoffe
Vitamin C, Provitamin A, , Eisen, Kupfer, Mangan, Titan, Bor, Kalium, ein Saponin, Polyin, Harz, Ätherische Öle

Rezepte mit Giersch

Vorsicht!
Bei Hautkontakt mit der frischen Pflanze kann es zu Reizungen kommen. Diese können durch Sonnenlicht verstärkt werden.

Giersch gehört zu den Doldengewächsen, von denen es auch einige giftige Sorten gibt.Deshalb bitte nicht mit anderen Pflanzen verwechseln oder gleich in der Apotheke kaufen!

 

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