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Das Kräuter-Verzeichnis

Der Blutwurz als Frauenkraut

Laut Paracelsus bekam der Blutwurz seinen Namen, weil er besser als alle anderen Wurzeln Blutungen stillen kann.

Der Blutwurz ist eine relativ bekannte Heilpflanze, der auch unter den Namen Tormentill, Potentilla oder Rotwurz bekannt ist.

Blutwurz
Blutwurz

Eine andere Variante der Namensgebung ist die, dass die Pflanze deshalb den Namen Blutwurz bekam, weil sich die Wurzeln an den Stellen, an denen man sie einschneidet oder abbricht, blutrot verfärben.

Gleiches gilt für Tee oder für Tinkturen, die eine blutrote Farbe annehmen. Laut Signaturenlehre weist dies darauf hin, dass der Blutwurz eine besonders gute Pflanze für Blutungen aller Art ist.

In der Pflanze sind verschiedene Inhaltsstoffe enthalten, zum Beispiel bis zu 25 % Gerbstoffe, außerdem Kaffeesäure, Flavonoide, ätherische Öle, Triterpensäuren und Tormentillsäureglucoside.

Diese Inhaltsstoffe führen dazu, dass die Pflanze gegen Mikroben hilft, dass sie gegen Pilzbefall hilft, dass sie gegen Viren helfen kann, dass sie das Immunsystem stimuliert, dass sie gegen Allergien hilft, das Entzündungen schneller abheilen, dass Wunden schneller verheilen und dass Blutungen schneller stoppen.

Blutwurz als Frauenkraut

Als Heilpflanze war die Pflanze bereits im Mittelalter sehr geschätzt wegen ihrer Wirkung gegen die Ruhr, gegen Typhus oder gegen Cholera.

Wobei die tatsächliche Heilwirkung gegen diese Erkrankungen nicht belegte und wohl auch nicht immer funktioniert haben sollte. Zwar hat man inzwischen herausgefunden, dass die enthaltenen Gerbstoffe in Studien gegen Cholera-Bazillen durchaus eine gewisse Wirkung haben, die Cholera heilen kann die Pflanze aber nicht.

Außerdem fand man in Studien heraus, dass Extrakte des Blutwurz Bakterien, Viren und Pilze in ihrer Verbreitung stoppen können.

Heutzutage nimmt man daher ein Pulver aus den Wurzeln oft bei Kindern, die unter einer Darmgrippe leiden, oder bei Menschen, die generell durch einen infektiösen Durchfall zu leiden haben. Dazu gibt man jeden Tag ungefähr eine Messerspitze des Pulvers in Kamillentee und trinkt dies. Erwachsene können das Pulver auch in Rotwein geben und trinken.

Da das Pulver gut antibiotisch wirkt, verwendet man es auch heute noch zum desinfizieren von Wunden, zum Gurgeln nachdem ein Zahn gezogen wurde oder bei Entzündungen im Hals bzw. des Zahnfleisches.

In der Frauenheilkunde

In der Frauenheilkunde setzt man die Wurzeln des Blutwurz bei allen möglichen Blutungen ein. Dies beginnt bei einer zu starken Regelblutung, auch bei einer zu langen Blutung.

Dazu gibt man das Wurzelpulver in etwas Tee oder Wein und trinkt dies. Man kann auch einen Schnaps oder eine Tinktur damit ansetzen und diese verwenden.

Wenn eine Frau Blutungen der Gebärmutter hat, die von Myomen, von der Spirale oder anderen nicht organischen Ursachen ausgelöst wurden, kann man Blutwurz verwenden, idealerweise in Kombination mit etwas Hirtentäschel-Kraut.

Allerdings sollte man aufpassen, da Hirtentäschel die Gebärmutter kontrahieren kann. Dies kann, wenn man Hirtentäschel alleine nimmt, zu einer Verstärkung einer Blutung führen. Im Zusammenspiel mit Blutwurz wird diese Wirkung jedoch unterdrückt.

Ein weiteres Einsatzgebiet sind Blutungen im Darm, wie sie zum Beispiel bei Colitis ulcerosa auftreten können. Außerdem hilft die Wurzel gegen Zahnfleischbluten, gegen Nasenbluten und gegen andere Blutungen, zum Beispiel bei Blut im Urin.

Wenn Sie Blutungen durch Hämorrhoiden haben, können Sie das Wurzelpulver auch in ein Sitzbad geben und dann Waschungen damit durchführen. Dazu stellen Sie ungefähr 2 l Tee aus dem Wurzelpulver her und geben diesen dann in das Badewasser.

Eine Blutwurz Tinktur selber machen

Sie brauchen dafür ungefähr 50 g Wurzelpulver, das Sie in ein verschraubbares Glas geben. Darüber geben Sie dann ungefähr 200 g hochprozentigen Alkohol aus der Apotheke. Der von mir meist empfohlene Wodka reicht in diesem Fall vom Alkoholgehalt nicht aus.

Stellen Sie das Glas dann für vier Wochen lang an einen sonnigen Ort und schütteln Sie es jeden Tag einmal gut durch. Nach vier Wochen sieben Sie die Tinktur ab und füllen sie in eine dunkelwandige Flasche.

Diese Tinktur hält sich mehrere Jahre lang.

Je nach Verträglichkeit nimmt man davon bis zu fünfmal am Tag jeweils bis zu 20 Tropfen, verdünnt in etwas Wasser oder Tee.

Sie können diese Tinktur auch via Pinsel direkt auf blutende Hämorrhoiden auftragen, ebenso auf nässende Wunden, auf Geschwüre, auf blutendes Zahnfleisch und so weiter.

In Russland ist es auch heute noch üblich, dass man diese Tinktur gegen Ausfluss verwendet, indem man einen Teelöffel dieser Tinktur mit ungefähr 4 Esslöffel Wasser verdünnt und dann als Scheidensspülung verwendet.

Mehr zum Blutwurz finden Sie hier ...

Bitte beachten

Bitte beachten Sie, dass Sie Blutwurz Pulver nicht verwenden, wenn Sie einen besonders empfindlichen Magen haben.

Wenn Sie immer wieder einmal unter Verstopfung leiden, sollten Sie ausprobieren, ob sie Blutwurz vertragen.

Blutwurz
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Letzte Änderung am Mittwoch, 29.11.2017, 09:23:56 Uhr