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Das Heilkräuter - Verzeichnis

Katzenkralle

Die Katzenkralle, Uncaria tomentosa, oder auch Cats Claw und Una da gato in den Herkunftsgebieten genannt, stammt aus dem Amazonasgebiet Amerikas. Dort wird die Pflanze von den einheimischen Indianern als Mittel gegen allerlei Erkrankungen verwendet. So nimmt man dort die Rinde als Nahrungsmittelzusatz, um den allgemeinen Gesundheitszustand zu verbessern.

Der deutsche Name der Katzenkralle leitet sich von den krallenartigen Dornen ab, die man auf dem Stamm der Heilpflanze sehen kann.

Das Sammeln in freier Natur ist bei uns leider nicht möglich, da die Pflanze gar nicht bei uns vorkommt, auch nicht ausgewildert - das Klima passt nicht.

Die Pflanze ist eine Urwaldpflanze, die die Wärme und die Luftfeuchtigkeit braucht, um zu gedeihen. Nur in wenigen Gewächshäusern kann man vereinzelte Exemplare finden.

Für all die, die aber dennoch eine Frischpflanze in die Hände bekommen: Die Wirkstoffe bauen sich nach der Ernte schnell ab, man muss das Erntegut schnell aber schonend trocknen, und bitte nicht in der Sonne. Plan B wäre, eine Tinktur daraus herzustellen. Das Rezept dafür steht weiter unten.


Das Wissen der Urvölker

Das Wissen der Urvölker und die Pflanzen der Tropen ist ein Schatz der Menschheit, der noch nicht einmal ansatzweise in größerem Umfang erforscht und aufgezeichnet wurde. Es gibt jahrtausendealte Heilanwendungen von Pflanzen, die die westliche Welt noch gar nicht kennt.

Doch die Forschung und vor allem die Pharmaunternehmen wollen das ändern: sie schicken Mediziner und Gelehrte zu den indigenen Völkern, um das Wissen von ihnen zu erlangen.

So war es auch mit der Katzenkralle: Westliche Forscher hörten von einer Pflanze, die angeblich gegen Krebs helfen soll. Gemeint war die Katzenkralle, eine Liane, die bis zu 20 cm dicken Triebe bildet, die an den mächtigen Bäumen des Urwaldes emporwachsen.

Die Schamanen und Medizinmänner stellen seit Jahrtausenden aus Rinde und aus den Wurzeln einen Tee oder Pflanzenbrei her, der gegen Krebs verwendet wird.

Die Forschung stürzt sich natürlich liebend gerne auf solche Pflanzen, ist Krebs doch so eine furchtbare Krankheit, die vielen Menschen das Leben kostet. Und natürlich können die Konzerne mit einem funktionierenden Wirkstoff gegen Krebs auch eine Menge Geld machen - aber bitte, wenn dadurch der Krebs besiegt wird! Aber weiter im Text: Neben der Antikrebs-Wirkung prüft man die Pflanze aktuell auch gegen HIV, gegen Rheuma, Arthritis, Arthrose und einigen anderen Erkrankungen.

In der Katzenkralle enthaltene Wirkstoffe, zum Beispiel Rynchophyllin, beugen Ablagerungen an Adern und Venen vor, so dass Arterienverstopfungen nur schwerlich entstehen können. Ebenso wird einem hohen Blutdruck vorgebeugt. Beides trägt dazu bei, Herzbeschwerden, Herzinfarkten oder Schlaganfällen vorzubeugen.

Extrakte aus der Wurzel setzt man zudem versuchsweise in der Krebstherapie ein. Bei den Indianern des Amazonasgebietes kennt man jedoch schon lange die immunabwehrstärkende Wirkung, die vor Erkrankungen schützt. Und auch bei Magen- und Darmgeschwüren oder in der Regenerationszeit nach langen oder schweren Krankheiten wird das Heilkraut verwendet.

Besonders gut hilft das Kraut gegen Rheumabeschwerden.

Außerdem belegte die Wissenschaft, dass das Immunsystem tatsächlich wesentlich gestärkt wird. Die Katzenkralle kurbelt das Wachstum neuer, gesunder Körperzellen an, was sich nicht nur bei Krebserkrankungen positiv auswirkt, sondern auch bei allen anderen Erkrankungen, bei denen Gewebe beschädigt wurde.

Eine über 5 Jahre laufende Studie in Peru mit über 2000 Krebspatienten zeigte, dass die Anzahl und Größe von Tumoren und Metastasen zurückging. Gleichzeitig erhöht sich die Zahl der weißen Blutkörperchen im Blut - diese Blutkörperchen sind die, die Bakterien, Krankheitserreger und eben auch Krebszellen suchen und vernichten.

