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Das Heilkräuter - Verzeichnis

Löffelkraut

Ein Auszug, den man mit kaltem Wasser ansetzt und dann 12 Stunden stehen lässt, hilft vorbeugend bei Parodontose. Dieser Auszug wird als Spülung oder als Gurgelmittel angewandt.

Das Löffelkraut, Cochlearia officinalis, das im 2. Wuchsjahr weiße Blüten trägt, hat typische löffelförmige Blätter. Daher kommt auch der Name der Pflanze. Es gehört zur Pflanzenfamilie der Rosettenpflanzen und kommt aus dem nördlichen Europa. Ebenso wie die Brunnenkresse kann man das Löffelkraut im Frühjahr Salaten zugeben. Das Löffelkraut unterstützt so im Frühjahr den Körper beim Entschlacken und gibt ihm gleichzeitig viele Vitamine. Das Heilkraut ist tatsächlich ein bekanntes Kraut gegen die gefürchtete Frühjahrsmüdigkeit.

Löffelkraut

Interessanterweise bleiben die Blätter des Löffelkrautes auch im Winter grün, wenn man sie gut abdeckt, so dass der Frost nicht direkt an sie heran kann.

Man kann aus dem Löffelkraut einen Saft herstellen, der sehr viele Vitamine enthält. Früher wurde dieser Saft zum Beispiel gegen Skorbut getrunken. Dieser Saft hilft aber außerdem bei einem gestörten Stoffwechsel und Erkrankungen der Leber.

Die gesundheitlichen Eigenschaften des Löffelkrautes sind ähnlich denen des Löwenzahns.

Man wendet überwiegend frische Pflanzenteile an, nur selten getrocknete Teile, da sich eine Vielzahl der Inhaltsstoffe beim Trocknen verflüchtigt.


Anwendungsgebiete des Löffelkrautes

Das Löffelkraut gilt als natürliches Heilmittel gegen verschiedene Allergien wie zum Beispiel gegen den Heuschnupfen. Es regt unseren Stoffwechsel an, es hat eine desinfizierende und Krankheitserreger abwehrende Wirkung, es beschützt unsere Schleimhäute vor eindringenden Krankheitskeimen.

Das Heilkraut regt die Verdauung an und unterstützt den Darm bei seiner Arbeit, was sich günstig auf Verstopfungen und einen trägen Darm auswirkt.

Es reinigt das Blut, wirkt gleichzeitig blutverdünnend und reduziert dadurch einen zu hohen Blutdruck, was wiederum vor Herzbeschwerden schützt.

Das Löffelkraut hilft gegen Verdauungsbeschwerden, gegen Schleimansammlungen in den Atemwegen und gegen Hautausschläge.

Zerquetscht man die Blätter und lässt sie ruhen, wird durch die dann beginnende Gärung eine Flüssigkeit gewonnen, die man früher gegen Wassersucht und Rheuma nahm.

Den so genannten "Löffelgeist" bekommt man, indem man die Samen auspresst. Dieser Löffelgeist wurde früher gegen alle möglichen Beschwerden genommen.

Da das Löffelkraut bevorzugt im Salzmarschland wächst, dachte man früher, dass es bei der Auflösung von "Salz" im Körper, wie man es bei Rheuma und Gicht vermutete, hilfreich sei. Heute weiß man natürlich, dass Salz nicht der Auslöser für die beiden Erkrankungen ist.

Im Löffelkraut sind Tannine enthalten, die es zu einem zusammenziehenden (adstringierenden) Mittel machen, das man zum Beispiel gegen Nasenbluten und andere Blutungen verwenden kann.

Eine weitere Wirkung des Heilkrautes ist die wasserausleitende Wirkung, die man sich bei Wassersucht und Nierensteinen zu Nutze machen kann.

Früher verwendete man den Presssaft aus den Blättern auch als Antifleckenmittel für die Haut, ob das allerdings wirklich funktioniert, ist mir nicht bekannt.

Das Löffelkraut wirkt außerdem antiseptisch und ist ein mildes Abführmittel. Junge Pflanzen können den Körper entgiften und gleichzeitig mit Mineralien versorgen.

Ähnlich wie die Brunnenkresse hat das Löffelkraut eine harntreibende Wirkung. Der Saft der Blätter kann dank seiner antiseptischen Wirkung auch als Mundwasser gegen Aphten verwendet werden, ebenso äußerlich gegen Pickel.

