Das Heilkräuter-Verzeichnis

Bachblüten


Bachblüten-Therapie

Entwickelt hat diese nach ihm benannte Methode der Arbeit mit Blütenessenzen der Waliser Arzt Dr. Edward Bach (1886 – 1936). 1935 fand er die Wirkung von insgesamt 37 Pflanzen und des Quellwassers.

Er stellte fest, dass er mit diesen Heilmitteln die gesamte Psyche des Menschen behandeln konnte.

Die Herstellung der Essenzen erfolgt bis heute nach seiner Methode: Die Blüten werden gepflückt, in eine Schüssel mit Quellwasser auf die Wasseroberfläche gelegt und so lange in die Sonne gestellt, bis die Blüte zu welken beginnt, dadurch geht die Essenz dieser Blüten in das Wasser über. Mit Alkohol haltbar gemacht stellt diese Flüssigkeit die Basis für die Verabreichung dar.

Bach war überzeugt, dass Krankheiten das Ergebnis eines Konflikts zwischen Seele und Geist sind. Die Essenzen sollen das gestörte Energiesystem des Organismus wieder ins Gleichgewicht bringen und somit heilen. Er untersuchte, wie jeder Mensch auf Leiden reagiert und erstellte ein System von zwölf Charaktertypen. Nach Bach hilft gelbes Sonnenröschen gegen Angstzustände, Bleiwurz bei Unsicherheit, Lärche bei Niedergeschlagenheit und Sumpfwasserfeder bei Einsamkeit.

"Krankheit ist weder Grausamkeit noch Strafe, sondern einzig und allein ein Korrektiv, ein Werkzeug, dessen sich unsere eigene Seele bedient, um uns auf unsere Fehler hinzuweisen. Um uns von größeren Irrtümern zurück zu halten, um uns daran zu hindern, mehr Schaden anzurichten und uns auf den Weg der Wahrheit und des Lichts zu bringen, von dem wir nie hätten abkommen sollen".

(Dr. Bach)

"Jegliche Krankheit ist gleichsam die Verfestigung einer geistigen Einstellung. Deshalb braucht man nur den vorherrschenden Seelenzustand eines Patienten zu behandeln, und die Krankheit wird verschwinden. Die Persönlichkeit des einzelnen Menschen ist für den Erfolg einer Behandlung von noch größerer Bedeutung als dessen rein körperliche Symptomatik".

"Die Erde ist der Boden, der die Pflanzen trägt und sie erhält. Die Luft ist es, die sie nährt, Die Sonne oder das Feuer befähigt sie, ihre Kraft zu übertragen und das Wasser schließlich nimmt ihre wohltätigen Heilkräfte auf und speichert sie. Die Heilmittel selbst lösen niemals starke Reaktionen aus, da sie niemals Schaden anrichten, egal, in welcher Menge man sie einnimmt. Und wenn das Falsche Mittel gegeben wurde, erfolgt auch keine negative Wirkung. Aber wenn das richtige Mittel gegeben wurde, wird es eine heilsame Wirkung erzielen".

Bach definiert zwölf geistige Zustände, und jedem dieser Zustände entspricht eine Heilpflanze. Egal, ob die Krankheit ausgesprochen schlimm ist oder es sich nur um eine leichte Erkältung handelt, ob sie nur ein paar Sekunden oder viele Jahre dauert, es ist der geistige Zustand allein, der für die Wahl des erforderlichen Heilmittels entscheidend ist. Keine der Pflanzen, aus denen diese Heilmittel gewonnen werden, ist giftig. Sie sind alle wohltätig. Deshalb braucht man keine Angst zu haben, sie zu verwenden.

Zwölf Heiler und sieben Helfer werden jene Pflanzen genannt, die mithelfen, seelische Ungleichgewichtszustände wieder ins Lot zu bringen.

Die zwölf Heilmittel erweisen sich in ihren Heilerfolgen so wunderbar, und bringen so vielen so genannten unheilbaren Kranken Heilung, sogar in Fällen, bei denen eine homöopathische Behandlung versagt hat, dass sie auch von jedem Laien angewendet werden können.

