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Das Kräuter-Verzeichnis

Brunnenkresse

In der Naturheilkunde verwendet man die Brunnenkresse (Nasturtium officinale) u. a. gegen Verdauungsstörungen, gegen Beschwerden mit der Gallenblase, zudem ist sie appetitanregend. Der Saft kann etwa bei Ekzemen und Ausschlägen verwendet werden.

Will man die Brunnenkresse zu Heilzwecken verwenden, sollte man sie unmittelbar vor dem Erblühen sammeln und dann gleich trocknen.

Da die Brunnenkresse sehr scharf duftet, sollte man sie separat trocknen, also nicht mit anderen Pflanzen zusammen. Gleiches gilt für die Aufbewahrung.

Die Brunnenkresse setzt man oft in Frühjahrskuren ein. Aufgrund des hohen Vitamingehaltes ist sie deswegen eine wichtige Beigabe zu Salaten.

Eine Abkochung, hergestellt aus der Brunnenkresse, gilt traditionell als wirksames Heilmittel für Dermatitis und Ekzeme. Dazu gibt man eine Hand voll gereinigter Brunnenkresse in einen Topf mit einem Liter kaltem Wasser, kocht beides dann auf und lässt die Brunnenkresse dann so lange im Wasser, bis sie weich gekocht ist. Dann lässt man die Flüssigkeit langsam abkühlen, siebt sie ab und füllt sie in eine Flasche. Mit dieser Flüssigkeit wäscht und reinigt man die betroffenen Körperstellen.

Diese Abkochung hilft außerdem auch bei einer angegriffenen Haut durch zu viel Sonne, durch Kälte und Nässe.

Ein Saft oder Tee aus der Brunnenkresse leitet übermäßige Flüssigkeit aus dem Körper aus, hilft so gegen Ödeme, indirekt gegen Gicht, oder auch gegen Schleimansammlungen in der Lunge.

Einen Saft stellen Sie durch Auspressen der Pflanze her, Sie können auch einen Entsafter dazu verwenden. Wem es zu seltsam schmeckt, kann den Saft einer Tomate oder Karotte hinzugeben.


Brunnenkresse nach Hildegard von Bingen

„Die Brunnenkresse ist von warmer Natur, und gegessen nützt sie dem Menschen nicht viel und schadet ihm auch nicht viel. Aber wer Gelbsucht hat oder Fieber, der dünste Brunnenkresse in einer Schüssel und esse sie oft warm, und sie wird ihn heilen. Und wer gegessene Speisen kaum verdauen kann, der dünste ebenfalls Brunnenkresse in einer Schüssel, weil ihre Kräfte aus dem Wasser stammen, und so esse er, und sie wird ihm helfen."

Rezept

frische Brunnenkresse

evtl. Butter und Salz

Brunnenkresse mit etwas Wasser dünsten, evtl. mit etwas Butter und Salz abschmecken und warm essen.

1 x täglich ca. 4 - 5 EL gedünstete Brunnenkresse essen.


Pflanzenbeschreibung

Die Brunnenkresse (Nasturtium officinale) ist eine mehrjährige Pflanze und erblüht von Mai bis Juli, das Kraut kann man im Mai und Juni sammeln.

Die Brunnenkresse wächst beständig in klarem und kaltem Wasser. Dieses Heilkraut findet man in Bächen, an Gräben, an Teichen und überall dort, wo es Wasser gibt.

Die Pflanze hat einen hohlen Stiel, sie hat kriechende Wurzeln, glatte dickliche Blätter, die ein- bis vierpaarig an der Pflanze wachsen. Die Blätter sind tief grün, sie sind gefiedert.


Heutige Anwendungen

Ein Kräutertee mit der Brunnenkresse reguliert die Funktion der Leber, er reinigt zudem das Blut. Die Brunnenkresse wirkt harntreibend und kann bei der Auflösung kleiner Nierensteine und Blasensteine helfen.

