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Das Heilkräuter - Verzeichnis

Kerbel

Der Kerbel ist bei uns ein beliebtes Kraut, das in der Küche verwendet wird. Es ist deswegen auch oft in Gärten zu finden. Seine Blätter haben einen Geschmack von Petersilie und Anis.


Der Kerbel (Anthriscus cerefolium) erblüht im Mai und im Juni, sammeln kann man im August und im September. Das Kraut wird danach getrocknet.

Heilende Wirkung des Kerbels

Im Altertum kannte man den Kerbel als Mittel zur Blutreinigung.

In der Pflanzenheilkunde findet der Kerbel Verwendung bei Erkältungen, bei einem schwachen Gedächtnis oder bei Kopfschmerzen. Zudem regt Kerbel die Tätigkeit unserer Entgiftungsorgane an. Er eignet sich also für Frühjahrskuren, für die Entgiftung der Nieren sowie von Leber und Galle. Auch zur Unterstützung der Verdauung kann Kerbel eingesetzt werden.

Kerbel ist harntreibend und frisch gepresster Kerbelsaft ist ein gutes Stärkungsmittel.

Kerbel ist reich an den Vitaminen A und C sowie an den Mineralstoffen Magnesium und Eisen.


Sagenhaftes zum Kerbel

Der Kerbel gehörte in jedes Hexen-Sortiment, aus dem man Tränke und Seiten herstellte.

Im Altertum war der Kerbel eine wertvolle Heilpflanze. Man stellte aus ihm Augenwasser her oder verwendete ihn als Kompresse bei Augenentzündungen oder bei Blutgerinnseln. Man badete Frauen, die in den Wehen lagen, in einem Absud mit Kerbel.

Laut alter Lehrbücher soll der Kerbel gegen Schluckauf helfen. Zudem soll man Kerbelblätter auf Insektenstiche reiben, damit die Schmerzen schneller vergehen.


Hauptwirkung des Kerbels

Kerbel wirkt blutbildend und blutreinigend sowie stoffwechselfördernd und entwässernd.

Kerbel
Kerbel

Wirkung und Anwendung von Kerbel

  1. Abszesse
  2. blutreinigend
  3. Ekzeme
  4. Erkältung
  5. Fieber
  6. Gedächtnisstörungen
  7. Gichtknoten
  8. harntreibend
  9. Kopfschmerzen
  10. Ödeme
  11. Schlaflosigkeit
  12. schleimlösend
  13. schweißtreibend
  14. tonisierend
  15. unreine Haut
  16. entschlackend
  17. bringt den Kreislauf in Schwung

Übersicht



Verwendete Pflanzenteile

Verwendet wird das ganze Kraut


Inhaltsstoffe

Flavonoide, Bitterstoffe, Apiin, ätherisches Öl, Zink


Sammelzeit

Gesammelt wird im August und im September


Kerbel für die Frühjahrskur

Ein Kerbeltee reinigt das Blut und treibt den Harn. Von daher ist er geeignet für eine Frühjahrskur, die den Körper entschlackt und den Stoffwechsel in Schwung bringt. Die im Kerbel enthaltenen ätherischen Öle und die enthaltenen Bitterstoffe regen zudem die Nierentätigkeit an, auch die Verdauung gerät in Schwung.


In der Küche


Der Kerbel wird auch Suppen- oder Küchenkraut genannt, was die althergebrachte Verwendung in der Küche belegen kann.

Den Kerbel kann man in frischer Form oder im getrockneten Zustand kaufen, er ist Hauptbestandteil der beliebten Kerbelsuppe, er passt gut in Kräutermayonnaise und in Remouladen. Als Würzmittel findet er Verwendung in Eiergerichten, also zum Beispiel einem Rührei oder Omeletts, er eignet sich für cremige Suppen, in Speisequark und Joghurt sowie zu Frischkäse. Der Kerbel eignet sich zudem für Fischragouts und Fleisch.

Bereits die Römer kannten den Kerbel als Gewürz, es sind Rezepte mit Hühnerfleisch überliefert.

Die Blätter des Kerbels sehen den Blättern der glatten Petersilie ähnlich, sie sind jedoch wesentlich zarter.

Lagerung des Kerbels

Man kann die Blätter für ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahren, dann muss man sie jedoch auch verbrauchen.

In getrockneter Form sollte man den Kerbel luftdicht lagern, möglichst kühl und lichtgeschützt.

Tipps

Das Kerbelgewürz schmeckt ganz leicht süß und etwas wie Fenchel und Anis.

Kerbel verliert beim langen Kochen einen großen Teil seines Geschmackes. Deshalb sollte man ihn niemals lange kochen lassen. Günstigerweise gibt man das Gewürz erst zu Ende des Kochvorganges zum Essen.

Der Geschmack geht durch das Trocknen oder durch Einfrieren zum Großteil verloren, deshalb sollte man den Kerbel besser frisch verwenden.








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