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Das Kräuter-Verzeichnis

Poleiminze

Die Poleiminze (Mentha pulegium) ist eine Minzart, die der Pfefferminze sehr ähnlich sieht. Sie schmeckt scharf und würzig, hat violette Blüten und einen angenehmen, zuweilen auch scharf minzigen Geruch.

Poleiminze
Poleiminze

Die Poleiminze kommt ursprünglich aus Südeuropa, ist aber inzwischen auch bei uns heimisch. Leider wird sie aber immer seltener, steht auf der roten Liste und ist deshalb eine geschützte Pflanze.

Wächst an Seen und Ufern

Die Poleiminze wächst gerne auf nährstoffreichem und feuchtem Boden, also z. B. an Seen oder an Ufern.

Zwischen Juli und September erscheinen die violetten Blüten, aus denen im späten Herbst die Samen erwachsen.

Da die Poleiminze ein Gift enthält, das Pulegon, sollte sie nur äußerlich verwendet werden. Eine innere Anwendung sollte nur mit Fertigpräparaten erfolgen.

Der Name Polei heißt übrigens übersetzt "Floh" - das ätherische Öl dieser Minze hilft gegen Flöhe, insbesondere gegen Katzenflöhe.


Geschichtliches über die Poleiminze

Von Walafried Strabo

Die Poleiminze

Nicht erlaubt des Gedichtes Kürze, die Tugenden alle Dieser Minze Polei in eilendem Vers zu erfassen.

Soviel soll bei den kundigen Ärzten der Inder sie gelten,

Wie bei den Galliern wert ist ein ganzer Vorrat des schwarzen

Indischen Pfeffers. Vermöchte da einer noch länger zu zweifeln,

Daß gar manche Beschwerden gelindert werden durch dieses

Kraut, wenn zu höchstem Preis es begierig erwirbt jenes reichste

Volk, das in Ebenholz schwelgt und in Gold, und welches dem Erdkreis

Köstliches liefert, was er nur will. O wie hoch sind zu preisen

Güte und Weisheit des mächtigen Donn'rers, die keinem der Länder

Herrliche Gaben des Reichtums versagen; denn was unter diesem

Himmel nur selten du siehst, - in anderer Gegend ist dessen

Solche Fülle vorhanden wie hier von gewöhnlichsten Dingen.

Andererseits, was dir wertlos erscheint und verächtlich, das kaufen

Mächtige Reiche vielleicht bei dir u beträchtlichen Preisen,

So dass Anteil gewinne ein Land am Ertrage des andern

Und durch die Länder der Erde ein einziger Haushalt bestehe.

Glaube mir, Freund, die Minze Polei, gekocht, wird dir heilen,

Sei es als Trank oder Umschlag, den stockenden Gang der Verdauung.

Künden wir hier, was mit ernster Methode wir sicher erkannten,

Mögen nach Recht und Brauch wir einiges, was wir nur hörten,

Fügen in unser Gedicht: Puleiumzweig mit Aurikel

Winde zum Kranze, dass Sonnenhitze nicht Kopfweg bewirke,

Wenn sie in freier Luft zur Sommerszeit dich durchströmet.

Wenn nicht, enteilend, Thalia mich zwänge, die Segel zu streichen,

Und mich die Muse mich mahnte, doch endlich den Hafen zu suchen,

Könnte ich, weitererzählend, dir mancherlei Blumen noch pflücken.




Wirkung und Anwendung der Poleiminze

  1. adstringierend
  2. Blähungen
  3. Erkältungen
  4. Fieber
  5. Flatulenz
  6. Galle
  7. gebärmutteranregend
  8. Insekten
  9. Koliken
  10. Leber
  11. Leibschmerzen
  12. Menstruationsstörungen
  13. Neuralgien
  14. Schmerzen
  15. schweißbildend
  16. Verdauungsbeschwerden
  17. verdauungsfördernd

Übersicht



Volksnamen

Flohkraut, Hirschminze, Polei, Poleiminze, Poleyminze


Verwendete Pflanzenteile

Verwendet werden die Blätter und das Kraut


Inhaltsstoffe

Ätherische Öle, Diosmin, Flavonglykoside, Gerbstoffe, Hesperidin, Isomenthon, Menthon, Neoisomenthylacetat, Piperiton, Pulegon


Rezepte und Anwendungen rund um die Poleiminze



Bitte beachten Sie, dass Minzöle bei Kleinkindern nicht im Bereich der Nase und des Mundes eingesetzt werden sollten, da ansonsten ein Atemstillstand eintreten könnte.


Tee

Nehmen Sie acht TL getrockneter Blätter, übergießen Sie sie mit einem Liter kochendem Wasser, abgedeckt zehn Minuten ziehen lassen, danach absieben. Dieser Tee kann für Bäder, Waschungen und Kompressen verwendet werden.


Zur Schädlingsbekämpfung gegen Mäuse oder Ratten

Ein Öl aus Poleiminze und das Kraut der Pflanze vertreiben Mäuse und Ratten.








Vorsicht - Risiken und Nebenwirkungen

Giftig
Nicht anwenden bei Kindern, bei Leberkrankheiten, in der Schwangerschaft und Stillzeit.

Es kann bei hoher Dosierung zu Vergiftungen kommen, bei Dauergebrauch zu Leberschäden.

Nur äußerlich anwenden!

Leicht giftig!




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Letzte Änderung am Montag, 27.7.2015, 14:17:23 Uhr








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