Thema Behandlungsformen
Donnerstag, 17.2.2011, 14:38:51 Uhr
Die Blutgruppendiät
In der Regel verfügt ein Erwachsener über etwa 5 bis 6 Liter von der Flüssigkeit, die wir den "Saft des Lebens" nennen. Doch Blut ist nicht gleich Blut: Der eine hat die Blutgruppe 0, der andere vielleicht A oder B oder AB. Seit 100 Jahren kennt man diese Blutgruppen und deren Unterfaktoren.
Vielleicht haben Sie ja Blutgruppe B, dann ist es das "Verbrecherblut" – so glaubte man jedenfalls lange Zeit. In einem New Yorker Gefängnis hatte man die Blutgruppen der Insassen getestet, und Blutgruppe B kam außergewöhnlich häufig vor. Das war in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts. In den 60er Jahren hat man diese Theorie geprüft und festgestellt, dass viele der damaligen Probanden asiatische Namen hatten und der damals unterprivilegierten Schicht entstammten. In Asien ist die Blutgruppe B nämlich am häufigsten vertreten – so klärte sich das Phänomen im Nachhinein. Jetzt kommt wieder eine Blutgruppentheorie über den großen Teich – eine Theorie, die es uns wert war, sie einmal wissenschaftlich zu hinterfragen: die Blutgruppendiät.
So ganz genau können uns die Wissenschaftler heute immer noch nicht sagen, warum die Menschen verschiedene Blutgruppen haben. Man vermutet, dass entweder die Blutgruppe 0 oder AB die Urgruppe war und sich dann durch Mutationen die anderen herausgebildet haben. Wann und wo – darauf legt sich kein renommierter Wissenschaftler fest. Ganz anders der Amerikaner Peter D’Adamo. Will man dem Naturheilmediziner Glauben schenken, haben die Blutgruppen sogar Einfluss auf unsere Gesundheit. Denn: Je nach Blutgruppe sind die Menschen resistenter oder anfälliger gegen bestimmte Krankheiten.
Vor 40.000 Jahren soll alles mit der "Geburt" des ersten Menschen in Afrika begonnen haben – und der hatte die Blutgruppe 0, so sagt D’Adamo. Durch veränderte Lebensumstände und Wanderungen entwickelten sich die anderen Blutgruppen, vielleicht vergleichbar mit den verschiedenen Hautfarben. Nur dass dabei nicht die Sonne, sondern die Ernährung Schuld an der Veränderung gewesen sein soll.
Peter D’Adamo behauptet, dass die Blutgruppe 0 von den Jägern stammt, und die ernährten sich hauptsächlich von Fleisch. Deshalb zeichnen sich Menschen mit Blutgruppe 0 durch einen robusten Verdauungstrakt aus und besitzen ein widerstandsfähiges Immunsystem. Bei der Ernährung sollten sie sich an den Speiseplan ihrer Urahnen orientieren: jede Menge Fleisch und dazu Gemüse.
Träger der Blutgruppe A – die im Übrigen am weitesten verbreitete – waren Bauern. Noch heute sollen Menschen mit der Blutgruppe A ein tolerantes Immunsystem und eine Widerstandsfähigkeit gegenüber Infektionen haben. Auf deren Mittagstisch gehört Gemüse und Getreide.
Das Leben der Menschen mit Blutgruppe B war laut D’Adamo geprägt durch harte klimatische Bedingungen. Weil beim so genannten "Nomaden-Typ" die Versorgung mit Nahrungsmitteln nicht immer ausreichend war, haben sie ein unempfindliches Verdauungs- und ein starkes Immunsystem entwickelt. Und weil dieser Typ eigentlich alles gut verträgt, bietet sich hier eine gesunde Mischkost an.
Die Blutgruppe AB, die D’Adamo dem "modernen Menschen" zuordnet, soll gegen Infektions- und Immunkrankheiten schützen. Menschen mit dieser Blutgruppe sollten reichlich Obst und Gemüse verzehren.