Zwölf dieser Heilpflanzen wirken bei Krankheiten, die im Anfangsstadium sind oder erst seit kurzem bestehen. Sie werden die zwölf Heiler genannt. Darüber hinaus gibt es sieben Heilpflanzen für diejenigen, die seit einigen Wochen oder Monaten oder sogar Jahren krank sind. Diese Heilpflanzen heißen die sieben Helfer. Es gibt nur zwölf verschiedene Gemütszustände und jedem entspricht eine Heilpflanze. Deshalb ist es nicht schwer, zu entschieden, welches Heilmittel erforderlich ist.

Dr. Bachs Sicht der Dinge: "Krankheit kann in Gegenwart der richtigen Heilpflanze nicht mehr bestehen als die Dunkelheit in einem Zimmer, wenn die Fenster geöffnet werden, um das Sonnenlicht herein zu lassen. Doch dafür, dass wir die Heilung aus der Natur vergessen haben, haben wir einen hohen Preis bezahlt und zwar in Form der Unmenge von Krankheiten, die es heutzutage gibt. Doch die Natur wartet geduldig und wir müssen uns ihr wieder zuwenden, um Linderung von unserem Leid zu finden. Wir müssen nur zur Natur zurückkehren, um von unseren schweren Prüfungen erlöst zu werden. In Gegenwart der Natur hat Krankheit keine Macht. Es gibt keine Krankheit, die unheilbar ist".

  1. Die Bachblüten lösen niemals starke Reaktionen aus.
  2. Sie richten niemals Schaden an, egal in welcher Menge man sie einnimmt
  3. wenn das Falsche Mittel gegeben wurde, erfolgt auch keine negative Wirkung
  4. keine der Pflanzen, aus denen diese Heilmittel gewonnen werden, ist giftig
  5. "Sie sind alle wohltätig", hebt Dr. Bach ausdrücklich hervor.
  6. Stellt sich jedoch keine Besserung ein, obwohl die richtigen Mittel genommen wurden, gibt es sieben weitere Heilmittel, die helfen können.
Die 12 geistigen Zustände und die Blüten, die auf diese einwirken, fand Dr. Bach in jahrzehntelangen Forschungen heraus.

Symptome und zugeordnete Bachblüten:

  1. Wenn Ihr Nervenkostüm flattert, wenn Sie Furcht empfinden, Ihr Herz bis zum Hals schlägt, aber auch, wenn Sie in tiefe Depression fallen. Dann sollten Sie zu `Rock Rose` greifen.
  2. Haben Sie Angst, aber nicht so stark, dass Sie glauben Ihr Herz müsste augenblicklich stehen bleiben. Dann ist `Mimulus` das Mittel der Wahl.
  3. Gehören Sie zu den ruhelosen Menschen, die ängstlich und gequält dreinschauend durch das Dasein gehen? Ja! - Sie sollten zu "Agrimony" greifen.
  4. Wer immer unentschlossen ist, immer wieder schwankend seine Meinung ändert, nie so richtig "Ja" sagen kann, wer das "Jein" vorzieht, das "Ja vielleicht", ist mit "Scleranthus" gut bedient.
  5. Sind sie ständig schläfrig? Gehen Sie wie im Traum durch die Welt? Machen Sie alles, was Sie machen, lustlos, gleichgültig? Haben Sie keine Freude am leben? Dann sind Sie ein Fall für `Clematis`.
  6. Bei Selbstmitleid, wenn man sich schlecht behandelt fühlt und das Gefühl hat, sein Leid nicht verdient zu haben, hat sich `Cichory` bewährt.
  7. Fehlt es an Selbstvertrauen, muss man immer erst die Meinung der anderen ausloten, um sich endgültig entscheiden zu können, ist `Cerato` angezeigt. Aber auch, wenn jede erdenkliche Behandlung, von der man nur im entferntesten hört, sofort ausprobiert werden muss.
  8. Negatives Denken, Mutlosigkeit, Depression Deprimiertsein, das erfordert `Gentian`.
  9. Willensstarke Menschen, die auch rechthaberisch sind, stetig alles besser wissen wollen und ihrer eigenen Vorstellung zufolge meist "mit dem Kopf durch die Wand" wollen, benötigen `Vervain`.
  10. Ungeduldige Zeitgenossen, denen selbst bei Krankheit die Genesung viel zu langsam fortschreitet, für den ist das Mittel der Wahl `Impatiens`.
  11. An elfter Stelle der psychischen Zustände befinden sich die ruhigen und tapferen Patienten, die sich niemals beklagen, die andere nicht beunruhigen wollen, weil sie krank sind, und die danach streben, aus eigener Kraft gesund zu werden. Ihnen kann mit `Water Violet` geholfen werden.
  12. Menschen, die sich schwach fühlen, kraftlos, ausgelaugt, blass aussehen, für die ist eine Therapie mit `Centaury` bestens geeignet".

