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Das Kräuter-Verzeichnis

Alant

Der Alant (Inula helenium) ist eine ausdauernde Staude, die bis zu fast zwei Metern hoch werden kann. Die Blüten sind richtig strahlend gelb. Die großen Laubblätter sind fein gezahnt, derb und an ihrer Unterseite behaart, sie schimmern silbrig. Man verwendet ihn in der ganzen Welt als Heil- und Zierpflanze.

Alant

Der Alant ist eine große mehrjährige Heilpflanze, die ursprünglich aus dem südlichen und östlichen Europa sowie aus dem westlichen Asien stammt.

Die Heilpflanze wird im Volksmund "Helenenkraut" genannt. Laut griechischer Mythologie hatte die schöne Helena Alant in ihren Händen, als Paris sie entführt hat. Wahrscheinlich kommt der Name jedoch vom griechischen "Helios" für Sonne, da die Blüten der Sonne gleichen.

Das Heilkraut hat sich inzwischen auch in Nordeuropa und Nordamerika angesiedelt und wächst gerne auf feuchten Wiesen, auf Feldern und entlang der Straßen.

Der Alant ist ein Angehöriger der Familie der Asteraceae.

Er hat einen starken Stamm, an dessen Fuß eine grundständige Blattrosette (eine kreisförmige Anordnung der Blätter am Boden) wächst. Am Boden steht eine Blattrosette mit großen, elliptischen Blättern. Diese Blätter sind samtartig und haben gezackte Ränder. Die Blätter am Stamm sind kürzer und breiter. Der Stiel der Pflanze hat tiefe Rillen und ist an der Spitze verzweigt.

Die Blüten des Alants sehen aus wie zu klein gebliebene Sonnenblumen. Die Wurzeln der Pflanze sind lang, haben eine gelbliche Rinde und ein weißes Inneres. Sie sind rhizomartig, sie sind knollig und werden ziemlich groß, sie sind verzweigt und sehr saftig. Diese Wurzeln duften etwas nach Veilchen und sind medizinisch wirksam.

Die Blätter des Alants ähneln etwas denen der Königskerze, die Blüten denen der Sonnenblumen.

Der Alant wird im Englischen auch "Horseheal", also "Pferdeheiler" genannt. Dies weist auf die medizinische Anwendung der Heilpflanze für Pferde hin. Früher behandelten Tierärzte Pferde, die unter Lungenerkrankungen litten, mit Alant. Eine andere Anwendung bei Tieren war die Behandlung von Schorf bei Schafen.

Im alten Rom benutzten die Menschen die Wurzeln gegen Verdauungsprobleme nach einer üppigen Mahlzeit. Im alten Griechenland und ebenfalls im alten Rom wurde die Pflanze als traditionelles Medikament gegen Erkältungen eingesetzt, da sie schweißtreibend wirkt und gegen Verschleimungen der Atemwege hilft.

Später ersann man sich einen Hustensirup, der aus Alantwurzeln und einer Menge Zucker hergestellt wurde. Dieser Sirup soll auch gegen Asthma genommen worden sein. Manche mögen den sehr süßen Sirup auch einfach wegen seines Geschmackes genommen haben.

Die Wurzeln des Alants schmecken im ersten Moment etwas seltsam, nach kurzem Kauen werden sie aber sehr aromatisch. Darüber hinaus haben sie einen angenehmen Duft, der leicht an Veilchen erinnert.

Die Menschen der früheren Zeit wussten auch schon, dass die Wurzeln gut für den Magen sind. Tatsächlich nahmen die Römer den Alant auch als Digestif in Form eines Weines, nachdem sie ausführlich ihrem Mahl gefrönt hatten. Dieser Trank ist auch als "Trank des Paulus" bekannt geworden, der wohl schon in der Bibel sagte: "Gebrauche ein wenig Wein um deines Magens willen".