So weit die Theorie, die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und auch von Transfusionsmedizinern als "abenteuerlich" eingestuft wird.
Trotzdem werden fleißig auf diesen Ideen basierende Diätempfehlungen propagiert und sogar Gewichtsverluste von 3 Kilogramm in zehn Tagen versprochen – vorausgesetzt, man halte sich an die Empfehlungen für die eigene Blutgruppe.
Es gibt auch in Deutschland keine Studien, die einen Zusammenhang zwischen Körpergewicht und Blutgruppe belegen. Ganz im Gegenteil: Einige Ernährungsempfehlungen sind wahrlich nicht nachvollziehbar. Der Naturheilmediziner Peter D’Adamo rät allen Menschen mit den Blutgruppen A, 0 und AB, Milchprodukte zu meiden. Allein in Deutschland würde dies mehr als 80 Prozent der Bevölkerung betreffen. Und die sollen sich dann ihre Nahrungsergänzungsmittel über das Internet besorgen – blutgruppenspezifisch natürlich. Ein wahrlich gutes Geschäft.
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Sonntag, 13.2.2011, 20:11:01 Uhr
Heilerde – Natürliche Hilfe gegen Sodbrennen und Hauterkrankungen
Während der letzten Eiszeit bedeckten riesige Gletscher die nördliche Erdhalbkugel und diese Gletscher zerrieben Felsen und Steine zu feinstem Staub.
Der Löss, wie man diese inzwischen feste Staubschicht jetzt nennt, hat eine meist ockerfarbene, bläuliche oder grünliche Farbe - und dieser Löss ist das, was man heutzutage Heilerde nennt.
Viele Säugetiere wissen seit jeher Erde zu schätzen. Sie nehmen ab und an eine Kostprobe oder suhlen sich gern darin. Ein Schlammbad oder das Einreiben mit Lehm hilft bei der Haut- und Fellpflege und lässt Wunden schneller heilen.
Heilerde in der Medizin
Auch Menschen verwenden Löss oder Heilerde schon lange als Naturmedizin. Einige Jahrhunderte geriet sie allerdings in Vergessenheit. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde Erde von Heilkundlern wie Kneipp, Felke oder Just für Kuranwendungen wiederentdeckt.
Ein Beispiel: Für eine Ganzkörper-Lehmpackung im Rahmen einer klassischen Felke-Kur in Bad Sobernheim wird reiner Löss aus dem Nahetal gesiebt und mit Wasser zu einem Brei vermengt. Der Lehm auf der Haut fördert die Durchblutung und bringt den gesamten Stoffwechsel in Schwung.
Anwendungsvorschläge
Heilerde für den Hausgebrauch wird in Drogerien und Apotheken angeboten. Sie ist getrocknet und sehr fein vermahlen. Bei sehr vielen Erkrankungen kann die äußerliche Anwendung von Heilerde in Form von Packungen, Masken und Umschlägen die Beschwerden lindern.
Heilerde lindert Muskel- & Gelenkschmerzen
Wenn Muskeln, Sehnen und Gelenke entzündet sind und schmerzen, bringen Heilerdepackungen spürbare Erleichterung. Dafür einfach Heilerde mit etwas Wasser zu einem dicken Brei verrühren, dann die Masse auf die betroffenen Partien auftragen und gut trocknen lassen. Anschließend mit Wasser abwaschen. Die Packung wirkt entzündungshemmend und regt den Stoffwechsel an.
Gesichtsmasken
Solche Gesichtsmasken mit Heilerde bewähren sich zum Beispiel bei Akne und Pickel.
Nehmen Sie dazu drei Esslöffel der Heilerde und geben Sie sie in ein nichtmetallenes Gefäß, dann mit Wasser verrühren, sie können auch Kamillentee nehmen, bis ein schöner Brei entsteht. Dann auf das Gesicht auftragen, die Augenpartien und den Mund jedoch aussparen.
