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Rauchen aufhören - Wie schaffe ich es, mit dem Rauchen aufzuhören?

Die Folgen des Rauchens sind nicht erst nach langer Zeit bemerkbar, schon zu Beginn der Raucherkarriere treten körperliche und psychische Veränderungen auf.

"Mein Opa wurde 83, und das, obwohl er immer viel geraucht hat." Wer hat nicht auch schon solche Sprüche gehört...


Solche Sprüche kennt wohl jeder, jeder weiß aber auch, dass sie ziemlich dumm sind. Fakt ist: Rauchen schadet der Gesundheit erheblich!

Folgen durch Rauchen nach kurzer Zeit

    Die Folgen des Rauchens sind nicht erst nach langer Zeit bemerkbar, schon zu Beginn der Raucherkarriere treten körperliche und psychische Veränderungen auf.

  1. Mundgeruch

    Schon nach einer Zigarette riecht man stundenlang nach Aschenbecher im Mund.

    Meist fallen junge Leute dadurch bei ihren Eltern auf, wenn sie heimlich geraucht haben.

    Hinzu kommt der Tabakgeruch an den Klamotten oder in den Haaren.

  2. Husten

    Eine gesunde Lunge wird schon durch eine Zigarette veranlasst, die Verunreinigungen durch verstärktes Husten wieder aus dem Körper zu bekommen. Wenn man darüber nachdenkt, merkt man erst, was dann jahrelanges Rauchen bewirkt... Aber mehr dazu erst später!

  3. Kalte Hände und Füße, blasses Gesicht

    Das Nikotin verengt die Blutgefäße, sowohl die Großen als auch die Kleinen. Dies bewirkt, dass weniger Blut durch den Körper fließen kann, was dazu führt, dass die Extremitäten schneller auskühlen und das Gesicht blass wird. Dies ist besonders bei Frauen zu bemerken, die sowieso schneller zum Frieren neigen. Das blasse Gesicht wird jedoch schnell übergeschminkt, aber schon nach wenigen Jahren des Rauchens fällt unweigerlich die schnellere Hautalterung auf.

  4. Und natürlich die Kosten

    Neben den gesundheitlichen Schäden, die wirklich schon schlimm genug sind, kostet Rauchen natürlich auch noch eine Menge Geld. Gerade Jugendliche investieren einen Großteil ihres Taschengeldes in Zigaretten, anderes kommt unweigerlich zu kurz.

    Wenn man rechnet:

    1 Packung am Tag = 5 Euro

    30 Tage im Monat 150 Euro

    und das bei nur einer Packung (manche rauchen ja auch mal eine mehr...) ist das schon eine Menge Geld!

Folgen durch Rauchen nach längerer Zeit

Raucht man schon länger, also über Jahre hinweg, treten natürlich wesentlich schlimmere Folgen auf.

  1. Unsportlichkeit - Bewegungsunfähigkeit

    Je länger der Körper durch das Rauchen geschwächt wird, desto schwerer fallen körperliche Betätigungen. Na gut, könnte man denken, ich mach eh keinen Sport... ABER: Schon das Treppensteigen kann einen dann so aus der Puste bringen, dass man einer Ohnmacht nah ist. Man fühlt sich wesentlich älter, als man tatsächlich ist. Dazu kommt manchmal ein öfters auftretendes Schwindelgefühl, einfach so, aus heiterem Himmel.

  2. Chronische Bronchitis

    Der dauernde Begleiter des Rauchers, der Husten, verwandelt sich in eine chronische Bronchitis, seit kurzem auch COPD (chronic obstructive pulmonary Disease = chronisch obstruktive Lungenkrankheit) genannt. Neben dem starken Husten tritt zusätzlich eine andauernde Atemnot auf. Der Körper wird schlechter mit Sauerstoff versorgt, man fühlt sich oft müde, unkonzentriert, kann immer weniger leisten.

    Leider kann die chronische Bronchitis auch zum Tode führen, in den Vereinigten Staaten ist sie schon die vierthäufigste Todesursache...

    Übrigens: COPD - die chronische Bronchitis - gibt es natürlich auch ohne zu rauchen. Fakt ist aber, dass die meisten COPD-Patienten Raucher sind.

  3. Nebenhöhlenentzündungen

    Es kommt vermehrt zu Nebenhöhlenentzündungen, da der eingeatmete Rauch auch in die Nebenhöhlen gelangt und dort die Schleimhäute dauerhaft reizt.

