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Das Heilkräuter - Verzeichnis

Guter Heinrich

Anwendungsmöglichkeiten

Der Gute Heinrich (Chenopodium bonus-henricus L.) - leider steht die Heilpflanze wohl bald schon auf der Roten Liste für gefährdete Pflanzen. Es ist noch gar nicht lange her, da fand man ihn überall, den Guten Heinrich. Er wuchs auf Plätzen, an Straßen und Wegen, oder an Schutthalden und Weiden. Er mag Brennnesseln, und oft sieht man beide Pflanzen auch nebeneinander wachsen.

Der Pflanzenname "Heinrich" wird in Volksnamen von Pflanzen teilweise verwendet, wenn die Pflanze in Verbindung zu Dämonen, Elfen und Kobolden stand. Der Gute Heinrich ist daher schon vom Namen her ein guter Helfer.

Unser heutiger Spinat ist übrigens der direkte Nachfahre vom Guten Heinrich.

Spitzen junger Triebe und junger Blätter sind leicht rötlich und mehlig - sie schmecken am besten.

Die Blüten sind grünfarben. Nachdem die Pflanze geblüht hat, ist es mit dem guten Geschmack der Blätter aber vorbei, sie schmecken dann sehr herb.

Die Blätter haben viele Vitamine und Mineralien in sich. Der Eisengehalt ist insbesondere sehr hoch. Dieser hohe Eisengehalt macht die Pflanze wertvoll bei Blutarmut, da das Eisen zur Bildung neuen Blutes benötigt wird.

Der Gute Heinrich war im Mittelalter ein Gemüse wie unser heutiger Spinat. Und er war schon früher für seine gesundheitliche Wirkung bekannt. Auflagen und Umschläge, getränkt mit einem Tee aus den Blättern, helfen bei Hautwunden und Ausschlägen.

Er wurde auch als Abführmittel für Kinder genutzt, außerdem als Mittel gegen Würmer. Tatsächlich haben die Samen eine leicht abführende Wirkung, die gegen Verstopfung helfen kann. Eine Salbe oder Auflage reinigt und heilt Hautwunden.

Guter Heinrich sollte nur frisch verwendet werden.


Übersicht

Wuchsort

Lehmiger Boden, Sonne bis Halbschatten

Saat

Im Frühling

Vermehrung

Per Aussaat

Blütezeit

Die Blüte zeigt sich zwischen Juni und Oktober.

Sammelzeit

Gesammelt wird zwischen April und Oktober, vor der Blüte.

Verwendete Pflanzenteile

Verwendung finden die Blätter vor der Blüte und die Samen.

Inhaltsstoffe

Proteine, Chlorophyll, Vitamine, Mineralstoffe, Saponine

Medizinische Eigenschaften

Wirkt abführend, reinigt das Blut.

Edelsteine

Granat, Quarz

Planet

Mond

Man gewinnt aus der Pflanze einen grünen Farbstoff, mit dem man Stoffe färben kann.

Sagen und Sagenhaftes

Kobolde, die ja bekanntermaßen ihre Späßchen mit den Menschen treiben, siehe Pumuckel, die jedoch zuweilen auch mal etwas Gutes für uns tun, hatten im Glauben der früheren Menschen Gänsefüßchen. Und sie lebten auf dem Guten Heinrich, weil dessen Blätter genauso aussehen wie die Füße der Kobolde.

Der Gute Heinrich galt als Heilpflanze für Kühe, die Wunden und Verletzungen hatten. Dazu wusch man die Wunden mit einem Tee.

Verbrennungen an Nesseln können angeblich auch mit dem Guten Heinrich kuriert werden.

Auf dem Balkan stellt man aus gemörserten Wurzeln ein Konfekt her, das wie Erdnussbutter schmeckt.

Die Blüten der Pflanze können auch wie Brokkoli zubereitet werden.

Zermahlene Samen waren früher ein Mehlzusatz, den man in Brotteig gab.

Die Blumensprossen waren im vorindustriellen England ein gebräuchliches Essen. Sie galten als wertvolles Lebensmittel für die ganze Familie, da die Pflanze leicht und reichlich angebaut werden konnte. Zudem waren auch die Blätter essbar.


Rezepte und Anwendungen rund um den Guten Heinrich

Tee

Sie benötigen dazu 3 Teelöffel frische Blätter, die Sie in eine Tasse kochendes Wasser geben. 5 Minuten stehen lassen, dann absieben.

Kurmäßig jeden Tag 2 Tassen trinken.

Vorsicht

Menschen mit Nierenbeschwerden oder Rheuma sollten diese Pflanze nicht verwenden.



Fotogalerie





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Kurzinfo
Guter Heinrich
  • Wächst auf Ackerflächen, Schutthalden, an Zäunen und an Hecken.
  • Wird bis 60 cm groß, buschartig, aufrecht wachsend.
  • Stängel sind kantig, Blätter sind dreieckig bis lanzettlich, tiefgrün und bemehlt.
  • Die Blüten sind unauffällig, grünfarbig, ährig.
  • Steht in der Sonne oder im Halbschatten.
  • Steht auf nicht besonders schwerem, nährstoffhaltigem Erdboden.
  • Die Vermehrung erfolgt durch Saat.
  • Junge Blätter und Stängel sowie noch nicht geöffnete Blütenstände kann man ab April sammeln.
  • Verwendet werden sie ausschließlich in frischer Form.
  • Junge Blüten und Blätter haben viel Eisen, Vitamin A und andere Vitamine in sich. Sie haben einen milden und würzigen Geschmack. Man kann sie in Gemüse, Salate und Suppen verwenden. Ältere Blätter nach der Blüte schmecken herb und bitter.
  • Die Stiele kann man wie Spargel anrichten.