Pürierte Blätter legte man früher auf Geschwüre auf, die dadurch abheilten. Idealerweise soll man dafür ganz frische Blätter verwenden.


Wirkungsspektrum in der Übersicht

Das Vitamin C

Das Vitamin C wirkt antioxidativ, das heißt, es hilft unseren Körperzellen vor dem so genannten oxidativen Stress, der unter anderem auch Krebs verursachen kann. Es hilft unserem Immunsystem, hilft gegen Erkältungen, gegen die allseits bekannte Frühjahrsmüdigkeit und Ermüdungserscheinungen nach harter physischer Arbeit.

Die Senfölglykoside

Die Senfölglykoside sind in ihrer Wirkung antibakteriell und antimikrobiell. Diese Wirkung hilft unter anderem gegen Atemwegserkrankungen oder Infektionen der Harnwege. Auch die Vermehrung von Viren, zum Beispiel Grippeviren, wird gemindert.

Die enthaltenen Tannine

Die Tannine, wie man die pflanzlichen Gerbstoffe auch nennt, sind antibakteriell und antiviral, helfen also gegen Krankheitserreger.

Flavonoide

Die enthaltenen Flavonoide wirken ebenso antioxidativ und verringern das Risiko, an Krebs zu erkranken. Zudem wirken sie sich günstig auf unser Herz- und Kreislaufsystem aus.

Die Mineralstoffe

Die enthaltenen Mineralstoffe, besonders das Magnesium, helfen den Körperzellen, sich zu regenerieren. Das durch das Salz in Spuren enthaltene Jod ist besonders wichtig für eine gesunde Schilddrüse.


Wunderliches

Ein Kuriosum ist übrigens die folgende Geschichte: Das Löffelkraut mag ja salzhaltige Böden, ist deshalb eigentlich nur in Meeresnähe zu finden. Oder aber auf dem Mittelstreifen der Autobahnen, deutschlandweit. Warum ist das so? Naja, im Winter wird ja kräftig Salz gestreut, das sich dann auf dem Mittelstreifen ansammelt - ein idealer Boden also für das Löffelkraut. Hinzu kommt noch, dass diese Mittelstreifen ja fast nie von einem Menschen betreten werden, so dass das Kraut sich dort ungehindert verbreiten kann.


Über die Pflanze

Das Löffelkraut mag sandige oder leicht lehmige Böden, die keine Staunässe bilden. Zudem mag die Pflanze alkalische, saure und neutrale Böden. Es hat zudem die Fähigkeit, auch in Salzböden zu wachsen.

Das Löffelkraut gedeiht im Halbschatten, wie im lichten Wald, als auch in der Sonne. Es besitzt die Fähigkeit, Meeresklima zu ertragen.

Die Blüten stehen endständig in Trauben. Jede dieser Blüten hat vier Blütenblätter, die sich quadratisch gegenüberstehen. Die Heilpflanze hat saftige untere Blätter, die dicht über dem Erdboden stehen, diese sind leicht herzförmig und tiefgrün.

Diese Grundblätter des Krautes sehen aus wie ein Löffel, daher kommt dann auch sein deutscher Name, wie es zu erwarten war.

Der Geschmack erinnert auch etwas an die Kresse, und so nennt man es ebenfalls Löffelkresse.

Der Geschmack ist etwas scharf und bitter, was von den enthaltenen Senfglykosiden herrührt.

Die Grundblätter sind fleischig und glänzend, sie haben lange Stiele. Die Stängelblätter sind ebenso eiförmig, jedoch sind sie grob gezahnt. Die oberen Blätter sind herzförmig und umfassen den Stängel. Der Stängel selbst ist kantig und verzweigt. Die Schoten sind klein und kugelförmig bis eiförmig. Der Wurzelstock ist zierlich und dünn, wie eine Spindel geformt.


Übersicht

Dazu passende Edelsteine

Peridot

Astrologische Zuordnung

Der Mond

Volksnamen

Froschlöffel, Skorbutkraut, Zahnlöffel, Lungenkresse, Löffelkresse, Löffelblätter

Pflanzenfamilie und Größe

Gehört zur Familie der Kreuzblütler, ist eine zweijährige Pflanze, wird bis zu 30 cm groß.

