Der Hirtentäschel ist ein ein- oder zweijähriges
Kraut. Die Blütezeit ist von April bis November. Sammeln
kann man den blühenden oberirdischen Spross von Mai bis
Juli. Die Trocknung sollte in dünnen Schichten erfolgen.
Anschließend gut verschlossen aufbewahren.
Der Hirtentäschel stammt ursprünglich aus Europa,
wird inzwischen jedoch weltweit angebaut.
Der Hirtentäschel kommt fast überall als Unkraut
vor. Er wird bis zu 50 cm groß, blüht fast das
ganze Jahr, und hat deswegen Blüten und Früchte
gleichzeitig. Die Blüten sind weiß und klein. Die
Früchte sind kleine herzförmige Schoten.
Früher benutzte man den Hirtentäschel, um zu starke
Monatsblutungen bei Frauen wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Heute geht man jedoch davon ab, da die Wirksamkeit nicht belegt
ist. Auch die äußerliche Anwendung zur Blutstillung
zum Beispiel bei Nasenbluten oder bei Wunden ist nicht nachgewiesen.
In der Naturheilkunde wird dem Hirtentäschel eine zusammenziehende
Wirkung zugeschrieben. Man setzt Hirtentäschel zum Stillen
von Magen-, Gebärmutter- und Lungenblutungen ein. Zudem
ist er harntreibend.
Verwendete Pflanzenteile Verwendet wird das ganze Kraut
Inhaltsstoffe Cholin Acethylcholin Tyramin Gerbstoff
Sammelzeit
Gesammelt wird im Juni bis August
Wo findet man Hirtentäschel: Äcker, Gärten, Schuttplätze
Anwendungsbeispiele und alte Rezepte rund um den Hirtentäschel
1 Teelöffel Hirtentäschelkraut für 1 Tasse Tee. Wasser kochen,
vom Herd nehmen, über das Kraut gießen. 5 Minute ziehen lassen, dann
absieben.
Bei Nasenbluten den frischen Hirtentäschelsaft aus dem Stängel pressen, auf
ein Taschentuch träufeln und in das betreffende Nasenloch stecken.