Alant nach Hildegard von Bingen

"Der Alant ist von warmer und trockener Natur und hat nützliche Kräfte in sich. Und das ganze Jahr über kann er sowohl getrocknet als auch frisch (grün) in reinen Wein gelegt werden. Aber nachdem er sich im Wein zusammengezogen hat, schwinden die Kräfte in ihm, und dann soll er weggeworfen und neuer eingelegt werden. Und wer in der Lunge Schmerzen hat, der trinke ihn täglich mäßig vor dem Essen und nach dem Essen, und das Gift - das ist der Eiter - nimmt er aus seiner Lunge weg, und er unterdrückt die Migräne und reinigt die Augen. Aber wenn jemand ihn häufig so trinken würde, den würde er wegen seiner Stärke schädigen. Wenn du aber keinen Wein hast, um ihn einzulegen, dann mach mit Honig und Wasser eine reine Honigwürze und lege den Alant ein und trinke, wie oben gesagt wurde."

Rezeptur nach Hildegard von Bingen

Alantwurzel, ca. 50 g und/oder Alantkraut, 30 g

Wein, 1 ltr.

Frischen oder getrockneten Alant in Wein legen, evtl. einen Tag ziehen lassen. Nicht abseihen!

Von diesem Alantwein nehmen wir vor und nach jeder Mahlzeit 1 - 2 EL voll, je nach Krankheitszustand.

Diesen Wein nicht über längere Zeit trinken!

Der Alant als Heilpflanze heute

Der Alant hat eine gallefördernde, krampflösende, sedative und tonisierende Wirkung. Außerdem wirkt er antibakteriell, antiparasitär, adstringierend und harntreibend.

Die leuchtend gelben Blüten des Alants sind wunderschöne Augenschmeichler im heimischen Garten, jedoch besitzen auch sie eine heilende Wirkung bei der Behandlung von Hauterkrankungen, besonders bei Schafen und Pferden, aber auch beim Menschen.

Seit jeher gilt der Alant als wirksames Heilmittel gegen Atemwegserkrankungen und als stimulierendes Kraut für die Luftwege. Dieses Kraut besitzt eine wärmende Eigenschaft auf die Lunge, gleichzeitig löst es Schleim.

Der Alant kann für fast alle Probleme in der Brust Verwendung finden. Diese lungenfreundlichen Eigenschaften machen den Alant zu einer wunderbaren Hilfe bei chronischer Bronchitis und bei Asthmaerkrankungen.

Im Zusammenspiel mit anderen Heilpflanzen galt die Wurzel des Alants früher als Mittel gegen Tuberkulose, da sie leicht antiseptisch wirkt. Das kann man sich auch heute noch vorbeugend gegen einen grippalen Infekt zunutze machen, denn ein Alanttee beugt den Krankheitserregern vor und stärkt zugleich den Körper.

Äußerliche Anwendung als Bad oder als Gurgelmittel findet der Alant bei schwer heilenden Wunden, bei Hautausschlägen und bei Flechten auf der Haut.

Waschungen mit der Wurzelabkochung oder der verdünnten Tinktur helfen bei Ekzemen, Hautentzündungen, Ausschlägen und Krampfadern.

Gegen Insektenstiche hilft es, ein Stängelblatt aufzulegen.

Die Alantwurzel wurde im Altertum auch als Mittel gegen Ödeme (überschüssige Flüssigkeitsansammlung im Körper) sowie bei Hautinfektionen verwendet.

Eine Tinktur aus den Wurzeln des Alants hilft innerlich bei chronischen Atemwegserkrankungen.

Ein Sirup, man kocht dazu geschnittene Wurzeln in einer starken Zuckerlösung, hilft gegen Husten.

Die Blüten, man stellt einen Tee daraus her, helfen gegen Übelkeit, Erbrechen oder Husten mit viel Schleim.

Eine Teemischung aus 10 g Alantblüten, 10 g frischer zerkleinerter Ingwerwurzel und 5 g Süßholzwurzel hilft, regelmäßig getrunken, gegen Übelkeit und Blähungen.

