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Das Kräuter-Verzeichnis

Safran

Safran
Safran

Wie heißt es im Kinderlied: "Safran macht den Kuchen gehl". Stimmt! Der Safran wird zum Backen und Kochen verwendet. Und als Heilpflanze!

Wenn man den Safran in freier Natur finden würde, würde man kaum auf die Idee kommen, ihn als Gewürz, geschweige denn Heilkraut, zu verwenden. Eher würde man ihn noch als wunderschöne Blume anschauen, vor allem, wenn man Krokusse mag. Tatsächlich ist die Pflanze, aus der man den Safran gewinnt, eine Krokusart, auch Safrankrokus genannt.

Im Gegensatz zu anderen Gewürzen und Heilkräutern verwendet man aber weder die Blüten, noch das Kraut, nicht den Stängel oder die Rinde, auch nicht die Wurzel - das einzig Verwendbare sind die roten Narben, die aus der Mitte der Blüte wachsen.

Das ist auch der Grund, warum man mit Safran so sparsam umgehen sollte: Ein Kilo Safran kostet viele Tausend Euro... Für 1 kg Safran müssen bis zu 150.000 Blüten geerntet und verarbeitet werden, die ca. 1000 qm Anbaufläche beanspruchen.

Der gesundheitliche Nutzen des Safrans

  1. Safran verbessert die männliche Fruchtbarkeit.

  2. Er hilft, wenn man unter Ängsten oder dauernder Anspannung leidet.

  3. In einer Studie in Texas fanden Forscher heraus, dass der Safran die Durchblutung der Netzhaut in den Augen erhöht, was einer Makuladegeneration vorbeugen kann, was wiederum eine der Hauptursachen für Erblindungen im Alter ist.

  4. Des Weiteren gibt es Studien, die nahe legen, dass der Safran gegen leichte und mittelschwere Formen von Alzheimer helfen kann.

  5. In der asiatischen Medizin kennt man den Safran als Mittel, das Fieber senken kann, das Menstruationsbeschwerden lindern kann oder mit dem man etwas gegen eine vergrößerte Leber tun kann.

  6. Studien an der "United Arab Emirates University" zeigten den Safran als Heilmittel, der bei Leberkrebs bei Tieren helfen konnte. Forscher stellten fest, dass durch die Gabe von Safran die Gesundheit der Leber und die Tumormarker wesentlich günstiger waren.

    Safran macht den Kuchen gehl, heißt es im Kinderlied...
    Safran macht den Kuchen gehl, heißt es im Kinderlied...

  7. Die Forschung zeigte auch, dass der Safran die Leber vor Krebs schützt, ebenso vor oxidativen Schäden durch freie Radikale schützen kann und Entzündungen bessert.

  8. Gegen Depression

    Der Safran kann eine antidepressive Wirkung haben, wenn man ihn bei leichten bis mittleren Depressionen einsetzt. Studien haben gezeigt, dass der Safran teils genauso wirksam ist wie manche verschreibungspflichtige Medikamente, und das ohne die teils gravierenden Nebenwirkungen.

    Um die antidepressive Wirkung zu erhalten, kocht man den Safran einfach in Wasser oder in Milch und trinkt dies regelmäßig. Man kann aber auch regelmäßig Safran in das Essen geben. Ein Tee mit Safran kann auch helfen, wenn man wegen der Depression nachts nicht schlafen kann.

  9. Asthma

    Asthma kann sich sehr gravierend auf das Leben auswirken. Auch hier kann der Safran helfen: Er erweitert die Atemwege und kann helfen, dass man leichter atmen kann.

  10. Für den Schlaf

    Wenn man unter Probleme mit dem Schlafen leidet, ist der Safran ein rein pflanzliches Mittel, das Ihnen helfen kann. Safran hilft, wenn man unruhige und dauernd schlaflose Nächte hat. Man kocht dazu etwas Safran in Wasser oder Milch und trinkt das vor dem Zubettgehen.

  11. Gegen Arteriosklerose

    Arteriosklerose nennt man den Vorgang, wenn sich die Adern verhärten und undurchlässiger werden. Wenn weniger Blut fließen kann, bekommt der Körper weniger Sauerstoff und Nährstoffe, es kann zu Herzinfarkten oder Schlaganfällen kommen.

    Hier hilft der Safran unter anderem als Stimulans, es wirkt sogar als Antioxidationsmittel, und es hilft zur Steigerung der Durchblutung in unserem Körper.