Wie wende ich Bachblüten an?

Füllen Sie eine Tasse mit Wasser an. Dazu kommen drei oder vier Tropfen des jeweiligen Mittels. Sie können alle diese Mittel in der Apotheke kaufen.

Magen-, Darmbeschwerden

Agrimony: (Agrimonia eupatoria. Odermenning). Anwendung in der Volksmedizin als ganzes Kraut bei >Magen-, Darmbeschwerden, chronischen Schmerzen. Menschen, die solcherart leiden, fühlen sich oft überlastet, sind öfters ziemlich nervös. Ihnen bringt Agrimony Linderung sowohl bei körperlichen als auch geistigen Qualen.

Migräne

Clematis: (Clematis vitalba. Gemeine Waldrebe). Besonders geschätzt wird diese Pflanze volksmedizinisch bei Migräneanfällen. Clematis-Blütenessenz ist ein Mittel gegen alle schläfrigen, benommenen, >lustlosen Zustände. Wenn der Patient das Interesse verliert und keine Anstrengungen mehr macht, wieder gesund zu werden.

Appetitlosigkeit

Cichory:( Cichorium intybus. Wegwarte). In der Volksmedizin als Anregungs- und Kräftigungsmittel verwendet. Etwa bei Appetitlosigkeit und vielerlei Beschwerden, die ihre Ursache in einer Stoffwechselstörung haben. Zur Anwendung kommen Kraut und Wurzel. Als Bachblüte: Für diejenigen, die sich über jede Kleinigkeit aufregen. Für Menschen, die viel Aufmerksamkeit und Zuwendung brauchen - und zumindest durch ihre ständige (unerwünschte) Wortmeldung die Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollen.

Centaury (Centaurium umbellatum). Tausengüldenkraut. Volksmedizinbücher empfehlen dieses Kraut bei Appetitlosigkeit, Magenschwäche, Blähungen, Krampfzuständen des Magens. Um diese Beschwerden zu lösen wird aus dem ganzen Kraut ein Tee bereitet. Als Bachblüten-Essenz wird das eingesetzt für die Schwachen und Erschöpften, die keine Energie mehr haben, oftmals schüchtern sind und von sehr ruhigem Charakter.

Gentian: (Gentiana amarella. Bitterer Enzian). Das wird als Mittel gegen Mutlosigkeit verordnet. Für Menschen, die immer nur schwarz sehen, die nicht positiv denken können.

Magenbeschwerden, Durchfall

Vervain: (Verbena officinalis. Eisenkraut). Anwendung bei Magenbeschwerden, Durchfall. Menschen mit starkem (eisernem) Willen, die auf keinerlei Ratschläge hören - denen wird das Eisenkraut empfohlen.

Selbstvertrauen

Cerato: (Ceratostigma willmottiana. Bleiwurz). Findet in der Volksmedizin kaum Verwendung. Die Psycho-Connection zwischen der Blüte dieser Pflanze und dem Charaktertyp des Patienten wird folgendermaßen hergestellt: Für diejenigen, die kein besonders großes Interesse für das Leben aufzubringen scheinen. Sie besitzen auch wenig Selbstvertrauen und ein nur gering ausgeprägtes Selbstbewusstsein, daher werden auch immer wieder andere nach ihrem Rat gefragt.

Ungeduld

Impatiens: (Impatiens royalei. Springkraut). Auch diese Pflanze ist volksmedizinisch nur wenig genutzt. Es sollen jedoch nur die zartfarbenen gesammelt werden. Diese Blüte wird für reizbare Zeitgenossen, mürrische Charaktere, Ungeduldige und ständig schlecht gelaunte Zeitgenossen verordnet.

Distanziertheit

Water Violet: (Hottonia palustris. Sumpf-Wasserfeder). Für die Volksmedizin von untergeordnetem Interesse. Wird bei psychischer Grundstimmung der Distanziertheit verwendet.