Ca. 15 Minuten einwirken lassen.
Die Maske aus Heilerde trocknet von innen nach außen, sie löst und bindet dabei mikroskopisch winzige Verunreinigungen und Erreger.
Nach 15 Minuten mit warmem Wasser abwaschen.
Heilerdeauflage
Für eine Heilerdeauflage bereitet man ebenfalls einen streichfähigen Brei. Je kleiner der Körperbereich, desto dicker darf die Schicht sein. Mit einem feuchten Tuch abdecken und am besten so lange ruhen, bis der Brei getrocknet ist.
Hilft bei Akne und Hautreizungen
Ob einfach nur Stresspickelchen oder schwere Akne: Eine Gesichtsmaske beschleunigt die Heilung. Auch Ekzeme und Entzündungen lassen sich so behandeln. Denn Heilerde entfernt neben Schmutzpartikeln auch Keime und Bakterien. Und so geht's: 3 Esslöffel Heilerde mit Wasser zu einem streichfähigem Brei verrühren und auftragen. 15 Minuten trocknen lassen, dann mit warmem Wasser abspülen. Die Maske zwei Mal in der Woche anwenden.
Innerliche Anwendung
Für die innerliche Anwendung sollte man nur spezielle Heilerde nehmen, die extrafein vermahlen ist. Sie eignet sich besonders bei Beschwerden und Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, hilft aber zum Beispiel auch bei Mineralstoffmangel. Für einen "Drink" immer zuerst das Pulver – etwa einen halben bis zwei Teelöffel – ins Glas geben, dann mit Mineralwasser oder Tee auffüllen und am besten morgens nüchtern und abends vor dem Schlafengehen trinken. Wer das nicht mag, kann auch Heilerdekapseln mit Wasser einnehmen.
Heilerde beruhigt Magen und Darm
Bei Völlegefühl, Sodbrennen, Blähungen, Magenschmerzen oder Durchfall , unter denen wohl jeder schon mal gelitten hat, kann Heilerde helfen.
Kommt es häufiger vor, lohnt sich die Einnahme von Heilerde. Sie bringt Magen und Darm wieder ins Gleichgewicht, indem sie Giftstoffe bindet, überschüssige Säure neutralisiert und sich wie ein Schutzfilm auf die Schleimhäute legt. Die Anwendung ist einfach: 3-mal täglich einen bis zwei Teelöffel Pulver in ein Glas geben und mit Wasser oder Tee verrühren, bis sie sich auflöst. Die Mischung eine Stunde vor den Mahlzeiten trinken.
Ob innerlich oder äußerlich angewendet – Löss oder Heilerde hat sich als Naturheilmittel seit Jahren bewährt.
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Montag, 3.1.2011, 13:32:21 Uhr
Ayurveda
Das aus Indien stammende Ayurveda gilt als das älteste Heilverfahren der Welt.
Es geht davon aus, dass drei Energieströme unsere Körpervorgänge regeln:
- "Vata" ist zuständig für sämtliche Bewegungsabläufe und die Tätigkeit der inneren Organe (Atmung, Muskulatur, Herz, Nerven),
- "Pitta" lenkt die Stoffwechselvorgänge (Magen, Darm, Gefühlszustände) und
- "Kapha" hält die Elemente im Körper zusammen, bildet Schweiß, Schleim, Gelenksschmiere, ist für das Immunsystem verantwortlich.
Sind diese Energieströme gestört, ist der Mensch krank. Zur Herstellung des Gleichgewichtes bedient sich Ayurveda 20 verschiedener Methoden unter dem Einsatz des riesigen Schatzes an Heilpflanzenwissen, regelmäßigen Bewegungsübungen, der Heilung durch Farben, Musiktherapie, Ernährungsschulung oder der Aromatherapie.