  12. Safran gegen Krebs

    Laut Studien soll der Safran auch Krebs vorbeugen. Der Safran kann den Krebszellen quasi den Befehl geben, sich selbst umzubringen. Dies wird auch Apoptose genannt.

    Safran soll besonders gut bei Leukämie helfen.

  13. Menstruationsbeschwerden

    Frauen, die unter einer unregelmäßigen Menstruation leiden, können den Safran nehmen, denn er reguliert die Menstruation. Der Safran kann dabei helfen, die Menstruation auszulösen als auch Schmerzen abzumildern. Über einen längeren Zeitraum genommen, kann der Safran auch bei chronischen Gebärmutterblutungen helfen.

  14. Safran gegen Haarausfall

    Safran kann gegen Haarausfall helfen, auch Alopezie genannt. Eine Mischung, hergestellt aus Milch, Safran und Süßholzwurzel, die man auf die Kopfhaut aufträgt, kann Haarausfall vorbeugen und das Haarwachstum stimulieren.

  15. Safran für die Haut

    Der Safran ist besonders gut für die Haut, er macht die Haut strahlend und frisch.

    Eine Packung stellt man wie folgt her: Geben Sie 2 - 3 Fäden in Milch, geben Sie einen Teelöffel Sandelholzpulver hinzu und mischen Sie alles gut. Dann auf die Haut auftragen und leicht massieren. Eine halbe Stunde einwirken lassen, dann lauwarm abspülen. Das kann man einmal pro Woche durchführen. Die Haut wird davon schön glatt, der Teint wird hell und leuchtend.

  16. Safran gegen Pickel

    Eine Paste aus Safran, 10 Fäden sollen es schon sein, vermischt mit 7 Basilikumblättern, wird auf die Haut aufgetragen, dann nach 10 Minuten abgewaschen. Dies beugt Akne, Hautunreinheiten, Pickeln, dunklen Hautflecken und sogar Falten vor.

  17. Safran für das Herz

    Safran kann die Herzfrequenz regulieren. Das enthaltene Kalium kann das Herz dazu bringen, langsamer zu schlagen, wenn man unter einem ständig zu hohem Puls leidet. Dadurch wird das Herz geschont.

  18. Safran für den Blutdruck

    Der Safran enthält Kupfer, Kalium, Calcium, Mangan, Eisen, Magnesium, Zink und Selen.

    Einiger dieser Mineralien wirken sich hilfreich auf den Blutdruck aus.

  19. Safran für die Verdauung

    Der Safran ist gut für unsere Verdauung, er hilft gegen Verkrampfungen im Darmbereich und regt die Verdauung allgemein an.

    Dazu soll man in einen 1 Liter Wasser 1 g Safran geben, gut mischen und dann über den Tag hinweg trinken. Dies stärkt den Magen, auch die Leber und die Milz.

  20. Für die Körperzellen

    Im Safran finden sich zahlreiche so genannte Nährstoffe, darunter sind besonders Kalium und Magnesium zu nennen. Diese Stoffe sind hilfreich für das Wachstum der Körperzellen und des Gewebes. Auch die Erneuerung und die Reparatur von Zellschäden werden günstig beeinflusst.

  21. Safran für das Blut

    Safran enthält Eisen, das besonders wichtig ist, neues Blut zu bilden.

  22. Safran gegen Schmerzen

    Schon seit langer Zeit kennt die Naturheilkunde den Safran als Mittel gegen Schmerzen, zum Beispiel gegen Periodenschmerzen.

  23. Safran gegen Zahnschmerzen

    Wenn man den schmerzenden Zahn mit einer Mischung aus Safran und Honig einmassiert, soll das helfen.

  24. Safran für die Muskeln

    Safran hilft gegen die Beschwerden der altersbedingten Muskeldegeneration. Dabei verlangsamt der Safran nicht nur die Degeneration, sondern macht sie auch teilweise rückgängig.


Traditionelle Heilwirkungen

Heilöle mit Safran galten vor Jahrhunderten bei den Naturheilkundlern des Orients als Mittel gegen offene Wunden, gegen Geschwüre oder Krätze, besonders auch gegen alle möglichen Hauterkrankungen. Ein sanfter Tee aus den roten Fäden war gegen Koliken, Verdauungsbeschwerden und Husten gegeben.