Bluthochdruck

Olive: (Olea europaea. Das Öl aus der Olive). wird vielfach als Grundlage für Salben und andere Zubereitungen verwendet, ein daraus bereiteter Tee soll Bluthochdruck wieder normalisieren.

Die Olive, einer der "sieben Helfer" kommt bei Menschen in Anwendung, die der Verzweiflung nahe sind, nicht hin noch her wissen, ausgelaugt und kraftlos sind.

Resignation

Gorse: (Ulex europas. Stechginster). Auch von dieser Pflanze weiß die Volksmedizin kaum etwas zu berichten. Grundtenor jener Menschen ist Resignation. Mit dem Einfluss dieses Heilmittels kann in allen Fällen der Resignation dennoch eine Besserung erzielt werden, die alle Erwartungen übertrifft.

Furcht

Mimulus: (Mimulus lutens. Gefleckte Gauklerblume). Dieses hübsche Pflänzchen hat für die Volksmedizin wenn überhaupt, dann nur kleinräumig lokale Bedeutung. Das ist ein Mittel, um jede Furcht zu besiegen. Egal, ob es sich um Furcht vor Krankheit, vor unbekannten Gefahren, Lärm, Misstrauen, Dunkelheit handelt. Mit Mimulus kann der Furcht paroli geboten werden.

Entzündungen, Fußschweißsekretion

Oak: (Quercus pedunculata. Stieleiche). In der Volksmedizin wird allerdings meist die geschälte Rinde junger Triebe als Heilmittel eingesetzt. Und zwar gegen Entzündungen, aber auch bei vermehrter Fußschweißsekretion, Umschläge bei entzündeten Augen. Oak ist geeignet für Menschen, die Kämpfernaturen sind, für einen Persönlichkeitstyp, der, obwohl keine Hoffnung auf Heilung besteht, trotzdem kämpft und sehr aufgebracht ist, dass er krank ist.

Unentschlossen

Scleranthus: (Scleranthus annuus. Einjähriger Knäuel). Findet in der Phytotherapie als Heilpflanze keine Anwendung. Wird jenen verordnet, die sich nicht entscheiden können, was sie wollen. Ist die Hilfe für Unentschlossene.

Notfallmittel, Verhärtungen, Ekzem, Nebenhöhlenerkrankungen, Depression, Panik, Angst

Rock Rose: (Helianthemum vulgaris. Gemeines Sonnenröschen, auch Zistrose genannt). Eingesetzt wird die Zistrose bei Anwendung in der Volksmedizin als frisches in Blüte stehendes Kraut bei Verhärtungen, Ekzem, Nebenhöhlenerkrankungen. Das ist ein Notfallmittel. Immer, wenn im Leben Gefahr droht. Wenn der Patient sich fürchtet, in Panik gerät. Wenn dem Geist Gefahr droht, oder der Patient mit dem Gedanken an Selbstmord spielt oder bei einem Nervenzusammenbruch, bei Angst vor dem Tod oder schwerer Depression.

Lebensgeister

Vine: (Vitis vinifera. Weinrebe). Nicht nur von der Volksmedizin in Form von Rebensaft (und in kleinen Mengen) durchaus angeraten, die "Lebensgeister zu wecken" bzw. (bei Rotwein) die Gerbsäurewirkung zu nutzen. Die Blüten werden jedoch volksmedizinisch nicht genutzt. Dr. Bach setzt diese jedoch ein bei Menschen, die kritisch und pedantisch werden, allen Mitmenschen Vorschriften machen und nicht leben können, ohne jemanden herumzukommandieren.

Gicht und Rheuma

Heather: (Calluna vulgaris. Heidekraut). Von dieser Pflanze setzte aber auch die Volksmedizin die Blüten zu Heilzwecken ein. Zum Einsatz kommt, berichten Kräuterbücher, Heidekraut als Blutreinigungsmittel, als harntreibendes Mittel, bei Blasen- und Nierensteinen, Gicht und Rheuma. Es sollten die mit den kleinen rosa Blüten gesammelt werden. Wird Persönlichkeiten verordnet, die sich über die Probleme ihrer Mitmenschen aufregen, über die Schwierigkeiten des Alltags. Es ist ein Zustand übertriebener Sorge.

