Die Nase läuft, ist verstopf, man bekommt vor allem in der Nacht schlecht Luft: Der Schnupfen hat wieder zugeschlagen...
Manchmal ist es die Vorstufe einer richtigen Grippe, aber auch der Schnupfen alleine kann schon nervig genug sein. Man fühlt sich elend und schlapp, möchte den ganzen Tag am besten nichts tun, stellenweise kommt es zu Kopfweh. Leider kommt es auch immer wieder vor, daß aus einem Schnupfen eine Stirn- oder Nebenhöhlenentzündung wird.
Man sollte also etwas dagegen tun, deshalb hier einige Hausmittel gegen den Schupfen:
Sorgen Sie für ausreichend Luftfeuchtigkeit in Ihren Räumen - verwenden Sie Luftbefeuchter, legen Sie mit Wasser getränkte Tücher auf die Heizkörper und lüften Sie ausreichend.
Inhalieren Sie über einer Wanne oder einem Topf mit heißem Wasser, geeignet dazu sind Zusätze wie Pfefferminze, Teebaum, Kamille, aber auch einfaches Kochsalz als Zugabe kann schon nützlich sein.
Nasentropfen sollten nur wenige Tage lang verwendet werden.
Vorsicht: Manche Nasentropfen können tatsächlich süchtig machen, viele Nasentropfen schaden, über lange Zeit eingenommen, den Nasenschleimhäuten.
Die antibiotische Wirkung der Zwiebel und des Knoblauchs können helfen: Reiben Sie eine Zwiebel und eine halbe Knoblauchzehe klein und verrühren Sie dies mit 2 EL Honig. Über den Tag hinweg essen. (Schmeckt nicht so sonderlich, aber wenn's hilft...)
Machen Sie warme Fußbäder, danach sollte man sich in's Bett legen und ausreichend schlafen.
Pressen Sie eine Zitrone aus und geben Sie den Saft ein eine Tasse. Geben Sie dazu 2 Teelöffel und füllen Sie mit heißem Wasser auf. In kleinen Schlucken trinken.
Machen Sie Bäder mit Thymian, Eukalyptus, Lavendel, Fichtennadel, Thymian oder Pfefferminze.
Helfen können auch ätherische Öle, die man per Duftlampe verdunsten läßt: Her helfen wiederum die Öle der Pfefferminze, des Rosmarin, des Lavendels, der Nelken und des Zimt.
Schnupfen, Stirn- und Kiefernhöhlenentzündung
Ein Andorn-Elixier
Dies ist ein altes Rezept, das wohl schon im Mittelalter so verwendet wurde.
Nehmen Sie dafür 10 g Andornkraut, 30g Fenchelkörnen und je 15 g Sonnenhut und Katzenpfötchen.
Nehmen Sie von dieser Mischung drei Esslöffel und geben Sie diese in einen Liter naturreinem Weißwein, den Sie dann für vier Minuten aufkochen lassen. Dann absieben und in einen Thermoskanne geben. Gesüßt werden kann nach Belieben mit Honig oder Fruchtzucker.
Erwachsene können die Menge über den Tag verteilt trinken, Kinder unter sechs Jahren können mehrmals am Tag einen Teelöffel davon einnehmen, Kinder bis zwölf Jahre mehrmals am Tag 1 El.
Schnupfen
Nehmen Sie dazu:
20 g Meisterwurz
20 g Thymian
20 g Kamille
20 g Salbei
20 g Rosmarin
Alle Mittel müssen gemischt werden. Für einen halben Liter Wasser nimmt man 2 Esslöffel von dieser Kräutermischung, setzt kalt an, läßt 2 Minuten kochen, dann zehn Minuten ziehen, siebt ab und trinkt am Tage 1/2 Liter Tee.
Ingwer bei Schnupfen
Zerkleinern Sie eine frische Ingwerwurzel, lassen Sie sie in einem Liter Wasser für 20 Minuten köcheln und trinken Sie den Sud über den ganzen Tag verteilt.
Bei Schnupfen: Hühnersuppe
Was man schon länger wußte ist inzwischen bewießen: Hühnersuppe hilft bei Schnupfen und Erkältung genau so gut wie Medikamente. Zudem ist sie nebenwirkungsfrei und schmeckt lecker.
Forscher haben entdeckt, daß der Eiweißstoff Cystein die weißen Blutkörperchen hemmt. Diese sind für die typischen Erkältungssymptome verantwortlich.
Optimale "Dosis": 2 Teller Hühnersuppe pro Tag, möglichst heiß, wenn gewünscht auch mehr...
Bienenwaben
Laut Überlieferung sollen Bienenwaben hervorragend gegen eine
Stirnhöhlenentzündung helfen. Kaufen kann man solche Bienenwaben in einem Reformhause oder natürlich von einem Imker.
Zur Anwendung nehmen Sie etwas Bienenwaben, ca. einen Quadratzentimeter davon, in dem zusätzlich noch Bienenhonig enthalten ist. Dazu nehmen Sie vier bis fünf Körner Fenchel oder Anis, was Sie alles zusammen in den Mund nehmen und kauen. Pro Tag sollten Sie das sechsmal für eine gute Viertelstunde tun.
Emser Salz
Auch Emser Salz kann gegen Schnupfen helfen, denn es bringt die
Nasenschleimhäute zum Abschwellen und befreit die Nase.
Nehmen Sie dazu einen gestrichenen Teelöffel des Emser Salzes, das Sie in 125 ml (eine halbe Tasse) Wasser kurz aufkochen lassen. Danach abkühlen lassen und per Pipette in die Nase träufeln, mehrmals pro Tag.
Fenchel-Dill
Auch die Fenchel-Dill-Kräuter sind zum Inhalieren gedacht. Wahrscheinlich hat dies schon die kräuterkundige Hildegard von Bingen gewusst und angewandt.
Nehmen Sie dazu 20 g getrocknetes Fenchelkraut und dazu noch 80 g getrocknete Dillspitzen, was Sie alles zusammen vermischen.
Nehmen Sie davon dann 1 El. und streuen Sie dies auf ein Backblech, das Sie dann in einen 250 Grad heißen Ofen schieben. Wenn die Kräuter schwarz geworden sind, den Ofen öffnen und die Dämpfe inhalieren. Den Ofen natürlich vorher ausschalten...!!!
Ätherische Öle
Ätherische Öle machen die Nase frei und haben eine besonders gute Wirkung auf die Schleimhäute.
Besonders geeignet sind ätherische Öle wie:
Arnika
Beifuß
Eukalyptus
Latschenkiefer
Lavendel
Melisse
Pomeranzen
Rosmarin und
Zitrone
die man für eine Inhalation verwenden kann.
Nehmen Sie dafür eine Schüssel, in die Sie drei bis fünf Tropfen des ätherischen Öls geben und dann einen Liter heißes Wasser dazu geben.
Halten Sie dann Ihren Kopf über die Schüssel und decken Sie ihn mit einem Tuch ab. Dann die Dämpfe einatmen, durch Nase und Mund. Die Augen dabei geschlossen halten. Pro Tag zwei- bis dreimal durchführen.
Vorsicht
Ätherische Öle können Hautreizungen verursachen.