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Das Heilkräuter - Verzeichnis

Quendel

Der Quendel ist ein Verwandter des Thymian. Man findet ihn in Mitteleuropa, er mag trockene, sonnige und auch steinige Stellen, auf denen er wachsen kann. An diesen Plätzen kann er sich über den Sommer hinweg weit ausbreiten. Er erblüht mit kleinen rosafarbigen Blüten, und die ganze Pflanze verströmt einen würzigen, herben Duft.

In der Naturheilkunde lässt sich die Heilpflanze fast genau so verwenden wie der Thymian. Quendel wirkt unterstützend bei Husten, er kräftigt die Verdauung, außerdem hilft er bei einigen Frauenleiden.

Hinzu kommen Anwendungsmöglichkeiten bei entzündlichen Hauterkrankungen sowie bei schmerzenden Gelenken.


Heilwirkung

Wirkt antibakteriell, beruhigt, stillt Blutungen, hemmt Entzündungen, löst Krämpfe, wirkt schleimlösend, wirkt schweißtreibend.

Hilft unter anderem bei

Asthma-Erkrankungen

Schnupfen

Beschwerden in den Wechseljahren

schwache Nerven

Schlafbeschwerden

schmerzende Gelenke

schlecht abheilende Verletzungen

entzündete Verletzungen


Übersicht

Wissenschaftliche Bezeichnung

Thymus serpyllum

Pflanzenfamilie

Die Pflanze gehört zu Familie der Lippenblütler

Englisch

Wild Thyme

Volksnamen

Feld-Thymian, Feldkümmel, Geschwulstkraut, Immenkraut, Kinderkraut, Liebfrauenbettstroh, Marienbettstroh, Wurstkraut.

Verwendete Pflanzenteile

Verwendung finden die Blätter und das Kraut

Inhaltsstoffe

Flavone, Bitterstoffe, Pinen, Borneol, Geraniol, Gerbsäure, Camphen, Thymol, Carvacrol, Terpineol, Ätherische Öle, Citronellol, Gerbstoffe

Sammelzeit

Gesammelt wird zwischen Mai und September

Krankheiten und Beschwerden der Atmungsorgane gehören zu den wichtigsten Anwendungsgebieten des Quendel. Er wirkt antibiotisch sowie entzündungswidrig, deshalb eignet er sich gut bei Husten oder anderen Erkältungsbeschwerden, zum Beispiel bei einem Schnupfen.

Der Quendel hat eine krampflösende Wirkung und hilft so gegen den Hustenreiz, zum Beispiel bei Keuchhusten, bei Kitzelhusten oder bei Asthmaerkrankungen.

Zudem wirkt der Quendel schleimlösend, Verschleimungen können also leichter abgehustet werden.

Der Quendel hat eine anregende Wirkung auf unsere Verdauung, weshalb er sich zum Würzen schwer verdaulicher Speisen empfiehlt. So können Blähungen bereits im Vorfeld vermieden werden, ebenso Sodbrennen.

In der Naturheilkunde gilt der Quendel auch als ausgesprochenes Frauenkraut.

Aufgrund seiner entkrampfenden Wirkung kann die Pflanze Menstruationskrämpfe wirkungsvoll mildern.

Der Quendel kann außerdem die Monatsblutung fördern sowie auf den weiblichen Zyklus regulierend einwirken.

Quendel hat eine geburtserleichternde Wirkung, weshalb man ihm früher auch den Namen Kinderkraut verlieh.

Der Quendel hat eine gute Wirkung auf unsere Nerven, er beruhigt und sorgt dafür, dass man abends leichter in den Schlaf findet und des Nachts besser durchschlafen kann.


Rezepte und Anwendungen rund um den Quendel

Ein Tee mit Quendel

Der folgende Tee hilft gegen all die oben genannten Beschwerden. Geben Sie dazu 1 TL getrocknetes Kraut in eine Tasse kochendes Wasser, lassen Sie dies fünf Minuten ziehen. Dann absieben. Sie können den Aufguss mit etwas Honig verfeinern, dadurch wird die Wirkung sogar noch verstärkt.

Trinken Sie diesen Tee schluckweise.

Man kann diesen Tee auch äußerlich in Form von Umschlägen auf Prellungen, Verstauchungen oder auf entzundene Hautstellen auflegen.

Eine Tinktur, die man mit Quendel herstellt, eignet sich für Einreibungen bei den gleichen Beschwerden.

Den oben genannten Tee kann man auch in sein Badewasser geben, so 2 Liter sollten es dann sein, dies hilft gegen Hautbeschwerden und Entzündungen der Haut.

Der Quendel in der Küche

Der Quendel ist ein kräftiges Gewürz, um das man in der südländischen Küche kaum herumkommt. Es wird wie sein Verwandter, der Thymian, verwendet. Quendel passt zu Fleisch, besonders zu fettem Fleisch, denn er regt die Verdauung an.

In Suppen und zu Gemüse gegeben schenkt er dem Mahl seinen würzigen Geschmack.


Sagen und Geschichten

Der Quendel ist ein altbekanntes und seit jeher gebrauchtes Heilkraut. Bei den alten Germanen weihte man den Quendel der Göttin Freya, das Christentum schenkte der Jungfrau Maria dieses Heilkraut, so wie viele andere Kräuter, die besonders Frauen nützlich waren.

Plinius erwähnte den Quendel als Bestandteil des sagenumwobenen Theriaks, ein Heilmittel gegen alle Vergiftungen.

Der Quendel sollte laut Aberglaube böse Dämonen fernhalten können.

Es war deshalb üblich, einen Kranz aus Quendel zu flechten, dieses dann weihen zu lassen und diesen dann aufzuhängen, auf dass das Böse fern bliebe.



Vorsicht

Während einer Schwangerschaft nicht in größeren Dosen zu sich nehmen.




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