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Das Heilkräuter - Verzeichnis

Scharbockskraut

Das Scharbockskraut (Ranunculus ficaria) ist eine 5 - 15 cm hohe Pflanze und kann ganze Waldflächen mit seinen Blüten überziehen.

Die Blätter sind gestielt und leicht rund bzw. herzförmig, die Ränder sind leicht gesägt oder gezahnt. An der Oberseite glänzen sie fettig.

Im Frühjahr findet man im Schatten der Bäume in lichten Wäldern und in Parks das Scharbockskraut mit seinen leuchtend gelben Blüten. Und obwohl das Scharbockskraut eigentlich relativ unspektakulär aussieht, wirkt es wie eine Vitaminspritze auf uns, denn in der Pflanze sind hohe Mengen an Vitamin C enthalten.


Verwechslungsgefahr mit dem Gundermann

Die Blätter des Scharbockskrauts sehen denen des Gundermanns etwas ähnlich, es besteht also eine gewisse Verwechslungsgefahr. Da der Gundermann aber nicht giftig ist und ebenfalls zu den Heilpflanzen gehört, ist eine Verwechslung nicht allzu tragisch.

Der Name Scharbockskraut entstand übrigens wahrscheinlich dadurch, weil das Scharbockskraut mit seinem hohen Vitamin C Gehalt früher (und auch heute) auf Schiffen gegen Skorbut vorsorgen half. Skorbutkraut (im Volksmund hieß Skorbut "Scharbock") = Scharbockskraut.

Scheubut nennen die Holländer das Scharbockskraut, dieses Wort setzt sich zusammen aus “But” für „Knochen“ und “scheuren”, was so viel wie „zusammenreißen“ bedeutet.

Das Scharbockskraut trägt auch die Namen "Himmerlbrot" oder "Himmelsgerste", diese Namen zeigen die Wichtigkeit in Hungerzeiten auf. Tatsächlich wurde nämlich aus den Wurzeln und den Brutknospen Mehl hergestellt, das man für Brot verwenden konnte.


Geschichtliches

Im Mittelalter, bis vor einigen Jahrzehnten, war das Scharbockskraut wegen seines Vitaminreichtums auch für die Landbevölkerung ein wichtiges Nahrungsmittel, um nach den langen Wintermonaten wieder zu Kräften zu kommen.


Übersicht

Volksnamen

Himmelsgerste, Himmerlbrot, Feigwurzel, Skorbutkraut, Feigwurz, Gichtblatt, Frühsalat, Butterblume

Blütezeit

Das Scharbockskraut blüht im März und April.

Vorkommen

Das Scharbockskraut findet man auf feuchten Böden, in Wäldern, unter Gebüschen, in Gärten.

Sammelgut

Verwendung finden die Blätter und Blüten vor der richtigen Blüte.

Sammelzeit

Gesammelt wird im März und April vor der Vollblüte.

Sammeln Sie dazu die jungen Blätter und verwenden Sie sie sofort frisch oder trocknen Sie sie möglichst bald an einem gut belüfteten und schattigen Ort. Es dürfen sich keine braunen Stellen bilden.

Wenn die Pflanze voll erblüht ist, kann sich Protoanemonin bilden, man sollte dann das Scharbockskraut nicht mehr frisch anwenden.

Inhaltsstoffe

Vitamin C und Saponine

Anwendungsbeispiele

Früher verwendete man das Scharbockskraut zur Vorbeugung gegen Skorbut, einer Erkrankung, die aufgrund von Vitaminmangel besonders oft auf langen Seereisen ausbrach.

Dazu wurde das Scharbockskraut als Salat gegessen oder sein Saft getrunken.

Einen Tee zur Blutreinigung oder auch bei Hautproblemen...

... bereitet man folgendermaßen zu: Nehmen Sie 2 - 3 Teelöffel getrocknetes Scharbockskraut, übergießen Sie es mit 250 ml kaltem Wasser, erwärmen Sie es dann bis zum Kochen, über einen Tag verteilt trinken.

Auch bei Hämorrhoiden kann dieser Tee helfen, allerdings äußerlich, in Form von Sitzbädern. Dazu werden natürlich dann größere Mengen benötigt.

Auch für Waschungen bei Hautproblemen eignet sich dieser Tee, die Wirkung wird noch verstärkt, wenn man die gleiche Menge Kamille hinzugibt.

Übrigens ist das Scharbockskraut für die Insekten im Frühjahr eine der ersten Nahrungsquellen, deshalb bitte die Blüten stehen lassen.


Vorsicht - Risiken und Nebenwirkungen

Das Scharbockskraut kann Anemonin bzw. Protoanemonin enthalten.

Diese Stoffe können Magen-, Darm-, und Nierenreizungen auslösen und sich auch bei Tieren negativ auf die Gesundheit auswirken.

Nach dem Trocknen der Pflanze gehen diese Stoffe allerdings verloren.



Fotogalerie





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Kurzinfo
Scharbockskraut
  • Gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse
  • Herkunftsgebiete: Europa, Nordwestafrika, Südwestasien
  • Pflanzenbeschreibung: Niederliegender Wuchs, Pflanze wird bis zu 30 cm groß
  • Die Blätter sind sehr fleischig, sie sind breit, sind herz- bzw. nierenförmig, die Blattränder sind gesägt oder gezahnt. Die Blüten sind golden gelb
  • Der Wuchsort ist im Schatten, das Scharbockskraut mag feuchte Erdböden
  • Die Heilpflanze im Garten stellt keine Ansprüche, die Vermehrung erfolgt per Brutknospen
  • Verwendungsmöglichkeiten: Die Blütenknospen, die Stängel und jungen Blätter der Pflanze können vor dem Aufblühen gesammelt werden, die Wurzeln danach. Sie eignen sich für Salate, Suppen oder für Gemüse.
  • Man kann die Blütenknospen auch wie Kapern einlegen.
  • Ein Tee aus der Pflanze hilft bei Hautunreinheiten.
  • Zu beachten: Große Dosierungen können Magen und Darm reizen