Studien zeigten, dass Alant besonders Schmerzen durch Schüttelfrost und Tierbisse lindert.

Im Alant (und im Sonnenhut) wurden antimikrobakterielle Stoffe nachgewiesen.

Der Alant hat einen milden beruhigenden Effekt und hat sich als hilfreich bei der Förderung des Schlafes und der Entspannung gezeigt. Die Inhaltsstoffe haben zudem eine direkte Wirkung auf unsere Stimmungslage und können gegen negative Gefühle und Depressionen helfen, auch gegen Stress und Spannungskopfschmerzen.

Durch seine harntreibende Wirkung entgiftet das Heilkraut den Körper und lindert Rheumabeschwerden.

Alant enthält alle wichtigen Mineralien und Vitamine, die unser Körper braucht, um sein Immunsystem zu stärken. In Japan fand man heraus, dass der Alant so genannte freie Radikale, die durch Umweltbelastungen in unserem Körper Schäden verursachen, bekämpfen kann.

Das Hauptanwendungsgebiet des Alants sind die Stoffwechselvorgänge:

Man setzt Alant gegen Appetitlosigkeit ein, bei einer schwachen Verdauung, bei Magen- und Darmbeschwerden, Völlegefühl und Leberstauungen. Zudem hilft er gegen Darmparasiten, z. B. Spul- und Madenwürmer.

Alantwurzelextrakte haben eine Vielzahl von günstigen Auswirkungen auf unseren Verdauungstrakt, so helfen sie etwa bei Irritationen der Mundschleimhaut oder des Magen-Darm-Gewebes.

Alant hilft auch dabei, "gute" Darmbakterien im Darm zu erhalten. Er stärkt das Bakterienwachstum im Dickdarm und beugt gleichzeitig der Vermehrung schädlicher Bakterien vor. Das kann nicht nur die Verdauung in Schwung bringen, sondern auch gegen Darmkrebs vorbeugen!

Alant ist außerdem ein Leber-Galle-Stimulans, das die Arbeit der Leber und der Galle anregt. Auch dies trägt zu einer gesunden Verdauung und Entgiftung des Körpers bei.

Studien belegten auch zwei Wirkstoffe, die verantwortlich für die Wirkung gegen Parasiten, wie Würmer, aus dem Darm sind.

Das enthaltene Inulin hilft gegen einen niedrigen Blutzuckerspiegel und kann vorteilhaft für Diabetiker sein. Das Inulin hilft, den Blutzucker zu stabilisieren und die Aufnahme von Nährstoffen aus der Nahrung zu steigern.

Durch seine schweißtreibende Wirkung hilft es, Fieber zu senken und den Körper von Giftstoffen zu reinigen.

Durch seine harntreibende Wirkung hilft es Menschen mit Schwierigkeiten beim Wasserlassen und bei der Behandlung von Ödemen.

Alant fördert die Menstruation und ist vorteilhaft bei der Behandlung von Blutarmut. Er ist ein effizientes pflanzliches Heilmittel zur Linderung der unangenehmen Wechseljahresbeschwerden.


Sagen um den Alant

In Form eines Amulettes sollte der Alant im Mittelalter vor der Pest schützen, ebenso vor Dämonen und anderem "Hexenzeugs".

Dioskurides empfahl den Alant als Mittel gegen einen schwachen Magen, gegen Krämpfe und Atemwegserkrankungen.

Erwärmte und zerdrückte Blätter wurden zur Unterstützung der Wundheilung verwendet.

Der Alant kann auch zum Färben von Stoffen verwendet werden, dazu zerkleinert man die Wurzel, legt sie in Urin ein, trocknet sie dann und mahlt sie zu einem Pulver, das man dann wiederum mit Heidelbeeren und Pottasche zu einem blauen Farbstoff anrührt.

Der Alant ist eine der Pflanzen, die üblicherweise in einen Weihbuschen gehören. Er gilt im Christentum als Symbol der Erlösung.

