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Das Heilkräuter - Verzeichnis

Die Buche

Anwendungsmöglichkeiten

Frische junge Blätter schmecken sauer. Besonders im Frühjahr, nach der langen Winterzeit, helfen sie, unseren Stoffwechsel anzuregen.

Buche

Die Rinde

Die Buchenrinde, die man von den Zweigen abschält, kann Fieber senken, gegen Husten helfen und das Abhusten von Verschleimungen in der Lunge erleichtern. Die Rinde hilft zum Beispiel bei Erkältungen.

Der Teer

Der Buchenteer, der relativ aufwendig durch eine Destillation gewonnen wird, kann innerlich angewandt beim Abhusten von Auswurf helfen, auf die Haut aufgetragen hilft er gegen Erkrankungen der Haut.

Der Name dieses Teeres ist Kreosot, ähnlich wie das homöopathische Mittel Kreosotum, das aus der Buche hergestellt wird. Wenn man unter Zahnschmerzen leidet, soll man etwas des Teeres auf den Zahn geben, das soll die Schmerzen lindern.

Allerdings sind in diesem Teer auch organische Substanzen, die im Verdacht stehen, Krebs auslösen zu können. Deshalb sollte man besser auf selbst hergestellten Teer verzichten.

Die Asche

Die Pottasche, die man durch Verbrennung des Holzes und der Rinde gewinnt, wirkt desinfizierend, so wie viele Aschen desinfizierend wirken. Allerdings scheint diese Asche tatsächlich besonders gut zu desinfizieren.

Rührt man aus dieser Asche zusammen mit Rotöl (Johanniskrautöl) oder Ringelblumenöl einen Brei, so hilft dieser Brei besonders gut bei Verletzungen.

Die Blätter

Zerstoßene frische Blätter helfen als Auflage gegen Geschwüre.

Das Öl

Das Öl könnte ein wichtiges Nahrungsmittel sein, wenn es denn nicht so schnell verderblich wäre. Will man es sich aber dennoch selbst herstellen, dann püriert man die Eckern und drückt das Öl dann durch ein Leintuch aus. Ein Kilo Eckern ergeben bis zu einem halben Liter Öl, das man für Salate verwenden kann. Es ist sehr gesund, hilft auch bei allerlei Steinleiden und Leiden der Haut.

Die kleinen Nüsse, also die Eckern, haben ca. 40 % - 50 % Öl in sich. Dieses Öl ist wichtig für die Eichhörnchen und die Vögel als Nahrung im Winter. Sie sind aber auch für den Menschen gut, wenn man die maximale Menge entsprechend einhält. In den Eckern ist viel Kalk enthalten, der gut für Knochen und Zähne ist.

Die Buchenrinde kann gegen Rheuma helfen, Fieber senken, sie wirkt antiseptisch, man kann sie gegen Erkrankungen der Atemwege verwenden. Das Verräuchern des Holzes reinigt die Luft, der Rauch wird oft auch zum Räuchern von Fisch verwendet, der Rauch wirkt zudem desinfizierend.

Mit den zerstoßenen Blättern wurden früher auch Schwellungen, Blasen auf der Haut, Verbrennungen und Erfrierungen behandelt.

Das aus den Eckern gewonnene Öl soll auch das Haarwachstum stimulieren.

Die zarten jungen Pflanzentriebe und Blätter können zudem in einem gemischten Salat roh verzehrt werden, der Baum galt also in Hungersnöten als Nahrungsmittel.

Inhaltsstoffe, die in der Rinde zu finden sind, die so genannten Lignane, wirken stark antioxidativ. Diese Lignane findet man auch in Flachssamen, in Kürbiskernen und Brokkoli.


Verwendung in Übersee

Die ersten Pioniere in Amerika verwendeten die Buche (Fagus silvatica) auch als Zeigerpflanze für besonders guten Boden: Gab es viele Ecker, war der Boden fruchtbar, war der Baum groß und stark, war die Erde reich an Humus. Wo es viele Buchen gab, da war gutes Ackerland!

Das Öl aus den Bucheckern wurde früher auch als Brennstoff in Öllampen verwendet, ein kostengünstiger und nahezu überall nachwachsender Rohstoff.

