Es gibt einige Heilkräuter, die Schmerzen stillen können. Dazu gehören unter anderem das Johanniskraut, der Beinwell, die Pfefferminze, auch die Zwiebeln und der Ingwer gehören dazu. In all diesen Kräutern sind beruhigende und schmerzlindernde Stoffe enthalten, die bei verschiedensten Beschwerden hilfreich sein können.
Rezepte und Anwendungen rund um das Thema Schmerzen
Das Johanniskraut
Eine weitere Pflanze, die in diesem Artikel erwähnt sein sollte, ist das Johanniskraut. Das Johanniskraut ist eine zarte, teils unauffällige Pflanze, die eine wunderschöne gelbe Blüte hat. Aus diesen wunderschönen Blüten gewinnt man ein Öl, das landläufig als Rotöl bekannt ist. Tatsächlich ist in den gelben Blüten ein roter Farbstoff enthalten, der das Öl, wenn man die Blüten hinein gibt, rot färbt. Und genau dieses Rotöl hat es in sich, wenn es um die Behandlung von Verletzungen geht: Es lindert Nervenschmerzen, es lindert andere Schmerzen wie zum Beispiel Verstauchungen und Prellungen, es regt die Wundheilung an. Man reibt dazu mehrmals am Tag die betroffenen Stellen mit dem Öl ein. Allerdings muss man wissen, dass die Verwendung von Rotöl, oder genauer gesagt, von Johanniskraut ganz allgemein, die Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht stark erhöht. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass man wesentlich schneller einen Sonnenbrand bekommt als bisher.

Johanniskraut
Der Beinwell
Beginnen wir mit dem Beinwell: der Beinwell wurde dann verwendet, wenn man sich einen Knochen gebrochen hatte.
Der Beinwell ist eine der wunderbaren Pflanzen, die schon seit Urzeiten den Menschen mit ihrer wunderbaren Heilkraft geholfen hat, denn man darf nicht vergessen, dass für die früheren Menschen ein gebrochenes Bein oder ein gebrochener Arm schnell eine essenziell bedrohliche Lage entstand.
Die früheren Menschen legten frische, zerriebene Beinwell-Wurzeln auf gebrochene Knochen auf und fixierten dies mit einem Tuch. Die zerriebenen Wurzeln trockneten aus und wurden hart, fast so hart wie ein Gips. Dadurch wurde der gebrochene Knochen fixiert und gleichzeitig wurde die Heilung durch die Inhaltsstoffe des Beinwell beschleunigt. Der Name Beinwell leitet sich von Bein ab, was man mit Gebeine, also Knochen, übersetzen kann, und außerdem von wallen, was soviel wie zusammenfügen oder zusammenwachsen bedeutet. Der Beinwell ist also eine Pflanze, die Knochen zusammen wachsen lässt. Doch das ist noch nicht alles: Im Beinwell sind außerdem noch Stoffe, die die Verletzung kühlen und die Schmerzen lindern. Eine Art Erste-Hilfe-Set ist also gleich mit eingebaut.
Der Beinwell eignet sich aber nicht nur gegen gebrochene Knochen, er hilft außerdem bei Verzerrungen, Verstauchungen, Quetschungen und Prellungen, was in unserer Zeit die Wissenschaft inzwischen auch belegt hat. Darüber hinaus hilft die Pflanze gegen Muskelkater und Sehnenscheidenentzündungen, bei Hämatomen und bei Schmerzen des gesamten Bewegungsapparates.
Allerdings muss man beachten, dass der Beinwell, wenn man ihn unverdünnt auf die Haut aufträgt, bei manchen Menschen auch Allergien auslösen kann. Deshalb ist es ratsam, dann auf eine Creme oder auf eine Salbe umzusteigen. Und wenn man dann sowieso auf eine Salbe umsteigt, dann kann man auch gleich noch eine Salbe nehmen, in der auch Arnika enthalten ist, denn die Arnika ist ebenfalls eine Pflanze, die bei Verletzungen besonders gut hilft.