Ein aus frischen Blättern gepresster Saft ist ein traditionelles Mittel gegen Ekzeme, Hautausschläge, gereizte Haut, auch gegen Akne.

Die Brunnenkresse, zerdrückt und auf Wunden aufgelegt, schützt vor Infektionen, außerdem lässt sie braune Flecken auf der Haut verblassen. Und last but not least schafft der regelmäßige Verzehr auch einen schönen, glatten, hellen Teint.


Alte Anwendungen

Im Mittelalter riet die Schule von Salerno dazu, den Saft der Brunnenkresse auf die Kopfhaut einzumassieren, denn das stärke den Haarwuchs. Dazu gab man 100g Brunnenkresse, in zerhackter Form, in 100 ml Alkohol (Wodka), und lies dies 2 Wochen stehen. Dann wurde die Kopfhaut damit einmassiert.

Die alten Römer und Griechen dachten, dass der Verzehr von Brunnenkresse die Gehirnfunktion verbessern könne. Im mittelalterlichen Europa verwendete man die Pflanze in Form einer Salbe bei Verletzungen durch Messer und Schwerter.

Bekannt war außerdem die Wirkung gegen Skorbut, die sich auf das enthaltene Vitamin C zurückführen lässt.

In der jahrtausende alten vedischen Medizin der Inder kennt man diese Pflanze als Hilfsmittel bei Erkrankungen der Leber und der Nieren. Allgemein bekannt, und das auf der ganzen Welt, ist die abführende Wirkung, die aphrodisierende Wirkung, die Wirkung bei Husten und Asthma.


Über die Brunnenkresse

Die Brunnenkresse ist ein oft übersehener Verwandter des Senf, des Kohls und des Rucola.

In der Brunnenkresse ist mehr Eisen als in Spinat enthalten, mehr Kalzium als in Milch, und mehr Vitamin C als in Orangen - hinzu kommen noch 15 wichtige Vitamine und Mineralien. Außerdem ist sie sehr kalorienarm, enthält dafür aber jede Menge sekundärer Pflanzenstoffe und Antioxidantien, die das Altern verlangsamen und Krebs vorbeugen.

Das Vitamin K ist einer der bekanntesten Stoffe in der Brunnenkresse, es bildet und stärkt unsere Knochen, außerdem beugt es Zellschäden im Gehirn vor, was der gefürchteten Alzheimer-Erkrankung vorbeugen kann.

Die Vitamine A und C sind ebenso in nennenswerter Konzentration vorhanden. Das Vitamin C schützt beispielsweise vor Erkältungen, das Vitamin A stärkt das Immunsystem und ist gut für die Augen. Hinzu kommen Mineralien, die gut für das Bindegewebe und die Haut sind.

Das enthaltene Kalzium macht Zähne und Knochen hart, antioxidative Flavonoide wie ß-Carotin, Zeaxanthin und Lutein bewahren uns teilweise vor Lungenkrebs und Krebsarten im Mundraum.

Die enthaltenen B-Vitamine kurbeln den Stoffwechsel und die "Müllabfuhr" im Körper an.

Wenn man täglich Brunnenkresse isst, kann dies vor DNA-Schäden in den Blutzellen schützen, die durch freie Radikale verursacht werden. Das fand die University of Ulster in einer Studie heraus.

Eine andere Studie belegte auch weitere signifikante Eigenschaften: So hatte der tägliche Verzehr über 8 Wochen hinweg gezeigt, dass der Triglycerid-Spiegel im Blut um durchschnittlich 10% sank und das Lutein um bis zu 100% anstieg. Das hat eine sehr günstige vorbeugende Wirkung auf Schlaganfälle und Herzinfarkte, das vermehrte Lutein schützt vor Augenerkrankungen wie dem Grauen Star und einer Makula-Degeneration.

Die wissenschaftliche Forschung stellte zudem fest, dass die Zellteilung in Tumoren bei Brustkrebs deutlich verringert wurde. Dies belegte die Universität von Southampton.