Alant wird auch Helenenkraut genannt, weil der Alant nach griechischer Mythologie aus den Tränen der Helena hervorging.

Es wird auch berichtet, dass sich die schöne Helena mit Alantblüten schmückte, bevor sie Paris folgte.

In Europa galt der Alant als Mittel gegen angezauberte Krankheiten, wie z. B. Hexenschuss oder Alpträume.

In der alten UdSSR glaubte man, dass diese Pflanze 9 ungewöhnliche Eigenschaften hat und die Kräfte aufweist, die Menschen von 9 schweren Übeln zu befreien.

(KOSCHTSCHEJEW)

Als Beigabe zu allerlei Räucherwerk soll Alant Haustiere schützen.

Der Alant wurde im Altertum noch als Gewürz verwendet. Mit Alantwein versuchte man sogar die Pest zu bekämpfen.

Die Traditionelle Chinesische Medizin nutzt Alantwurzeln gegen Lungenerkrankungen, Asthma und Bronchitis.

Plinius der Ältere empfahl für die Verfeinerung des Geschmackssinnes, regelmäßig Alantwurzeln zu kauen. Dies rege auch gleich die Verdauung an und hebe die Stimmung. Er nannte auch Rezepte für ein Magenmittel, das Livia, ihres Zeichens Gemahlin des römischen Kaisers Augustus, täglich nahm und für die damalige Zeit ungewöhnliche 88 Jahre alt wurde.

Apicius, ein berühmter Koch aus dem 4. Jahrhundert, erwähnte den Alant als Gewürz: "auf dass es beim Würzen an nichts fehle" solle es in jedem Haus sein.

Auch Matthiolus erwähnte den Alant als Allheilmittel, besonders mit Wein zubereitet, zur Herzstärkung, zur Reinigung der Nieren und der Blase, zur Ausscheidung von Schleim.

Und weil es damals noch kein Zimmerduftspray gab, verwendete man den Alant damals, um die Zimmerluft zu bessern - man warf getrocknete Wurzeln in den Kamin, damit der liebliche Duft sich im Raum verteilte.

Die Römern nannten den Alant auch "das britannische Kraut", da es auf den Kanalinseln damals große Mengen davon gab.

Der Alant gilt und galt schon immer als Zauberkraut. Zusammen mit dem Baldrian, der Eberraute, dem Rainfarn, dem Wasserdost und dem Wermut verräucherte man ihn früher in den so genannten Raunächten, um böse Geister vom Hof fernzuhalten.

Besonders heilsam sind die Wurzeln des Alants, die man von Pflanzen erntet, die bereits 2 oder 3 Jahre alt sind. Man gräbt die Wurzeln im Herbst aus, reinigt sie und trocknet sie dann. Die heilige Hildegard von Bingen beschrieb einen "Alantwein" gegen Lungenleiden, den man vor und nach den Speisen trinken sollte. Er nehme das "Gift von den Lungen". Gleichzeitig warnte sie jedoch vor einer zu häufigen Verwendung des Weines.

Der Alant galt aber schon immer als Heilkraut, besonders auch gegen Erkrankungen der Winterzeit. Speziell gegen Bronchitis und Husten verwendete man den schleimlösenden Alant. Leider ist ein Alanttee äußerst bitter und kann in höherer Dosierung auch Erbrechen auslösen. Aber Hilfe aus dem Kräuterreich naht: Bereits ein kleines Stück Süßholzwurzel mildert das Aroma wesentlich.

Laut Joseph Jakob von Plenck, der im Jahre 1805 ein Buch über Kräuter herausgab, hat die Alantwurzel folgende Wirkung: "... reizend, den Auswurf fördernd, wider die Krätze, die monatliche Reinigung (die Regel) treibend. Innerlicher Gebrauch in feuchter Engbrüstigkeit, hartnäckigem, epidemischen Husten, Bleichsucht, Krätze."