Beinwell
Der Weißkohl
Gegen die gleiche Art von Entzündungen hilft auch der Weißkohl, den viele Menschen wahrscheinlich eher aus der Kohlsuppe kennen als als Heilkraut. Der Weißkohl hemmt also Entzündungen, gleichzeitig hilft er bei angeschlagenen und gereizten Sehnen und Bändern. Dazu legt man Umschläge mit Weißkohl auf und fixiert dies mit einem Tuch. Den Weißkohl sollte man, bevor man ihn auflegt, mit dem Nudelholz angequetscht haben, so dass der Saft der Blätter leichter austreten kann.
Die Gewürznelke
Eine der gefürchtetsten Arten von Schmerzen sind Zahnschmerzen. Dagegen hilft: der Zahnarzt, und bis man da ist, die Gewürznelke! Wenn man unter Zahnschmerzen leidet, sollte man sich also ziemlich schnell in Richtung Zahnarzt bewegen, und bis dahin gibt man etwas Nelkenöl auf den schmerzenden Zahn oder man kaut auf einer Gewürznelke herum. Auch dabei wird das ätherische Öl freigesetzt, das die Schmerzen hemmt.
Die Heckenrose
Die Heckenrosen, die viele Menschen wahrscheinlich unter dem Namen Hagebutte besser kennen, enthalten besonders viel Vitamin C, weshalb die Hagebutte ein wunderbares Mittel gegen Erkältungen ist.
Inzwischen haben wissenschaftliche Untersuchungen Untersuchungen auch bewiesen, dass die Hagebutten einen Stoff beinhalten, der zum Beispiel bei Arthrose gegen die gefürchteten Schmerzen hilft und der außerdem die Entzündungen hemmt.

Hagebutte
Die Schafgarbe
Zum Schluss möchte ich noch die Schafgarbe erwähnen, die seit jeher in der Naturheilkunde einen wichtigen Platz einnimmt, zum Beispiel als Frauenkraut. Die Schafgarbe hilft bei Menstruationskämpfen und zu starken Regelblutungen, außerdem hilft die Schafgarbe gegen Schmerzen durch Koliken, gegen Blähungsschmerzen, gegen Beschwerden mit der Galle, gegen Durchfall und gegen Verkrampfungen und dadurch entstehende Schmerzen im Allgemeinen.

Die Zwiebel
Nicht unerwähnt bleiben sollte die Zwiebel, genauer gesagt die gemeine Küchenzwiebel. Gemein deshalb, weil sie mich beim Zwiebelschneiden immer so zum Weinen bringt. Aber gerade das ist eigentlich etwas ganz anderes als gemein, denn tatsächlich sind es genau diese Stoffe, die die Zwiebel zu einem wunderbaren Heilkraut werden lassen. Die Zwiebel kann nämlich Wunden desinfizieren, Entzündungen hemmen und Verschleimungen lösen.
Als Kind kennt man vielleicht das Zwiebelsäckchen oder andere Zwiebel-Auflagen, die man von der Mutter verpasst bekommt, wenn man unter Ohrenschmerzen leidet. Das riecht vielleicht nicht so besonders, hilft aber!
Andere, ähnliche Auflagen, können auch gegen Bronchitis, Husten oder Halsweh helfen.

Zwiebel
Honig
Wenn wir gerade beim Thema Halsweh sind: Hier hilft Honig, bevorzugt werden sollten dann die Honigarten aus Thymian und Salbei. Lassen Sie zwei Teelöffel Honig mehrmals am Tag den Hals langsam hinunter laufen, dies hilft gegen die Schmerzen und auch gegen die eventuell vorhandenen Entzündungen.
Wie seit Jahrtausenden bekannt ist, wirkt Honig antibiotisch, er stillt Schmerzen und hat eine entkrampfende Wirkung. Äußerlich kann man ihn auf Verletzungen wie Schnitte oder Stiche oder auch Verbrennungen auftragen.
Pfefferminze
Kommen wir zur Pfefferminze, genauer gesagt zum Pfefferminzöl. Man sollte immer eine kleine Flasche Pfefferminzöl im Hause haben, viele kennen das Öl vielleicht auch als japanisches Minzöl oder unter einem anderen, ähnlichen Namen.
Das Pfefferminzöl hat eine stark kühlende Wirkung und es stillt Schmerzen. Man kann dieses Öl zum Beispiel gegen Muskelkater verwenden, bei einem Hexenschuss, bei Kopfschmerzen, bei Muskelschmerzen, bei Gelenkschmerzen und bei vielen anderen Arten von Schmerzen. Dazu mischt man das Öl entweder mit einem Träger-Öl wie Sonnenblumenöl oder man gibt einige Tropfen des Öl in Alkohol. Danach reibt man die schmerzenden Stellen damit ein. Doch Vorsicht: Achten Sie darauf, dass das Pfefferminzöl nicht in die Augen gelangt und das es nicht unverdünnt auf empfindliche Haut kommt.

Quellen zu diesem Artikel
- Die Kräuter in meinem Garten - provisionierter Link von Amazon