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Das Heilkräuter - Verzeichnis

Benediktenkraut

Das Benediktenkraut (Cnicus benedictus) enthält appetitanregende Inhaltsstoffe und kann gegen Blähungen und Völlegefühl helfen.

Benediktenkraut ist ein einjähriges Kraut, das zwischen Juni und August erblüht und welches man von Juni bis Juli selbst sammeln kann. Verwendet werden die Blätter, die man im Schatten trocknet und dann gut verschlossen aufbewahrt.

Eigentlich stammte das Benediktenkraut aus dem nahen Osten und dem Mittelmeerraum. Da das Benediktenkraut sehr bitter schmeckt, wird es meist als gesüßter Tee angewendet.

Unter anderem verwendet man das Benediktenkraut gegen Verdauungsstörungen, zur Steigerung des Appetits und zur Förderung der Verdauungssäfte.



Das Benediktkraut gehört wie alle anderen Disteln zur Signatur des Mars, der in enger Verbindung mit der menschlichen Galle steht. Die rötlichen Stängel des Benediktenkrauts als auch der stachelige, rote Kranz, der um die Blüten steht, verleiht der ganzen Pflanze etwas Kriegerisches, was ja zum Mars passt, da der Mars der römische Gott des Krieges war. Außerdem steht die rote Farbe auch für das Blut der Menstruation, was darauf hinweist, dass das Benediktenkraut hier möglicherweise besondere Fähigkeiten hat.

Das Gelb der Blüten zeigt die Verbindung zur Sonne, die einen positiven Einfluss auf unser Gemüt hat. Die gelben Blüten weisen laut Signaturenlehre auch auf eine Wirksamkeit gegen Gelbsucht und gegen Beschwerden im Bereich der Leber und der Galle hin. Tatsächlich wirken die enthaltenen Bitterstoffe galletreibend und fördern die Verdauung.

Die Blätter des Benediktenkrautes sind stark behaart, was darauf schließen lässt, dass in ihnen sehr viele Mineralien enthalten sind.

Inhaltsstoffe

Unter anderem befinden sich im Benediktenkraut viele Bitterstoffe, ätherische Öle, Mineralien und Flavonoide, in der Pflanze sind bemerkenswerte Mengen von Magnesium und Kalium enthalten.

Das Benediktenkraut wirkt schweißtreibend, es hilft Wunden zu heilen, es fördert die Menstruation, die Verdauung, es reinigt das Blut, und es wirkt gegen Bakterien. Außerdem soll es Krebs vorbeugen können.


Anwendungsmöglichkeiten

Heutzutage zählt man das Benediktenkraut zu den Bittermitteln, die man besonders für die Verdauung einsetzt, damit die Fettverdauung erleichtert wird.

Außerdem kennt man das Benediktenkraut als Mittel gegen Gallensteine, gegen Verstopfung und gegen eine schwache Leber.

Ebenso wird das Kraut bei einem sogenannten Altersmagen gegeben, wenn also aufgrund des hohen Alters der Magen nicht mehr so richtig mitmachen will.

Die enthaltenen Bitterstoffe helfen aber auch gegen unterschiedliche Frauenbeschwerden. Aufgrund einer mangelnden Verdauung kann es vorkommen, dass der Körper nicht genug Eisen aufnimmt und es dadurch zu einer Blutarmut kommen kann. Bei Frauen kommt dann noch hinzu, dass sie alle 28 Tage eine mehr oder weniger große Menge Blut verlieren, was die Blutarmut noch verstärken kann, besonders weil durch den Eisenmangel dieser Blutmangel auch nicht mehr ausgeglichen werden kann, da zu wenig neues Blut gebildet wird.

Eine mangelhafte Verdauung kann aber auch dazu führen, dass plötzlich eine Neigung zur Osteoporose entsteht, das sind brüchige Knochen. Es kann zu Haarausfall kommen und zu brüchigen Nägeln. Dies kann verstärkt während und nach den Wechseljahren auftreten.

Neben der verdauungsanregenden Wirkung regt das Benediktenkraut gleichzeitig auch den Appetit an, was besonders wichtig ist, wenn man lange krank war und wieder zu Kräften kommen muss. Denn dann muss der Körper mit Nährstoffen versorgt werden und ein gesunder Appetit ist dann wichtig. Zum Glück wirkt in diesem Fall das Benediktenkraut auch tonisierend, d. h. stärkend auf den Körper ein und schenkt ihm neue Kraft.

Man kann zum Beispiel versuchen, während einer Chemotherapie, in der es zu starker Übelkeit kommt und während der der Betroffene geschwächt und appetitlos ist, den Magen mit Benediktenkraut zu stärken und es so möglicherweise zu ermöglichen, dass der Betroffene etwas isst und dies auch zu seiner Stärkung beiträgt.

Im späten Mittelalter gab man dem Benediktenkraut auch den Namen gesegnete Distel, was genau darauf basiert. Man gab den an Krebs erkrankten Menschen das Benediktenkraut, auf dass diese wieder zu neuen Kräften kommen sollten. Außerdem ging man davon aus, dass das Benediktenkraut den Krebs in seinem Wachstum hemmen kann oder ihn sogar zurück drängen kann.