In den Barockzeiten war kandierter Alant beliebt als Leckerei und gleichzeitig als Anti-Hustenpille. Heutzutage verwendet man den Alant auch in Form von Likören oder Magenbittern, außerdem als verdauungsförderndes Würzmittel in der Nahrung.

Eine Alantsalbe

"Sie ist ein besonders wirksames Heilmittel in der Krätze, indem man in der Nacht sämtliche krätzigen Theile damit beschmieret, und der Patient am Morgen und am Abend zwey Schalen voller Alantwurzeltee trinket. Auf diese Weise wurden schon viele Krätzige in kurzer Zeit und sicher geheilt.

Joseph Jakob von Plenck

Ernten und trocknen

Zum Großteil verwendet man in der Pflanzenheilkunde den Wurzelstock des Alants. Man sammelt ihn am besten in der Zeit von September bis November, oder gleich im Frühjahr im März und April.

Nach dem Reinigen schneidet man ihn in kleine Teile und trocknet diese dann in der Sonne. Danach lagert man sie luftdicht in einer Dose.


Der Alant für Frauen

Der Alant ist mit seinen goldgelben Blüten ein Abbild der alles wärmenden Sonne, die der Ursprung alles Lebens auf unserer Erde ist. Und Pflanzen, die in so enger Verbindung mit der Sonne stehen, haben oft eine äußerst positive Wirkung auf die Stimmung und auf das Immunsystem. Seine beeindruckende Gestalt weist zudem auf den Einfluss des Jupiters hin, der im Allgemeinen für die Leber und das Bindegewebe steht.

Der Alant hat große, lappige Blätter, die darauf hinweisen, dass die Pflanze auf große und lappige Organe wirkt, so zum Beispiel auf die Lunge und auf die Leber.

Hinzu kommt eine Wirkung bei chronischen Krankheiten und Beschwerden im Alter.

Der Alant in der Frauenheilkunde

Laut einer Sage soll der Alant aus den Tränen der schönen Helena entstanden sein, die diese Tränen vergoss, als sie um ihren geliebten Gatten trauerte. Es mag sein, dass sich darin schon einer der ersten Hinweise darauf zeigt, dass diese Pflanze die Stimmung aufhellt. In der Naturmedizin gilt die bittere Wurzel des Alants auf jeden Fall auch heute noch als Mittel, dass man einsetzen kann, wenn man eine depressive Verstimmung hat oder wenn man unter Angst zu leiden hat.

Hippokrates soll einer der Ersten gewesen sein, der den Alant als spezielles Frauenkraut verwendet haben soll. So hat er damals schon die Wurzel des Alants als spezielles Mittel für den weiblichen Uterus gerühmt.

Im Mittelalter kannte man den Alantwein, der als eine Art Universalmittel bei allen möglichen Beschwerden getrunken werden sollte, sei es die Pest gewesen, Lungenbeschwerden oder Erkrankungen am Kopf.

Alte Heilkräuterbücher weisen außerdem darauf hin, dass auch früher schon die besondere Wirkung auf das menschliche Bindegewebe, Alant festigt nämlich das Bindegewebe, bekannt war. Oft wurde diese Wirkung zum Beispiel bei einem Leistenbruch eingesetzt, sodass dieser schneller abheilen sollte. Ein weiteres Einsatzgebiet im Mittelalter war außerdem die Behandlung von verschleimten Bronchien oder bei Beschwerden im Magen und im Darm.

Auch heute noch ist der Alant ein bekanntes Mittel in der Frauenheilkunde. Die Wurzel des Alants beinhaltet eine hormonartige Substanz, die zum Beispiel bei Beschwerden in den Wechseljahren helfen kann. Hinzu kommt seine positive Eigenschaft auf das Bindegewebe, was wiederum dafür zuständig ist, dass die Pflanze gegen sogenannte Senkungsbeschwerden und auch bei einer Reizblase gut helfen kann. Kuren mit der Wurzel können zum Beispiel auch gegen Kopfschmerzen helfen, die hormonell bedingt sind, oder zum Beispiel auch wenn die Regel ausbleibt, wenn man aufgrund einer Kreislaufschwäche ständig unter Schwindelgefühlen leiden muss oder wenn man sich nicht mehr konzentrieren kann. Wenn man eine solche Kur durchführt, kann es sogar passieren, dass eine zu früh beendete Menstruationsblutung wieder eintritt.

