
Mönchspfeffer |
Der
Mönchspfeffer ist ein bis zu 5 Meter hoher Strauch, der
im späten Sommer in einem zartem Blau oder Violett blüht.
Aus diesen Blüten wachsen die ca. 5mm großen Früchte,
die scharf wie Pfeffer schmecken. Die Pflanze wächst
gern an Ufer und bevorzugt generell feuchte Plätze.
Der Mönchspfeffer wurde besonders im Mittelmeerraum
schon seit langer Zeit arzneilich verwendet. In der Kirchengeschichte
hatte er eine besondere Bedeutung: Er sollte helfen, Nonnen
und Mönche keusch zu bleiben. Männer wie Frauen
trugen dazu aus Keuschlamm gefertigte Amulette. Man fand den
Mönchspfeffer daher in jedem Klostergarten. Zudem wurden
die Früchte zerstossen und in größeren Mengen
als Gewürz verabreicht. Was die Geistlichen aber anscheinend
nicht bedachten: In kleinen Mengen steigert der Mönchspfeffer
die Libido.
Heute wird der Mönchspfeffer überwiegend in der
Frauenheilkunde verwendet. Er ist sehr hilfreich in den Wechseljahren
und bei Zyklusbeschwerden.
Es wird vermutet, daß diese Wirkung von der Fähigkeit
kommt, die Progesteronbildung zu steigern.
Volksnamen
Keuschlamm, Keuschbaum, Abrahamstrauch, Schafmülle
Wirkung und Anwendung von Mönchspfeffer
- Akne
- Blutungsstörungen
- Depressive Verstimmungen
- Entzündung der Hoden
- Entzündung der Prostata
- Follikelreifungsstörungen
- Hodenentzündung
- Hyperprolaktinämie
- Mastodynie
- Monatsblutungs-Störungen
- Prämenstruellen Beschwerden
- Prämenstruelles Syndrom
- Prostataentzündung
- Reizbarkeit
- Schmerzen während der Periode
- Schmerzende Periode
- Übererregbarkeit
- Unregelmäßiger Zyklus
- Wechseljahre
- Wechseljahresbeschwerden
- Zyklusregulierung bei unerfülltem Kinderwunsch
- Zyklusunregelmäßigkeiten
Verwendete Pflanzenteile
Verwendet werden die Blätter und die Frucht
Inhaltsstoffe
Fettes Öl, ätherisches Öl, Flavone, Iridoide,
Bitterstoff
Sammelzeit
Gesammelt wird im September bis November
Mönchspfeffer in der Frauenheilkunde
Mönchspfeffer, hilft hervorragend gegen Hormonprobleme
und damit einhergehenden Störungen des weiblichen Zyklus,
also z.B. einer unregelmäßigen, zu starken oder
zu schwachen Blutung, gegen hormonell bedingte Akne
und PMS.
Eine handvoll Mönchspfefferfrüchte in ein verschließbares
Glas füllen, mit Alkohol (z.B. Wodka oder Whisky, 40
% Alkohol) auffüllen und mindestens zwei Wochen durchziehen
lassen, ab und an schütteln.
Ein halbes Jahr lang jeden Tag 15 Tropfen davon einnehmen.
Danach die Dosis langsam verringern.
PMS - Der Alptraum vieler Frauen! Aber Mönchspfeffer hilft
Unerträgliche Spannung in den Brüsten, Kopfschmerzen,
Depressionen und noch einiges mehr: PMS, das prämenstruelle
Syndrom. Die gute Nachricht aus der Natur: Mönchspfeffer
hilft!
Ungefähr ein Drittel der Frauen leidet jeden Monat unter
dem prämenstruellen Syndrom. Dies zeigt sich mit vielen
psychischen und physischen Symptomen: Brustspannen (Mastodynie),
vermehrter Wassereinlagerung im Körper, Unterleibsbeschwerden,
Kopf- und Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen
und Depressionen.
Als Auslöser gilt ein hormonelles Ungleichgewicht. Oder
Genauer gesagt: Das Gleichgewicht zwischen Estrogen und Progesteron
ist gestört.
Die Schulmedizin behandelt oft nur die Symptome mit schmerz-
und krampflösenden Mitteln. Behandelt man jedoch mit
Mönchspfeffer, so wird das Problem an der Wurzel gepackt,
da die Früchte des Mönchspfeffers ein hormonartige
Wirkungen besitzen und das gestörte Gleichgewicht der
Hormone wieder herstellen.
Man sollte die Behandlung über einen längeren Zeitraum
durchführen, da wie so oft die Wirkung bei pflanzlichen
Produkten nur langsam einsetzt.
Man erhält in Apotheken Mono- oder Kombinationspräparate
mit Mönchspfefferfruchtextrakten, welche man für
eine solche Behandlung einem Tee aus Mönchpfeffer vorziehen
sollte. Über eine solche Langzeitbehandlung wird Sie
ihr Arzt aufklären.
Unfruchtbarkeit? Mönchspfeffer fördert die Bildung
der Gelbkörperhormone
Mönchspfeffer fördert die Bildung von Gelbkörperhormonen,
behebt dadurch in bestimmten Fällen eine auf Gelbkörperinsuffizienz
basierende Unfruchtbarkeit.
Allerdings sollte man jetzt nicht auf eigene Faust Mönchspfeffer
einnehmen und alles wird gut, sondern ein solches Vorhaben
sollte man besser mit seinem Arzt abstimmen. Er verschreibt
dann auch die passenden, genau dosierten Präparate, die
über einen längeren Zeitraum eingenommen werden
müssen.
Historisches zum Mönschspfeffer
Vorsicht!
Nicht anwenden in der Schwangerschaft und während der
Stillzeit!
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