Die Indianer verwendeten die Buche zum Beispiel, um Vergiftungen durch den Giftsumach zu behandeln. Sie kochten Buchenrinde in Salzwasser und tranken dies oder trugen dies auf gereizte Hautstellen auf.

Ebenso kannten die Indianer schon eine Salbe aus den Blättern und der Rinde, die man auf Verbrennungen, Verletzungen und Wunden sowie Geschwüre auftrug. Außerdem verwendeten die Ureinwohner Amerikas Tees aus Blättern und Rinde gegen Erkrankungen der Blase, der Nieren und der Leber. Tees aus der Wurzel und / oder der Blätter der Buche trank man gegen Fieber und andauernden Durchfall.

Das Buchenöl verwendeten die Indianer zur Behandlung von Darmwürmen und anderen parasitären Infektionen.


Über die Buche

Die Buche dürfte einer der Bäume sein, die man am meisten in Mischwäldern antreffen kann.

Die Rinde ist glatt und kaum eingefurcht, oft findet man Schnitzereien der Verliebten darin.

Die Buche ist ein Baum, der bis zu 40 m groß werden kann. Es soll Exemplare geben, die über 300 Jahre alt sind. Der Baum hat einen eher schlanken Stamm, je nach Alter des Baumes kann der Stamm bis zu 2 m im Durchmesser werden. Die Buchenblätter sind hell grün und glänzen, sie sind leicht eiförmig und wellig, ganz junge Blätter haben feinste Härchen, wie Seide - so fein. Die Blätter stehen wechselständig.

Der Baumstamm verzweigt sich am oberen Baum. Die Buche hat eine glatte Rinde, die in ihrer Jugend erst tiefgrün ist, im Laufe der Zeit silbrig grau bis grau wird.

Die weiblichen Blüten sind kurz gestielt und sitzen oft zu 3en zusammen. Sie sind von einer Hülle umgeben. Die männlichen Blüten haben einen langen Stiel, sie hängen in Kätzchen herab.

Aus den Blüten bilden sich 2 Nüsse, die Buchecker. Diese sind braun, haben eine glänzende Schale, sind ungewöhnlich 3-kantig und essbar.

Früher kannten die Kinder noch die Bucheckern, die man im Herbst sammelte und dann daran knabberte. Heute kennen viele Kinder das leider nicht mehr.

Das Holz der Buche ist stark, schwer und hart, es ist ein besonders feinkörniges Holz. Das Holz wird verwendet, um Möbel daraus herzustellen, als Bodenbelag, oder für Kisten. Und es gibt eine ausgezeichnete Holzkohle und wird zur Herstellung von Schießpulver verwendet. Zudem ist die Heizleistung des Buchenholzes sehr hoch, es ist ein sehr gutes Brennholz.


Sagen und Geschichten

Eichen sollst du weichen,

Buchen sollst du suchen
- Diesen Spruch kennt wohl jeder aus dem Kinderlied. Untersuchungen zeigten, dass in Buchen tatsächlich weniger Blitze einschlagen als in Eichen, als Schutzschirm gegen Blitze taugt die Buche trotzdem nicht!

Einer anderen Überlieferung zu Folge soll sich der Name Buche vom gotischen "boka" ableiten, das so viel wie "Buchstabe" oder "Schriftstück" bedeutete.

Der aus dem Altgriechischen abstammende Name "Fagus" kann mit "Essen" übersetzt werden, das "silvatica" mit "aus dem Wald" - also Essen aus dem Wald. Dies weist darauf hin, dass Blätter und Eckern früher gerne gegessen wurden.

Es gibt viele alte Sagen und Geschichten um die Buche, sie ist ein Baum, der schon immer im Bewusstsein der Menschen war. So sollen die bösen Hexen bevorzugt unter Buchen tanzen.

Gleichzeitig gilt die Buche aber auch als Schutzbaum an geweihten Orten oder an Wallfahrtsstätten.

Einer alten germanischen Sage nach wird man vom Gott Thor höchstpersönlich beschützt, wenn man ein Blatt in T-Form findet - na wenn das mal nichts ist!

Als Wetterorakel eignen sich die Bucheckern: Gibt es viele Bucheckern, so soll es einen langen und harten Winter geben. Anders herum gibt es einen fruchtbaren Sommer, wenn die Buche im Frühjahr zeitig austreibt.