Als letzter Punkt sei aufgeführt, dass die Wurzel des Alants das Wachstum von Tumoren hemmen kann, was zum Beispiel in einer Studie in Amerika bestätigt wurde. Frauen, die unter Brustkrebs leiden, oder in deren Familie Brustkrebs vorkommt, wird dort empfohlen, dass sie spätestens ab dem Eintritt der Wechseljahre regelmäßig Alant zu sich nehmen, um einer Entstehung von Krebs entgegen zu wirken.

Ein Wein mit Alant

Dieser Wein soll gegen leichte Beschwerden in den Wechseljahren helfen und besonders das Ungleichgewicht der Hormone im Körper und deren Auswirkungen etwas reduzieren. Sie brauchen dazu ungefähr 50 g Alantwurzel und eine Flasche Rotwein.

Geben Sie das Heilkraut zusammen mit dem Wein in einen Topf und lassen dies aufkochen. Dann ungefähr 5 Minuten abgedeckt stehen lassen, danach zur Seite stellen und abkühlen lassen. Wenn der Wein nur noch lauwarm ist, sieben Sie den Alant heraus und geben Sie etwas Honig dazu, so 2 - 3 Teelöffel können es ruhig sein.

Zum Schluss füllt man den Wein in eine Flasche und bewahrt ihn im Kühlschrank auf.

Wenn man unter leichten Wechseljahresbeschwerden leidet, kann man über Tage und Wochen hinweg jeweils 2 - 3 Schnapsgläser davon zu sich nehmen.

Eine Teemischung bei Menstruationsbeschwerden und zur Förderung der Menstruation

Sie brauchen dazu

Andornkraut und Alantwurzeln, von beidem ungefähr 50 g.

Vermischen Sie die beiden Kräuter gut miteinander und geben Sie dann einen bis zwei Teelöffel der Mischung in eine Tasse heißes Wasser. Lassen Sie die Mischung dann abgedeckt ziehen, so ca. 10 Minuten lang. Danach wird abgesiebt. Trinken Sie jeden Tag zwei Tassen davon.

Diese Mischung eignet sich ganz besonders für Frauen, die das 35. Lebensjahr hinter sich gelassen haben und deren Menstruationsblutung immer weniger wird. Es wird empfohlen, dass man diesen Tee dann ungefähr in der Mitte des Zyklus trinkt, jeweils zwei Tassen am Tag.

Bitte beachten

Der Alant kommt in der freien Natur nur noch selten vor und sollte deshalb bitte geschont werden, d. h. man sollte ihn am besten stehen lassen, wenn man ihn sieht. Es gibt ausreichend Produkte in der Apotheke, die man stattdessen verwenden kann. Wenn man das Kraut bzw. die Wurzel dennoch selbst ernten möchte, so sei empfohlen, dass man dies bei abnehmendem Mond machen soll.

Beachten Sie bitte auch, dass man den Alant nicht während einer Schwangerschaft anwendet, da er eine stimulierende Eigenschaft auf den Uterus hat, was zu einer Fehlgeburt führen kann. Des Weiteren sei darauf hingewiesen, dass es zu Allergien kommen kann, außerdem zu Durchfall, Übelkeit und Erbrechen bzw. auch Krämpfen, wenn man zu viel davon eingenommen hat.


