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Das Kräuter-Verzeichnis

Weißwurz - Salomonssiegel

Der Salomonssiegel (Polygonatum officinale, Polygonatum odoratum, Polygonatum multiflorum), auch Weißwurz genannt, ist ein Verwandter des Maiglöckchens und ist in Nordamerika, Nordeuropa und Sibirien heimisch.

Dabei gibt es die häufig vorkommende Vielblütige Weißwurz und die seltenere Wohlriechende Weißwurz.

Weißwurz wächst in lichten Laubwäldern. Die schrägstehenden Stängel, an denen sich zu beiden Seiten regelmäßig Blätter ausbilden, haben darunter hängende weiße Blüten.

Der Salomonssiegel erscheint hübsch und harmlos, jedoch sind alle Teile, besonders die Beeren, giftig! Vergiftungserscheinungen sind Erbrechen und Übelkeit!

Nur die Wurzel und die zarten jungen Triebe sind geniesbar.

Auch heute wird die Wurzel in gekochter Form als Gemüse, ähnlich dem Spargel, verzehrt.

Der Salomonssiegel wird weltweit seit Jahrhunderten als Heilkraut verwendet, um Wunden oder beschädigtes Gewebe zu reparieren oder um verletzte Knochen zu heilen. Weitere Anwendungsgebiete sind trockener Husten, früher auch Tuberkulose und Ruhr, sowie Durchfall und Hämorrhoiden.

Im Italien des siebzehnten Jahrhunderts verwendeten die Frauen dort den Salomonssiegel als Beauty-Mittel, denn er besserte den Taint und lies Altersflecken und Sommersprossen verschwinden. Er galt zudem als Aphrodisiakum und war beliebt in so allerlei Liebestränken.

Galen, ein berühmter Gelehrter aus der Zeit zwischen 130-200 n. Chr., erwähnte den Salomonssiegel, genauer seine Wurzel, gegen Sommersprossen und Flecken auf der Haut.

Gerard, ein Gelehrter aus dem 16. Jahrhundert, erwähnte die Heilpflanze als Mittel gegen Schnitte, Wunden und Prellungen, auch gegen ein blaues Auge (äußerlich als Umschlag).

In Nordamerika verwendeten die indianischen Stämme einen Tee aus den Wurzeln bei allerlei Frauenbeschwerden und allgemein gegen innerliche Schmerzen.

Die Salomonssiegelwurzel wirkt adstringierend, man verwendet sie gegen chronischen Durchfall und Hämorrhoiden.

Das Allantoin im Salomonssiegel hemmt Entzündungen, auch im Magen und im Darm. Man sagt, die Pflanze kann gereiztes oder beschädigtes Gewebe beruhigen.

Das Heilkraut ist ein schleimlösendes Mittel, das bei Tuberkulose, bei Blutungen der Lunge, aber auch bei trockenem Husten hilft.

Die Pflanze löst den Schleim in der Lunge und hilft, ihn abzuhusten.

Als Tonikum heilt und stärkt der Salomonssiegel. Die ayurvedische Medizin des alten Indiens kennt seit Jahrtausenden die stärkende und aphrodisierende Wirkung, außerdem ist der Salomonsiegel eines der acht Kräuter gegen Unfruchtbarkeit und chronische Krankheiten.

Der Salomonssiegel als Frauenkraut hilft gegen Menstruationsbeschwerden oder Ausfluss.

Die Traditionellen Chinesischen Medizin, TCM, kennt den Salomonssiegel als Mittel gegen Herzkrankheiten.

Forschungen zeigen, dass Die Heilpflanze wahrscheinlich auch das Herz stärken und den Blutdruck senken kann.

Eine äußere Anwendung empfiehlt sich bei Prellungen, Schnitten, Sonnenbrand, Entzündungen, Wunden, Pickel und Hauttumoren.

Die Pflanze hilft bei Problemen mit den Sehnen, Knochen, dem Bindegewebe, bei Arthrose, Beschwerden mit Bändern, Knorpeln und Gelenken.

Ein Tee aus den Wurzeln stärkt die Nieren, das Herz und die Geschlechtsorgane, hilft aber auch als Mundwasser bei Zahnfleischbeschwerden.

Die Wurzel, in einem Öl angesetzt, hilft als Massageöl bei Sportverletzungen und Knochenbrüchen.


Sagen und Sagenhaftes

Der "Siegelwurz" soll laut Sage jegliche verschlossene Türe öffnen können.

Trug man bei abnehmenden Mond die Wurzel in der Tasche, sollte dies gegen Hühneraugen helfen.

An den Stellen, an denen der Salomonsiegel wächst, sollen Elfen und Waldgeister leben.


Sammeln und aufbewahren

Man findet die Pflanze an dunklen Nadel- und Mischwäldern, besonders aber nahe Gebüschen.