Die Cashibo-Indios im Osten Perus sind sich sicher, dass die Katzenkralle den Körper normalisiere. Sie verwenden die Pflanze gegen Fiebererkrankungen, Abszesse und um den Körper von innen zu reinigen. Andere Indianerstämme kennen zudem die Anwendung bei Blutungen, Hautunreinheiten, zur Reinigung des Blutes nach Verletzungen oder bei einem unregelmäßigen Zyklus bei Frauen. Sogar als Verhütungsmittel sollen sie es verwenden.

Die Katzenkralle kann dazu beitragen, den gesamten Darmtrakt zu reinigen. Dies wiederum hilft Menschen mit unterschiedlichen Magen-und Darmerkrankungen, zum Beispiel Morbus Crohn oder einem Reizdarmsyndrom.

Bei den Indianern wir die Heilpflanze zudem zu Erleichterung einer Geburt verwendet und um das Immunsystem von Mutter und Kind zu bessern.

Die Katzenkralle kann außerdem
  1. Schmerzen und Entzündungen bei Rheuma und Arthritis lindern.
  2. Die Heilung von Wunden fördern.
  3. Nützlich sein zur Behandlung von Magengeschwüren und Darmbeschwerden
  4. Gegen chronische Schmerzen helfen
  5. Im Kampf gegen Virus- und Pilzinfektionen helfen, wie Herpes und Candida

Die Katzenkralle und Krebs

  1. Menschen, die sich im Rahmen einer Krebstherapie eine Chemotherapie unterziehen mussten, nahmen dankenswerterweise an einer Studie teil, bei der es um die Nebenwirkungen der Chemotherapie ging bzw. um die Folgeschäden der Chemo.

    Sie nahmen 8 Wochen lang Extrakte der Katzenkralle, da Ergebnis war überwältigend: Diese Personen hatten wesentlich weniger DNA-Schäden als Vergleichspersonen, die DNA-Reparatur war stark erhöht, die Anzahl der weißen Blutkörperchen war deutlich höher. Üblicherweise werden die weißen Blutkörperchen bei einer Chemo deutlich dezimiert, das ist eine Nebenwirkung der Behandlung. Dadurch wird dann das ganze Immunsystem geschwächt. Man wird anfällig für Infektionen. Die Katzenkralle kann also nach einer Chemo dem Patienten helfen, deutlich schneller wieder gesund zu werden.

  2. Europäische Forschungen ergaben, dass die Katzenkralle menschliche Leukämiezellen am Wachsen hemmen kann (im Labor) und diese sogar in den Zelltod trieben. Es wurde also nicht nur das Wachstum reduziert, es wurden auch vorhandene Krebszellen abgetötet.

  3. Die Katzenkralle hilft, zellulären Schäden der DNA vorzubeugen und die DNA wieder zu reparieren. Die DNA ist die genetische Blaupause des Körpers, jede neue Zelle, die gebildet wird, weiß durch die DNA, welche Funktion sie hat. DNA-Defekte lösen Mutationen und Krebs aus.

    So hilft die Katzenkralle vorbeugend im Kampf gegen Krebs, da falsch programmierte Zellen gar nicht erst entstehen können.

    Gleichzeitig fand man heraus, dass Extrakte Leukämiezellen (Blutkrebs) abtöten können. Gleiches gilt in reduziertem Umfang für Brustkrebszellen.

  4. Katzenkrallen-Pulver

    Das Pulver stellt man vorwiegend aus der Rinde her. Diese wird getrocknet und dann zermahlen. Das Pulver hat den Vorteil, dass man es "so nebenbei" in das Essen geben kann, wenn man einen Tee oder eine Tinktur nicht mag.

    Laut Studien der Universität in Mailand bestätigte sich die Wirkung des Pulvers gegen Lungenkrebs - die Studie zeigte, dass das Risiko, an dieser Krebsart zu erkranken, 50 % niedriger lag. So wurden die im Urin enthaltenen krebserregenden Reststoffe bei Rauchern und Passivrauchern gemessen. Eine Gruppe bekam Katzenkralle, die andere Gruppe ein Placebo. Bei der Katzenkrallen-Gruppe war nach 2 Wochen die Anzahl der krebserregenden Stoffe auf 0 gesunken.

    Diese Wirkung gilt aber nicht nur für Lungenkrebs bei Rauchern: bei anderen krebsauslösenden Stoffen stellte man fest, dass auch sie bis zu 60% reduziert wurden.


