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Das Heilkräuter - Verzeichnis

Katzenminze

Wenn Sie sich in ihrem Garten die Katzenminze anpflanzen, dürfen Sie sich nicht wundern, wenn sich bald sehr viele Katzen bei Ihnen tummeln werden. Die Katzen lieben es, sich an dieser Pflanze zu reiben oder sich auf ihr zu wälzen.

Die Katzenminze duftet typisch nach Minze und ebenso leicht nach Zitrone. Sie ist nicht nur für Katzen eine besonders interessante Pflanze, sondern auch für den Menschen, der sie als Heilkraut verwenden kann. Anwendung finden zum Beispiel Salben und Umschläge sowie Tees oder auch Räuchermischungen mit den Extrakten der Katzenminze.

Dass sich die Katzen so gerne daran reiben, liegt an den in der Pflanze enthaltenen ätherischen Ölen, warum diese jedoch die Katzen anlocken, ist bis heute noch nicht bekannt. Außerdem muss man erwähnen, dass dieser Lockmechanismus nur bei ungefähr der Hälfte der Katzen tatsächlich funktioniert.

Diese Wirkung auf die Katzen war auch schon im Mittelalter bekannt, so schrieb albert Magnus zum Beispiel, dass sich die Katzen damit imprägnieren würden. Dioskurides verwendete den Tee zum Beispiel, um den Harn besser fließen zu lassen, außerdem die weibliche Regelblutung. Er kannte die Wirkung gegen Krämpfe, beschrieb die Pflanze als Mittel gegen Brechdurchfall und gegen Schüttelfrost und Fieber. Er empfahl damals auch, dass man die rohen Blätter Salz vermischen sollte und dies essen sollte, wenn man unter Würmern im Bauch litt. Außerdem empfahl Dioskurides damals, dass man zerstoßene Katzenminze-Blätter zusammen mit einem Knäuel Wolle zu einer Art Zäpfchenformen sollte und dies in die Scheide einführen sollte, worauf die Regelblutung ausgelöst werden würde. Wenn man das Kraut anzündete, so sollte der Rauch Schlangen vertreiben können.

Es gab aber auch andererlei Sagen, wonach zum Beispiel das Kauen auf den Blättern der Katzenminze eine große Wut entfachen sollte. Deshalb sollte ein Henker, der seinem armen Opfer den Kopf abschlagen sollte, vorher diese Blätter kauen, damit er seine Arbeit gut verrichten könnte. Als Gegenmittel dagegen wurde empfohlen, dass man dem Wütenden die Blätter der Melisse zum Kauen gab, damit die Wut wieder verging.

Wie dem auch sei: Wenn Sie sich Katzenminze in den Garten anpflanzen wollen, sollten Sie darüber nachdenken, ob Sie möglicherweise eine Schar von Katzen in ihrem Garten haben möchten. Übrigens möchte ich darauf hinweisen, dass auch große Katzen, also Tiger und Löwen, auf diese Pflanze reagieren, aber Gott sei Dank gibt es davon ja keine in Deutschland.

Eine gegenteilige Wirkung hat die Pflanze auf Ratten, denn die mögen den Duft gar nicht und nehmen Reißaus.

Katzenminze hilft unter anderem gegen Krämpfe, sie fördert die Menstruation, sie treibt den Schweiß, senkt das Fieber, fördert die Verdauung und den Appetit, sie treibt den Harn und hat außerdem eine euphorisierende Wirkung.

Die erwähnte euphorisierende Wirkung wirkt nicht nur bei Katzen, sondern auch beim Menschen. Man kann dazu einen Tee aus der Pflanze herstellen und trinken, manche Menschen streuen auch etwas der Pflanze in Tabak und Rauchen dies dann.

Der bedeutsamste Inhaltsstoff der Katzenminze ist der Stoff Nepetalacton, der wahrscheinlich auch der Stoff ist, der die Katzen anzieht. Dieser Stoff lockt auch Bienen und Hummeln an, damit diese die Pflanze bestäuben, außerdem wehrt dieser Stoff schädliche Insekten ab, zusätzlich auch Bakterien und Pilze.

Zum Beispiel hat man herausgefunden, dass dieser Wirkstoff gut gegen Stechmücken, Flöte und Kakerlaken hilft, weshalb er inzwischen auch in Abwehrmitteln gegen Insekten enthalten ist.

Da die Katzenminze einen recht angenehmen Geschmack hat, kann man sie besonders gut auch für Kinder verwenden, die unter einer Erkältung und Fieber leiden. Noch besser schmeckt das Kraut, wenn man etwas Honig dazu gibt. Weitere Kräuter, die sich zur Mischung mit Katzenminze eignen, sind die Blüten des Holunderbaumes und die Schafgarbe.

Teilweise wird die Katzenminze mit der Melisse verwechselt, jedoch besteht dadurch keinerlei Gefahr.


Rezepte und Anwendungen rund um die Katzenminze

Umschläge und Salben

Man kann die Katzenminze zum Beispiel in Form von Umschlägen verwenden, die man mit einem starken Tee aus der Pflanze tränkt und dann umlegt.

