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Das Heilkräuter - Verzeichnis

Luzerne - Alfalfa

Bevor der Mais zu uns kam, war die Luzerne eine wichtige Futterpflanze in Europa. Die Luzerne kann über 10 Jahre alt werden. Sie hat weite Wurzeln, die über 2 Meter in den Boden reichen. Diese langen Wurzeln sorgen dafür, dass die Pflanze auch in heißen Sommern immer noch genug Wasser bekommt.

Die Luzerne findet man auf Ackern, am Wegesrand oder auf Wiesen. Sie wird in der Landwirtschaft als Futterpflanze verwendet.


Alfalfa wurde bereits bei den alten Griechen als Quelle für tierisches Futter und menschliche Nahrung angebaut. Alfalfa ist winterhart und langlebig, und so wurde die Pflanze großzügig kultiviert.

Da es oft sehr große Ernten gab, war die Pflanze eine perfekte Grundlage für die frühen menschlichen Kulturen, die sich von dem alten Jäger-Sammler-Lebensstil loslösten. So wurde Alfalfa eine Art Grundnahrungsmittel für die Menschen.

Aufgrund des hohen Proteingehaltes und des guten Nährstoffprofiles war Alfalfa auch die erste Wahl für Tierfutter, vor allem für Pferde, Milchkühe bzw. Rinder. Der Rest der Ernten konnte anschließend gut verkauft werden.

Die frühesten Aufzeichnungen als Arzneimittel stammen von den frühen chinesischen Ärzten, die die gesamte Pflanze für unterschiedliche medizinische Anwendungen einsetzten. Die Traditionelle Chinesische Medizin kannte die unreifen Alfalfablätter oder Triebe als Heilmittel gegen unterschiedliche Verdauungsbeschwerden. Abkochungen der reifen Blätter galten als Diuretika, also als Mittel zur Ausschwemmung von Wasser aus dem Körper.

Eine Mischung aus Alfalfa-Blättern und zerstoßenen Samen galten als Umschlag als Heilmittel gegen Arthritis und Schmerzen. Allerdings konnte man diese Wirkung heutzutage nicht belegen.

Der Konsum von Alfalfa-Sprossen gilt heute einem niedrigeren LDL-Cholesterinspiegel dienlich, kann aber auch helfen, den Blutzuckerspiegel zu regulieren, Depressionen zu lindern, Stress zu reduzieren, die Darmbewegung zu verbessern und die Haut und Muskeln zu stärken.

Aufgrund seines hohen Proteingehaltes gilt Alfalfa als sehr sättigend.

Eine Abkochung aus Alfalfa-Blättern gilt mancherorts in der Naturheilkunde als Heilmittel bei Verdauungsproblemen wie Durchfall und Darmträgheit. Sehr starke Abkochungen der Blätter können den weiblichen Hormonspiegel regulieren und die Menstruation stimulieren. Bei stillenden Frauen können kleine Mengen Alfalfa die Produktion von Muttermilch steigern.

Hinzu kommen aufgrund der ausspülenden Wirkung Erfolge bei der Behandlung von Nierenerkrankungen, Problemen mit dem Verdauungstrakt, oder als Heilmittel gegen verschiedenste Harnprobleme.

Die Ayurvedische Medizin kennt die Alfalfa-Blätter und Sprossen als Heilmittel ebenfalls gegen Verdauungsstörungen, mit den Sprossen werden aber auch kranke und genesene Menschen aufgepäppelt, um das Immunsystem zu stärken.


Sagen und Esoterisches

Für magische Zwecke wird Alfalfa heutzutage immer noch als Opferstock-Gabe gegeben, um die Gottheiten für die Ernte positiv zu stimmen.

Alfalfa wird seit Langem mit dem Überfluss in Verbindung gebracht und wird deshalb von Zauberern und Schamanen gegen Hunger und Armut verwendet.

In Form eines Talismanes soll Alfalfa gegen Armut, Hunger, Entbehrung und Zwietracht helfen.

Ein Glas getrockneter Sprossen in der Küche oder der Speisekammer soll das Haus vor Entbehrungen und Strapazen beschützen.

Ein Kranz aus Alfalfa-Blättern soll außerdem vor finanziellen Verlusten schützen können sowie zur Verbesserung der Harmonie im Hause beitragen.

Im Voodoo und Hoodoo-Glauben gilt die Luzerne als mächtiges Amulett für die Anziehung von Gewinn, Glück und Reichtum.


Anwendungen der Luzerne

In der Naturmedizin verwendete man die Luzerne früher als Mittel, das abführend wirkt und Erbrechen auslöst. Salben mit Luzerne verwendete man gegen Gelenkrheuma. Bei Tieren stimuliert die Luzerne die Milchproduktion.

Der Name Alfalfa ("Al-Fal-Fa") bedeutet so viel wie "gute Nahrung" oder "Vater der Nahrung", er entstammt der arabischen Sprache. Dort gilt die Pflanze als Kraftfutter für die voll- und heißblütigen Pferde.

Bei uns nicht ganz so heißblütigen Nordeuropäern gilt Alfalfa eher als Samen für die Alfalfa-Sprossen, die in unseren Nahrungsplan Einzug gehalten haben. Diese Sprossen sind reich an essenziellen Aminosäuren.

Wichtig: Wenn Sie selbst Sprossen anbauen, dürfen Sie sie erst am 7ten Tag ernten und essen, denn vorher sind sie leicht giftig (deshalb unten der Hinweis giftig). Verantwortlich dafür ist das Cavanin, einem Schutzstoff der Sprossen. Nach einer Woche ist das Cavanin aber abgebaut und die Sprossen fertig zum Verzehr.

