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Das Kräuter-Verzeichnis

Bockshornklee

Der Bockshornklee (Trigonella foenum graecum) ist eine sehr alte Kulturpflanze, die bereits in Indien angebaut wurde. Aber auch im alten Ägypten war sie schon bekannt. Dort wurde der Samen der Pflanze zu medizinischen Zwecken verwendet.

Bei uns wurde der Bockshornklee im Mittelalter häufig genutzt. So wird die Pflanze zum Beispiel auch von Hildegard von Bingen erwähnt.

Der Bockshornklee ist eine fast kahle Pflanze, die bis zu 50 cm groß werden kann. Er wächst in Mitteleuropa und in Asien.

Die Blütezeit ist von Juni bis Juli. Die Blüten sind gelb-weiß, die Blätter der Pflanze ähneln denen des Klees. Die Sammelzeit des wirkstoffreichen Samens ist von Juli bis August.

Verwendung in der Naturheilkunde finden die Samen der Pflanze, die getrocknet werden.

Diese Samen haben reichlich Eiweiß und Schleimstoffe in sich. Naturheilkundlich wird der Bockshornklee in grob pulverisierter Form angewendet.

Den Aufguss, den man aus einem Teelöffel zerstoßener Samen mit einem Viertelliter Wasser zubereitet, kann man zur Kräftigung für Rekonvaleszenten verordnen. Er wird dann zwei- bis dreimal täglich getrunken. Der Bockshornklee riecht und schmeckt nicht besonders gut, daher kann man diesem Aufguss Menthol oder Orangenöl beimengen.

Bockshornklee soll bei Abszessen und Furunkeln in Form eines Umschlags helfen, auch bei offenen Beinen, Neuralgien, Gelenkentzündungen und Ischias hat er sich bewährt.

Eine nachgewiesene Wirkung des Bockshornklees ist zum Beispiel die Vorbeugung gegen Ödeme. Diese sind verantwortlich für Krampfadern und Hämorrhoiden. Auch bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und zur Stoffwechselregulation kann der Bockshornklee eingesetzt werden.


Geschichten und Geschichtliches um den Bockshornklee

Der Name Bockshornklee kommt wohl daher, weil die Früchte etwas an Ziegenhörner erinnern.

Man nennt den Bockshornklee auch griechisches Heu, tatsächlich duftet es auch nach Heu.

Hippokrates verwendete den Bockshornklee als Heilkraut und schätzte es sehr.

Die alten Ägypter verwendeten ihn zur Geburtserleichterung, zudem sollte er den Milchfluss bei stillenden Frauen fördern.


Wirkung und Anwendung von Bockshornklee

  1. Anregung der Milchsekretion
  2. Appetitlosigkeit
  3. Katarrhe
  4. Geschwüre
  5. Nagelbetteiterungen
  6. aufgesprungene Hände und Lippen
  7. Hautentzündungen
  8. Verdauungsstörungen
  9. Sauerstoffoptimierung im Blut
  10. Venen- und rheumatische Erkrankungen

Übersicht

Inhaltsstoffe

Eiweiß, fettes Öl, Schleimstoffe, Flavonoide, Steroide und Saponine

Rezepte und Anwendungen rund um den Bockshornklee

Bockshornkleebrei

Zerstoßene Bockshornkleesamen mit etwas Milch zu einem Brei verkochen.

Wenn der Brei abgekühlt ist, auf die entzündete Hautpartien streichen.

Bevor Sie sich selbst mit Heilkräutern behandeln, fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker!






Bockshornklee als Gewürz in der Küche

Der Bockshornklee hat einen stark würzigen Geruch, er erinnert an frisches, geerntetes Heu. Für die Küche werden die gelb-braunen Samen verwendet - in Indien aber auch die kleinen grünen Blättchen. Der Geschmack ist leicht bitter und trotzdem aromatisch. Für den europäischen Gaumen erinnert der Geschmack an Liebstöckel.

Die Samen sind in Currymischungen enthalten und manchmal sind sie auch ein Bestandteil von Brotgewürzen.

Man kann die gemahlenen Samen auch zu Chutneys, exotischem Fisch und Fleischgerichten verwenden.

Bockshornklee sollte immer mitgekocht werden, da er erst dann sein volles Aroma entfaltet.

Bitte lagern Sie Bockshornklee gut verschlossen, am besten auch dunkel. Gemahlener Bockshornklee sollte schnell verbraucht werden.

Tipp: In Indien ist Bockshornkleegemüse sehr beliebt. Die Blättchen werden wie Spinat zubereitet. In Indien verwendet man Bockshornklee besonders bei Fieber, hohem Blutdruck und Magenproblemen.



Fotogalerie


Vorsicht - Risiken und Nebenwirkungen

Es kann (selten) zu allergischen Reaktionen kommen.

Es kann selten zu Magenbeschwerden kommen.

Es kann zu Blähungen und Durchfall kommen.

Vorsicht während der Schwangerschaft: Da es anscheinend noch keine ausreichenden Erkenntnisse gibt, sollte die Anwendung nur nach ärztlicher Absprache erfolgen.





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