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Das Heilkräuter - Verzeichnis

Die Schafgarbe

Schon der Name "Garbe" deutet auf die Perfektion und Schönheit der auffallenden Blätter hin. Das Wort Garbe kommt aus dem Angelsächsischen, wo es "gearva" heißt. Und dort steht dieses Wort für so viel wie „schön, fertig oder vollendet". Frei übersetzt könnte man die Pflanze also als eine vollendet schöne Pflanze bezeichnen. Und genauso ist es auch. Nicht umsonst nennt man die Pflanze wegen ihrer Blätter auch die Augenbraue der Venus.

Schafgarbe
Schafgarbe

Doch wo kann uns die Schafgarbe, die tatsächlich auch von den Schafen besonders geliebt wird, helfen?

Die Pflanze hilft da, wo es Wunden gibt.

Schon in der griechischen Mythologie wird davon berichtet, dass der Centaur Chiron, der allseits bekannt war für seine Heilkünste, dem Achilles (der mit der Ferse) die Schafgarbe empfohlen hat, damit er seine Wunden damit heilen konnte.

Doch zurück zur heutigen Zeit: Wenn Sie eine Wunde haben, so sollten Sie vor allem darauf achten, dass Sie die Blutung möglichst schnell stillen. Gerade hier hilft die Schafgarbe besonders gut. Ein englischer Name für die Schafgarbe ist unter anderem auch Nosebleed, was so viel wie Nasenbluten bedeutet. Sie wird dort also auch gegen Nasenbluten eingesetzt.

In Österreich kennt man die Schafgarbe auch unter dem Namen Bauchwehkraut, was natürlich darauf hinweist, dass die Schafgarbe gegen Bauchschmerzen helfen kann. Diese Bauchschmerzen können etwa krampfartig sein, wie zum Beispiel vor der Periodenblutung, oder auch in Zusammenhang mit einer Erkältung, Durchfall oder Magenverstimmung stehen.

Äußerlich angewandt ist die Schafgarbe ein gutes Mittel, welches bei Hautbeschwerden oder eben Wunden helfen kann. Dafür stellt man eine Abkochung aus Blüten und Blättern her und wäscht die betroffenen Stellen damit.

Für einen Schafgarbentee brauchen Sie 2 Teelöffel des getrockneten Krautes, welches Sie in eine Tasse kochendes Wasser geben und dann 10 Minuten abgedeckt stehen lassen. Diesen Tee trinken Sie zum Beispiel, wenn Sie Bauchbeschwerden haben, wenn Sie unter Blähungen leiden oder wenn Sie Menstruationsbeschwerden spüren.

Schafgarbe kann auch in einen Salat, genauer gesagt in einen Frühlingssalat. Man nimmt die jungen frischen Blätter der Pflanze. Sie sind sehr fein bitter und sehr aromatisch und sie sind besonders gut für die Verdauung.

Die Schafgarbe ist seit jeher ein Kraut für eine Frühjahrskur, wie zum Beispiel auch der Löwenzahn, Brennnessel oder das Gänsefingerkraut.

Die Schafgarbe ist in vielen Landstrichen eine Pflanze, die mit Ostern, genauer gesagt mit dem Gründonnerstag verbunden ist. Viele Traditionen verlangen am Gründonnerstag eine Gründonnerstagssuppe, in die auch Schafgarbe gehört.

Ansonsten erntet man die Schafgarbe frühen Sommer, nachdem die Blüten erblüht sind. Sie ist leicht zu trocknen, ein luftiger schattiger Ort reicht vollkommen aus.

Die Bitterstoffe in der Pflanze sind besonders hilfreich, wenn man Verdauungsprobleme hat, denn sie regen die Verdauungsdrüsen an. Doch auch als Hustentee kann man die Pflanze verwenden.

Wenn Sie das Frühjahr verpasst haben und die Blätter der Pflanze schon härter geworden sind, wollen Sie sie vielleicht nicht mehr in einen Salat tun, aber vielleicht in einen Smoothie? Dafür eignen sich auch ältere Blätter hervorragend.

Als Teemischung eignet sich folgende Pflanzen in Verbindung mit Schafgarbe: Tausendgüldenkraut, Löwenzahn und Brennnessel. Die Mischungen mit diesen Pflanzen sind sehr verdauungsanregend bzw. auch appetitanregend.

Teemischungen bei einer Verkrampfungsneigung, zum Beispiel bei einem Reizdarm, können zusammen mit Pfefferminze und Gänsefingerkraut hergestellt werden.

Entzündete Schleimhäute können durch eine Mischung von Schafgarbe und Kamille gemildert werden.

Die Schafgarbe wirkt besonders entspannend auf die Blutgefäße und hilft deshalb gegen Blutdruck. So fand man vor kurzen in einer Studie heraus, dass die Begleitbehandlung von Bluthochdruck mit Schafgarbe-Präparaten durchaus hilfreich sein kann.

Eine andere Studie besagt, dass die Schafgarbe besonders leberschützend wirkt. In einer Studie an der Universität Freiburg fand man heraus, dass feuchte heiße Leberwickel, getränkt mit Schafgarbe, die Funktion der Leber deutlich erhöhte, was dabei hilft, wenn man die Leber entgiften möchte.

Ein besonders starker Tee, d. h. 100 g auf 4 l Wasser, kann als Sitzbad verwendet werden, wenn man Krämpfe im Unterleib hat. Ein solches Sitzbad hilft auch bei Beschwerden durch Hämorrhoiden oder Ekzeme am After. Und selbst bei einer Blasenentzündung kann man es damit versuchen.


Quellen zu diesem Artikel

  1. Die Kräuter in meinem Garten

Quellenverzeichnis




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