Verwechslungsgefahr

Es besteht eine Verwechslungsgefahr mit dem bitteren Schaumkraut, das einen markigen Stängel hat, außerdem lilafarbene Staubbeutel.

Zudem kann man die Pflanze mit dem Wiesenschaumkraut verwechseln, das eine bodenständige Rosette aus Blättern hat.


Geschichten und Geschichtliches

Plinius der Ältere war der Überzeugung, dass der Geruch der Brunnenkresse Schlangen vertreiben könne und sogar Skorpiongift neutralisieren kann!

Afrikanische Stämme waren früher der Meinung, dass die Brunnenkresse eine zeitweilige Unfruchtbarkeit hervorrufen könnte, gleichzeitig war ihnen aber auch die Wirkung als Aphrodisiakum bekannt.

Ca. 400 vor Christus hat Hippokrates den Bau eines (angeblich des ersten) Krankenhauses auf der Insel Kos in die Nähe eines Baches veranlasst, weil er so immer genug Brunnenkresse parat haben wollte.

Im 18. Jhd. erkannte Culpeper, dass die Heilpflanze das Blut reinigen kann.

Der Perserkönig Xerxes soll die Brunnenkresse seinen Soldaten verordnet haben, damit diese mehr Kraft und Ausdauer bekämen.


Rezepte und Anwendungen rund um die Brunnenkresse

Chinesische Brunnenkressesuppe

In China gibt es ein spezielles Rezept für eine Suppe mit Brunnenkresse, das traditionell gegen geschwollenes Zahnfleisch, Mundgeruch, Geschwüre im Mund, Geschwüre der Zunge und gegen schlechte Zähne zubereitet und dann gegessen wird. Diese Suppe soll auch bei Wechseljahrsbeschwerden helfen, etwa bei Hitzewallungen, dazu wird die Suppe allerdings kalt gegessen.

So, und nun fragt sich jeder, wie lautet wohl das Rezept dafür... Gleich vorweg: Das genaue Rezept findet sich nicht, ich hab nur herausgefunden, dass man ca. 250 g Brunnenkresse und genau so viele in Scheiben geschnittene Karotten benötigt. Dies wird mit 1 Liter Wasser gekocht, und zwar so lange, bis sich das Kochwasser auf ca. die Hälfte reduziert hat. Danach isst man die Suppe mitsamt des Gemüses. Ob da noch andere Gewürze hineinkommen - man weiß es nicht.

Kopfschmerzen

Die Brunnenkresse ist ein wundervolles Mittel zur Behandlung von Kopfschmerzen, die durch eine andere Erkrankung hervorgerufen werden, oder durch Stress und Angst. Dazu nimmt man etwas von der Brunnenkresse und reinigt sie sorgfältig.

Dann gibt man sie in ein Einmachglas, gibt 500 ml heißen Apfelessig zu, lässt dies ein paar Stunden stehen, filtert dann ab und füllt die Flüssigkeit in eine verschließbare Flasche um. Wenn man Kopfweh hat, nimmt man ein Taschentuch und tunkt es in den Essig ein. Dann auswringen und auf die Stirn auflagen.

Geschwollene Füße und verstauchte Knöchel

Die Brunnenkresse kann auch gegen geschwollene Füße und verstauchte Knöchel helfen, wenn man sie in Form eines Umschlages auflegt.

Geben Sie 1 Esslöffel Honig mit 4 Esslöffel Brunnenkressesaft in ein Glas und mischen Sie alles gut. Der Saft wird vor dem zu Bett gehen aufgetragen und über Nacht auf der Haut gelassen. Er soll gegen Sommersprossen, Flecken, Akne, Hautunreinheiten, Pickel und Mitesser helfen. Am Morgen wird der Saft lauwarm abgewaschen.





