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Das Kräuter-Verzeichnis

Majoran als Frauenkraut

Schon in einem alten Kräuterbuch aus dem Jahre 1679 kann man folgendes finden: "Majoranöl wärmt den Frauen ihre Mutter (gemeint ist hier die Gebärmutter), hilft bei allen Krankheiten die durch Kälte kommen, stärkt das Gehirn und alle Glieder. Majoran vertreibt den Schmerz vom Leib und fördert den Harn und die Frauenzeit (gemeint ist hier die Menstruation)."

Dieses Buch stammt vom gelehrten Adamus Lonicerus. Schon im Mittelalter war also bekannt, dass die Heilpflanze eine besondere Wirkung auf Frauen hat - ein typisches Frauenkraut eben!

Bei uns ist der Majoran zum Beispiel auch als Wurstkraut, Suppenkraut oder Küchenkraut bekannt, was darauf schließen lässt, dass der Majoran auch damals schon gerne als Gewürz für Speisen verwendet wurde.

Majoran als Frauenkraut
Majoran als Frauenkraut


Wenn man den Majoran zwischen den Fingern reibt und sich dann den besonders würzigen Duft in die Nase steigen lässt, kommt man wahrscheinlich schnell auf den Gedanken, dass er eine starke Heilpflanze ist.

Im Mittelalter dachte man, dass Pflanzen, die so stark duften, Dämonen und Geister abwehren können. Dies wurde noch dadurch verstärkt, dass die Blätter dieser Pflanze kreuzständig stehen.

Heutzutage weiß man, dass der Majoran eine reinigende Wirkung auf den Dickdarm und das Verdauungssystem allgemein hat, er kann zum Beispiel gegen Pilzerkrankungen im Gedärm helfen. Außerdem kennt man inzwischen die unterstützende Wirkung auf den Monatszyklus der Frau an.

Hinzu kommt, dass der Majoran sich positiv auf die Fortpflanzungsorgane der Frau auswirkt, sowie Pilzerkrankungen dort allgemein entgegenwirkt.

In der Heilpflanze finden sich eine Menge unterschiedlicher Wirkstoffe, zum Beispiel Bitterstoffe, Gerbstoffe und ätherische Öle.

Das allgemeine Wirkspektrum der Pflanze liegt im Bereich der Stärkung von Magen und Darm, zur Stärkung und Reinigung der Verdauungsorgane, gegen Blähungen, als Mittel gegen Bakterien und Pilze, zu Stärkung der Nerven und zur Förderung der Menstruation.

Einsatz des Majoran in der Frauenheilkunde

Der Majoran ist eine der stärksten Pflanzen gegen Pilzerkrankungen, zusammen mit dem Zimt und der Nelke.

Die Inhaltsstoffe, besonders die ätherischen Öle, helfen zum Beispiel gegen Candida albicans. Insgesamt werden Pilze durch die Wirkstoffe des Majorans in ihrem Wachstum gehemmt. Gleiches gilt für Bakterien, die Erkrankungen auslösen können.

Dies ist wahrscheinlich auch ein Grund dafür, weshalb die Pflanze als Gewürz so beliebt ist, denn neben dem wunderbaren Geschmack nimmt man gleich ein Heilmittel zu sich, das Krankheitserreger fernhalten kann.

Die Naturheilkunde kennt diese Wirkung schon seit Jahrhunderten und empfiehlt bei Pilzbefall zum Beispiel Waschungen mit einem Majoran-Absud. Dies sollte man so lange durchführen, bis der Pilz wirklich komplett verschwunden ist, und auch darüber hinaus, sodass sich eine neue Entstehung erschwert. Unter Pilzbefall ist hier zum Beispiel ein Befall auf der Haut oder an den Nägeln, außerdem im Intimbereich gemeint. Alternativ zu einem Absud kann man auch eine verdünnte Tinktur verwenden.

Wenn man unter Pilzbefall leidet, wird außerdem empfohlen, Majoran-Tee regelmäßig zu trinken oder eine Tinktur mit Majoran regelmäßig einzunehmen, sodass die Wirkung auch von innen heraus geschieht.

Generell sollte man aber die Ursachen für den Pilzbefall kennen, denn ansonsten wird man die Pilze niemals los. Ursachen dafür sind zum Beispiel ein zu hoher Blutzuckerspielgel, ein Sexualpartner, der die Pilzerkrankung immer wieder überträgt, eine falsche Ernährung mit viel Süßigkeiten, der Einsatz von Antibiotika oder die Pille.

Neben der Wirkung gegen Bakterien, Pilze, der besonders guten Wirkung auf die Verdauungsorgane und dem guten Geschmack kann der Majoran aber noch etwas, nämlich Frauen in den Wechseljahren helfen, dass die Funktion der Eierstöcke länger erhalten bleibt. Dazu reicht es aus, regelmäßig Majoran zu essen oder ab und zu einen Tee zu trinken.

Ein Tampon gegen Pilze und Bakterien in der Scheide

Sie brauchen dafür folgende ätherische Öle

Teebaumöl 7 Tr

Rosengeranienöl 8 Tr

Myrrhenöl 4 Tr

Lavendelöl 16 Tr

Majoranöl 7 Tr

Rosenholzöl 7 Tr

Vermischen Sie die Öle miteinander und heben Sie sie in einer dunkelwandigen kleinen Flasche auf.

Zur Anwendung können Sie je nach Empfindlichkeit ihrer Vagina 2-5 Tropfen dieser Mischung in zwei Teelöffel Joghurt geben und gut verrühren. Danach spritzen Sie diesen Joghurt mithilfe einer Einwegspritze in die Vagina. Dies hilft zum Beispiel gegen bakteriell verursachten Ausfluss, bakteriellen oder pilzbedingten Infektionen, oder generell als erste Maßnahme bei Scheidenpilz.

Eine weitere Anwendungsmöglichkeit ist, drei Tropfen dieser Mischung auf ca einen Esslöffel Olivenöl zu geben und damit einen Tampon zu tränken, den man dann über Nacht einführt. Dies sollte man über 14 Tage durchführen.

Ein Milchbildungstee für stillende Frauen

Sie brauchen dafür zu jeweils gleichen Mengen Majoran, Fenchel, Dill und Anis.

Vermischen Sie die vier Bestandteile gut miteinander und geben Sie sie in eine luftdicht verschließbare Dose. Pro Tasse Tee nehmen Sie zwei Teelöffel davon und stoßen diese erst in einem Mörser an. Danach geben Sie dies in eine Tasse kochendes Wasser und lassen es abgedeckt für 10 Minuten ziehen. Danach siebt man die festen Bestandteile heraus und trinkt den Tee. Laut Aufzeichnung soll der Tee eine halbe bis eine Stunde vor dem Stillen getrunken werden.


Vorsicht

Das ätherische Öl des Majoran kann empfindliche Haut sehr schnell angreifen. Wenn Sie es also im Intimbereich verwenden, testen Sie bitte erst mit möglichst geringen Mengen, ob sie das Öl vertragen.

Schwangere Frauen sollten nur wenig Majoran verwenden, denn er kann leichte Gebärmutterkontraktionen auslösen.

Aufgrund des enthaltenen Hydrochinons und Arbutins ist der Majoran nicht für den andauernden Gebrauch geeignet - machen Sie also immer Anwendungspausen.

Salben, die Majoran enthalten, sollte man bei Babys nicht anwenden.

Eine zu hohe Dosierung oder eine zu lange Anwendung kann Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Benommenheitsgefühle auslösen.

Frischer Majoran kann bei einigen Menschen Reizungen der Haut und der Augen auslösen.




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