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Das Heilkräuter - Verzeichnis

Betonie

Die Betonie (Betonica officinalis) ist eine stark wachsende Pflanze, die im späten Sommer mit ihren üppigen, violetten Blüten sehr dekorativ aussieht. In der Antike hielt man die Betonie nahezu für ein Allheilmittel. Heute jedoch wird es in der Schulmedizin kaum noch verwendet.

Die Pflanze wird 30 bis 60 cm hoch und ist eine ausdauernde Pflanze. Die Blütezeit der Betonie ist im Juli und im August. Sie wächst gerne auf trockenen Wiesen, an sonnigen Hängen und manchmal auch in trockenen Waldgebieten. In der Naturheilkunde findet Verwendung das blühende Kraut, das man circa 10 cm über dem Erdboden abschneidet. Danach trocknet man es, zu Bündeln gebunden, an einem luftigen Ort, der möglichst schattig sein sollte.

Obwohl die Schulmedizin die Betonie nicht mehr nutzt, wird sie in der Naturheilkunde weiterhin noch sehr oft angewendet. So wirkt ein Tee aus Betonie hervorragend beim Durchfall und bei Darmbeschwerden. Aber auch als Gurgelmittel und als Mundspülung bei Entzündungen im Hals- und Rachenraum und des Zahnfleisches ist die Betonie wirksam.


Betonie - Heilziest nach Hildegard von Bingen

"Eine Frau, die zu Unrechter Zeit an zu starkem Monatsfluß leidet, der auch unregelmäßig ist, lege das Betonienkraut in Wein, damit er davon den Geschmack annimmt, und sie trinke oft, und sie wird geheilt werden..."

Rezeptur nach Hildegard von Bingen - Ein Heilwein mit Betonie

Betonikakraut, ca. 20 g

Wein, 1 ltr.

Betonikakraut in Wein geben und abseihen, wenn der Wein etwas Betonikageschmack angenommen hat (ca. 2 Tage), davon täglich 2 - 3 x ein Likörglas voll trinken.

Den Betonikawein nimmt man so lange, bis sich der Zyklus wieder normalisiert hat.


Wirkung und Anwendung der Betonie

  1. Asthma
  2. Darmbeschwerden
  3. Durchfall
  4. eiternde Krampfadergeschwüre
  5. entzündetes Zahnfleisch
  6. Entzündungen im Mund- und Rachenraum
  7. Gebärmutterblutungen
  8. Gicht
  9. Halsentzündungen
  10. Hysterie
  11. innere Unruhe
  12. Krampfadern
  13. Lungenverschleimung
  14. Magenleiden
  15. Menstruationsstörungen
  16. Nebenhöhlenentzündung
  17. Nervenheilmittel
  18. Neuralgie
  19. Rheuma
  20. Schwächeerscheinungen
  21. Tonikum
  22. Früher als Universalheilmittel bekannt
  23. Wundbehandlung bei schlecht heilenden Wunden
  24. Wundheilung

Übersicht

Volksnamen

Heilziest, Ziest, Heilbatunge, Zehrkraut, Feuerkraut, Betonienziest, Pfaffenblume, Zahnkraut

Verwendete Pflanzenteile

Verwendet wird das blühende Kraut

Wirkstoffe

Bitter-, Gerbstoffe, Betaine (Stachydrin), ätherisches Öl, Alkaloide

Sammelzeit

Gesammelt wird von Juli bis August

Wo findet man die Betonie:

Trockene Wiesen, Trifften, sonnige Abhänge

Rezepte und Anwendungen rund um die Betonie

Tee

1 Teelöffel des Krautes mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen. Danach absieben und täglich drei Tassen trinken. Dieser Tee kann auch als Mundspülung und für Umschläge verwendet werden.

Bei Halsentzündungen, Entzündungen im Mund, entzündestem Zahnfleisch täglich drei Tassen trinken und dreimal am Tag den Mund damit ausspülen.

Rheuma

1 Teelöffel Betonien-Kraut mit 250 ml Liter kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen. Danach absieben und einen Umschlag daraus herstellen.

Den Umschlag auf betroffene Stellen legen.

Tee bei schlecht heilenden Wunden

1 Teelöffel Betonien-Kraut mit 250 ml Liter kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen. Danach absieben und einen Umschlag daraus herstellen.

Den Umschlag auf betroffene Stellen legen.







Was Hildegard von Bingen zur Betonie sagte

"Das Betonienkraut ist warm und bezeichnet in sich die /Zeichen der Wissenschaft des Menschen mehr als andere Kräuter wie auch häusliche und reine Tiere mehr mit dem Menschen verkehren als wilde ... Und wen oft falsche Träume plagen, der habe Betonienkraut bei sich, wenn er abends schlafen geht und wenn er schläft, und er wird weniger falsche Träume sehen und spüren."

Anwendung für frisches oder getrocknetes Betonikakraut

Das Betonikakraut hautnah am Körper tragen.

Getrocknetes Betonika kann als Füllung für ein Kräuterkissen verwendet werden. Dazu nimmt man einen relativ weitmaschigen Bezug und füllt ihn mit Betonikakraut.

Auch ein ausgedienter Damen-Feinstrumpf erfüllt zu diesem Zweck noch seinen Dienst.

Der Staub des getrockneten Betonikakrauts darf und soll sogar durch den Bezug ausstauben und auf die Haut des Schläfers gelangen.


Betonie
Betonie




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