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Wirkung und Anwendung von Brunnenkresse

  1. Akne
  2. appetitanregend
  3. Anregung des Stoffwechsels
  4. Appetitlosigkeit
  5. chronisches Rheuma
  6. Ekzeme
  7. Frühjahrskur
  8. Gallen- und Blasensteinbeschwerden
  9. gallentreibend
  10. harntreibend
  11. magenstärkend
  12. Rheuma
  13. schleimlösend
  14. stoffwechselanregend
  15. unreine Haut
  16. verdauungsfördernd
  17. zur Festigung lockerer Zähne

Übersicht

Volksnamen

Bornkass, Bornkersch, Kasse, Bronna-Kressig, Bornkassen und Wasserkresse

Hauptwirkung der Brunnenkresse

Brunnenkresse stärkt den Magen, regt Gallenproduktion, Nieren und Leber an und wirkt Blutarmut und Arteriosklerose entgegen.

Wo findet man Brunnenkresse:

Langsam fließende Bäche und Quellen

Wirkstoffe

Bitterstoffe, Gerbstoffe, Vitamine A, B1, B2, C und E, Mineralstoffe wie Eisen, Jod, Phosphor, Zucker, Calcium, Ätherische Öle, Raphanol

Englisch

Watercress

Verwendet werden die

Blätter

Brunnenkresse in der Küche

Die Brunnenkresse wird aufgrund ihrer Beliebtheit in der Küche auch in größeren Kulturen angebaut, so dass sie das ganze Jahr über zu bekommen ist.

Sie schmeckt mild und edel, dennoch pfeffrig, erinnert etwas an Rettich.

Die Brunnenkresse passt in einen frischen Salat, sie passt in Soßen, in cremige Suppen, Kräuterquarks, oder einfach auf ein Butterbrot.

Lagerung

Die feinen Blätter verwelken recht schnell, man sollte sie deshalb auch schnell verbrauchen.

Tipp

Die Brunnenkresse kann Hitze schlecht vertragen, deshalb sollte man sie nicht mitkochen, sondern nur für eine kurze Zeit miterwärmen.


Vorsicht - Risiken und Nebenwirkungen

Bitte nur getrocknete Brunnenkresse verwenden, da frische Brunnenkresse Schleimhautentzündungen der Harnblase und der Därme hervorrufen kann.

Der Wirkstoff Raphanol kann ein Brennen in der Harnröhre verursachen.

Die selbstgepflückte Brunnenkresse kann in einigen Ländern Übertrager eines tödlichen Leberegels sein. Verwenden Sie deshalb nur gut gereinigte oder gekaufte Brunnenkresse.

Sollte nicht in der Schwangerschaft verwendet werden, da es die Blase reizt.

Brunnenkresse
Brunnenkresse





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Kurzinfo
Brunnenkresse
  • Pflanzenfamilie: Die Pflanze gehört zur Familie der Kreuzblütler
  • Herkunftsgebiete: Westeuropa, Mitteleuropa
  • Steht gern an Bächen und auf feuchten Gebieten
  • Pflanzenbeschreibung: Die Pflanze wird bis 70 cm groß, der Stängel kriecht oder wächst aufrecht.
  • Die Blätter sind rund, sie sind unpaarig gefiedert
  • Die Blüten sind weiß, stehen in doldigen Trauben
  • Der Wuchsort ist im Halbschatten auf feuchten nährreichen Erdböden
  • Heilpflanze im Garten: Ständig ausreichend Feuchtigkeit ist Voraussetzung für den Wuchs, schon bei der Aussaat immer nass halten
  • Verwendungsmöglichkeiten: Junges Kraut und Samen schmecken scharf bis bitter und passen in frischer Form zu Quark, Fisch, Kartoffeln, Salat, Eierspeisen.
  • Als Heilpflanze harntreibend, man kann sie für Frühjahrskuren verwenden, sie hilft bei Magenbeschwerden und hilft bei einem gestörten Stoffwechsel.
  • Samen können auch als Pfefferersatz verwendet werden
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