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Das Heilkräuter - Verzeichnis

Akanthus

Der Akanthus wird teilweise auch als der "echte Bärenklau" bezeichnet oder als "weicher Bärenklau" bzw. als "Bärentatze".

Die Pflanze kann bis zu 1,5 m groß werden. Der Akanthus kommt ursprünglich aus den tropischen Gebieten, gelangte aber wohl schon vor langer Zeit in den Mittelmeerraum, wo er in den Küstengebieten Verbreitung fand. Die Blätter der Pflanze sind dunkel grün und glänzend, die Blüten sind weiß und purpurfarben, sie leuchten einem geradezu entgegen.

Die Pflanze hat einen ziemlich robusten und kräftigen Stängel, der ansonsten aber relativ kahl ist. Knapp über dem Boden wachsen Blätter, die eine beachtliche Größe erreichen können. Sie sind jedoch sehr weich und auffallend tief eingeschnitten.

Zwischen Juli und August bildet sich, an einer Ähre stehend, die Blüte.

Der Akanthus hat einen besonders dicken und fleischigen Wurzelstock, die einzelnen Wurzeln sind dabei weiß bis gelb gefärbt.

Der Akanthus mag die Wärme und die Nähe des Meeres, allerdings kommt er mit Höhe nicht so besonders zurecht, denn er wächst nur in Höhen bis maximal 400 m. Die Pflanze mag außerdem besonders Stein oder Geröll als Untergrund.


Die Wirkung des Akanthus

Die Wirkung des Akanthus dürfte schon in der Antike bekannt gewesen sein.

Im Akanthus sind viele Bitterstoffe enthalten, die dafür sorgen, dass die Verdauung angeregt wird, ebenso der Appetit, die Arbeit der Galle wird unterstützt. Außerdem hilft die Pflanze, dass Wunden besser heilen können. Dazu verwendet man die Blüten des Akanthus, ebenso die Blätter und die Wurzeln, die man günstigerweise im Herbst sammelt.

In der Pflanze sind unter anderem viele Schleimstoffe enthalten, ebenso Mineralien, Bitterstoffe und Gerbstoffe.

Eine Anwendung erfolgt sowohl innerlich als auch äußerlich, so hilft die innerliche Anwendung zum Beispiel auch gegen Verstopfung.



Rezepte und Anwendungen rund um den Akanthus

Ein Tee aus Akanthus

Zur inneren Anwendung eignet sich ein Tee, den man aus den Blüten und Blättern oder auch aus der Wurzel herstellt. Geben Sie zwei Teelöffel der Droge in eine Tasse kochendes Wasser, lassen Sie dies 8 Minuten ziehen, sieben Sie dann ab und trinken Sie den Tee, bis zu dreimal am Tag.

Interessantes

Der Akanthus gehört zur Familie der Lippenblüter.

Die besonders auffällig hübschen Blätter und Blüten wurden zum Beispiel wegen ihrer Schönheit im Mittelalter, in der Antike, in der Renaissance und dem Barock als Vorbild für diverse Bauwerke verwendet, zum Beispiel für Ornamente, Plastiken oder Säulen. So zieren zum Beispiel Elemente des Akanthus den Sockel des vielleicht bekannten Bamberger Reiters.

Der Akanthus ist eine besonders beliebte Pflanze für Hummeln und Bienen, sie fliegen die Pflanze besonders gerne und besonders oft an.

Die Form der Blätter gab der Pflanze auch den Volksnamen Bärenklau, sie ist aber nicht mit dem echten Bärenklau verwandt. Sie ist ebenso nicht giftig und reizend wieder Bärenklau.

Dioskurides kannte den Akanthus bereits in der Antike als Mittel gegen Verrenkungen oder Verbrennungen, indem man ihn äußerlich in Form von Auflagen oder Umschlägen anwendet. Innerlich empfahl Dioskurides die Pflanze gegen Durchfall, als harntreibendes Mittel, gegen Krämpfe und auch gegen die Schwindsucht.

Mathiolus nannte ähnliche Anwendungsgebiete, außerdem verwendete er die Pflanze in Form von Pflastern gegen Geschwüre und Geschwülste.



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