Wirkung und Anwendung von Alant

  1. allgemeine Hautausschläge
  2. Appetitlosigkeit
  3. Arthritis
  4. auswurffördernd
  5. Beschwerden der Gallenblase
  6. Blutarmut
  7. Bronchialkatarrh
  8. Erkrankungen der Atmungsorgane
  9. Gicht
  10. Harnverhaltung
  11. Harnwegsleiden
  12. Hautleiden
  13. harntreibend
  14. Herpes
  15. Juckreiz bei Ekzemen
  16. Keuchhusten
  17. Leber- und Nierensteine
  18. Stickstoffüberschuss im Blut
  19. Stoffwechselerkrankungen
  20. Verdauungsbeschwerden
  21. stoffwechselfördernd
  22. hustenreizstillend
  23. antiseptisch
  24. choleretisch (gallensekretionfördernd)
  25. juckreizmildernd
  26. schwache Verdauung
  27. Magen- und Darmbeschwerden
  28. Völlegefühl
  29. Leberstauungen
  30. Darmparasiten
  31. Spulwürmer
  32. Madenwürmer
  33. schwer heilende Wunden
  34. Hautausschläge
  35. Flechte
  36. Verdauungsbeschwerden

Übersicht

Volksnamen

Altkraut, Brustalant, Darmkraut, Edelwurz, Helenenkraut, Schlangenkraut, Glockenwurz, Hexenschußkraut, großer Heinrich, Weidenalant, Galantwurzel, Darmwurz, Odinskopf, Schlangenwurz

Anderssprachige Namen

Englisch: Elecampane

Verwendete Pflanzenteile des Alants

Der getrocknete und geteilte Wurzelstock

Hauptwirkstoff

Helenin (kann allergen wirken)

Andere Wirkstoffe

Ätherisches Öl (bis 3 %), Inulin (bis 40 %), terpenoide Bitterstoffe, Zucker, Alantol, Alantolsäure

Blütezeit

Die Blütezeit reicht von Juli bis in den September.

Geschmack und Duft

Der Geruch ist frisch, getrocknet angenehm veilchenartig.

Der Geschmack ist würzig und leicht bitter.

Standort

Waldränder, Feuchte Wiesen, Hecken, Bäche

Verwendungsmöglichkeiten

Kann verwendet werden als Tinktur, Gemüse, Tee, Öl, Pulver.

Homöopathischer Einsatz

Bei chronischem Husten, Magengeschwüren, Ausfluss

Sammelzeit

Die Wurzel sammelt man im März und April sowie im September und Oktober.

Die Blätter sammelt man am besten im Juni, die Blüten am besten während der Blüte.

Rezepte und Anwendungen des Alants

Da es bei Überdosierung zu Nebenwirkungen kommen kann, empfehlen wir Ihnen eine Anwendung mit Ihrem Apotheker abzusprechen!

Präparate auf Alantbasis schmecken bitter und sehr eigenartig, so dass nur wenige sie mögen.

Wer es trotzdem versuchen möchte, hier ein Teerezept:

1 TL kleingeschnittene Wurzel mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen. 15 Min. ziehen lassen, dann absieben. Bei Husten 2- bis 4-mal täglich 1 Tasse mit Honig gesüßt trinken.

Wein

20 g Wurzel in 1 Liter Weißwein geben und 10 Tage ziehen lassen. Täglich 1 Likörglas schluckweise zu den Mahlzeiten trinken.

Gegen Würmer

Stellen Sie aus ca. 200 g frischer oder getrockneter zerhackter Alantwurzel und einem viertel Liter Wodka einen Ansatz her, dem Sie dann noch 75 g Zucker und einen Liter Rotwein zugeben.

Alles gut mischen, dann eine Woche stehen lassen, danach absieben. In einer dunklen Flasche kühl lagern. Dieser Wein hat eine abführende Wirkung, er regt die Verdauung an, und er vertreibt Würmer aus dem Darm. Dazu trinkt man ein Likörglas vor den Mahlzeiten, drei Tage hintereinander. Dann macht man eine Pause von 10 Tagen und trinkt wieder 3 Tage den Wein.

Nicht bei einem Magen- oder Darmgeschwür verwenden. Auch nicht bei Durchfall oder in der Schwangerschaft.