    Dies geschieht übrigens auch bei Passivrauchern, also Menschen, die ständig den Rauch anderer einatmen müssen.

  4. Durchblutungsstörungen

    Wie schon erwähnt, treten nach dem Rauchen oft kalte Hände und Füße auf. Dies ist auf Durchblutungsstörungen zurückzuführen.

    Über die Jahre hinweg verschlimmert sich das allerdings noch:

    Die Regenerationsfähigkeit des Körpers nimmt immer weiter ab, z. B. Wunden heilen schlechter, Krankheiten dauern länger. Die Adern verlieren Elastizität und setzen Ablagerungen an. Die Folge davon sind Schlaganfälle oder auch Herzinfarkte.

  5. Verlust der Sehkraft - Erblindung

    Die Makula, der so genannte gelbe Fleck im Auge, an dem die meisten Sehzellen sitzen, wird durch die schlechtere Durchblutung schlechter mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Die Makula degeneriert im Laufe der Jahre, die Sehschärfe lässt immer weiter nach und schließlich kann eine Blindheit die Folge sein.

  6. Das Raucherbein

    Ebenfalls durch die schlechtere Durchblutung kann sich ein Raucherbein bilden. Durch die immer schlechtere Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen heilen Wunden schlecht ab, es kann zu Dornwarzen kommen, später stirbt das Bein so nach und nach ab.

    Meist werden dann erst Zehen, dann der Fuß und schließlich das komplette Bein amputiert.

  7. Allergie

    Durch den ständigen "Genuss" von Zigaretten können verstärkt Allergien auftreten, da eine Reizung des Körpers durch die andauernde Vergiftung erfolgt. Das Immunsystem reagiert allergisch darauf, zudem wird das Immunsystem geschwächt.

Folgen durch Rauchen - Tödliche Folgen

Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sterben mehr als 300 Menschen in Deutschland jeden Tag an den Folgen des Rauchens. Man geht davon aus, dass ca. 50 % der Raucher an ihrer Sucht sterben. Dies ist meist ein qualvoller Tod, der auch wesentlich früher als normal eintritt.

  1. Todesursache Lungenkrebs

    Die wohl schlimmste Todesart, die durch Rauchen entstehen kann. Diese Krebsart ist leider immer noch so gut wie unheilbar und führt meist schnell nach seiner Entdeckung zum Tode. Bei Männern ist sie die am häufigsten vorkommende Krebsart, meist verursacht durch Rauchen. Leider holen die Frauen aber inzwischen auf...

  2. Todesursache Kehlkopfkrebs

    Nicht so bekannt wie Lungenkrebs, trotzdem manchmal tödlich!

    Diese Form des Krebses ist fast immer durch Rauchen verursacht. Normalerweise entfernt man bei der Diagnose Kehlkopfkrebs auch oft den Kehlkopf. Der Patient bekommt dann ein Loch in den Hals, durch das man von nun an atmen muss. Das Sprechen ist dann ebenfalls nicht mehr möglich, vielmehr muss man dann mit Hilfe eines speziellen Gerätes sprechen oder lernen, die Stimmlaute mit der Speiseröhre zu erzeugen.

    Anstelle der Stimme muss man lernen mit der Speiseröhre zu sprechen oder spezielle Geräte zu nutzen.

  3. Todesursache Herzinfarkt

    Durch das Rauchen setzen sich im Körper die Blutgefäße zu, auch die zum Herzen. Durch die schlechte Durchblutung des Herzens stirbt nach und nach ein Teil ab, ein Herzinfarkt ist die Folge.

    Inzwischen kann man den Herzinfarkt zwar gut behandeln, wenn schnell gehandelt wird, er ist aber dennoch oftmals tödlich. Und selbst wenn man überlebt, hat man oftmals zurückbleibende Schäden.

  4. Todesursache Schlaganfall

    Ähnlich wie beim Herzinfarkt tritt beim Schlaganfall eine Schädigung des Gehirns durch eine schlechte Durchblutung auf. Der Schlaganfall ist oft tödlich, manchmal treten aber auch "nur" dauerhafte Schäden am Gehirn auf, wie etwa der Verlust der Sprache oder halbseitige Körperlähmungen. Alles in allem schlimm genug...

