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Das Kräuter-Verzeichnis

Acker-Skabiose (Ackerwitwenblume)

Die Acker-Skabiose (Knautia arvensis) verwendet man z. B. bei Halsentzündungen, Flechten und Pickeln. Zudem hat die Acker-Skabiose eine positive Wirkung auf unsere Atmungsorgane.

Die Acker-Skabiose ist in Asien und Europa beheimatet. Sie wächst gerne auf nährstoffreichen Wegesrändern und auf Wiesen.

Man kann die Ackerwitwenblume äußerlich in Form von Umschlägen bei Prellungen, Verbrennungen, Schnittwunden, Ekzemen, Hautausschlägen oder anderen Hautproblemen einsetzen.

Auch Anwendungen gegen die Krätze, rissige Haut um den After (Analfissuren) und analen Juckreiz kannte man früher. Das Kraut wurde auch auf die Haut zur Behandlung von Spulwurminfektionen aufgelegt, man nutzte es bei Quetschungen und Schwellungen (Entzündungen) oder zur Reinigung und Behandlung von Geschwüren.

In der traditionellen Naturmedizin kennt man die innere Anwendung gegen Appetitlosigkeit, als Tee hilft es gegen Husten und Entzündung in der Kehle, es wurde auch festgestellt, dass die Pflanze gegen Verstopfung und Bronchitis helfen kann, ebenso hat das Kraut eine adstringierende und harntreibende Wirkung.

In der Küche verwendet man die Blätter von Acker-Witwenblume zur Herstellung von Suppen oder Omeletts. Die jungen Blätter schmecken etwas herb bis bitter, das kann man aber dadurch mildern, indem man sie 2 Stunden in lauwarmes Wasser einlegt.

Dadurch schmecken sie wesentlich milder.


Sagen und alte Anwendungen

Im Mittealter war die Acker-Skabiose als Heilpflanze gut bekannt, man setzte sie z. B. auch gegen die damals immer wieder auftretende Pest ein oder auch gegen Epilepsie.

Gerard, der englische Botaniker des 16. Jahrhunderts, schrieb, dass die Pflanze gut gegen Hautprobleme helfe und als Abkochung getrunken werden sollte, wenn man unter Schorf litt. Ebenso sollte man äußerlich den Saft oder Salben damit anwenden.

Er schrieb auch, dass das Trinken der Abkochung Schwitzen fördert, außerdem "befreit es das Herz von einer Infektion oder Seuche."

Culpeper, ein ebenfalls bekannter Heiler aus England, beschrieb die Wirkung als "sehr wirksam bei Husten, Kurzatmigkeit und anderen Erkrankungen der Lunge." Auch er hat vorgeschlagen, dazu eine Abkochung der Kräuter, frisch oder getrocknet, zu sich zu nehmen oder es in Wein zu trinken. Frische zerriebene Blätter sollten gegen Karbunkel helfen.

Lonicerus (Lonicerus, Kreuterbuch, 1564) beschreibt eine Wirkung gegen Grind (daher der Volksname "Grindkraut"), Blätter und Wurzel sollen bei Brustgeschwüren und Seitenstechen helfen, ebenso nennt er die Pflanze als blutreinigendes Kraut, das auch Wunden schneller heilen lässt. Er benannte eine Wirkung auch gegen Flechten und Ulzera.

H. Bock bestätigte diese Wirkung und fügte eine Wirkung gegen Milben in den Haaren auf.

Von Haller (v. Haller, Medicin. Lexicon, 1755) nannte eine Wirkung auf Brust und Lunge, die die "schlimmesten innerlichen Geschwüre" beseitige.

In Ungarn kannte man das Kraut früher als Mittel gegen die Tuberkulose, Krätze und als Antiwurmmittel.

Früher nähte man die Heilpflanze in Kleider ein, da sie so böse Geister fernhalten sollte.


Wirkung und Anwendung


  1. Flechten
  2. Epilepsie
  3. Pickel
  4. Husten
  5. adstringierend
  6. harntreibend
  7. Halsentzündung
  8. Hautprobleme
  9. Furunkel
  10. Seborrhoisches Ekzem


Übersicht



Volksnamen

Feld-Witwenblume, Acker-Witwenblume, Wiesen-Knautie, Wiesen-Witwenblume, Wiesenknautie, Witwenblume


Englisch

Field Scabious


Verwendete Pflanzenteile

Man verwendet das Kraut


Sammelzeit

Gesammelt wird im Sommer


Schnellübersicht

  1. Pflanzenfamilie: Geißblattgewächse
  2. Wuchshöhe: 30 - 80 cm
  3. Die Blüte ist symmetrisch. Es wachsen 4 blau-rote Blütenblätter.

    Die Blumenkrone wächst in Trichterform, der Kelch ist klein und vielteilig. Die Blüte wächst in Korbform.

  4. Die Blätter wachsen an kurzen Stielen und gegenständig. Sie sind lanzettlich und länglich.

    Sie sind leicht gezahnt oder ganzrandig. Sie sind fiedrig.


Verwechslungsgefahr

Die Ackerskabiose kann mit anderen Scabiosa-Arten verwechselt werden.

Unterscheidungsmerkmal: Der Stängel der Ackerskabiose ist unterhalb der Blüte behaart, die Krone ist 4-zipfelig.


Blütezeit

Die Blüte zeigt sich zwischen Mai und September.


Wo wächst die Acker-Witwenblume?

Auf trockenen und kalkreichen Böden, auf Äckern, am Wegesrand


Sammelzeit

Die Sammelzeit reicht von Juli bis in den August.


Verwendete Pflanzenteile

Man verwendet das frische Kraut.


Inhaltsstoffe

Bitterstoffe, Gerbstoffe und Triterpenglykoside


Anwendungsmöglichkeiten

Als Tinktur, Tee, Auflagen und Umschläge


Die Acker-Witwenblume stellt besonders im Frühjahr eine wichtige Nahrungsquelle für die Bienen dar. Die Samen hingegen schmecken den Spatzen und Finken.








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