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Alant in der Küche

Man verwendet den Alant ähnlich wie Ingwer oder Kalmus.

Alantwurzeln passen gut zu Süßspeisen, zu Likören oder Weinen.

Man kann sie aber auch kandieren und als Knabberei verwenden.


Sammeln und trocknen

Zum Sammeln nimmt man idealerweise die Wurzeln mindestens zweijähriger Pflanzen.

Diese werden am besten im späten Herbst, also im November oder Dezember, oder im Frühjahr im März oder April ausgegraben, weil zu diesem Zeitpunkt die Wirkstoffkonzentration in der Pflanze am größten ist.

Zur Trocknung reinigt man die Wurzeln und schneidet sie dann längs auf.

Danach bindet man sie mit einer Schnur zusammen und bringt sie an einen warmen, jedoch sonnigen Platz zur Trocknung.


Alant im Garten

Alant bietet sich gerade an, im Garten angepflanzt zu werden. Alant ist eine äußerst schöne Pflanze, die so nebenbei auch noch ein Heilkraut ist.

Alant liebt Sandboden, der nicht wesentlich gedüngt werden muss. Er liebt die Sonne, wächst aber auch halb schattig, wenn es nicht anders geht.

Sie können gekaufte Stecklinge oder Samen verwenden, um den Alant in Ihrem Garten anzupflanzen.

Der Alant wächst besonders gut, wenn er stets genug Wasser bekommt. Gießen also nicht vergessen!


Vorsicht - Risiken und Nebenwirkungen

Nebenwirkungen und starkes Allergierisiko, daher eingeschränkte therapeutische Anwendung.

Der Alant wirkt stark allergieauslösend, es kann zu schweren Hautausschlägen (Kontaktdermatitis) kommen!

Bei Überdosierung kann es zu Magen- und Darmbeschwerden und Schleimhautreizungen kommen.

Allgemein besteht bei Korbblütlern eine erhöhte Allergiegefahr.

In der Schwangerschaft und Stillzeit nur nach Rücksprache mit dem Arzt oder Heilpraktiker verwenden.

Bei gleichzeitiger Verwendung von blutdruckausgleichenden Medikamenten, Antikrebsmitteln, Herzmitteln, Abführmitteln, Muskelrelaxantien oder Beruhigungsmitteln ist der Arzt zu befragen.



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Kurzinfo
Alant
  • Pflanzenfamilie: Diese Pflanze gehört zur Familie der Korbblütler.
  • Herkunftsgebiete: zentrales Asien, Europa.
  • Zu finden auf Wiesen, in Hecken und im Wald.
  • Pflanzenbeschreibung: aufrecht stehend, buschartig, bis zu 2 m groß, Wurzeln sind knollig und dick.
  • Blätter werden bis zu 70 cm lang, sie sind breit und lanzenförmig, sie sind gezahnt, die untere Seite ist bedeckt mit feinen Härchen.
  • Blüten sind groß und gelb.
  • Die Heilpflanze duftet sehr aromatisch.
  • Der Wuchsort ist in der Sonne auf nährstoffhaltigem Erdboden.
  • Heilpflanze im Garten: Ab und an mit Kompost düngen. Benötigt eine Menge Platz.
  • Aussäen im Frühjahr.
  • Verwendungsmöglichkeiten: Frische Blätter im Frühling als Gemüse ernten.
  • Umschläge aus den Blättern helfen, Wunden zu heilen. Ein Tee aus getrockneten Wurzeln und Blättern löst Schleim und Krämpfe. Blüten kann man zum Garnieren verwenden.
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Letzte Änderung am Donnerstag, 29.6.2017, 18:10:19 Uhr


"Alantwein nehmet die Wut und Zorn und die Traurigkeit, er stärket den Magen und bringt zu viel Feuchtigkeit aus dem Leib. Das Alantwasser wird getruncken, es werden Tücher damit benetzt und aufgelegt, das vertreibet Geschwulste der Gebärmutter"

Frei nach Lonicerus, 1679









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