Aloe Vera

 

Im Himalaya heißt sie "Kumari", die lebende Göttin, in Mexiko "Sábila", die Wissende, und auch bei uns ist sie unter Bezeichnungen wie "Pflanze der hundert Wunder" bekannt: die Aloe vera. Sie erlebt zur Zeit eine richtiggehende Renaissance - fast überall auf der Welt. Die Aloe-Pflanzen, die man bei uns bekommt, werden vor allem in Spanien, auf Malta und den Kanaren angebaut. Die weltweit größten Plantagen allerdings liegen in Texas, Florida und Mexiko.

Die Aloe gehört mit zu den ältesten Heilpflanzen, die der Mensch kennt. Bereits 5000 Jahre vor Christus soll diese Heilpflanze gebraucht worden sein. Die Wirkung der Pflanze ist inzwischen medizinisch belegt und wird in unserer Zeit für allerlei Krankheiten angewendet. Verwendung findet dabei der Saft der Pflanze und Pflanzenauszüge. Bereits im Mittelalter war die Aloe eine der wichtigsten Heilpflanzen überhaupt. Die Mönche nahmen damals schon weite Reisen auf sich, um Pflanzen aus dem Mittelmeerraum zu uns zu bringen. In den Schriften der Klostermedizin wird sie vor allem als Mittel gegen Verstopfung, aber auch für die Behandlung von Wunden und Geschwüren empfohlen.

Von den mehr als 300 verschiedenen Arten der Aloe besitzen lediglich zwei eine Wirkung, die in der Naturheilkunde verwendet werden. Dies ist die Aloe Vera und die Aloe arborescens.

Man liest seit längerer Zeit immer wieder in Büchern, Zeitschriften und anderen Publikationen über die Wirkung der Aloe für die Haut. Tatsächlich hilft die Pflanze äußerlich angewendet als Gel oder als Salbe bei kleinen Verletzungen. Fast unschlagbar ist die Aloe bei Brandwunden und Brandverletzungen, aber auch bei Sonnenbrand. Die Aloe wird auch gerne von Frauen benutzt, um das Gel als Schönheitsmaske zu verwenden. Eine weitere Wirkung der Aloe ist die Unterdrückung des Körpergeruchs. Aber auch bei Asthma, Akne, Hepatitis, Pilzen und bei Schuppenflechte kann die Aloe eingesetzt werden.

Aloe vera ist kein Wunderheilmittel. Wenn man aber die verschiedenen Anwendungsbereiche kennt, kann sie uns viel Gutes tun. Zum Beispiel bei kleineren Wunden, rauher Haut oder auch bei Insektenstichen. Aloe enthält verschiedene Fettsäuren und Polysaccharide. Diese wirken ausgesprochen entzüngshemmend.

Die Eigenschaft des schnellen Wundverschlusses kann man mit einem einfachen Versuch verdeutlichen. Schneidet man mit einem Messer ein Stück eines Aloe-Blattes ab, so kann man fast zuschauen, wie es sich von selbst wieder schließt. Und diese Eigenschaft können wir uns zunutze machen.

Bei Verbrennungen, Schürfwunden und anderen kleinen Verletzungen reicht es, ein Aloe-Blatt abzuschneiden und die Schnittstelle mit dem kühlenden Gel auf die angegriffene Haut zu legen. Das Blattstück kann auch mit einem scharfen Messer filetiert werden. Hierfür wird die ledrige Außenhaut des Blattes großzügig abgeschnitten und das reine Gel auf die angegriffene Haut gelegt.

Grundsätzlich sind die älteren, dicken Blätter am Außenrand am besten geeignet. In ihnen sind die Wirkstoffe am stärksten konzentriert. Je frischer das Gel aufgetragen wird, desto besser.

Wirkung und Anwendung von Aloe

  • Asthma
  • Brandverletzungen
  • Brandwunden
  • Giftbelastungen
  • Hautkrankheiten wie Akne und Schuppenflechte
  • Hepatitis
  • Kleinere Wunden
  • Körpergeruch
  • Pilzbehandlung
  • Röntgenstrahlen
  • Sonnenbrand

Aloe versorgt trockene und spröde Haut mit Feuchtigkeit
Von der frischen Aloe ein Stück eines Blattes abschneiden und zunächst die ledrige Außenhaut mit einem Messer entfernen. Das Gel kann dann durch ein kleines Sieb gedrückt werden, damit es schön sämig wird. Anschließend zusammen mit dem Honig und dem Quark in einer Schüssel vorsichtig verrühren und die Masse gleich darauf auf Gesicht und Hals verteilen. Nach zehn Minuten wieder abwaschen.

Wird auch von Frauen als Schönheitsmaske verwendet
Hilft auch gegen lästige Schnaken

Aloe-Vera gegen Altersflecken
Tragen Sie zweimal am Tag Aloe-Vera-Gel auf.


Geschichtliches um die Aloe

Aloe und Myrrhe wurden früher zur ordnungsgemäßen Bestattung des Leichnams beigegeben.

Der Pharisäer Nikodemus spendete bei der Grablegung Jesu hundert Pfund Aloe und Myrrhe (JOHANNES 19,39).



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