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Das Kräuter-Verzeichnis

Schöllkraut (Warzenkraut)

Das Schöllkraut ist eine sehr stark wirkende Heilpflanze, die bei zu hoher Dosierung giftig wirken kann. Es ist ein Verwandter des Schlafmohns, hat jedoch ein völlig anderes Aussehen.

Es wächst gern an der Südostseite von Mauern. Es wird ca. 40 - 50 cm hoch und hat einen runden Stängel. Die Blüten sind gelb und vierblättrig.

Das ist übrigens auch ein Unterscheidungskriterium gegenüber anderen gelbblühenden Pflanzen. Die Blätter sind hellgrün und leicht behaart. Sie haben die Form von Eichenblättern.

Blüht von April bis September

Das Schöllkraut (Chelidonium majus) blüht vom April bis in den September und bildet dabei immer wieder neue Blüten. Ein deutliches Merkmal ist der gelbe Saft, der austritt, wenn man den Stängel oder ein Blatt abbricht.

Schöllkraut ist eine mehrjährige Pflanze. Das Kraut wird von Juni bis Juli gesammelt. Man sollte dies mit Handschuhen tun, denn der Saft des Schöllkrauts ist giftig und ätzt Haut und Augen. Danach trocknet man das gesammelte Kraut in dünnen Schichten.

Den Namen Warzenkraut bekam es früher, weil der gelbliche Pflanzensaft Warzen vertreibt.

Schöllkraut wird aufgrund seines unauffälligen Aussehens oft für "Unkraut" gehalten, das zu nichts nütze ist. Der gelbliche Pflanzensaft tritt nach Abbrechen des Stängels aus. Trägt man diesen Saft auf Warzen auf, so verschwinden diese nach einigen Tagen.

Heilpflanze für Leber und Galle

Schon von alters her ist es eine beliebte starke Heilpflanze für Leber und Galle. In der Naturheilkunde verwendet man es auch bei Gelbsucht, bei Leberleiden, bei Verstopfung und selbst bei Gallensteinen.

Heutzutage wird Schöllkrauttee als Einzeldroge fast nicht mehr verwendet, man verwendet es oft zusammen mit anderen Kräutern. Wissenschaftlich nachgewiesen ist die Wirkung des Schöllkrauts bei krampfartigen Beschwerden im Bereich der Gallenblase sowie im Magen- und Darmtrakt.

Das Schöllkraut kann auch als Tinktur oder als Presssaft verwendet werden. Von dem Presssaft sollte man jedoch nur geringe Mengen verwenden. Der gelbe Saft der Pflanze ist stark hautreizend.


Geschichtliches und Sagen um das Schöllkraut

„Chelidon“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Schwalbe“.

Einer Sage nach haben Schwalben ihre Jungen gegen drohende Erblindung mit Schöllkraut behandelt.

Als Heilpflanze wurde bei abnehmendem Mond ihr Saft auf die Warzen geträufelt und nach mehrfacher Anwendung verschwanden diese. Diese Wirkung hat sie natürlich auch noch heute, die Sache mit dem Mond kann man aber auch weglassen.

Das Schöllkraut war die Lieblingspflanze von Maria Treben, da sie in ihrem Leben mehrmals durch die Kraft des Schöllkrautes geheilt wurde.


Wirkung und Anwendung von Schöllkraut

  1. beruhigend
  2. entkrampfende Wirkung
  3. Galle
  4. Gallenblasenentzündung
  5. Gallengries
  6. Gelbsucht
  7. Gicht
  8. krampflösend
  9. Leber
  10. Leberschwellung
  11. Magenschmerzen
  12. Menstruationskrämpfen
  13. Reiz- und Krampfhusten
  14. Rheuma
  15. Warzen
  16. zellwachstumshemmend

Übersicht



Verwendete Pflanzenteile

Verwendet werden das blühende Kraut und der Saft.


Inhaltsstoffe

Mehrere Alkaloide, Flavone, Bitterstoffe


Sammelzeit

Gesammelt wird von Juni bis Juli


Wo findet man Schöllkraut

Wegränder, Hecken, Mauern


Volksnamen

Afelkraut, Augenkraut, Goldwurz, Hexenmilch, Krätzenkraut, Gelbkraut, Maikraut, Rotlaufgras, Schwalbenwurz, Teufelskraut, Warzenkraut


Vorsicht - Risiken und Nebenwirkungen

Der Saft des Schöllkrauts kann die Leber schädigen!




Schöllkraut





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