Wuchsort

Wächst auf feuchten Böden mit leichtem Salzanteil. Mag Schatten ebenso wie die Sonne.

Blütezeit

Die Blütezeit reicht von Mai bis Ende Juni des 2. Wuchsjahres.

Sammelzeit für das Löffelkraut

Kann immer gesammelt werden.

Verwendete Pflanzenteile

Verwendung finden die Blätter.

Enthaltene Stoffe

Mineralstoffe, Bitterstoffe, besonders viel Vitamin C, Gerbstoffe, Vitamine, Senfölglykoside

Medizinische Eigenschaften

Regt den Stoffwechsel an, reinigt das Blut, wirkt anregend auf die Leber.

Hilft unter anderem bei Rheuma, Magenbeschwerden, zur Blutreinigung, Appetitlosigkeit, schlecht verheilenden Verletzungen, Gicht, Beschwerden mit dem Zahnfleisch, Skorbut.

Anwendungsmöglichkeiten

Als Saft, Tee, als Auflage oder Umschlag mit frischen zerquetschten Blättern, in der Küche

Verwechslungsgefahr

Namentliche Verwechslungsgefahr: Das Löffelkraut wird auch Scharbockskraut genannt, es ist aber nicht das richtige echte Scharbockskraut.

In der Homöopathie

Das daraus hergestellte Mittel setzt man gegen Magenverstimmungen und Augenentzündungen ein.

Rezepte und Anwendungen rund um das Löffelkraut

Gegen ausfallende Zähne

Es gibt ein überliefertes Rezept gegen Parodontose, also gegen ausfallende Zähne, das sehr gut funktionieren soll.

Dazu verwendet man jeweils einen Teelöffel Löffelkraut und Salbei und gibt dies in eine Tasse kaltes Wasser. Der Ansatz wird eine Nacht stehen gelassen, am Morgen darauf gurgelt man mit der Hälfte der abgesiebten Flüssigkeit, mit der anderen Hälfte gurgelt man abends. Das führt man über 4 Wochen hinweg durch.

Wie stelle ich einen Tee her?

Einen Tee aus dem Löffelkraut stellt man aus 2 TL der Blätter her, die man in eine Tasse kochendes Wasser gibt und dann 10 Minuten ziehen lässt.

Ein milder Löffelkrauttee für die Haut

Nehmen Sie 1 Esslöffel des Löffelkrautes und geben Sie dies in einen halben Liter kochendes Wasser, dann 10 Minuten ziehen lassen, dann absieben.

Reiben Sie diesen Tee auf die Haut ein, wenn Sie unter Ekzemen, Geschwüren oder Akne leiden.







Löffelkraut in der Küche

Das Löffelkraut schmeckt ähnlich wie Meerrettich oder Brunnenkresse, beide Pflanzen sind nahe Verwandte.

Die jungen Grundblätter sammelt man vor dem Erblühen. Man kann sie dann in Salate geben, auch in Quark oder in Kräuterbutter. Oder einfach auf das Butterbrot, das schmeckt sowieso immer am besten.

Gibt man die Blätter in eine Kartoffelsuppe, so bekommt diese das besondere Flair.

Früher verwendete man außer den Blättern auch die Stiele und die Stängelblätter, davon ist man heutzutage aber abgegangen.


Vorsicht

Die enthaltenen Senfglykoside können bei manchen Menschen Hautreizungen oder Schleimhautreizungen auslösen.


Löffelkraut




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Kurzinfo
Löffelkraut
  • Pflanzenfamilie: Die Pflanze gehört zur Familie der Kreuzblütler.
  • Herkunftsgebiet: Nordeuropa
  • Wird bis zu 30 cm groß.
  • Die Pflanze ist immergrün.
  • Die Blüten sind weiß, stehen in Trauben, verströmen einen lieblichen Duft.
  • Standort: in der Sonne oder im Halbschatten.
  • Die Pflanze mag leicht feuchten, auch salzigen Erdboden.
  • Die Pflanze im Garten: Stellt keine Ansprüche, sollte aber bei Trockenheit gegossen werden.
  • Aussaat im Frühling oder zu Herbstbeginn
  • Verwendungsmöglichkeiten: Frische Blätter schmecken wie Kresse und passen in Salat, Eierspeisen, Gemüse, Soßen, Quarkgerichte, Butterbrot, Suppe. Presssaft regt Stoffwechsel an.