Ein solcher Tee sollte auch Gelenksschmerzen lindern, ebenso die unregelmäßige Menstruation wieder in eine regelmäßige wandeln.

Das Safranöl gilt in der TCM, der traditionellen chinesischen Medizin, als Mittel bei Verdauungsstörungen, in der westlichen Medizin kennt man den Safran hingegen als schnelles Hilfsmittel bei schmerzhaften Zahnfleischbeschwerden oder bei einem angeschwollenen Zahnfleisch.

In Indien verwendet man ein Gemisch aus Safran, Kurkuma und Wasser als Salbe für allerlei Beschwerden, oder auch als Haarfärbemittel, ähnlich wie Henna.

Verbrennt bzw. verräuchert man den Safran so wie Weihrauch, kann der Rauch gegen depressive Symptome helfen. Im Mittelalter kannte man bereits die Wirkung gegen "Melancholie".

Außerdem hilft der Rauch dabei, Stress zu mildern, die Merkfähigkeit zu steigern und die Lernfähigkeit zu bessern, besonders bei Kindern.

Zudem soll das Verräuchern das Glück anziehen, ebenso die große Liebe.

Safran wird auch heute noch, aus esoterischer Sicht, als Aphrodisiakum angesehen. Man stellt auch heute noch Salbungen, Salben und Öle damit her, um mehr Lust auf die Lust zu fördern.


Geschichtliches um den Safran

Der Safran ist eines der ältesten Gewürze, um das sich aufgrund seines besonderen Aussehens und seiner Kostbarkeit natürlich auch eine Vielzahl von Geschichten drehen.

Der Safran wurde schon immer für die besondersten und köstlichsten Speisen verwendet, ebenso als spezieller Farbstoff und als ungewöhnliche und einzigartige Heilpflanze.

Auf Höhlenmalereien, die über 50.000 Jahre alt sind, und die im heutigen Irak entdeckt wurden, findet man Pigmente des Safrans, er wurde also als rote Farbe verwendet. Bei den alten Sumerern kannte man den Safran als Heilmittel in allerlei Zaubertränken.

Als Medizin war der Safran auch bei den Phöniziern bekannt, bei den alten Persern, bei den Indern, den Ägyptern und bei den Chinesen - allerdings war der Safran auch damals schon so teuer, dass wohl nur die Reichen sich das leisten konnten.

Man nimmt an, dass ihn die mongolischen Stämme nach China brachten, wo es dann dem "internationalen" Gewürzhandel zugeführt wurde. International heißt in diesem Fall, in die ganze damals bekannte Welt. Die mongolischen Stämme bekamen den Safran jedoch eigentlich von den alten Persern, die den Safran damals schon in großen Mengen ernteten. Für sie war der Safran etwas Heiliges, das man in Zeremonien verwendete und in besonderen Speisen.

Durch die großen Pestepidemien im Mittelalter setzte sich der Safran auch bei uns endgültig durch, denn er galt als Heilmittel gegen die Pest.

Im Jahr 1374 gab es gar einen "Safrankrieg" in Basel.

Im alten Ägypten war der Safran als Aphrodisiakum beliebt, auch als kosmetisches Mittel oder als Räucherstoff. Getrockneter Safran wurde in religiösen Zeremonien als Opfergabe verräuchert, außerdem färbte man Stoffe, zum Beispiel die der Priester, damit. Die gleiche Farbe trugen auch die indischen und chinesischen Buddhisten, denn auch sie färben ihre Stoffe mit der Farbe des Safrans.

Vor 3500 Jahren wurde der Safran erstmals schriftlich erwähnt. Man fand alte Papyrusrollen aus dem geschätzten 16. Jh. v. Ch., auf denen über 30 Safranrezepte zur medizinischen Anwendung beschrieben stehen. Empfohlen wird darin der Safran für die Augen, den Kopf, bei Bleichsucht, zur Herzstärkung, bei Nervenleiden, bei Gliederleiden, bei eitrigen Wunden, gegen Geschwüre, bei Blasen- und Leberleiden.

Hippokrates empfahl im 4. Jh. v. Chr. den Safran gegen "vielerlei Krankheiten", hauptsächlich bei Frauenleiden und zur Geburtshilfe.

Im alten Rom streute man vor wichtigen Persönlichkeiten Safranblüten.

In den Theatern wurde zur Erfrischung und Parfümierung Wasser mit Safran über die Zuschauer gesprüht.

