Die Goldrute ist eine ausdauernde Pflanze. Sie erblüht
zwischen August und Oktober, das Kraut kann man zwischen August
und September selbst sammeln. Danach wird es möglichst
schonend getrocknet, so daß die Farbe und der Geruch
erhalten bleiben.
Bereits die alten Germanen verwendeten die Goldrute als Heilkraut
bei Wunden. Im Mittelalter verwendete man die Goldrute als
Mittel bei Blasen- und Nierenleiden.
Die Goldrute verdankt ihren Namen ihrer Blütenfarbe
und der Wuchsform.
Der lateinische Name leitet sich von fest zusammenfügen
ab, was also als Hinweis auf "Wunden schließen"
gesehen werden kann.
Die Pflanze wird auch heute noch gerne verwendet, allerdings
nicht mehr als Heilung förderndes Mittel, sondern als
harntreibendes Mittel in Tees, es werden aber auch gute Erfolge
bei Gicht, Nierengries
und sogar bei Nierensteinen erzielt. Zudem verwendet man die
Goldrute für die Frühjahrs- und Herbstkuren. Bei
rheumatischen Erkrankungen wirkt sie lindernd, sie erhöht
die Harnmenge bei Entzündungen der Blase und der Nieren.
Verwendete Pflanzenteile
Verwendet wird das blühende Kraut
Inhaltsstoffe
Saponin, Gerbstoffe, ätherisches Öl
Sammelzeit
Gesammelt wird im Juli bis in den Oktober
Wo findet man Goldrute: Lichte Wälder, Waldränder
Anwendungsbeispiele und alte Rezepte rund um die Goldrute
Tee
2 Teelöffel zerkleinertes Goldrutenkraut mit einer 250 ml Wasser überbrühen
oder mit einer Tasse kaltem Wasser ansetzen und kurz aufkochen. 10 Minuten ziehen
lassen, danach absieben. Mehrmals täglich 1 Tasse trinken. Es müssen
mindestens 2 Liter Flüssigkeit (insgesamt) pro Tag getrunken werden.
Bevor Sie sich selbst mit Heilkräutern behandeln
fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker!