Kürbis

Der Kürbis (Cucurbita Pepo), auch Gartenkürbis genannt, ist ein Angehöriger der Kürbisgewächse und stammt ursprünglich aus Nordamerkia. Er wächst in Ranken an sonnigen Plätzen auf sehr nährstoffhaltigen Böden. Die Ranken können durchaus bis zu mehreren Metern Länge erreichen.

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Die Ranken ranken aber nicht nur den Boden entlang, sie können, wenn es Gelegenheit gibt, auch schon mal in die Höhe klettern.

Die Stängel des Kürbisses haben scharfe Kanten, sie sind der Länge nach eingefurcht, sie sind stachelig behaart. Der Stängel ist 5-kantig und innen hohl.

Die Blätter des Kürbisses sind relativ groß, haben eine Herzform und tragen ebenfalls Härchen.

Die Blüten des Kürbisses strahlen leuchtend gelb in den Himmel.

Die daraus entwachsenden Kürbisfrüchte kennt fast jeder, sie sind groß und ebenfalls von gelber Farbe. Darin enthalten sind die Samen.


Geschichtliches zum Kürbis

Der Kürbis ist eine sehr alte Kulturpflanze, die schon lange als Nahrungsmittel verwendet wird. Man nimmt an, dass bereits vor mehr als 8000 Jahren die Ureinwohner Südamerikas den Kürbis anbauten.

Erst im 16. Jahrhundert kam der Kürbis zu uns nach Europa, aber erst in die sonnigen Gegenden wie die Türkei oder Italien.

Hieronymus Bock empfahl den Kürbis, oder genauer die Samen davon, zur Unterstützung der Blasenfunktionen.


Volkstümliche Anwendungsgebiete des Kürbisses

Man setzte früher die Kürbissamen als ein milchtreibendes Mittel nach der Geburt ein. Zudem schätzte man die beruhigende Wirkung auf den Magen.

Das Fruchtfleisch hat keine Wirkung, ist jedoch eine gesunde Abwechslung des Speiseplans.


Wirkung und Anwendung von Kürbis

  1. Blasenschwäche
  2. Prostatabeschwerden
  3. Würmer
  4. Reizblase
  5. gutartige Prostatavergrößerung
  6. Schwangerschaftserbrechen

Übersicht

Wirkstoffe

Fettes Öl, Eiweiß, Pektine, Steroide, Alkaloid, Vitamin E, Mineralstoffe wie z. B. Magnesium und auch Spurenelemente wie zum Beispiel Selen.

Verwendete Pflanzenteile

Verwendung finden die getrockneten Kürbissamen des Gartenkürbisses. Man verwendet außerdem Kürbiskernöl (leicht bitter im Geschmack aber sehr gesund!).

Rezepte und Anwendungen

Pflegende Kürbis-Maske

2 Tassen gekochten und pürierten Kürbis, püriert

4 EL Naturjoghurt

4 EL Honig

1 Tasse gemahlene Mandeln

1 TL Olivenöl

Alles vermischen und pürieren, dann auf die angefeuchtete Haut auftragen. Nach 10 Minuten abspülen.

Bei Beschwerden mit der Prostata eignet sich der Kürbis besonders in Kombination mit der Sägepalme. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker nach Fertigprodukten.

Wissenschaftliches zum Kürbis

Die Kommission E (1) nennt folgende Einsatzgebiete des Kürbisses:

Beschwerden durch eine Vergrößerung der Prostata, so z. B. Probleme beim Urinieren, Nachtröpfeln von Urin, häufiger Harndrang am Tag und in der Nacht.

Die Kürbiskerne können zudem bei einer so genannten Reizblase helfen, es wurde in Tierversuchen eine entzündungshemmende Wirkung festgestellt.

Auch die Durchspülende Wirkung der Harnwege wurde belegt.


Der Kürbis ist eine einjährige Pflanze, von der angenommen wird, dass sie aus Nordamerika stammt.