Die Safranpflanze war der Göttin Diana geweiht.

Dioskurides erwähnte Safran als Mittel gegen Rheuma und Trunksucht. Frauen färbten ihre Schleier mit Safran - es vertreibe die Läuse und mache fröhlich.

In der griechischen Mythologie waren die Musen und Nymphen safrangewandet, Königinnen und Fürstinnen übernahmen dies dann später.

Man verwendete den Safran als Färbemittel.

Heute ist Safran teuer, im Mittelalter erst recht. Im 14. und 15. Jh. hatte Venedig die Vormachtstellung für den Safran. Safran war damals die teuerste und begehrteste Handelsware. Man führte sogar Kriege deswegen (z. B. 1374 der Safrankrieg von Balsthal).

Und weil er so teuer war, der Safran, gab es auch Fälschungen: Plinius (röm. Geschichtsschreiber) schrieb: „Nichts wird so sehr verfälscht wie Safran". Zur Bekämpfung der Fälscher wurden "Safranschauer" bestellt, die schwer bewaffnet waren. Es wurden Strafen bis hin zur Todesstrafe verhängt.

Übrigens wird auch heute noch gefälschter Safran unter die Leute gebracht. Eine Studie der Uni Würzburg ergab, dass in den geprüften Produkten fast kein echter Safran enthalten war.

Im Mittelalter wurde der Safran bei Frauenleiden, in der Geburtshilfe, bei Augenleiden, bei Hautkrankheiten, bei Herzbeschwerden, gegen Magen- u. Darmkoliken angewendet, er war schmerzstillend und desinfizierend.

Übrigens kann Safran als Rauschmittel verwendet werden. Tödlich wird er ab ca. 10 - 12 Gramm.

Man bezeichnete das früher als "der fröhliche, lachende Tod". Im ersten Stadium starker Lachreiz, dann Herzklopfen, Schwindel und Sinnestäuschungen. Später tritt eine Lähmung des Zentralnervensystems ein, was zum Tod führt. Auch dies wurde im Mittelalter genutzt, um Widersacher aus dem Weg zu räumen...

Die kräftigende, herzstärkende und aphrodisierende Wirkung des psychoaktiven Safrans war schon in der vorchristlichen Zeit bekannt.

In der islamischen Medizin wurde der Safran zur Stärkung des Geschlechtstriebes eingesetzt.

Safran als Gewürz und Nahrungsmittel

Aus den frisch gepflückten, sich gerade öffnenden Blüten wird per Hand das Innere abgeknipst.

Tipp: Safran dient auch als Färbemittel.

Man sagt ihm eine lindernde Wirkung bei Krämpfen, Asthma und Nervosität nach. In der ayurvedischen Küche gilt er als Aphrodisiakum.


Übersicht



Volksnamen für Safran

Herbstkrokus, Gelbe Würze, Gewürzsafran, Herbstsafran, Nackthure, Saffron, Suppengelb


Inhaltsstoffe

Ätherische Öle, Terpene, Carotinoide, Vitamin B12


Wirkung und Anwendung von Safran

  1. beruhigend
  2. blutstillend
  3. Darmkoliken
  4. Gelbsucht
  5. geburtserleichternd
  6. Keuchhusten
  7. Krämpfe
  8. Krampfhusten
  9. Magenkolik
  10. menstruationsfördernd
  11. nervenstärkend
  12. Schlaflosigkeit
  13. Schmerzen
  14. Zahnungsschmerzen

Vorsicht - Risiken und Nebenwirkungen

In hohen Dosen giftig!

Nicht in der Schwangerschaft anwenden.







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Kurzinfo
Safran-Krokus
  • Die Pflanze ist ein Angehöriger der Schwertliliengewächse.
  • Pflanzenbeschreibung: Wird bis zu 10 cm groß und steht aufrecht.
  • Hat schmale Blätter.
  • Blüte ist violett, hat Form eines Trichters, lange Griffel, orangene 3-ästige Narben.
  • Der Wuchsort ist in der Sonne oder im Halbschatten.
  • Mag durchlässigen Boden.
  • Die Narben sind aromatisch, sie werden zum Färben von Speisen und zum Würzen verwendet.
  • Früher galt der Safran auch als beruhigendes Mittel gegen Krämpfe.
  • 1 kg Safran braucht 150 000 Krokusblüten. Safran ist in großen Dosierungen giftig!
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