    Durch Rehabilitation und Sport können manche Schäden zwar wieder verbessert werden, eine vollständige Genesung ist aber selten.

Was passiert beim Rauchen?

Das Einatmen des Rauches

Beim Einatmen des Zigarettenrauches passiert in unserem Körper Folgendes:

Der Rauch gelangt durch den Mund in die Lunge. Mundschleimhäute und Schleimhäute der Atemwege werden gereizt, man hustet.

Allerdings gewöhnt man sich im Laufe der Zeit an diese Reizung und der Husten wird seltener. Im Zigarettenrauch enthaltener Teer verschließt die Schleimhäute. Durch diese "Asphaltierung" wird mehr Schleim gebildet, da die Lunge versucht, den Teer wieder auszuwerfen. Zudem wird die Sauerstoffaufnahme der Lunge vermindert.

Schlimmer noch als diese Auswirkungen auf den Körper sind die Folgen des Nikotins. Das Nikotin wirkt eine ziemlich starke Wirkung aus, da es sehr giftig ist. Würde zum Beispiel ein Baby eine Zigarette aufessen, so wären schwerste Vergiftungen bzw. der Tod die Folge. Bei einem Erwachsenen wirkt 1 mg des Nikotins pro kg Körpergewicht tödlich. Es ist also tatsächlich giftiger als das wesentlich bekanntere Arsen oder Zyankali.

Der Zigarettenrauch gelangt also vom Mund in die Lunge, das Nikotin gelangt von dort aus über die Lungenbläschen ins Blut. Eine Vergiftung durch das Inhalieren durch Zigarettenrauch ist jedoch unwahrscheinlich. Trotzdem gelangt da Nikotin über das Blut in das Gehirn, wo es sich an bestimmte Rezeptoren, die Acetylcholinrezeptoren, festsetzt. Diese Acetylcholinrezeptoren haben für die Funktion des menschlichen Körpers mehrere wichtige Funktionen. Blockiert durch das Nikotin können sich vielfältige Veränderungen ergeben. So beschleunigt sich zum Beispiel der Herzschlag, der Blutdruck steigt an, die Adern verengen sich, der Körper wird schlechter durchblutet, es wird mehr Adrenalin ausgeschüttet und man fühlt sich durch das Nikotin stimuliert. Dazu kommen noch andere Wirkungen, die wir aber nicht alle ausführen wollen.

Das Schlimme am Nikotin ist jedoch, dass es direkt auf das Belohnungszentrum des Gehirns einwirkt. Wenn man also Nikotin zu sich nimmt, gibt uns das Gehirn das Gefühl, es gehe uns besser als vorher, man wird entspannter oder lockerer. Und genau das ist es, was uns süchtig macht. Dieses Belohnungszentrum, das normalerweise dazu da ist, uns zu besonderen Leistungen anzuspornen oder andere positive Dinge zu erreichen, wird durch das Nikotin "gekitzelt", auch wenn man eben sonst nichts Positives erlebt hat. Und da der Mensch natürlich gerne glücklich ist, wird er durch diese Wirkung des Nikotins dazu angetrieben, immer wieder etwas Nikotin nachzuschieben, damit sein "Glück" weiter anhält.

Zudem richtet das Nikotin weitere, für manche von uns leider positive, Veränderungen mit unserem Körper an.

So wird zum Beispiel das Hungergefühl etwas unterdrückt, die Darmtätigkeit wird verbessert, der Körper hat einen höheren Grundumsatz an Energie. Man hat inzwischen errechnet, dass ein durchschnittlicher Raucher alleine durch das Rauchen 200 Kalorien mehr verbraucht, was ungefähr einer halben Stunde nicht allzu trödeligem Fahrradfahren entspricht. Rauchen ist also ein bequemer Kalorienkiller, der auch auf der Couch vorm Fernseher gut funktioniert. Dies führt dazu, dass man durch das Rauchen etwas abnimmt bzw. schwerer weiter zunimmt. Gerade in unserer Zeit ein sehr "wichtiger" Punkt, da viele ja eigentlich wesentlich zu wenig Sport und Bewegung haben, aber dennoch gertenschlank sein wollen.