Ayurveda – die Wissenschaft vom Leben – gilt als das älteste Heilverfahren der Welt. Vor rund 2500 Jahren definierte der indische Arzt und erste bekannte Chirurg der Weltgeschichte, Sushruta, Gesundheit folgendermaßen: "Der Mensch wird gesund genannt, dessen Physiologie im Gleichgewicht ist, dessen Verdauung und Stoffwechsel gut arbeiten, dessen Gewebe- und Ausscheidungsfunktionen normal funktionieren und dessen Seele, Geist und Sinne sich im Zustand dauerhaften inneren Glücks befinden."
Das ist aber genau die gleiche Definition von Gesundheit, die die Weltgesundheitsorganisation WHO als offiziellen "Stein der Weisen" erst kürzlich lieferte. Dort heißt es: "Gesundheit ist der Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und seelischen Wohlbefindens."
Niedergeschrieben wurde dieses Wissen allerdings schon vor rund 5000 Jahren.
Heilkräuter nehmen in der ayurvedischen Medizin eine zentrale Stellung ein.
Diese Pflanzen werden allerdings im Sinne von "besonderen Nahrungsmitteln" gebraucht. Ihr Zweck: Überschüssiges ausscheiden und Schwachstellen kräftigen.
In einer groben Übersicht geht es dem indischen Pflanzenheilkundigen um energetische Fragen, wobei bei der Zusammenstellung des pflanzlichen Heilmittels zum Beispiel auch auf die Wirkung nach der Verdauung genauso geachtet wird, wie auf besondere Wirkungen, die sechs Geschmacksrichtungen und auf die Behandlung der individuellen Konstitution des Patienten.
Unter den Heilpflanzen wird zum Beispiel unterschieden zwischen umstimmenden, antiparasitischen, Bitterstoffen, schweißtreibenden, harnflussfördernden und den Stuhlgang regulierenden.
Die ayurvedische Medizin kennt 20 verschiedene Methoden, die gestörte Harmonie eines Menschen wiederherzustellen. Ihr Kernsatz: Die Ursache für alle Erkrankungen liegt im Irrtum des Intellekts, nämlich in dessen "Hinausgerichtetsein". Daher zielen auch alle 20 Methoden der indischen Heilkunst darauf ab, die Verbindung mit der "inneren Intelligenz", die die Inder "Veda" nennen, herzustellen.
Das ayurvedische Gesundheitssystem hat unter anderem Essensregeln entwickelt, die erstaunlich modern klingen und durchaus von Ernährungsexperten unserer Tage erstellt sein könnten.
Da heißt es unter anderem:
- Essen Sie in ruhiger Umgebung, Mahlzeiten stets im Sitzen einnehmen, möglichst zur gleichen Zeit.
- Immer erst essen, wenn man hungrig und die letzte Mahlzeit verdaut ist.
- Die Hauptmahlzeit sollte das Mittagessen sein, zu Abend nur mehr eine Kleinigkeit zu sich nehmen.
- Nicht zu spät essen.
- Zu den Mahlzeiten Kräutertee oder etwas heißes Wasser trinken oder Saft.
- Vermeiden von Alkohol, Kaffee, kohlensäurehaltigen Getränken.
- Abends möglichst keine Sauermilchprodukte essen und auch kein tierisches Eiweiß.
- Vermeiden eiskalter Nahrung und Getränke, da sie die Verdauungskraft schwächen.
- Fertig gekochte Speisen kein zweites Mal aufkochen.
- Die Speisen in gelöster, fröhlicher Atmosphäre zubereiten.
Der Schlüssel zur Gesundheit liegt demnach in jedem Menschen selbst.
Was zur Folge hat: Das Ayurveda kennt keine standardisierten Dosierungen, kein "dreimal täglich". Die einzunehmende Dosis hängt vom Alter des Patienten, seinem Körpergewicht, der Verdauungskraft und der Konstitution ab. Gleichermaßen Beachtung finden bei der Dosierung aber auch Schwere und Dauer der Krankheit.