Bilden sich an der Baumspitze die ersten Triebe, wird der Sommer ebenso fruchtbar, sind die ersten Triebe unten am Baum, so wird es eher ein schlechtes Wuchsjahr für die Bauern.

Wenn man am 1. November einen Holzspan aus einem (lebenden) Baum herausschneidet, kann man laut Sage ebenso herausfinden, wie der Winter wird: Ist der Span feucht, wird es ein langer Winter, ist der Span trocken, wird der Winter nicht so hart.

Der deutsche Name "Buche" ist übrigens auch nicht uninteressant: Ganz zuerst schnitzte man früher Runen auf das Holz, die dann eine Schutzfunktion übernahmen oder für Orakel dienten. Später fertigte man aus dem Holz schon Tafeln, auf denen man längere Informationen einritzen konnte. Und schließlich zog die Buche in den Buchdruck ein, als Werkstoff für die Lettern. So ist die Buche also tatsächlich der Namensgeber für das Buch.

Findet man einen abgebrochenen Zweig, so soll man einen Wunsch oder Traum darauf schreiben und bei Vollmond unter dem Baum eingraben, dann gehe der Wunsch in Erfüllung.

Verwendet man einen Buchenzweig als Zauberstab, so kann man die "Kanäle" zu den Geistern öffnen.

Etwas Buchenrinde in der Tasche getragen soll Glück und Erfolg bringen. Ebenso soll Buchenholzspäne im Schuh Glück bringen.


In der Homöopathie

Das homöopathische Mittel Kreosotum hilft zum Beispiel gegen Zahnbeschwerden, bei Lungenbeschwerden oder bei Beschwerden mit dem Kehlkopf. Auch gegen einige Frauenbeschwerden hilft das Mittel Kreosotum, so gegen Ausfluss und Weißfluss, der übel riecht, der brennt, und der zwischen der Periode stärker wird. Ebenso gegen Schwangerschaftsübelkeit oder eine sehr lange Menstruationsblutung.

Mehr dazu finden Sie hier

Die heilige Hildegard von Bingen über die Buche

Wenn im Frühling die Blätter zu sprießen beginnen, geh an diesen Baum, nimm mit der linken Hand einen Ast, mit der rechten Hand halt das Messer. Dann sage: "Darum schneide ich dir dein Grün ab, weil du alle Säfte des Menschen, die auf einem Unrechten Weg in die Galle gelenkt werden, wieder gut machst durch das lebendige Wort, das den Menschen ohne Reue schuf!"

Dann schneide den Ast ab und hebe ihn in deinem Hause auf, ein Jahr lang. Mache das jedes Jahr.

Diese Art der Anwendung sollte alle Körpersäfte, die krank wurden, also Blut, Galle usw. wieder gesunden lassen.


Sammeln und lagern

Das Sammeln ist allerorten möglich, da die Buche sehr weit verbreitet ist und überall anzutreffen ist.

Das Holz der Buche, Buchenspäne oder auch die Rinde der Zweige sollte man aber nicht einfach so im Wald sammeln, da es dem Baum schädigen kann. Besser ist es, beim Waldbesitzer oder im Forstbetrieb nachzufragen, da diese Dinge dort als Nebenprodukt nur "verwurstet" werden. Samen bzw. Eckern finden sich im Buchenwald, dort liegen sie am Boden, sobald sie reif sind. Allerdings werden diese auch gerne von den Waldtieren gefressen, man sollte also schon baldmöglichst auf die Suche gehen. Aber mal unter uns: Gönnen wir den Eichhörnchen auch ein paar der Ecker, es muss ja den Winter damit überleben...

Die hölzernen Bestandteile werden getrocknet und eingelagert, die Blätter verwendet man frisch.


Übersicht

Blütezeit

Die Blüte findet im April und Mai statt.

Pflanzenfamile

Gehört zur Familie der Buchengewächse, wird bis 40 m groß.

Wuchsort

Die Buche mag nährstoffreiche, gern kalkreiche und saure, sandige bis lehmige Böden.

Blütezeit

Der Baum blüht erst, wenn er über 30 Jahre alt ist.

Medizinische Eigenschaften

Desinfiziert, wirkt adstringierend, hemmt Entzündungen.