Außerdem steigert das Nikotin, zumindest am Anfang der Raucherkarriere, die Aufmerksamkeit. Lernen wird erleichtert, die Merkfähigkeit herausgesetzt. Dieser Effekt lässt allerdings nach einigen Jahren des Rauchens wieder stark nach, er kehrt sich sogar um, da durch das Rauchen das Gehirn schrumpft und an Lern-, Denk- und Merkfähigkeit verliert.

Und natürlich seien noch die soziale Komponente zu nennen:

Viele Jugendliche denken ja immer noch, sie seien besonders cool oder wären erwachsener durch das Rauchen. Viele wollen durch das Rauchen dazugehören, zu einer bestimmten Gruppe, sie wollen sich mit anderen identifizieren. Andere wiederum wollen bei einem Kaffee und einer Zigarette ihre Freundschaften pflegen. Dies alles ist natürlich nicht in erster Linie schlimm, auf den zweiten Blick wird daraus natürlich schnell ein Zwang, weiterrauchen zu müssen: Wer mit den Arbeitskollegen im Raucherraum nicht mehr raucht, verliert schnell den Anschluss, wer nicht mehr in Kneipen geht, weil da geraucht wird, sieht seine Freunde nicht mehr so oft.

OK OK, Rauchen ist ungesund - ich höre auf! Aber wie? Tipps zum Aufhören:

Also wer es bis jetzt nicht gemerkt hat: Rauchen ist eine Sucht, genau wie bei Alkohol oder anderen Drogen. Und entsprechend schwer ist es, vom Nikotin wegzukommen. Wer selbst Raucher ist und schon mal aufhören wollte, weiß das.

Da das Gehirn immer von Neuem nach Nikotin verlangt, quält es uns, weiterzurauchen.

Die Sucht entsteht übrigens schon relativ schnell, schon nach einigen Zigaretten ist man süchtig. Tatsächlich ist die Nikotinsucht eine der schlimmsten Süchte überhaupt.

Aber man kann auch aufhören mit dem Rauchen, man muss nur die richtige Methode finden!

Wichtig ist vor allem: Man muss wirklich aufhören wollen, dann übersteht man auch die Entzugserscheinungen und schafft den Weg ins Nichtraucher-Dasein.

Am wichtigsten ist es, die ersten drei Tage zu überstehen, sie sind die Schwierigsten. In diesen ersten drei Tagen quälen den zukünftigen Nichtraucher so einige Entzugserscheinungen, wie zum Beispiel Reizbarkeit, Kopfschmerzen, Schweißausbrüche, Angstgefühle, sehr schlechte Laune, Wutausbrüche, Unruhe und natürlich: der ständige Drang, eine zu rauchen!

Während dieser drei Tage ist noch Nikotin im Körper, das abgebaut wird, danach ist man das Gift endgültig los.

Bis der körperliche Entzug vorbei ist, können aber noch 2 Wochen vergehen. Während dieser Zeit regeneriert sich das Gehirn wieder, es nimmt wieder die normale Funktion auf, da ja kein Nikotin mehr da ist.

Aber machen wir uns nichts vor: einmal Raucher, immer Raucher!

Auch nach Jahren wird man immer wieder die Lust auf eine Zigarette verspüren, man ist immer wieder in Gefahr, rückfällig zu werden. Und das Schlimme ist tatsächlich: Nach nur einer bis zwei Zigaretten fällt man sofort wieder in die Sucht zurück, das Leid beginnt von Neuem... Deswegen: unbedingt standhaft bleiben!

Aber wie höre ich nun auf?

Die heftigste Methode ist der kalte Entzug, oder die "von jetzt an rauche ich nicht mehr"-Methode.

Man hört also einfach so auf, raucht keine mehr. Allerdings ist das sehr schwierig, man gerät voll in den Entzug, hat 2 wirklich harte Wochen vor sich. Die meisten Raucher, die es so versuchen, halten es auch nicht durch. Allerdings hat es einen Vorteil gegenüber den anderen hier vorgestellten Methoden: Der Entzug ist auch am kürzesten, man ist am schnellsten über das Rauchen hinweg!

Langsam aufhören

Langsam aufhören - Wahrscheinlich wäre es besser zu sagen, immer weniger zu rauchen bis man gar nicht mehr raucht.

Es soll eine allmähliche Entwöhnung stattfinden, die es einem erleichtert, schließlich ganz aufzuhören.

