Die Hagebutten stammen vom Strauch der Heckenrose, die die Urform unzähliger verschiedener Zuchtrosen darstellt.
Diese Heckenrose erblüht von Juni und Juli, Hagebutten-Früchte sammelt man im September bis zum Oktober. Getrocknet werden sie in dünnen Lagen und besonders schonend. Man sollte die getrockneten Früchte nicht länger als ein Jahr aufbewahren.
Das Fruchtfleisch der im Spätherbst geernteten Früchte ist süßsauer und reich an Ascorbinsäure (Vitaminen C). Aber das mit der Frucht ist auch nicht ganz richtig: Das, was man eigentlich als Frucht sieht, ist eigentlich nur eine Scheinfrucht, denn man findet im inneren der Hagebutten-(Schein)-Frucht harte Schließfrüchte, die man auch als Nüsschen bezeichnet.
Vielerorts werden die Hagebutten generell als Heckenrose, Hagen Rose oder Schlafdorn bezeichnet.
Die Hagebutte war wahrscheinlich schon in der Steinzeit bekannt. Heutzutage kennt man sie meist in Form eines der Hagebuttentees. Dieser hilft bereits vorbeugend, da er die Widerstandskraft gegen Krankheiten und Epidemien steigert, zudem erhöht er die Blutbildung.
Hagebuttentee ist schwach harntreibend und abführend. Bei Erkältungskrankheiten hat sich ein Tee aus Hagebutten schon lange bewährt.
Anwendungsbeispiele und alte Rezepte rund um die Hagebutte
Erkältungen
2 Teelöffel getrocknete Hagebutten - mit 1 Tasse heißem Wasser aufgießen - nach 10 Minuten absieben. Täglich mehrere Tassen trinken.
Bronchitis
Nehmen Sie dazu
Ca. 100 g Hagebuttenblüten und Hagebuttenblätter (die man vorher püriert, grob reicht aus...)
100 g Honig
Einen Liter Wasser
Kochen Sie die Hagebutte mitsamt dem Honig und dem Wasser für eine Viertelstunde auf. Den dabei entstehenden Schaum immer wieder abschöpfen. Danach abfiltern und in eine saubere Flasche füllen. Vorsicht: Die Flüssigkeit ist nicht lange haltbar!
Hagebutten-Tee als Abführmittel
Nehmen Sie dazu einen Teelöffel zerkleinerter Hagebutten und 250 ml kochendes Wasser. Lassen Sie dies 5-10 Minuten ziehen. Den Tee kann man warm oder auch kalt trinken.
Bevor Sie sich selbst mit Heilkräutern behandeln fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker!