Der Hirtentäschel ist ein ein- oder zweijähriges Kraut. Die Blütezeit ist von April bis November. Sammeln kann man den blühenden oberirdischen Spross von Mai bis Juli. Die Trocknung sollte in dünnen Schichten erfolgen. Anschließend gut verschlossen aufbewahren.
Der Hirtentäschel stammt ursprünglich aus Europa, wird inzwischen jedoch weltweit angebaut.
Der Hirtentäschel kommt fast überall als Unkraut vor. Er wird bis zu 50 cm groß, blüht fast das ganze Jahr, und hat deswegen Blüten und Früchte gleichzeitig. Die Blüten sind weiß und klein. Die Früchte sind kleine herzförmige Schoten.
Früher benutzte man den Hirtentäschel, um zu starke Monatsblutungen bei Frauen wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Heute geht man jedoch davon ab, da die Wirksamkeit nicht belegt ist. Auch die äußerliche Anwendung zur Blutstillung zum Beispiel bei Nasenbluten oder bei Wunden ist nicht nachgewiesen.
In der Naturheilkunde wird dem Hirtentäschel eine zusammenziehende Wirkung zugeschrieben. Man setzt Hirtentäschel zum Stillen von Magen-, Gebärmutter- und Lungenblutungen ein. Zudem ist er harntreibend.
Äußerlich angewendet hilft er zur Waschung von Wunden, Hautausschlägen und Brandekzemen.