Zentrale Begriffe der ayurvedischen Medizin sind Kapha, Pitta und Vata. Kapha ist das Prinzip der Ruhe und Stabilität, Pitta jenes der Aktivität und Begeisterung, und Vata das Prinzip der Bewegung. Vata, so die Lehre des Ayurveda, ist aus den Elementen Raum und Luft entstanden, es steht für jede Art von Bewegung. Darunter fallen aber auch die Funktion des Nervensystems, die Sprache, Rhythmik des Atems, Herz, Kreislauf und die Peristaltik (Bewegung) der Eingeweide. Pitta beeinflusst hingegen den Stoffwechsel und ist daher auch für die Tätigkeit des Verdauungssystems zuständig. Kapha, aus den Elementen Wasser und Erde bestehend, gibt dem Körper Form, Struktur und Gestalt und ist auch für den Flüssigkeitshaushalt zuständig. Bei körperlicher und geistiger Gesundheit sollten diese drei „Doshas“ –so nennen sie die Inder – im Gleichgewicht sein. Stimmt irgendetwas auf geistiger oder körperlicher Ebene nicht, kippt das System ins Ungleichgewicht.
Beispiele: Sind Sie besorgt, gereizt, ängstlich, unruhig, dann spricht das für ein Ungleichgewicht im Vata. Auf körperlicher Ebene entspricht das: Unruhe, Krämpfen, Schlafstörungen, Gelenkknacken. Hapert es mit Pitta auf der geistigen Ebene, entspricht das einer gereizten, zornigen, kritiksüchtigen Stimmung.
Das körperliche Pendant dazu ist: Fieber, starkes Hunger- oder Durstgefühl, Übersäuerung des Magens. Bei Kapha-Ungleichgewicht herrscht geistige Trägheit vor, Benommenheit, depressive Stimmung, Antriebsschwäche. Körperlich signalisiert ein Kapha-Ungleichgewicht unter anderem Schweregefühl, Blut- oder Lymphstau, erhöhtes Schlafbedürfnis.
Die hier beschriebenen Zustände sind Möglichkeiten, die einen zeitlich begrenzten Zustand widerspiegeln. Wie Sie ja aus eigener Erfahrung wissen, haben Sie natürlich nicht das ganze Jahr die gleiche Stimmungslage, spüren manchmal ein Unwohlsein, klagen über einen brummenden Schädel. Daher heißt ein Ungleichgewicht in einem der Doshas noch lange nicht, dass Sie krank sind. Es sagt Ihnen vielmehr, wie ihr augenblicklicher Zustand ist, wo es hapert, worauf Sie Ihr Augenmerk lenken sollten.
Die altindische Medizin bedient sich vielfältiger Therapiemöglichkeiten, die alle unter Ayurveda laufen. So werden von ihr zum Beispiel die sieben Farben des Regenbogens genutzt, um Störungen der inneren Harmonie zu regulieren.
Die Farbheilung ist einer der Wege der ayurvedischen Medizin, gegen Gesundheitsstörungen vorzugehen.
Ein Beispiel für "Farbheilung"? Wickeln Sie ein Glas Wasser in buntes Papier mit der gewünschten Farbe ein. Stellen Sie es vier Stunden lang in die Sonne. Danach ist das Wasser mit den Schwingungen der jeweiligen Farbe erfüllt.
Für die einzelnen Farben gilt:
- Rot regt die Bildung der roten Blutkörperchen an,
- Orange die Sexualorgane.
- Gelb fördert Verständnis und Intelligenz.
- Grün beruhigt und erzeugt Frischegefühl.
- Gelbgrün lindert die Nervosität und vegetative Fehlsteuerungen.
- Blau unterstützt den Entgiftungsmechanismus der Leber.
- Violett bewirkt bei Verstimmung ein Gefühl der Leichtigkeit und Fröhlichkeit.
Probieren Sie es selbst einmal aus, wie solcherart energetisiertes Wasser auf Sie wirkt.