Er hat gelappte Blätter, leuchtend gelbe Blüten und große, gerillte orangenen Früchten, die im Allgemeinen 4 bis 8 kg wiegen.

Die schönen Blüten mit Blütenblättern wie Sonnenstrahlen, die aus der Mitte ausstrahlen, sind kurzlebig und können sich nur für einen Tag öffnen.

Die Samen, auch Pepitas genannt, sind flach und dunkelgrün. Einige sind von einer cremeweißen Schale umgeben.

Essbare Teile: Samen; Frucht- und Blumenfleisch beim Kochen.

In Nordamerika waren Kürbisse ein kostbares Lebensmittel der amerikanischen Ureinwohner. Sie waren wegen ihrer diätetischen als auch wegen ihrer medizinischen Eigenschaften geschätzt. Der Anbau von Kürbissen wurde von den europäischen Entdeckern, die die Neue Welt besuchten, in viele Kulturen der Alten Welt getragen.

Der älteste Beweis für die Verwendung von Kürbiskernen, datiert zwischen 7000 und 5500 v. Chr., wurde in Mexiko gefunden.

Wichtigste therapeutische Eigenschaften:

Die Farbe des Kürbisses beruht auf seinen reichlich vorhandenen antioxidativen Wirkstoffen, hauptsächlich Lutein, das vor Katarakten und einer altersbedingte Makuladegeneration schützt.

Rohe Kürbiskerne sind Ernährungskraftwerke, die eine große Menge an Vitaminen A und K, Folsäure und eine geringere Menge an B3 enthalten.

Sie sind auch eine sehr gute Quelle für Mineralien: Phosphor, Kalium, Magnesium und in geringerem Maße Calcium, Natrium, Eisen, Zink und Selen, mit gleichen Mengen Linolsäure und Omega-6, etwas Omega-3-Fett Säuren und ein volles Sortiment an essentiellen Aminosäuren.

Die Wissenschaft bestätigt nun einige der gesundheitlichen Vorteile, die mit Kürbiskernen in Volksheilmitteln verbunden sind. Zum Beispiel unterstützt ihr Zinkgehalt die Knochenmineraldichte gegen Osteoporose und reduziert Entzündungen, die Arthritis unterstützen können.

Die Samen fördern die allgemeine Gesundheit der Prostata und können dazu beitragen, das mit einer vergrößerten Prostata verbundene schwierige Wasserlassen zu lindern und das Risiko für Nierensteine zu senken.

In der zentralamerikanischen Kräutermedizin werden die Samen zur Behandlung von Nephritis und anderen Problemen des Harnsystems verwendet, und in einigen Studien (bei Tieren) wurde gezeigt, dass Kürbiskerne die Blasenfunktion verbessern.

Die mit Honig vermischten gemahlenen Samen sind ein Anthelminthikum gegen Bandwürmer, und das Öl heilt parasitären Befall des Darmtrakts.

Kürbiskerne enthalten Phytosterole, Verbindungen, die nachweislich den LDL- oder "schlechten" Cholesterinspiegel senken.

Sie schützen auch vor vielen Krebsarten und helfen, Arteriosklerose zu verhindern.

Die Aminosäure L-Tryptophan, ein natürliches Antidepressivum, ist auch in Kürbiskernen enthalten.

Kürbiskernöl ist ein dickes grünes Öl, das aus gerösteten Kürbiskernen hergestellt wird (weiße Samen mit Schalen ergeben ein billigeres weißes Öl).

Es lässt die Haut geschmeidig werden, es wirkt beruhigend und abführend und wird bei einer Demineralisierung eingesetzt.

Es soll gut für die Lunge und die Schleimhäute sein.

Das Öl wird in Ost- und Mitteleuropa zum Kochen verwendet und aufgrund seines robusten Geschmacks im Allgemeinen mit anderen Ölen gemischt. Beim Kochen werden jedoch die essentiellen Fettsäuren zerstört.


Quellen zu diesem Artikel

  1. Die Kräuter in meinem Garten

Quellenverzeichnis





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