Allerdings, Nikotin ist eine Sucht, und wenn das Gehirn merkt, dass man weniger raucht, gibt es uns den Befehl, wieder mehr zu rauchen. Und so lange immer wieder Nikotin nachkommt, kommt man nie von der Sucht los. Denn selbst wenn man das Rauchen auf eine Zigarette am Tag reduziert, ist man immer noch süchtig!

Also wahrscheinlich eine eher ungünstige Methode, um aufzuhören.

Deswegen die wahrscheinlich beste Methode, die übrigens auch am meisten Erfolg verspricht:

Eines vorweg: Man sollte wirklich aufhören wollen und seinen Mut auch zusammengesammelt haben, sonst wird es nie was!

Man sollte sich auf jeden Fall einen festen Tag vornehmen, ab dem man nicht mehr rauchen will! An diesem Tag wird es stattfinden, ohne wenn und aber! Besorgen Sie sich vorher Nikotinkaugummis oder -pflaster. Bonbons und sonstige Kauutensilien sind auch sinnvoll, um den Schmacht zu überbrücken.

Als sinnvoll hat es sich erwiesen, gleich morgens nach dem Aufstehen nicht mehr zu rauchen. Wenn man zum Beispiel erst vormittags raucht und dann nachmittags aufhören will, wird das meist nichts.

Ist der Tag also da, sollte man nicht wie üblich gleich morgens eine Zigarette rauchen, sondern gleich zum Kaugummi greifen. Wie man diese Kaugummis richtig einsetzt? Steht zum einen auf der Packung oder auch hier:

Nehmen Sie den Kaugummi in den Mund und kauen Sie vorsichtig darauf herum, bis ein scharfer Geschmack auftritt. Sobald der scharfe Geschmack da ist, kauen aufhören und den Kaugummi in die Backentasche legen. Durch die Mundschleimhaut wird nun etwas Nikotin aufgenommen. Sobald der scharfe Geschmack vollends wieder weg ist, kann man wieder vorsichtig weiterkauen, und so weiter. Auf diese Weise wird nicht gleich das gesamte Nikotin im Kaugummi verbraten. Ein Kaugummi hält so bis zu einer Stunde. Laut Herstellerangaben sind bis zu 12 Kaugummis am Tag vertretbar.

Durch diese Kaugummis, die übrigens auch noch ganz angenehm schmecken, wird der Entzug gemildert. Was aber übrig bleibt, ist das nicht mehr vorhandene Raucherverhalten. Also, wenn man so beim Kaffee sitzt, wird man die Zigarette schon sehr vermissen. Aber da müssen Sie durch, notfalls mit Hilfe von Gummibärchen oder Ähnlichem.

Wichtig ist, dass Sie die ersten beiden Tage gut hinter sich bringen, danach fällt alles leichter. Man hat sich schon etwas an das Nichtrauchen gewöhnt, das typische Rauchverhalten wird nicht mehr so sehr vermisst.

Falls man Nikotinkaugummis verwendet, sollte man aber daran denken, dass irgendwann auch diese abgesetzt werden müssen, da ja durch sie weiterhin Nikotin in den Körper gebracht wird. Man sollte sie also nach einigen Wochen ausschleichend absetzen, bis man schließlich gar keine mehr zu sich nimmt.

In den ersten Wochen des Entzuges werden Ihnen einige Veränderungen auffallen, leider auch negative:
  1. Der Geruchs- und Geschmackssinn wird sich wesentlich verbessern. Sie werden sich wundern, wie gut die Welt wieder riecht, und wie gut das Essen wieder schmeckt! Ein Apfel wird plötzlich zum Geschmackserlebnis...
  2. Sie werden wahrscheinlich zunehmen, üblicherweise und je nach Essverhalten bis zu 5 Kilo.
  3. Sie brauchen weniger Schlaf.
  4. Der Kreislauf wird stabiler, Schwindelanfälle treten gar nicht mehr bzw. seltener auf.
  5. Bei einigen Personen treten schlechte Laune, Wutausbrüche oder Ähnliches auf.
  6. Man hat mehr Hunger.
  7. Die Verdauung verlangsamt sich.
  8. Der Husten verschwindet, die Lunge wird frei.
  9. Man hat plötzlich wieder mehr Ausdauer, schafft auch Strecken, die früher unmöglich waren. Dies bemerkt man übrigens schon nach wenigen Tagen.

Übrigens macht Sex auch ohne die Zigarette danach Spaß, aber das nur am Rande...

