Die Eibe ist ein immergrüner Nadelbaum, der nur sehr langsam wächst und sehr alt werden kann. Man kennt Exemplare, die über 2000 Jahre alt sind.
Die Eibe bevorzugt schattige Plätze, vielleicht liegt es auch daran, daß man früher einen Zusammenhang mit der Unterwelt und dem Jenseits mit der Eibe herstellte.
Die Eibe trägt im Herbst rote Früchte, die schon von weitem leuchten. Und gerade diese Früchte, genauer gesagt der Fruchtfleisch-Samenmantel, sind das Einzige an der Eibe, das ungiftig ist.
Ansonsten ist die Eibe eine sehr giftige Pflanze, die man heutzutage in reiner Form in der Naturheilkunde nicht mehr anwendet.
Inzwischen weiß man jedoch auch, daß Wirkstoffe der Eibe z.B. bei Krebs eine positive Wirkung besitzen.
In homöopathischer Potenz, d.h. stark verdünnt, verwendet man die Eibe z.B. gegen Rheuma, bei Lebererkrankungen, Herzerkrankungen, Ausschlägen der Haut und bei Gicht an. In der Homöopathie nennt man die Eibe übrigens Taxus baccata.
Sagen-haftes zur Eibe
Aufgrund ihres hohen Alters und ihrer Giftigkeit war die Eibe natürlich schon immer Ursprung von Sagen und Geschichten. So wurde die Eibe z.B. in vielen Kulturen als heilig angesehen.
Natürlich wurde ihr auch so allerlei Zauberwirkung nachgesagt, zum Beispiel, daß sie böse Geister vertreibe oder Toten-Geister heraufbeschwören könne. Und schließlich fertigte man auch Zauberstäbe aus dem Holz der Eibe.
Und leider, leider, leider, wurde die Eibe aufgrund ihrer Giftigkeit besonders im Mittelalter immer wieder als Mordgift eingesetzt.
Übrigens wurde lange Zeit das Holz der Eibe wegen seiner festen Elastizität auch für Bögen, Pfeile und Armbrüste verwendet. Im England des Mittelalters wurden deshalb ganze Landstriche abgeholzt und für Waffen geopfert.
Der Bestand an Eiben ist inzwischen auch bei uns so weit zurückgegangen, daß die Eibe und Naturschutz steht. Wahrscheinlich war auch deshalb die Eibe der Baum des Jahres 1994.
Auch Dioscurides beschrieb schon die Giftigkeit der Eibe, u.a. daß man schon davon sterben könne, wenn man unter einer Eibe schlief.
Plinius warnte davor, aus Eibenholzgefäßen zu trinken.
Eibensaft wurde von den Kelten als Pfeilgift eingesetzt.
Zugehörige Pflanzenfamilie
Die Eibe gehört zu Familie der Eibengewächse (Taxaceae)
Auf Englisch
Common Yew, Yew
Verwendete Pflanzenteile
Früher wurden alle Pflanzenteile verwendet, heutzutage wegen der Giftigkeit bitte keine Selbstmedimendikation!
Inhaltsstoffe
U.a. Vitamin C, Taxine A, B und C, Diterpene, Taxication u.a.
Sammelzeit der Früchte
Die Früchte kann man ab September sammeln
Anwendungsbeispiele der Eibe
...entfallen aufgrund der hohen Giftigkeit. Bitte nicht selbst anwenden!
Vorsicht
Sehr giftig!
Bitte bewahren Sie Ihre Kindern vor dem Kontakt mit dem Saft oder den Nadeln der Eibe.
Bitte verzehren Sie auch nicht demonstrationsweise die ungiftigen Früchte der Eibe, es könnte der Eindruck entstehen, daß die Eibe generell ungiftig ist!
Alle Teile der Eibe, mit Ausnahme des roten Samenmantels, sind sehr giftig. in der Eibe enthalten sind alkaloidähnliche Substanzen und blausäureartige Verbindungen.
Eine medizinische Behandlung sollte bereits nach dem Verzehr von drei bis fünf Nadeln oder dem Zerbeißen einiger weniger Samenkerne dringend erfolgen.