Schon 100 g Sprossen sind genug, um den Bedarf eines Tages an den wichtigsten Enzymen zu decken. Außerdem enthalten die Sprossen so viel Kalzium, dass man damit einer Osteoporose vorbeugend kann.

Man fand heraus, dass die Alfalfa auch gegen durch Pilze ausgelöste Hautveränderungen helfen kann. Die enthaltenen Saponine wirken stark gegen Hautpilze, und das besonders gegen Fußpilz. Das kann man sich für Fußbäder oder in Cremes oder Salben zunutze machen, die gegen Fußpilz helfen sollen. Drücken Sie dazu den Saft aus der Heilpflanze aus und geben Sie ihn in eine Salbe oder ein Fußbad. Variante 2 wäre, dass Sie den Saft eintrocknen lassen, pulverisieren und dann als Puder verwenden.

Der hohe Chlorophyll-Anteil und andere Wirkstoffe sind stark entgiftend, sie helfen außerdem bei entzündungsbedingten Erkrankungen und sollen sogar vor Krebs schützen, der immer noch unbesiegten Plage unserer Zeit. Alfalfa stärkt das Immunsystem und soll, so deuten Untersuchungen an, möglicherweise auch gegen Autoimmunerkrankungen helfen.

Neben so ziemlich allen anderen Vitaminen enthält die Pflanze besonders viel Vitamin A, B1, B6, C, E und K. Dazu kommen Mineralstoffe wie Kalzium, Phosphor, Magnesium, Eisen, Zink, Kalium, hinzu kommen essenzielle Aminosäuren, sekundäre Pflanzenstoffe und Antioxidantien, die der Gesundheit dienen - wahrlich ein starkes Heilkraut!

Die großen Mengen an Chlorophyll in der Pflanze gleicht den Säure-Basen-Haushalt im Körper aus.

Besonders die Leber dürfte sich über die entgiftende Wirkung freuen. Antioxidantien, bekannt für ihre Wirkung gegen freie Radikale, beugen Krebs vor. Die Pflanze reinigt das Blut, hilft gegen Nierensteine, Ödeme und Schwellungen. Sie hemmt Entzündungen, senkt Fieber, stillt Blutungen, regt den Appetit an und reguliert den Cholesterinspiegel.

Phytoöstrogenen in den Blättern helfen gegen Wechseljahrsbeschwerden, sie schützen vor Hitzewallungen.

Amerikanische Untersuchungen zeigten, dass Alfalfa bei rheumatischen Beschwerden abschwellend und schmerzlindernd wirkt.

Alfalfa steigert die Blutgerinnung, sie kann so auch bei Hämorrhoiden helfen. Des weiteren werden in Amerika die Anwendungsgebiete Verdauung, Herzbeschwerden, schlechte Zähne, Augenerkrankungen, Akne und Altersleiden genannt.

Alfalfa hilft bei inneren Blutungen, so zum Beispiel auch bei einer zu starken Menstruationsblutung. Es steigert den Appetit, hilft gegen Geschwüre, treibt den Harn, ist abführend, es steigert die Aufnahmefähigkeit von Eiweiß und Kohlehydraten im Körper, es kann durch die Regulierung des Wasserhaushaltes gegen Cellulitis helfen.


Übersicht

Volksnamen

Hoher Klee, Saatluzeme, Alfalfa

Größe

Sie wird bis zu einem Meter groß

Standort

Die Luzerne mag kalkigen, trockenen Boden

Blütezeit

Die Blütezeit ist im Juni

Verwendete Pflanzenteile

Verwendung findet das Kraut, die Samen verwendet man zur Herstellung der Alfalfa-Sprossen

Inhaltsstoffe

Mineralstoffe, Phytoöstrogene, Vitamine, fettes Öl, Saponine. Proteine.

Eigenschaften

Wirkt abführend, senkt Fieber, hemmt Pilzerkrankungen, aktiviert den Stoffwechsel

Alfalfa
Alfalfa

Vorsicht

Leicht giftig, sieht Hinweis im Text.

Vorsicht giftig für manche Tiere.

Nicht in der Schwangerschaft und in der Stillzeit einnehmen.

Nicht bei Gicht verwenden.

Alfalfa kann den Blutzuckerspiegel beeinflussen, deshalb Vorsicht bei Diabetes.

Ein zu hoher Gebrauch von Alfalfa kann typische auftretende Beschwerden einer chronisch-entzündlichen Bindegewebserkrankung auslösen.

Es kann sich eine temporäre Blutarmut zeigen. Möglicherweise wird auch die Lichtempfindlichkeit der Haut gesteigert.

Amerikanische Studien zeigten Hinweise, dass sich während der Keimung Bakterien ansammeln können, die besonders älteren sowie kranken Personen Schaden können. Deswegen sollten diese Personen Alfalfa meiden.

Während die gelegentliche Einnahme von Alfalfa im Allgemeinen als sicher gilt, sollten Personen, die Immunsuppressiva einnehmen oder deren Immunsystem beeinträchtigt ist, keine rohen Sprossen essen, da darin Mikroben sein können, die die Gesundheit schädigen können.

Ebenso sollten Kinder unter sechs Jahren keine rohen Alfalfa-Sprossen essen.

Schwangere Frauen sollten die Finger davon lassen, weil die Sprossen und sonstige Teile aufgrund der emmenagogen Eigenschaften eine versehentliche Fehlgeburt auslösen können!

Personen mit Lupus oder rheumatoider Arthritis sollten Luzerne nur mäßig essen, da sich dies negativ auswirken könnte.

Aufgrund der hohen phytoesterogenen Inhaltsstoffe kann ein übermäßiger Verzehr der Pflanze den Menstruationszyklus stören. Unfruchtbarkeit bei Frauen ist in dieser Zeit sehr wahrscheinlich.




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