Einzelgänger

Wild Oat: (Bromus asper. Waldtrespe). Keine Nutzung in der Volksmedizin. So wie die Waldtrespe ein "Einzelgänger" ist, eine verstreut wachsende Pflanze, so ist auch ihr Bachblüten-Charakteristikum: Für Charaktere, die eher Einzelgänger sind, vielseitig interessiert, die sich verzetteln, den geraden Weg nicht finden, viele Windungen und Abzweigungen gehen.


Dosierung:

Gering, ganz gering. Hochdosis, eine sehr beliebte Verschreibungsart der modernen Medizin, gibt es bei Dr. Bach nicht. Und übrigens auch in der ganzen Natur nicht. Diese arbeitet immer – bei der Lösung aller ihrer Probleme – mit Minidosierungen.

Dr. Bach selbst sagt: "Zwei oder drei Tropfen reichen". Diese werden in ein ganz normales mit Wasser gefülltes Arzneifläschchen gegeben. Das Fläschchen muss danach gut geschüttelt werden. Das Mittel selbst wird teelöffelweise in der erforderlichen Dosis verabreicht. Dr. Bach: "In Notfällen viertelstündlich, in schweren Fällen stündlich und in normalen Fällen drei- oder viermal täglich. Bei Bewusstlosigkeit können die Lippen des Patienten mit dem Heilmittel befeuchtet werden".

Den entscheidenden Impuls für seine neuartige Therapieform erhielt er bei der Lektüre der Schriften von Samuel Hahnemann, dem Begründer der >Homöopathie, als er nach seiner Ernennung zum Unfallamtsarzt an der Universitätsklinik London im homöopathischen Krankenhaus Londons erstmals von dieser Heilmethode erfuhr.


Die Schwerpunkte der Therapie liegen bei folgenden seelischen Zuständen:

Angst, Unsicherheit, Kontaktprobleme, Überempfindlichkeit, Mutlosigkeit und Verzweiflung, Prüfungsangst, Schockzustände, Verdauungsstörungen, Atembeschwerden, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme.

Allein das Erstgespräch zur Erstellung der Diagnose nimmt rund eine Stunde in Anspruch. Dabei verschafft sich der Arzt zu erst einmal einen Gesamteindruck von seinem Patienten. Eine wichtige Information bieten dabei die Augen, deren Ausdruck – unruhig, verträumt, stechend, nervös, abweisend, unterwürfig u.s.w. - bereits Hinweise auf den seelischen Zustand des Hilfe Suchenden liefern. Eine ebenso wichtige Diagnosehilfe ist auch der Zustand der Haut des Patienten. Daraus lassen sich ebenfalls bereits entscheidende Schlüsse ziehen. Zum Erfassen der Gesamtpersönlichkeit zog Dr. Bach überdies auch die Art der Bewegungen, die Stimme, die Art der Gestik, die Wortwahl und einiges mehr heran.

Nach dieser Erstbeurteilung wird das benötigte Medikament ausgewählt. die Folgetermine für den Arztbesuch finden im vier bis sechs Wochenabstand statt.

Notfalltropfen, `Rescue remedies` hat sie Dr. Bach genannt. Wichtig ist aber zu beachten: Die "Notfalltropfen" sind wirklich nur dazu gedacht, rasche Hilfe zu bringen, wenn "es brennt", aber nicht zur Dauereinnahme.

Diese "Nothelfer" sind konzipiert für außergewöhnliche Situationen, die stark belastend wirken und für den Betroffenen einen "Notfall" bedeuten. Sie bestehen aus fünf verschiedenen Blütenessenzen. Und zwar: Cherry Plum bei Kontrollverlust, Clematis bei Bewusstlosigkeit, Impatines zur Beruhigung und Star of Bethlehem bei Schockzuständen.


Was sind Bach-Blüten?

Es gibt 38 verschiedene Bachblüten, die auf sanfte Art Körper und Geist in Einklang bringen. Die Informationsübertragung erfolgt über Resonanz – d.h. Schwingungsübertragung.


Welche Anwendungsformen der Bach-Blüten gibt es?

  1. Tropfen
  2. Umschläge
  3. Bäder

Wie oft sollen Bach-Blüten eingenommen werden?

Zumindest 3-4 pro Tag jeweils 3-5 Tropfen, wobei auch eine öftere Einnahme d.h., wenn der Körper oder die Seele danach verlangen, nicht schädlich ist.

Im akuten Zustand kann die Dosierung erhöht werden, z.B. alle 10 – 30 Minuten, z.B. im Fall von Schockzuständen


Was Bach-Blüten bewirken können?