Bleiben wir gleich bei der Praxis. Wir wollen Ihnen hier noch zeigen, wie Ayurveda-Ärzte mit diversen Krankheiten umgehen.
Beispiel Akne:
Wichtigste Grundregel: Fette, scharfe und süße Speisen meiden.
Zur äußerlichen Anwendung kommt: Eine Mischung aus einem Teelöffel Ghee und einem halben Teelöffel Gelbwurzelpulver. Auf die entzündeten Hautstellen auftragen. Zehn Minuten einwirken lassen, danach abwaschen. Diese Paste wirkt entzündungshemmend und fördert überdies auch noch die Wundheilung.
Beispiel Migräne:
Die Schläfen leicht mit Sandelholzpaste massieren. Die Paste kann im Do-it-yourself-Verfahren folgendermaßen hergestellt werden: Ein Esslöffel Sandelholzpulver (in einschlägigen Geschäften erhältlich) mit etwas warmem Wasser anrühren. Den Brei nach dem Einmassieren in die Schläfen rund zehn Minuten einwirken lassen, dann abwaschen. Des Weiteren: Die Nasenöffnungen mit je einem bis zwei Tropfen Mandelöl einreiben, das beruhigt das Nervensystem.
Bis zum Abklingen der Schmerzen leichten und flüssigen Speisen den Vorzug geben.
Beispiel Blähungen:
Fünf Scheiben frische Ingwerwurzel mit einem Teelöffel Kreuzkümmel und einem halben Liter Wasser zum Kochen bringen. Auf ein achtel Liter einkochen. Vor der Mahlzeit in kleinen Schlucken davon trinken. Außerdem hilft: Über den Tag verteilt mehrmals Fenchel-, Ingwer- oder Anistee trinken.
Beispiel Schuppen:
Kopfhaut am Morgen mit Sesamöl massieren. 15 Minuten einwirken lassen. Anschließend die Haare waschen. Das ÖL kann auch am Abend aufgetragen, einmassiert und über Nacht einwirken. Polster durch ein Tuch schützen!
Beispiel Verstauchung:
Da hilft die Gelbwurz Kurkuma. Zwei bis drei Teelöffel Kurkumapulver mit Wasser und Honig zu einer Paste verrühren, auf die verstauchte Stelle auftragen. Kurkuma wirkt auf den Blutfluss anregend und ist gleichzeitig ein vorzügliches Antibiotikum.
Die Stärke dieses Medizinsystems liegt vor allem in der Gesundheitsvorsorge. Eingesetzt werden kann Ayurveda aber genauso zur Behandlung von psychosomatischen (organisch-seelisch bedingten) Störungen und bei Erkrankungen, die sich schon über längere Zeit hinziehen.
Zum Beispiel Beschwerden mit dem Bewegungs- und Stützapparat. Ayurveda, "das Wissen vom Leben", dies seit Jahrtausenden geübte indische Volksmedizin, die daher auch auf entsprechend langen Erfahrungsschatz in Bezug auf Wirkung, Nebenwirkung und Folgen von Behandlungen zurückblicken hat, hat sich zwei ganz bedeutende Ziele gesteckt:
Die Erhaltung der Gesundheit durch richtige Lebensweise. In der westlichen Medizin spricht man von Risikofaktoren, die zu vermeiden sind wie Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum, Bewegungsmangel, falsche Ernährung. Das wird auch in der indischen Volksmedizin im Grunde unter "richtiger Lebensweise" verstanden. Das zweite wichtige Ziel: Heilung von Krankheiten – und selbstverständlich vorrangig: Vorbeugung – durch die Stärkung der Selbstheilungskräfte des Körpers.
Die Diagnose der ayurvedischen Medizin beruht auf der ganzheitlichen Erfassung des Patienten, berücksichtigt seinen seelischen Momentanzustand genauso, wie auch sein Umfeld. Am Anfang steht dabei die Vorgeschichte des Patienten und seines Leidens, sein psychischer Ist-Zustand!
