Amazon.de Widgets
Das Kräuter-Verzeichnis

Rotklee - Roter Klee

Der Rotklee (Trifolium pratense) kann in Form von Umschlägen zur Wundbehandlung oder bei Hauterkrankungen verwendet werden. Da die Pflanze die Wasserspeicherkapazität unserer Hautzellen erhöht, wird sie auch in der Naturkosmetik verwendet: die Haut sieht faltenfreier und jünger aus.

Jeder, der auf dem Lande aufgewachsen ist, kennt auf den Wiesen den Klee, den es in der weißen und der roten Variante gibt. Dass der Klee für Menschen essbar ist, wissen die wenigsten, dass speziell der Rotklee zu Heilzwecken immer mehr an Bedeutung findet, weiß fast niemand. Speziell für Frauen, die die Wechseljahre durchleben, hat der Rotklee eine große Bedeutung: Im Rotklee sind Isoflavone enthalten, die die Folgen des Östrogenmangels in den Wechseljahren abmildern.

Reinigt das Blut

Rotklee hat jedoch auch andere Anwendungsgebiete, zum Beispiel hilft er unter anderem bei Gicht, bei Rheuma, er hilft bei Appetitlosigkeit, er wirkt günstig auf die Verdauungsorgane und er reinigt das Blut.

Innerlich verwendete man früher den Rotklee als Mittel gegen Husten. Durch die enthaltenen Gerbstoffe hilft der Rotklee auch gegen Durchfall und bei Magen-Darm-Beschwerden. Das Heilkraut wirkt stärkend und lässt uns nach einer langen Erkrankung schnell wieder gesunden.

Der Rotklee als Frauenkraut wirkt durch seine Pflanzenhormone besonders zellschützend, so soll dadurch die Gefahr eines hormonabhängigen Brust- oder Gebärmutterkrebses verringert werden. Bei Männern hilft diese Wirkung übrigens zur Vorbeugung vor Prostatakrebs.

Aber auch normale Hormonschwankungen, wie sie zum Beispiel in der Pubertät oder im Klimakterium auftreten, werden gemildert. Der Rotklee hilft erwiesenermaßen bei Hitzewallungen, auch bei Gereiztheit, Schlafbeschwerden und Osteoporose. Verwendung findet dafür ein Aufguss aus jungen Blättern und Blüten, den man täglich zu sich nimmt.

Klee, auch Rotklee, findet man wie schon erwähnt auf Wiesen und am Rande von Feldern. Im Allgemeinen verwendet man ihn als Futtermittel für Tiere. Aber auch die Bienen und Hummeln lieben den Klee, denn die Blüten enthalten besonders viel Nektar. Darauf weisen auch die Volksnamen Honigklee und Hummellust hin.


Wirkung und Anwendungsgebiete des Rotklees

  1. Appetitlosigkeit
  2. blutreinigende Wirkung
  3. Gicht
  4. Hitzewallungen
  5. Leberschwäche
  6. Östrogenmangel
  7. in der Rekonvaleszenz
  8. Rheuma
  9. Verstopfung
  10. Wechseljahre

Der Rotklee als Frauenkraut

Der Rotklee ist in der Naturheilkunde bekannt dafür, dass er äußerlich angewandt Wunden schneller abheilen lässt, dass er eine erweichende Wirkung auf die Haut hat und dass er Hautkrebs vorbeugen kann. Eine innerliche Anwendung des Rotklees hilft, das Blut zu reinigen, den Körper von innen her gegen den Krebs zu rüsten, den Knochenabbau im Alter zu verlangsamen und östrogenartig auf den weiblichen Körper einzuwirken.

Diese Wirkung wird von den Inhaltsstoffen dieser Pflanze hervorgerufen, zum Beispiel sind dies Gerbstoffe, Cumarine, ätherische Öle und Salicylsäure.

Der Rotklee, den viele Menschen wahrscheinlich eher als Futtermittel für die Kühe kennen, ist ein ausgesprochenes Frauenkraut. Und wo wir gerade bei den Kühen waren: Die Bauern wissen, dass viel Rotklee viel Milch gibt. Der Rotklee regt als die Milchbildung bei den Kühen an. Ich weiß jetzt nicht, wie ich gerade die Kurve bekommen kann ... Also genau die gleiche Wirkung hat der Rotklee auch bei Frauen.

Dass dies so ist, liegt an der östrogenartigen Wirkung dieser Pflanze. Und genau diese östrogenartige Wirkung lässt sich auch bei einigen anderen Frauenleiden ausnutzen.

Im Rotklee als auch im weißen Klee sind sogenannte Isoflavone enthalten, die Ihnen vielleicht schon einmal zu Ohren gekommen sind. Sie sind in den letzten Jahren relativ bekannt geworden.

Studien haben gezeigt, dass die Inhaltsstoffe des Rotklee zum Beispiel vor Krebs schützen können. Sie helfen besonders dann, wenn der Krebs in einem Zusammenhang mit Hormonen steht. Substanzen aus dem Rotklee werden deshalb zum Beispiel bei Brustkrebs eingesetzt, aber auch bei Prostatakrebs und bei Gebärmutterkrebs.

Die östrogenartigen Inhaltsstoffe können auch in den Wechseljahren helfen, sie tragen stark zum Wohlbefinden bei, sie helfen auch bei Scheidentrockenheit. Und selbst dem Knochenverfall, den man durch die Wechseljahre erleidet, wird vorgebeugt. All diese Eigenschaften trugen dazu bei, dass der Rotklee inzwischen öfters verwendet wird - zum Beispiel als Beigabe im Salat oder eben als Tee, Ölauszug oder Tinktur.