Sie können verdrängte Gefühle, Empfindungen, etc.. bewusst machen z.B. in lebhaften Träumen, vorübergehender Verschlechterung der Symptomatik, Zunahme des körperlichen Wohlbefindens – eine gute Bezeichnung habe ich von einer Patientin gehört: ich laufe wieder rund!


Wie lange sollen Bach-Blüten eingenommen werden?

Insgesamt solange die Symptomatik besteht. Es kann aber im Laufe der Therapie zu einer Änderung des Therapieschwerpunktes kommen, z.B. in dem das zu Grunde liegende Problem aufgedeckt wird. Deshalb ist es wichtig nach 3-4 Wochen zusammen mit dem Arzt oder Therapeuten zu testen ob die Zusammenstellung der Blütenmischung noch stimmt.


Wer kann damit behandelt werden?

Erwachsene, Kinder und Tiere, wobei die Wirkung bei Kindern und Tieren meist schneller einsetzt.

Die Bachblüten


Bachblüte Nr. 1 Agrimony

<Odermenning>

Wenn Sie Ihre Probleme hinter einer freundlichen Fassade verbergern


Bachblüte Nr. 2 Aspen

<Zitterpappel>

Wenn Sie leicht unbehaglich fühlen und unerklärlichen Ängste haben


Bachblüte Nr. 3 Beech

<Rotbuche>

Wenn Sie anderen gegenüber zu kritisch sind, wenig einfühlsam und verständnissvoll reagieren


Bachblüte Nr. 4 Centaury

<Tausengüldenkraut>

Wenn Sie nicht "Nein" sagen können, weil Sie anderen gern gefällig sein können


Bachblüte Nr. 5 Cerato

<Bleiwurz>

Wenn Sie Ihrem Urteil nicht trauen und immer andere um Rat fragen müssen


Bachblüte Nr. 6 Cherry Plum

<Kirschpflaume>

Wenn Sie innerlich unter Druck stehen, Gefühle aufstauen, Angst haben, die Selbstkrontrolle zu verlieren


Bachblüte Nr. 7 Chestnut Bud

<Kastanienknospe>

Wenn Sie immer wieder die gleichen Fehler machen und aus Ihren Erfahrungen nicht genug zu lernen scheinen


Bachblüte Nr. 8 Chicory

<Wegwarte>

Wenn Sie gefühlsmäßig viel geben, sich einmischen, taktieren, in der Hoffnung, dafür etwas zurück zu bekommen


Bachblüte Nr. 9 Clematis

<Weiße Waldrebe>

Wenn Sie gedanklich oft nicht präsent sind, leicht vor sich hin träumen und eine rege Phantasie haben


Bachblüte Nr. 10 Crab Apple

<Holzapfel>

Wenn Sie durch nicht perfekte Kleinigkeiten in Ihrem Äußeren peinlich berührt sind; Sie ein starkes Bedürfnis nach innerer Ordnung und Reinigung haben


Bachblüte Nr. 11 Elm

<Ulme>

Wenn Sie von dem Gefühl überwältigt sind, Ihrer Verantwortung nicht gewachsen zu sein


Bachblüte Nr. 12 Gentian

<Herbstenzian>

Wenn Sie schnell entmutigt, enttäuscht, niedergeschlagen oder skeptisch reagieren


Bachblüte Nr. 13 Gorse

<Stechginster>

Wenn Sie ohne Hoffnung, resigniert und pessimistisch reagieren


Bachblüte Nr. 14 Heather

<Schottisches Heidekraut>

Wenn Sie sich ständig mit sich beschäftigen, ungern allein sind, und sehr viel über sich sprechen müssen


Bachblüte Nr. 15 Holly

<Stechpalme>

Wenn Sie eifersüchtig, neidisch, misstrauisch reagieren, schnell aggressiv werden oder gekränkt sind


Bachblüte Nr. 16 Honeysuckle

<Geißblatt>

Wenn Sie Vergangenes nicht abschließen können, Wehmut fühlen oder Heimweh haben


Bachblüte Nr. 17 Hornbeam

<Hainbuche>

Wenn Sie nur schwer geistig in Schwung kommen; Sie sich innerlich zu schlaff (müde) fühlen, um Ihre Tagesaufgaben anzupacken