Ayurvedische Medizin ist im echten Wortsinn noch Behandlung. Der Arzt fühlt mit seiner Hand den Puls des Patienten und zieht daraus seine – oft weit reichenden- Schlüsse. So kann etwa der Zustand der drei Doshas durch Fühlen des Pulses herausgefunden werden. Störungen innerhalb des Organismus können damit schon im Frühstadium erkannt werden. Auf diese Art der Pulsdiagnose stoßen wir wieder bei der traditionellen chinesischen Medizin (TCM).
Ayurveda ist ein Medizinsystem, das den Patienten in den Gesundungsprozess mit einbindet. Daher lehrt der indische Arzt den Patienten, nicht nur Verantwortung für seine eigene Gesundheit selbst zu übernehmen, sondern auch mit den Gesetzmäßigkeiten der Natur in Einklang zu leben.
In der indischen Medizin spielen auch Massagen (Reinigungsverfahren) eine entscheidende Rolle. Sie dienen dazu, Stoffwechselabbauprodukte und Umweltgiftstoffe sanft und wirkungsvoll aus den Geweben zu lösen und aus dem Organismus auszuschleusen.
Zur Anwendung kommen in der ayurvedischen Medizin außerdem: Ernährungsberatung, Musiktherapie und Aromatherapie.
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Mittwoch, 29.12.2010, 09:03:24 Uhr
Ampelotherapie
Ampelotherapie nennt man eine Diät mit Weintrauben, die schon in der Antike bekannt war.
Die Weintraube gilt wegen ihrer entgiftenden und entschlackenden Wirkung als natürliches Mittel, das den Körper stärkt. Weintrauben helfen besonders bei einer trägen Verdauung und bei einem aufgeblähten Magen.
Die Weintraube ist besonders reich an Vitaminen mit antioxidierender und schützender Wirkung und an Mineralien wie Kalium, Magnesium, Eisen oder Phosphor. Die Weintraube enthält Silizium und Phosphorsäure, in ihren Kernen sind schließlich essenzielle Fettsäuren enthalten, die unserer Haut mehr Spannkraft verleihen.
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Montag, 29.11.2010, 17:28:56 Uhr
Fußreflexzonenmassage
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Die Fußreflexzonenmassage
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Montag, 29.11.2010, 17:17:26 Uhr
Dr. Edward Bach und seine Blüten - Die Bachblüten
Der englische Arzt Dr. Edward Bach (1886 – 1936) hat sie erfunden: die nach ihm benannte Bach-Blütentherapie. Dr. Bach war den sanften Therapien nicht vom Beginn seiner ärztlichen Tätigkeit zugeneigt. Zunächst arbeitete er viele Jahre als Immunologe und Bakteriologe. Sein Zeitalter war die Epoche der Entdeckungen auf diesem Fachgebiet, seine Faszination also durchaus verständlich.
In Deutschland entdeckte Robert Koch die Erreger von Milzbrand, Tuberkulose und Cholera, seinem Kollegen Emil von Behring gelang es, einen Impfstoff gegen Diphtherie zu entwickeln. In der naturwissenschaftlich orientierten Medizin herrschte also Aufbruchstimmung.
In England forschte Dr. Bach anfangs an Darmbakterien. Jede der von ihm kultivierten Bakterienstämme wirkte auf einen ganz bestimmten Persönlichkeitstypus, fand er heraus. Dass der Körper nur als Folge einer Disharmonie der Seele krank wird, war seine feste Überzeugung. Da die Therapie mit Bakterien neben dem erwünschten Effekt immer auch Nebenwirkungen zeigte, beschäftigte er sich viel mit der Homöopathie und suchte nach pflanzlichen Alternativen. Er fand sie schließlich in den Bach-Blüten. Die von ihm entwickelten 38 Pflanzenessenzen entsprechen in ihrer Schwingung den 38 möglichen Seelenzuständen, meinte Dr. Bach. Zusätzlich entwickelte er noch ein Mittel gegen alle Arten von Schockzuständen: die heute weit verbreiteten Rescue-Remedy-Tropfen, die aus 5 verschiedenen Blüten bestehen.
