Kein geringerer als Dioscurides gab der Malve ihren Namen,
denn der nannte die Pflanze "malakos", was so viel wie weich
bedeutet. Er deutete damit die erweichende Eigenschaft
der Malve an.
Die in den Blüten enthaltenen Schleimsoffe setzt man auch heute noch in Mundwässern und in Gurgelmitteln ein.
Die Pflanze, die 40 bis 100 cm groß wird, hat hellrote
oder violette Blüten und einen behaarten Stengel. Verwendet
werden die Blätter und die Blüten der Pflanze, aber
auch die Wurzeln. Die Sammelzeit ist zwischen Juli und August.
Nach dem Sammeln sollte man die Pflanze in einem gut belüfteten
Raum trocknen.
Die Malvensamen galten bei Frauen als ein sehr starkes Aphrodisiakum.
Früher verwendete man die Malve als Schwangerschaftstest:
Eine Frau urinierte auf die Malve. Wenn diese Malve nach einigen
Tagen verdorrte, war die Frau nicht schwanger.