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Ein Hoch auf die Bitterstoffe

An was denken Sie, wenn Sie an Bitterstoffe denken? Vermutlich geht es Ihnen wie den meisten anderen Menschen. Bitterstoffe werden gerne mit chemischen Medikamenten oder eben mit etwas sehr Bitterem, Ungenießbarem oder gar Giftigem assoziiert.

Heutzutage, wo alles voller Zucker steckt, ist Bitter gar nicht mehr gefragt und gewünscht.
Bitterstoffe - Wermut
Bitterstoffe - Wermut


Doch halt, wetten dass Sie dennoch regelmäßig Bitterstoffe essen?

Sie sind und erhalten geblieben, und zwar in natürlichen Lebensmitteln.

Artischocke, Grapefruits, Rosenkohl, Chicorée und viele andere Frucht- und Gemüsesorten haben noch einen leicht bitteren Geschmack, was auf die Bitterstoffe hinweist. Doch leider werden auch hier immer mehr neue Sorten gezüchtet, die milder und süßer schmecken. Leider geht damit nicht nur der natürliche Geschmack dahin, sondern auch die gesundheitliche Wirkung, die an den Bitterstoffen gebunden ist.

Also: weshalb braucht man Bitterstoffe?

Jede Pflanze und jede Nahrung enthält Ballaststoffe, Fett, Kohlenhydrate, Mineralstoffe, Spurenelemente, Eiweiß, Vitamine. Hinzu kommen noch je nach Art der Nahrung sekundäre Pflanzenstoffe bzw auch Farbstoffe und Bitterstoffe.

Und schließlich noch weiterer Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Lockstoffe oder Gifte, die hier aber nicht weiter behandelt werden sollen.

Die Bitterstoffe in der Nahrung lösen einen gewissen Abwehrmechanismus in uns aus. Verdorbene Nahrung schmeckt sehr bitter, Giftiges ist auch oft bitter, so dass eine starke Bitterkeit für den frühen Menschen ein erster Hinweis auf eine Gefahr war.

Dies galt allerdings nur für SEHR bitter! Bitterstoffe in normalen Konzentrationen reizen schon im Mundraum den Zungengrund. Dieser Reiz gelangt in den Körper und seine Organe, die daraufhin Verdauungssäfte, Speichel-und Magensaft, produzieren.

Dies hat zur Folge, dass bereits im Mundraum die Zersetzung beginnt und der Magen gut vorbereitet die Nahrung in Empfang nimmt. Auch die Durchblutung der Magenschleimhaut wird angeregt, was die ganze Verdauungsgeschichte noch optimiert.

Die Bitterstoffe sorgen außerdem dafür, dass Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse mehr Sekrete ausschütten. }

Diese Sekrete sind dafür zuständig, die Nahrung aufzuspalten, so dass die wichtigen Einzelteile davon aufgenommen werden können. Gleichzeitig wird das Unwichtige bzw schädliche zerstört und zur Ausscheidung aussortiert.

Bitterstoffe stimulieren also den Körper aus dazu, Schädliches besser wieder los zu werden!

Gleichzeitig ist es so, dass viele Bitterstoffe auch das Sättigungsgefühl früher entstehen lassen, so dass man nicht so viel isst.

Jeder, der bisher eher zu wenig der Bitterstoffe zu sich genommen hat, sollte sich einmal überlegen, ob er dies in Zukunft ändern möchte. Ein dauernder Mangel an Bitterstoffen führt zu Problemen wie Aufstoßen, Appetitlosigkeit, einer schwachen Bauchspeicheldrüse, Blähungen, Magenbeschwerden, Völlegefühl und Verstopfung.

Die Nährstoffaufnahme wir deutlich gebessert, so dass man sich allgemein besser fühlt.

Wichtig: Bitterstoffe müssen durch den Mund aufgenommen werden! Das heißt: In Tablettenform gilt nicht, denn dann wirken sie nicht!

Worin sind besonders viele Bitterstoffe zu fnden?

  1. Früchte und Gemüse

    Grapefruits, Artischocken, Brokkoli, Zuckerhut, Endiviensalat, Radicchio, Granatapfel, Rosenkohl, Chicorée, Oliven

  2. Kräuter

    Minze, Lavendel, Brennnesseln, Süßholz, Grüntee, Oregano, Beifuß, Rucola, Birkenblätter, Schafgarbe, Löwenzahn, Wegwarte, Salbei, Veilchen, Gänseblümchen, Giersch, Thymian, in Wurzeln vom Löwenzahn , Galgant, Leinsamen, Sesam, Wegerich, Schwarzkümmel, Zistrosen, Rosmarin, Ringelblume, Hopfen, Meisterwurz

  3. Speiseöl

    Olivenöl, Leinöl, Schwarzkümmelöl

Mein Lieblingsbitterstoffgetränk ist im Übrigen ein Wermuttee. Sehr sehr (sehr!) bitter, hilft aber immer, wenn die Verdauung schlapp macht, zum Beispiel nach einer fetten Weihnachtsgans.





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