Der Rotklee kann im Übrigen auch als westlicher Ersatz für Soja angesehen werden. Soja gilt ja in den fernöstlichen Ländern als ausgesprochen wirksames Frauenkraut.

Doch zurück zur Pflanze: der Rotklee hat noch mehr auf Lager! Sowohl die innerliche als auch die äußerliche Anwendung der Pflanze hilft dabei, die Haut jung und geschmeidig zu halten. Am einfachsten ist es, einen Ölauszug aus der Pflanze herzustellen und dann daraus wiederum eine Salbe oder eine Creme zu machen. Die in der Pflanze enthaltenen Hormone sorgen für eine wunderbar glatte Haut, da sie es schaffen, die Fähigkeit, Wasser einzulagern, zu erhöhen. Und um es auf einen ganz einfachen Punkt zu bringen: mehr Wasser gleich weniger Falten!

Der Rotklee hat außerdem eine positive Wirkung auf die weibliche Scheide, so kann eine Kur mit Rotklee zum Beispiel bei trockener Scheidenhaut oder Scheidentrockenheit helfen. Es gibt sogar ein spezielles Krankheitsbild von trockener Scheidenhaut, dass man Craurosis vulvae nennt. Hier wird die Vagina kaum noch feucht, die Haut ist sehr sehr trocken und überempfindlich. Hinzu kommt, dass die Haut schnell einreißt und es zu starkem Brennen am Scheideneingang kommt. Hier kann üblicherweise die tägliche Pflege mit einer Salbe oder durch Vaginalkugeln helfen.

In der Naturmedizin war der Rotklee früher auch oft im Einsatz, wenn es um das Thema Weißfluss ging. Man führte dazu Sitzbäder in einem Absud aus Rotkleeblüten durch. Ein solches Sitzbad half im Übrigen auch bei Wundsein am Unterleib.

Vaginalkugeln selbst herstellen

Sie brauchen dafür ca. 40 g Kakaobutter und ca. 20 g Sheabutter, ca. 10 ml Rotklee-Tinktur, ca. acht Tropfen ätherisches Rosenöl und ca. fünf Tropfen ätherisches Rosengeranienöl.

Schmelzen Sie die Kakaobutter und die Sheabutter in einem Wasserbad und geben Sie, sobald beide Butterarten komplett geschmolzen sind, die anderen Bestandteile bei.

Unter Rühren abkühlen lassen und dann zu kleinen Kugeln formen. Eine Kugel sollte ungefähr 2 g Gewicht haben. Diese Kugeln können Sie im Kühlschrank lagern, wo sie ungefähr ein Vierteljahr verbleiben können. Führen Sie einmal bis zweimal am Tag jeweils eine Kugel in die Scheide ein, dadurch werden Reizungen der Scheidenhaut gebessert. Sie können, wenn Sie wollen, auch eine dieser Kugeln vor dem Geschlechtsverkehr einführen, wodurch die Gleitfähigkeit gebessert wird. Achten Sie aber darauf, dass Sie dies nicht tun, wenn sie Kondome verwenden, nicht dass es zu „Unfällen" kommt. Eventuell kann das Kondom beschädigt werden...

Eine Rotkleesalbe

Sie brauchen dafür eine Rotkleetinktur, ca. 10 ml

Ringelblumenöl, ca. 70 ml

Bienenwachs ca. 30 g

Ätherisches Rosenöl acht Tropfen

Schmelzen Sie das Bienenwachs in einem Wasserbad. Geben Sie dann das Ringelblumenöl hinzu und verrühren Sie alles gut miteinander.

Sobald alles komplett aufgelöst ist, geben Sie langsam und unter ständigem Rühren die anderen Inhaltsstoffe dazu.

Nehmen Sie dann die Masse aus dem Wasserbad und lassen Sie sie unter ständigem Rühren abkühlen.

Anwendung

Die Salbe hilft bei gereizter Haut an der Scheide, auch bei Scheidentrockenheit oder bei kleinsten Verletzungen. Dazu trägt man die Salbe mehrmals am Tag dünn auf.

Vorsicht

Bitte beachten Sie, dass der Verdacht besteht, dass hormonabhängige Tumore durch die Einnahme von Soja oder von Rotklee stimuliert werden können. Fragen Sie Ihren Arzt vor der Anwendung!


Übersicht

Volksnamen

Wiesenklee, Fleischklee, Feldknoppern, Futterklee, Honigklee, Hummellust, Steyrerklee, Sügerli, Weißklee, Zuckerblümli, Zuckerbrot

Verwendung in der Naturheilkunde

Verwendung findet das Kraut des Rotklees.

Inhaltsstoffe

U. a. Ätherisches Öl, Isoflavone, phenolische Stoffe, Vitamine, Kumarine, Salicylate, Glykoside, Mineralstoffe, Gerbstoffe, Flavonoide.

Sammelzeit

Gesammelt wird der Rotklee von Mai bis in den September.

Rezepte

Ein Rotkleetee

Sie brauchen dazu

5 getrocknete Blüten, die Sie in einer Tasse kochendem Wasser 10 Minuten ziehen lassen, dann absieben.

Pro Tag 3 Tassen trinken, über 3 Wochen hinweg.



Fotogalerie





Ähnliche Themen:

Ähnliche Themen:




Mein Shop









Letzte Änderung am Donnerstag, 9.3.2017, 15:54:57 Uhr


Die Anwendung des roten oder weißen Klees als entschlackender Blutreiniger und als Krebsmittel scheint alt zu sein und auf altkeltischem Heilwissen zu beruhen...

Wolf Dieter Storl









zum Seitenanfang