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Das Heilkräuter - Verzeichnis

Guave

Man geht davon aus, dass die Guave aus Peru stammt und erst später ihren Weg in die Welt antrat. Jedenfalls fand man archäologische Stätten in Peru, in denen Guave-Samen zusammen mit Mais, Bohnen und Kürbissamen vorhanden waren.

Es ist schon einige hundert Jahre her, dass europäische Kaufleute und Missionare die Guave von Südamerika in Teile Afrikas, Asiens und Indiens gebracht haben.

Die Guave ist ein Strauch oder ein Baum, der in den tropischen Regionen wächst. Die Guave-Bäume werden bis zu vier Metern groß und tragen große, auffällig geaderte Blätter. Die Blätter wachsen paarweise gegenüberliegend an den Zweigen. Die Pflanze trägt kleine weiße Blüten, aus denen birnenförmige, gelbliche Früchte erwachsen. Das Fleisch der Früchte ist rosa bis gelblich, es schmeckt sehr gut und ist nahrhaft und gesund - es beinhaltet sehr viel Vitamin C.

Die Früchte können frisch verzehrt werden, wenn sie reif sind. Die Einheimischen stellen daraus Getränke, Eis, Marmelade oder Gelee her.

Die Guave ist nicht besonders wertvoll, was den Preis angeht, denn sie wächst wirklich überall in den tropischen Regionen. Wertvoll für die Menschen ist sie aber dennoch, denn sie stellt eine wertvolle Nahrungsgrundlage für die Menschen dort dar.

Die Amazonas-Indianer kennen heute noch die Anwendung eines Absudes der Blätter gegen Durchfall, Erbrechen, Übelkeit, Magenbeschwerden, Schwindel und auch Menstruationsbeschwerden. Junge Blätter, frisch vom Baum und durchgekaut, helfen gegen Zahnfleischbluten und gegen Mundgeruch.

Der Absud hilft ebenso bei Entzündungen der Mundschleimhaut, gegen Zahnfleischbluten oder als Waschung bei vaginalem Ausfluss. Eine Abkochung aus den Blättern und der Rinde oder aus den Blüten hilft bei Verletzungen und Geschwüren. Bei schmerzhaften Augenerkrankungen, oder bei einer Bindehautentzündung, legt man dort zerdrückte Blüten auf die Augen auf.

In tropischen Regionen nennt man die Guave auch oft den Apfel des kleinen Mannes, das drückt ziemlich genau den Stellenwert der Frucht aus - etwas Gesundes, das sich wirklich alle Menschen leisten können.

Die Blätter und die Rinde des Baumes haben viele Gerbstoffe in sich, so verwenden die Indianer in Südamerika die Blätter zum Gerben von Leder.

Die Früchte werden roh verzehrt, sie sind wirklich sehr köstlich. In ihnen ist sehr viel Vitamin C enthalten. Der Gehalt an Vitamin C verringert sich aber umso mehr, je reifer die Frucht ist, deshalb sollte man sie möglichst gleich verzehren, sobald sie genießbar sind.

Klinische Studien haben die Heilwirkung der Guave bestätigt, was die Anwendung bei Magen-Darm-Beschwerden, Durchfall und anderen Verdauungsproblemen angeht. Die Wissenschaftler haben inzwischen gar ein pflanzliches Medikament gegen Durchfall daraus hergestellt, das Montezumas Rache mildern kann.

Die Wissenschaft bestätigte zudem antibakterielle Eigenschaft der Guave. Extrakte aus den Blättern und der Rinde töten Bakterien ab, so zum Beispiel Staphylococcen und Salmonellen. Guave wirkt zudem auch gegen Hefepilze (Candida), andere Pilzerkrankungen, sogar gegen Malaria kann die Guave unterstützend mitwirken.

Eine Studie an Meerschweinchen in Brasilien zeigte die Wirkung von Guave-Blättern auf das Herz-Kreislauf-System, so dass man davon ausgeht, dass Guave bei der Vermeidung und Nachbehandlung eines Herzschlages günstig wirkt. Auch bei Herzrhythmusstörungen zeigte die Guave eine regelnde Eigenschaft.

Schon frühere Studien belegten die herzschützenden Eigenschaften, zudem kam dabei heraus, dass der Verzehr der Früchte den Blutdruck senken konnte, ebenso den Cholesterinspiegel im Blut.

Tierexperimente belegten die Wirkung der Blätter gegen Husten.


Inhaltsstoffe

Man findet in den Früchten Gerbstoffe, Flavonoide, Triterpene, Saponine, ätherische Öle, Carotinoide, Vitamine, Lektine und Fettsäure. Der Gehalt an Vitamin C ist in der Guave weit höher als in den meisten Zitrusfrüchten. Hinzu kommt eine beachtenswerte Menge an Gerbstoffen und Vitamin A. Die Frucht ist außerdem reich an Ballaststoffen. Für einen Großteil der Heilwirkung dürften aber die Flavonoide verantwortlich sein.


Übersicht



Verwendete Pflanzenteile

Man verwendet die Blätter, die Rinde und die Früchte.





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