Außerdem kann man Salben damit herstellen, die man zum Beispiel auf Hämorrhoiden oder auf rheumatische Stellen regelmäßig aufträgt. Dazu stellt man einen Ölauszug aus dem ganzen Kraut her und nimmt dieses Öl als Grundlage für die Salbe.

Ein Tee aus Katzenminze

Einen Tee aus der Katzenminze kann man auch innerlich verwenden. Einen solchen Tee stellt man mit einer Tasse kochendem Wasser her, in die man zwei Esslöffel getrocknete Katzenminze gibt. Dann sollte der Tee 5-8 Minuten ziehen, danach siebt man ihn ab.

Wenn man frische Blätter der Katzenminze für den Tee verwendet, ist der Geschmack erfrischender.

Ein solcher Tee hilft unter anderem gegen Fieber, man kann ihn gegen Schmerzen im Bauch verwenden, da er sehr entspannend wirkt, außerdem treibt er den Schweiß und ist gut für die Verdauung.

Er eignet sich außerdem als Tee vor dem Zubettgehen, da er beruhigend wirkt und gegen Schlaflosigkeit hilft. Außerdem hilft er gegen Nervosität und Gereiztheit. Und als ob das noch nicht genug wäre, ist dieser Tee außerdem ein guter Tee gegen eine chronische Bronchitis, er beugt Infektionen vor, da er Bakterien aus dem Körper fernhält.

Wenn man auf den frischen Blättern der Katzenminze kaut, so kann dies gegen Zahnschmerzen helfen, zumindest solange, bis man beim Zahnarzt ist!







Wissenswertes zur Katzenminze

Die Katzenminze stammt ursprünglich aus Asien, Afrika und dem südlichen Europa. Sie wurde im späteren Mittelalter auch zu uns nach Mitteleuropa gebracht, wo sie auch in wilder Form heimisch geworden ist.

Die Katzenminze mag nicht all zu trockene Böden, sie braucht nicht allzu viele Nährstoffe und liebt die Wärme. Oftmals findet man sie bei uns auf steinigen und sandigen Böden am Straßenrand, in Hecken oder auf Schutthalden.

Man hat in Laborversuchen festgestellt, dass die Katzenminze bei Ratten das Sexualverhalten deutlich steigerte, beim Menschen ist eine solche Wirkung noch nicht bekannt. Bei den Ratten hat sich zum Beispiel die Erektionsfähigkeit des männlichen Gliedes wesentlich verbessert.


Die Katzenminze gehört zu den mehrjährigen Pflanzen.

Sie blüht von Juni bis August. Man kann das Kraut in dieser Zeit sammeln.

Getrocknet werden sollte es gut gelüftet. Anschließend wird es gut verschlossen aufbewahrt.


Wirkung und Anwendung von Katzenminze

  1. Nervenschmerzen
  2. Trigeminusneuralgie
  3. anregend
  4. belebend
  5. krampflösend
  6. menstruationsfördernd


Übersicht

Verwendete Pflanzenteile

Verwendet werden das Kraut und die Blätter

Sammelzeit

Gesammelt wird im Sommer

Risiken und Nebenwirkungen

normalerweise ist die Verwendung der Katzenminze problemlos, allerdings kann auch bei dieser Pflanze, wie bei allen anderen Mitteln, bei manchen Menschen eine Unverträglichkeit auftreten. Dazu gehören unter anderem Übelkeit und Brechreiz.

Die getrockneten Blätter der Katzenminze sollen, wenn man sie raucht, eine halluzinogene Wirkung haben.

Die Katzenminze kann die Menstruation auslösen, auch bei schwangeren Frauen, was zur Folge hat, dass die Schwangerschaft möglicherweise beendet wird. In der Schwangerschaft sollte man auf die Katzenminze verzichten, ebenso wenn man unter schweren Menstruationsproblemen leidet.

Kleinkinder und stillende Frauen sollten ebenso darauf verzichten.

Die Katzenminze kann eine Fehlgeburt auslösen.



Fotogalerie





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Kurzinfo
Katzenminze
  • Ist ein Angehöriger der Pflanzenfamilie der Lippenblütler
  • Herkunftsgebiete: südliches und östliches Europa, westliches Asien
  • Zu finden auf Äckern und Straßen- bzw. Wegesrändern
  • Pflanzenbeschreibung: Aufrecht wachsend, wird bis 1 m groß
  • Der Stängel der Pflanze ist vierkantig, ganz leicht behaart, mit grün-grauen, gezahnten, elliptischen Blättern
  • Die Blüten sind weißrosafarbene Röhrenblüten, sie stehen in Scheinquirlen
  • Der Wuchsort ist in der Sonne oder im Halbschatten auf lockeren und nahrhaften Erdböden
  • Pflege: stellt keine Ansprüche und ist winterhart
  • Nach dem ersten Erblühen sollte man die Pflanze zurückschneiden, da die 2. Blüte dann noch besser wird.
  • Die Saat bringt man im Frühjahr aus
  • Junge Blätter, Pflanzentriebe und Blüten passen zu Fisch, Soßen, Suppen, als Gewürz und als Tee.

    Ein solcher Tee hilft gegen Erkältungsbeschwerden und nervösen Störungen, er wirkt auch beruhigend.


  • Katzen lieben die Katzenminze.