Bachblüte Nr. 18 Impatiens

<Drüsentragendes Springkraut>

Wenn Sie ungeduldig und leicht gereizt sind, sich gehetzt fühlen, "alles muss schnell gehen"


Bachblüte Nr. 19 Larch

<Lärche>

Wenn Sie sich weniger fähig als andere fühlen, zu wenig Selbstvertrauen haben, Angst haben, zu versagen


Bachblüte Nr. 20 Mimulus

<Gefleckte Gauklerblume>

Wenn Sie schüchtern und übervorsichtig sind oder Angst vor einer konkreten Situation haben


Bachblüte Nr. 21 Mustard

<Wilder Senf>

Wenn Sie plötzlich, ohne Grund, in tiefe Trauigkeit verfallen, Dinge sehr schwer nehmen, weinen


Bachblüte Nr. 22 Oak

<Eiche>

Wenn Sie Ihr überstarkes Pflichtgefühl dazu treibt, sich trotz Erschöpfung bis zum Ende durchzukämpfen und nicht aufzugeben


Bachblüte Nr. 23 Olive

<Olive>

Wenn Sie sich an Geist und Körper völlig erschöpft und ausgelaugt fühlen, "Alles ist zu viel"


Bachblüte Nr. 24 Pine

<Schottische Kiefer>

Wenn Sie schnell ein schlechtes Gewissen bekommen, sich oft Vorwürfe machen und unangebrachte Beschuldigungen hinnehmen


Bachblüte Nr. 25 Red Chestnut

<Rote Kastanie>

Wenn Sie übermäßig ängstlich besorgt um andere sind; oder die Gefühle anderer wie Ihre eigenen erleben


Bachblüte Nr. 26 Rock Rose

<Gelbes Sonnenröschen>

Wenn Sie leicht in Panik geraten, starke Angst erleben mussten und nicht mehr wissen, wo Ihnen der Kopf steht


Bachblüte Nr. 27 Rock Water

<Quellwasser>

Wenn Sie zu streng mit sich selbst sind und wenig flexibel in Ihren Grundsätzen


Bachblüte Nr. 28 Scleranthus

<Einjähriger Knäuel>

Wenn Sie sich schwer entscheiden können, Ihre Meinungen und Stimmungen von einem Moment zum anderen wechseln


Bachblüte Nr. 29 Star of Bethlehem

<Doldiger Milchstern>

Wenn Sie eine seelische oder körperliche Erschütterung noch nicht verkraftet haben


Bachblüte Nr. 30 Sweet Chestnut

<Esskastanie>

Wenn Sie glauben, die äußerste Grenze Ihrer Belastbarkeit erreicht zu haben, tiefste Verzweiflung


Bachblüte Nr. 31 Vervain

<Eisenkraut>

Wenn Sie leicht zu viel des Guten tun; übereifrig, missionarisch bis fanatisch reagieren


Bachblüte Nr. 32 Vine

<Weinrebe>

Wenn Sie unbedingt Ihren Willen durchsetzen wollen, zu ehrgeizig sind; Macht- und Autoritätsprobleme haben


Bachblüte Nr. 33 Walnut

<Walnuss>

Wenn Sie sich in einer Phase des inneren oder äußeren Neubeginns von anderen verunsichern lassen; es schwer fällt, sich selbst treu zu bleiben


Bachblüte Nr. 34 Water Violet

<Sumpfwasserfeder>

Wenn Sie sich innerlich zurückziehen, unnahbar und distanziert wirken, andere nicht mit den eigenen Problemen belasten wollen


Bachblüte Nr. 35 White Chestnut

<Weiße Kastanie>

Wenn Sie bestimmte Gedanken Tag und Nacht im Kopf kreisen haben, wenn Sie nicht abschalten können, innere Dialoge führen


Bachblüte Nr. 36 Wild Oat

<Waldtrespe>

Wenn Sie unschlüssig und unzufrieden sind und zu viele Ziele gleichzeitig verfolgen, weil Sie innerlich nicht wissen, was Sie wirklich wollen


Bachblüte Nr. 37 Wild Rose

<Heckenrose>

Wenn Sie gleichgültig und apathisch reagieren; keinen Versuch mehr machen, eine Situation zu verbessern


Bachblüte Nr. 38 Willow

<Gelbe Weide>

Wenn Sie sich machtlos, innerlich verbittert und als Opfer fühlen

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