Man gräbt die Wurzel im Frühjahr oder im Herbst aus. Dann werden sie gereinigt und in Teile geschnitten.

Danach sonnig trocknen und in einem Papiertütchen gelagert. Das Papier nimmt Restfeuchtigkeit gut auf.


Wirkung und Anwendung der Weißwurz

  1. adstringierend
  2. beruhigend
  3. senkt den Blutzuckerspiegel
  4. Gicht
  5. Rheuma
  6. schwaches Herz
  7. Herzschwäche

Übersicht

Volksnamen

Vielblütige Weißwurz, Wohlriechende Weißwurz, Siegelwurz, Yu Zhu, Salomonsiegel

Verwendete Pflanzenteile

Verwendet wird nur der Wurzelstock

Sammelzeit

Gesammelt wird im Frühjahr und im Herbst

Inhaftsstoffe

Saponine. Glykoside, Pflanzenschleim, Gerbstoffe.

Rezepte und Anwendungen rund um den Weißwurz

Der Salomonsiegel, wahrscheinlich nur wenigen Menschen bekannt, soll seinen Namen vom König Salomon bekommen haben, ebenso wie seine Fähigkeit, Felsen zu sprengen.

Der Salomonssiegel, den man unter anderem an seinen kreisrunden Narben am Wurzelstock erkennen kann, hilft in Form einer Cream oder einer Tinktur für Verletzungen wie zum Beispiel Zerrungen oder Verstauchungen, wie sie beim Wandern passieren können, oder auch bei anderen Problemen, die etwas mit dem Bewegungsapparat zu tun haben.

Eine Creme bei Prellungen, Verstauchungen und Sportverletzungen

Sie brauchen dazu ungefähr 20 g reines Bienenwachs, ca. zwei Esslöffel Sheabutter, ungefähr 50 ml Jojobaöl, die gleiche Menge Mandelöl. Wenn Sie wollen, können Sie noch etwas Ringelblumenöl (ätherisches Öl) hinzugeben, so ca. fünf Tropfen genügen. Schließlich kommen noch 20 ml Salomonsiegel-Wurzel-Tinktur dazu.

Zuerst müssen Sie aus der Wurzel des Salomonsiegel eine Tinktur herstellen, und das geht so:

Sammeln Sie eine gute Hand voll der Wurzeln des Salomonsiegel, reinigen Sie die Wurzeln gut und schneiden Sie sie in kleine Stücke. Diese Stücke werden dann noch geviertelt. Geben Sie die Wurzelstücke dann in ein Schraubglas und füllen Sie das Glas dann mit Wodka auf. Lassen Sie die Tinktur vier Wochen lang stehen, schütteln Sie sie jeden Tag einmal durch. Nach vier Wochen können Sie die Tinktur dann absieben und in eine dunkelwandige Flasche füllen.

Zur Herstellung der Creme lassen Sie das Bienenwachs in einem Topf bei kleiner Hitze schmelzen, geben Sie dann die Öle und die Fette hinzu und erwärmen Sie weiterhin, bis alles geschmolzen ist. Die Temperatur sollte dabei möglichst gering bleiben, stellen Sie den Topf also nicht bei Stufe 200 auf den Ofen.

Sobald Zutaten komplett geschmolzen sind, kühlen Sie sie in einem Wasserbad auf ungefähr 30° ab. Gleichzeitig rühren Sie die Creme gleichmäßig, bis eine wunderschön cremige Masse entsteht. Geben Sie jetzt die Tinktur hinzu und das ätherische Ringelblumenöl, falls Sie etwas davon zugeben wollen. Verrühren Sie alles sehr gut miteinander und füllen Sie dann die Creme in saubere Cremedöschen. Diese Creme muss gekühlt aufbewahrt werden und sollte innerhalb von 4-6 Monaten verbraucht werden.

Wenn Sie unter einer Verstauchung, einer Prellung, Muskelzerrungen oder sonstigen Verletzungen des Bewegungsapparates leiden, können Sie die betroffenen Stellen mit dieser Creme massieren. Die Creme hilft außerdem dabei, die Sehnen und Muskeln elastisch zu halten, sie hilft gegen Muskelschmerzen und stärkt sogar das Bindegewebe. Aus kosmetischer Sicht kann man sagen, dass diese Creme gegen Altersflecken helfen soll.

In der Homöopathie kennt man das Mittel Polygonatum als Mittel gegen Hautflecken und Sommersprossen.

Pulverisierte Wurzel kann man mit Wasser zu einem Brei verarbeiten und auf Nagelbettentzündungen und Furunkeln geben.





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Salomonsiegel
Salomonsiegel

Giftig

Vorsicht - Risiken und Nebenwirkungen

Die Beeren sind giftig, die Blätter ebenso.

Verwenden Sie nur die Wurzeln!


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