Für die Herstellung der Essenzen gibt es 2 Methoden. Nach der Sonnenmethode wurden die Blüten an einem möglichst sonnigen Tag gepflückt und in eine Schale mit frischem Quellwasser gelegt. Dort verblieben sie einige Stunden, bis sich die Energie unter der Einwirkung der Sonne auf das Wasser übertragen hatte. Die Blüten wurden entfernt und das Wasser wegen der Haltbarmachung zur Hälfte mit Weinbrand versetzt. Als zweites entwickelte Dr. Bach die Kochmethode: Die gepflückten Knospen oder Blüten wurden gekocht, das Wasser danach gefiltert und ebenfalls mit Weinbrand versetzt. Die beiden Verfahren blieben bis heute unverändert. Kurz vor seinem Tod fand Dr. Bach in Oxfordshire ein kleines Cottage namens Mount Vernon, in dem er seine Forschungsarbeit vollenden konnte. Dieses Dr. Edward Bach Centre stellt seit damals die Blütenessenzen her. Die Firma Nelson, ein seit 1860 bestehender Familienbetrieb, hat 1933 mit dem ersten Auftrag von Dr. Bach die Abfüllung der Essenzen übernommen.
Für die Behandlung eines Kranken mit der Bach-Blütentherapie sei nicht die Krankheit, sondern sein seelischer Zustand entscheidend. Nach der Theorie von Dr. Bach können 2 Menschen dieselbe Krankheit haben, aber ganz unterschiedlich damit umgehen. Der eine wird seine Rheumaerkrankung vielleicht ignorieren oder wütend werden, ein anderer wird depressiv. Die beiden Patienten müssen mit unterschiedlichen Blütenextrakten behandelt werden, die auf ihren seelischen, nicht auf den körperlichen Zustand abgestimmt sind.
Nach dem Schema von Dr. Bach ist die Olive geeignet für alle Menschen, die erschöpft sind und sich völlig ausgelaugt fühlen, das klassische Burn-out-Syndrom. Die Olive als Symbol für Langlebigkeit, Energie und Gelassenheit könne dies ausgleichen und die gestörte Harmonie zwischen Körper, Seele und Geist wieder ins Gleichgewicht bringen. Sie soll dem Patienten auch helfen, mehr auf seine eigenen Bedürfnisse zu achten.
Ein zweites Beispiel: Walnuss helfe bei allen Situationen wie Pubertät, Schwangerschaft, Umzug, Berufswechsel, die mit einer einschneidenden Änderung der Lebenssituation verbunden sind. Die Walnuss sei ein Symbol für das unbeirrtes Verfolgen des eigenen Lebensweges und unterstütze das Akzeptieren von Veränderungen.
Was ich sehr erstaunlich finde: Bach-Blütentropfen sollen auch bei Tieren und Pflanzen ihre Wirkung zeigen. Ob der Hund nur langsam von einer Krankheit genesen will, die Katze ängstlich oder scheu ist, das Pferd nach einem Besitzerwechsel trauert, die dazu passenden Essenzen können auch dem Tier verabreicht werden. Und Pflanzen, die nach Rückschnitt oder Umtopfen einen „Schock“ erlitten haben, sollen von Rescue Remedy- oder Walnuss-Tropfen profitieren. Eine Freundin, übrigens Ärztin von Beruf, hat dies einmal im Serienversuch ausprobiert und mir davon berichtet. Nachdem sie 5 Kirschkerne in kleine Töpfe gesteckt hatte, wurden 2 mit Rescue Remedy, die anderen nicht behandelt und entsprechend markiert. Sie ahnen schon, was jetzt kommt: tatsächlich haben sich die Pflänzchen mit der Bach-Blütenbehandlung am besten entwickelt. Noch kein Beweis, aber interessant genug, nicht wahr?
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