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Das Heilkräuter - Verzeichnis

Wie stelle ich einen Ölauszug her?

In den alten Zeiten, in denen es keine fertigen Arzneimittel gab, war ein Ölauszug ein hochgeschätztes Heilmittel. Solche Auszüge wurden entweder direkt auf die Haut aufgetragen oder als Zutat für Salben verwendet. Anwendung fanden diese Auszüge sehr oft bei Hautbeschwerden oder bei Verletzungen der Haut.

Ein Klassiker der Auszüge ist das Ringelblumenöl, das bei Hauterkrankungen schützen kann und die Heilung von Wunden beschleunigt. Ein weiterer, wahrscheinlich bekannter Ölauszug ist ein Klettenwurzelöl, welches das Wachstum der Haare begünstigen soll.

In einem Ölauszug zu lösen sich die fettlöslichen Inhaltsstoffe der Pflanzen im Öl auf. Durch das Auftragen auf die Haut gelangen sie so auf und in unseren Körper, um ihre Heilkraft auszuüben.

Zur Herstellung eines solchen Ölauszuges verwendet man sowohl frische als auch getrocknete Blüten und Blätter sowie Wurzeln.

Damit der Ölauszug später nicht Schimmel ansetzt, sollte man bei frischen Inhaltsstoffen darauf achten, dass diese möglichst bei sonnigem Wetter und nicht am frühen Morgen geerntet werden sollten. Denn gelangt Wasser in den Auszug, wird später Schimmel daraus.

Um einen sogenannten Kaltauszug herzustellen, setzt man die Inhaltsstoffe mit einem beliebigen Öl an, zum Beispiel mit Mandelöl. Der Ansatz wird dann 3-5 Wochen stehen gelassen. Während dieser Zeit kontrolliert man täglich, ob sich Schimmel gebildet hat. Außerdem schüttelt man das Ansatzglas jeden Tag einmal gut durch.

Nachdem das Öl seine Reifezeit erreicht hat, siebt man die festen Bestandteile heraus und füllt das Öl in eine dunkelwandige Flasche. Bitte beachten Sie, dass ein solches Öl maximal ein Jahr lang haltbar ist.

Zur Herstellung brauchen Sie

Ein Messer, ein Schneidbrett, ein Glas mit Deckel, ein Sieb, einen Trichter und natürlich die Heilkräuter.

  1. Reinigen Sie die Heilkräuter sorgfältig und sorgen Sie dafür, dass sie möglichst trocken sind.

    Zerkleinern Sie die Pflanzen mit dem Messer in halbwegs kleine Teile. Dies gilt übrigens auch für getrocknete Kräuter.

  2. Geben Sie dann die Kräuter in das Glas und füllen Sie das Öl drüber. Beachten Sie, dass alle pflanzlichen Bestandteile immer mit Öl bedeckt sein müssen!

    Das geschlossene Glas wird dann an einen warmen Platz gelagert.

  3. Nach bis zu fünf Wochen, es können aber auch 6-8 Wochen sein, sieben Sie die pflanzlichen Bestandteile heraus und füllen das Öl in eine dunkelwandige Flasche.

  4. Ein Tipp: Wenn der Sommer relativ feucht ist, empfiehlt es sich, einen warmen Ölauszug herzustellen. Dies sorgt dafür, dass eventuell enthaltenes Wasser verdunstet und sich so weniger Schimmel bildet.

    Geben Sie dazu die pflanzlichen Bestandteile in warmes Öl, maximal sollten es aber 50 sein. Lassen Sie die pflanzlichen Bestandteile 1 Stunde in dem Öl ziehen, und füllen Sie dann das Öl mitsamt der Pflanzen in das Glas, um es mehrere Wochen ziehen zu lassen.





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