Wenn Sie 8 Wochen ohne Zigaretten ausgehalten haben, sollte das Schlimmste vorbei sein. Allerdings sei nochmals gesagt: Einmal Raucher - immer Raucher! Auch nach Jahren ohne Qualm kann bereits eine Zigarette Sie wieder in die Sucht zurückwerfen und das Spiel beginnt von Neuem. Halten Sie deshalb unbedingt(!) durch, lassen Sie sich nicht verleiten, auch nicht von der einen Zigarette zum Geburtstag oder an Silvester.

Sonstige Tipps, die das Rauchen aufhören erleichtern

  1. Wer mit dem Rauchen aufhören möchte, kann es auch mit Akupunktur versuchen. Nach einer solchen Behandlung sollen angeblich die Zigaretten nicht mehr schmecken.

  2. Wenn Sie merken, dass Sie unbedingt eine rauchen möchten, sollten Sie sich ablenken: Gehen Sie spazieren, essen Sie etwas Scharfes usw.

  3. Wenn Sie sich einbilden, sich mit einer Zigarette besser konzentrieren zu können, können Sie es auch mit Konzentrationsübungen versuchen.

  4. Zigaretten schmecken weniger gut, wenn man beim Rauchen Milch trinkt.

  5. Essen Sie weniger Fleisch, dafür mehr Obst und Gemüse. Denn man hat herausgefunden, dass nach Fleisch die Zigarette besser schmeckt, nach Ost oder Gemüse jedoch nicht.

  6. Holen Sie sich Hilfe beim Aufhören: Suchen Sie jemanden, der Ihnen in der schweren Zeit beisteht und sie bewacht.

  7. Vermeiden Sie Stress und Aufregung.

  8. Trinken Sie keinen Alkohol, denn jeder Raucher weiß, dass man nach einigen Glas Bier umso lieber raucht.

  9. Entfernen Sie alles aus Ihrem Umkreis, das mit Rauchen zu tun hat: Feuerzeug, Aschenbecher, und natürlich Zigaretten!

    Gemüse wie Tomaten, Auberginen und Blumenkohl enthalten etwas Nikotin. Essen Sie also viel davon, so wird die schlimmste Zeit zu Beginn des Entzuges etwas abgemildert.

  10. Rauchen aufhören mit Hypnose? Mein Selbstversuch.

  11. Kräuter, die helfen können, mit dem Rauchen aufzuhören

Meine persönlichen Erfahrungen zum Rauchen aufhören

Also auch ich habe geraucht, fast 30 Jahre lang, und bin inzwischen wieder Nichtraucher. Versucht habe ich vieles damals, um von den Zigarretten wegzukommen, kalten Entzug, also Aufhören von heute auf Morgen, Aufhören mit Kaugummis, Pflastern usw.

Rauchen aufhören ist eine harte Sache, wie meine Umwelt wohl bestätigen kann ... Tatsächlich ist man wohl sehr gereizt in der ersten Zeit, man kriegt das aber wohl nicht immer so mit und geht möglicherweise den anderen etwas auf die Nerven.

Und wenn ich darüber nachdenke, wie schwer es ist, das Rauchen aufzuhören, wie schwer mag dann erst der Entzug bei Alkohol oder noch schwereren Drogen sein, deswegen Hut ab für jeden Einzelnen, der es schon alleine versucht bzw. der es geschafft hat.

Wie schon erwähnt, bin ich inzwischen auch rauchfrei - durch Hypnose... Nun habe ich ja schon oft gehört, das sei Quatsch, das mit der Hypnose... Bei mir jedenfalls hat es geholfen. (Lesen Sie dazu auch: Rauchen aufhören mit Hypnose? Mein Selbstversuch.)

Ich bemerke selbst, wie mein Körper wieder gesünder ist, ich lasse mich sogar inzwischen ab und an zu einigen sportlichen Aktivitäten hinreißen, was ich früher nie getan hätte.

Aber ich merke auch, dass der Teufel Nikotin hinter jeder Ecke lauert. Hier mal ein Bier und schon denkt man daran, eine zu rauchen, oder nach einem guten Essen zum Beispiel auch. Man ist also immer in Versuchung und darf nie(!) schwach werden, sonst fängt alles wieder von vorne an...





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Letzte Änderung am Dienstag, 3.2.2015, 08:28:06 Uhr