Heutzutage hat die Wissenschaft gezeigt, dass das Benediktenkraut Bakterien in Schach halten kann, die Wirkung gegen Krebs wurde aber leider nicht vollends bestätigt. Man hat zwar festgestellt, dass das Benediktenkraut in Tierversuchen teilweise gegen Krebs funktioniert hat, allerdings konnte man nicht belegen, dass dies auch bei dem Menschen hilft.

Das Benediktenkraut reinigt das Blut und hilft aufgrund seiner wundheilenden Eigenschaften, wenn man sich verletzt hat, oder wenn zum Beispiel eine zu starke Menstruation die Regel ist. Hinzu kommt, dass das Benediktenkraut die Wunden reinigt und Krankheitserreger es so schwerer haben, in den Körper einzudringen. Dazu wäscht man die Wunden mit einem Tee regelmäßig sauber.

Ein solcher Tee kann hergestellt werden, indem man zwei Teelöffel getrocknetes Benediktenkraut in eine Tasse kochendes Wasser gibt, dies 10 Minuten ziehen lässt, dies dann absiebt und abkühlen lässt.

Mit einem solchen Tee kann man, wie erwähnt, Wunden waschen, man kann ihn aber auch trinken, günstigerweise zwischen den Hauptmahlzeiten, wodurch er dann die Verdauung anregt, ebenso die Bildung von neuem Blut, oder als Stärkungsmittel nach einer langen Krankheit.


Rezepte und Anwendungen rund um das Benediktenkraut

Eine Tinktur mit Benediktenkraut

Geben Sie jeweils 30 g Blutwurz, Spitzwegerichblätter, Benediktenkraut, Ringelblumenblüten und Sanikel in eine halbe Flasche Wochen. Dies lassen Sie dann für ungefähr sechs Wochen stehen und schütteln es mehrmals am Tag gut durch. Nach den sechs Wochen wird die Tinktur dann abgesiebt und die Kräuter werden durch ein Tuch ausgedrückt. Danach füllt man die Tinktur in eine dunkle Flasche und beschriftet diese gut.

Eine solche Tinktur kann man zum Beispiel mit Wasser verdünnen, man gibt dann einen Esslöffel der Tinktur auf zehn Esslöffel Wasser, um damit Wunden zu reinigen. Dies geschieht idealerweise mindestens dreimal am Tag. Man kann diese Mischung auch auf eitrige Geschwüre aufgetragen, denn gegen solche Geschwüre hilft diese Tinktur ebenso.







Wirkung und Anwendung von Benediktenkraut

  1. Appetitlosigkeit
  2. Brechmittel
  3. Erkältungen
  4. Magenbeschwerden
  5. Gallenbeschwerden
  6. Verdauungsbeschwerden
  7. Wundheilung

Übersicht

Volksnamen

Bitterdistel, Heildistel, Kardobenediktenkraut, Spinnendistel

Blütezeit

Juni bis August

Sammelgut

Getrocknete Blätter und Sproßspitzen mit Blüten

Sammelzeit

Gesammelt wird von Juni bis Juli

Rezepte und Anwendungen rund um das Benediktenkraut

Tee

1 Teelöffel getrocknetes Kraut mit 250 ml heißem Wasser übergießen (nicht kochen) und 5 Minuten ziehen lassen.







Vorsicht - Risiken und Nebenwirkungen

Keine Anwendung während der Schwangerschaft!

Möglicherweise kann es zu Allergien kommen.

Wenn man von Haus aus zu viel Säure im Magen produziert oder unter Geschwüren im Magen oder im Darm leidet, so sollte man das Benediktenkraut nur sehr selten bzw. gar nicht verwenden.


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Kurzinfo
Benediktenkraut
  • Pflanzenfamilie: Diese Pflanze gehört zur Familie der Korbblütler
  • Herkunftsgebiete: Mittelmeer, vorderes Asien, Nordamerika
  • Wächst auf Schuttplätzen und an Ackerrändern
  • Pflanzenbeschreibung: bis zu einem halben Meter groß, mit pfahlartiger Wurzel, wie eine Distel
  • Die Stängel sind fest und steif, mit feinen Härchen
  • Die Blätter sind länglich, mit Dornen, sägezahnartig bis fiederspaltig
  • Gelbfarbene Blütenköpfe, Hüllblätter sind braun und stachelig.

    Der Wuchsort ist sonnig, auf sandigem und trockenem Erdboden


  • Pflanze im Garten: stellt keine Ansprüche, muss nicht gedüngt werden
  • Die Pflanze wird direkt ausgesät
  • Verwendungsmöglichkeiten: Blätter und Zweigspitzen mit Blüten getrocknet in Tees für die Verdauung. Auch für Umschläge bei schlecht verheilenden Wunden.
  • Zu beachten: Bei einer zu hohen Dosierung kann es zur Übelkeit und Erbrechen kommen.

    Darf nicht angewendet werden bei Magen- und Darmgeschwüren! 


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