Arthrose und Arthritis

Die Katzenkralle kann bei Arthritis die Steifheit und die Schwellungen in den Gelenken reduzieren, die typisch für diese Erkrankung sind. Das führt zu einer Verringerung der Einnahme anderer Medikament, was dem allgemeinen Körperempfinden des Menschen zugute kommt.

Diese Wirkung wurde auch durch eine Studie an sechs Arthritispatienten, die über 1.5 Jahre ging, bestätigt.

Katzenkralle schützt die Gelenkknorpel und kann Gelenkschmerzen lindern. Es kann hilfreich sein für Menschen, die unter einer Arthritis leiden.

Wissenschaftler haben vor Kurzem entdeckt, dass die Katzenkralle Knorpel schützen kann. Knorpel sind Gewebe, das zwischen den Gelenkflächen wie ein Stoßdämpfer wirkt. Ist dieser Stoßdämpfer kaputt, so tut jede Bewegung weh. Die Katzenkralle verhindert den Abbau von Knorpelgewebe.

Die Wissenschaft bestätigte zudem die Wirkung gegen Schmerzen bei Arthrose. In einer Studie stellte man fest, dass die Katzenkralle die Leiden von an Arthrose erkrankten Menschen wesentlich bessern konnte. Fünfundvierzig Patienten mit Arthrose im Knie nahmen über 4 Wochen lang an der Studie teil, die Hälfte bekam Katzenkralle, die andere Hälfte ein Placebo. Diejenigen, die Pflanze bekamen, berichteten über einen starken Rückgang der Schmerzen bei körperlicher Aktivität. Schon nach einer Woche stellten die Ärzte fest, dass es den Patienten besser ging.


Anwendungsgebiete

AIDS, Arthritis, Arthrose, zum Ausbalancieren der Darmflora, Candida, chronische Müdigkeit, chronische Schmerzen, Darmbeschwerden, Darmerkrankungen, zur Stimulierung des Immunsystems, zur Verbesserung der DNA-Reparatur, entzündliche Probleme, Entzündungen der Harnwege, Gastritis, Gicht, Herpes, Immunschwäche, Knochenschmerzen, Kolitis, Krebs, Magengeschwüre, Magenprobleme, Morbus Crohn, Nierenreinigungsmittel, Parasiten, Pilzinfektionen, Reizdarmsyndrom, Schleimbeutelentzündung, Verdauungsbeschwerden, Virusinfektionen, Wunden, Zwölffingerdarmgeschwüre


Übersicht



Volksnamen

Una de Gato, Krallendorn, Cats Claw


Pflanzenart

Gehört zu der Familie der Rötegewächse, ist eine Liane im Urwald, wird bis zu 20 cm dick.


Verwendete Pflanzenteile

Verwendet werden die Wurzeln und die Rinde der Liane


Inhaltsstoffe

Rynchophyllin, Alkaloide, Flavonoide, Glykoside, Triterpene, Tannin


Medizinische Eigenschaften

Antioxidativ, wirkt gegen Bakterien und Viren, hilft gegen Rheuma, lindert Schmerzen, wahrscheinlich krebsheilend


Rezepte und Anwendungen rund um die Katzenkralle



Wie stelle ich einen Tee aus der Katzenkralle her?

Geben Sie 2 TL getrockneter Katzenkrallenwurzel und -rinde in einen Liter kaltes Wasser, dann kurz aufkochen, dann eine viertel Stunde stehen lassen. Danach absieben.

Trinken Sie den Tee über den Tag hinweg.


Eine Tinktur

Eine Tinktur stellen Sie aus getrockneter und zermahlener Rinde, Wurzeln und hochprozentigen Alkohol her. Geben Sie dazu ca. 20 g der Droge auf ca. 100 ml Wochen. Danach gut verschlossen 4 Wochen stehen lassen, regelmäßig mal schütteln zwischendurch. Dann durch einen feinen Filter abfiltern und in einer dunklen Flasche lagern.








Risiken und Nebenwirkungen

Die Katzenkralle sollte nicht von schwangeren oder stillenden Frauen angewandt werden.

In hohen Dosen angewandt kann es zu Durchfall kommen.

Katzenkralle sollte nicht von Kindern verwendet werden.

Katzenkralle sollte nicht von Menschen mit einer Autoimmunerkrankung verwendet werden, zum Beispiel MS.

Katzenkralle sollte nicht von Menschen verwendet werden, die ein fremdes Organ in sich tragen oder ein Gewebetransplantat bekommen haben. Es kann zur Abstoßung kommen.





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