Passende Edelsteine

Quarz und Bergkristall

Planet

Jupiter, Merkur, Saturn

Wuchsort

Nährstoffhaltige frische Erdböden, findet sich oft in Mischwäldern, in Parks, mag auch kühles nasses Klima.

Inhaltsstoffe

Blätter

Flavonolglykoside, ätherische Öle, Gerbstoff, Vitamin C

Früchte

Globuline, fette Öle, Wachs, Blausäureglykoside

Rinde

Harze, Glucovanillin, Gerbstoffe, Suberin

Holz

Sterole, Phenole, Guajakol, verschiedene Fettsäuren, Kreosotum

Medizinische Eigenschaften

Die Blätter regen den Stoffwechsel an, die Rinde hilft bei Erkrankungen der Bronchien, Durchfall, Parasiten im Darm, Erkrankungen der Haut und bei rheumatischen Erkrankungen.

Der so genannte Buchenholzteer wurde früher gegen Tuberkulose und gegen Bronchialerkrankungen verwendet.

Verwendungsmöglichkeiten

Junge Blätter können einem Salat beigegeben werden, sie werden auch in Kosmetika verwendet.

Aus der Rinde und dem Holz gewinnt man den Buchenholzteer und die so genannte Pottasche, ebenso hochwertige Holzkohle, die gegen Vergiftungen verwendet werden kann.

Sammelgut und Sammelzeit

Gesammelt werden die jungen Blätter in April und Mai. Die Früchte im September und im Oktober.

Das Holz und die Rinde nimmt man im Februar von mindestens 2-jährigen Zweigen.

Verwechslungsgefahr

Es besteht die Verwechslungsgefahr mit der Hainbuche, deren Blätter ganz fein gesägt sind, die Blattrippung ist intensiver. Der Stamm der Hainbuche ist silber-grau.

Die Rinde der Buchen wurde früher zum Gerben eingesetzt, die Blätter waren ein Stoff zum Rauchen. Buchenholzstaub kann durch langfristiges Einatmen oder langfristigen Kontakt Krebs auslösen.

Anwendungsgebiete und Eigenschaften

Wirkt antibakteriell, löst Verschleimungen, Fieber, gegen zu viel Magensäure, Darmerkrankungen, stillt Husten, Erkrankungen der Haut, Schuppenflechte, Rheuma, Gicht, Zahnweh, Erkrankungen der Haut, Verletzungen, Geschwüre.

Englisch

Beech

Rezepte und Anwendungen rund um die Buche

Ein Buchenlikör

Geben Sie 2 Handvoll junge frische Blätter, die Sie vorher gut gereinigt und angestoßen haben, in eine Flasche Wodka. Dann 14 Tage stehen lassen, ab und an einmal schütteln. Nach den 14 Tagen geben Sie 250 g Zucker in einen viertel Liter Wasser, lassen den Zucker sich auflösen, sieben den Wodka mit den Blättern ab und geben dann das Zuckerwasser hinein.

Ein solcher Likör hilft in den Schlaf, wenn man abends ein Schnapsglas davon trinkt.

Abkochung der Rinde

Geben Sie dazu ca. 30 g Rinde in einen Liter Wasser, kochen Sie das auf, lassen Sie die Flüssigkeit auf die Hälfte reduzieren, dann absieben. Pro Tag 2 Tassen davon trinken.

Äußerliche Verwendung der Blätter

Geben Sie eine Handvoll frische Blätter, die Sie etwas angedrückt haben, in einen viertel Liter Wasser. Dann aufkochen lassen, 3 Minuten ziehen lassen und dann absieben. Die Flüssigkeit eignet sich für Umschläge gegen geschwollene Gelenke oder als Waschung bei entzündeter Haut. Sie kann auch gegen großporige Haut helfen.







Vorsicht

In den rohen Bucheckern sind giftige Blausäure-Glykoside enthalten. Deshalb sollte man die Eckern nur in kleinen Mengen essen und nicht über einen langen Zeitraum. Man sollte sie auch nicht an Tiere verfüttern.

Die Giftigkeit der Bucheckern reduziert sich deutlich durch Wässern derselben, man legt die Bucheckern also einige Stunden in Wasser ein, bevor man sie isst. Trotz alledem sollte man es mit dem Verzehr nicht übertreiben.





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