Die Betonie ist eine stark wachsende Pflanze, die im späten
Sommer mit ihren üppigen, violetten Blüten sehr
dekorativ aussieht. In der Antike hielt man die Betonie nahezu
für ein Allheilmittel. Heute jedoch wird es in der Schulmedizin
kaum noch verwendet.
Die Pflanze wird 30 bis 60 cm hoch und ist eine ausdauernde
Pflanze. Die Blütezeit der Betonie ist im Juli und im
August. Sie wächst gerne auf trockenen Wiesen, an sonnigen
Hängen und manchmal auch in trockenen Waldgebieten. In
der Naturheilkunde Verwendung findet das blühende Kraut,
das man circa 10 cm über dem Erdboden abschneidet. Danach
trocknet man es, zu Bündeln gebunden, an einem luftigen
Ort, der möglichst schattig sein sollte.
Obwohl die Schulmedizin die Betonie nicht mehr nutzt, wird
sie in der Naturheilkunde weiterhin noch sehr oft angewendet.
So wirkt ein Tee aus Betonie hervorragend bei Durchfall
und bei Darmbeschwerden. Aber auch als Gurgelmittel und als
Mundspülung bei Entzündungen im Hals- und Rachenraum
und des Zahnfleisches ist die Betonie wirksam.
Wo findet man Betonie: Trockene Wiesen, Trifften, sonnige Abhänge
Anwendungsbeispiele und alte Rezepte rund um die Betonie
Tee
1 Teelöffel des Krautes 250 ml Liter kochendem Wasser übergießen,
15 Minuten ziehen lassen. Danach absieben und täglich drei Tassen trinken.
Dieser Tee kann auch als Mundspülung und für Umschläge verwendet
werden.
Bevor Sie sich selbst mit Heilkräutern behandeln
fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker!