Das Heilkräuter-Verzeichnis

Heilkräuter und Öle für Sportler

Hier geht es um Heilkräuter, die sowohl die Psyche stimulieren und festigen, was auch den Körper auf die Kraftanstrengungen vorbereitet. Und nein: es geht hier nicht um Doping. Alles legal und rein pflanzlich.



Heilkräuter für Sportler
Heilkräuter für Sportler

Sportler brauchen unter anderem eine sehr hohe Wachsamkeit, wenn Sie ihrem Sport nachgehen. Ansonsten drohen Verletzungen bzw. auch eine geminderte Leistung. Eine Studie befasste sich mit einigen Heilpflanzen und deren Inhaltsstoffen, die genau diese Wachsamkeit beeinflussen.


Genau gesagt ging es um die Inhaltsstoffe der Gruppen Phenole, Terpene und Alkaloide.


Phenole

Die Phenole, einschließlich der Polyphenole, übernehmen in der Pflanze eine schützende Rolle. Sie sind zudem ein gutartiger Bestandteil der menschlichen Ernährung.


Man stellte fest, dass diese Phenole die Herz-Kreislauf-Funktion steigern sowie der Hirngesundheit beitragen. Phenole findet man im Salbei, der Zitronenmelisse oder im Löwenzahn, aber auch in vielen Beerenfrüchten wie den Himbeeren oder den Heidelbeeren.


Man stellte außerdem in der Studie fest, dass diese Phenole schwach die kognitiven Fähigkeiten steigern. Die Wachsamkeit wurde erhöht.


Terpene

Eine weitere Wirkstoffgruppe, die Terpene, kommen in der menschlichen Nahrung typischerweise weniger oft vor.

Die Monoterpene des Salbei, der Pfefferminze, die Diterpene des Ginkgo sowie die Triterpene des Ginseng optimieren nachweislich sämtliche relevanten kognitiven Funktionen und die Aufmerksamkeit, so fand die Studie heraus.


Alkaloide

Alkaloide haben eine giftige Abwehrfunktion in der Heilpflanze. Obwohl die meisten Alkaloide wegen ihrer Giftigkeit im sportlichen Kontext nicht geeignet sind, zeigte die Studie, dass Einzeldosen von Nikotin und Koffein eventuell relevante kognitiven Funktionen steigern können.

Allerdings kann es langfristig zu einer Gewöhnung kommen.



Fazit

Es gibt Pflanzen, die die kognitiven Fähigkeiten im Sport steigern können. Dazu gehören der Salbei, die Pfefferminze, der Ginkgo und der Ginseng. Auch Beerenfrüchte wie die Himbeere oder die Heidelbeere können hilfreich sein.


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Es gibt aber auch noch andere pflanzliche Mittel, die für Sportler hilfreich sind: die ätherischen Öle.

Sie sind das duftende Herz der Pflanzen und beinhalten starke chemische Verbindungen.


Gegen Muskelkater

Einen Muskelkater kennt wohl jeder, auch jeder Nichtsportler.


Es existieren mehrere ätherische Öle, die in wissenschaftlichen Studien bewiesen haben, dass sie einen Muskelkater verringern sowie die Dauer der Muskelschmerzen verkürzen können.


Eine Studie aus dem Jahre 2014 untersuchte eine Creme mit den ätherischen Ölen des Schwarzen Pfeffers, des Majoran, des Lavendel und der Pfefferminze.

Diese Creme rieb man jeden Tag mehrmals auf die schmerzenden Muskeln ein.

Das Ergebnis war eine deutliche Schmerzminderung sowie eine größere Bewegungsfreiheit.


Wenn Sie diese Wirkung selbst testen wollen, brauchen Sie aber keine Creme herstellen. Geben Sie einfach je einen Tropfen der oben genannten Öle und 10 ml Trägeröl und reiben Sie 2-3mal am Tag die Muskelpartien damit ein.



Vorsicht: Pfefferminzöl nicht bei Schwangeren einsetzen. (2)




Mehr Energie

Es wurde eine Studie mit den Ölen der Zitrone, der Limette, der Bergamotte, der Orange und der Grapefruit durchgeführt.

All diese Öle steigern sowohl Energie des Körpers als auch Motivation des Sportlers.


Die Öle des Eukalyptus und der Pfefferminze stimulieren und steigern die Durchblutung. Auch das fand die Studie heraus.


Die Zitrusöle können, falls sie naturrein sind und für die innere Anwendung freigegeben sind, in etwas Wasser getrunken werden. 1 Tropfen pro Glas Wasser.


Das Eukalyptusöl und das Pfefferminzöl werden durch einen Diffusor im Raum verteilt. Man kann sie jedoch auch inhalieren..


Vorsicht: Alle Öle können Unverträglichkeiten auslösen.

Zitrusöle können empfindlich gegen Sonnenbestrahlung machen.





Entzündungen

Entzündungen sind bei allen Sportlern ein Thema. Sie können die Leistung herabsetzen und sogar Ausfälle verursachen.


Eine Studie aus dem Jahre 2015 testete Lavendelöl an Patienten. Eine signifikante Verbesserung von Entzündungen konnte festgestellt werden.


In einer Studie aus dem Jahre 2013 belegte zudem der Rosmarin seine Position als Entzündungshemmer.


Mischen Sie Lavendelöl und Rosmarinöl in einem Trägeröl und reiben Sie die entzundenen Stellen damit ein.


Vorsicht: Rosmarinöl in der Schwangerschaft nicht anwenden! (3)




Steigerung der Leistungsfähigkeit

In einer Studie aus dem Jahre 2013 kann man entnehmen, dass Sportler, die morgens Pfefferminzöl nehmen, mehr Luft bzw. Sauerstoff einatmen und somit im Blut hatten. Außerdem wurden dadurch die Blutlaktatwerte gesenkt.


Das Gleiche gilt für die Muskeln. Sportler waren dadurch wesentlich später erschöpft.


Geben Sie einen Tropfen Pfefferminzöl vor dem Training in ein Glas Wasser und trinken Sie dies.


Vorsicht: schwangere Frauen sollte das Pfefferminzöl nicht verwenden. 4


Geistige Klarheit

In einer Studie aus dem Jahre 2012 fand man heraus, dass Rosmarinöl als Inhalation die geistige Klarheit steigerte. Die Probanden konnten wesentlich bessere Leistungen bringen. Die Verbesserung lag bei bis zu 75%.


Vorsicht: Rosmarinöl nicht während einer Schwangerschaft verwenden. (5)


Quellen zu diesem Artikel

  1. Die Kräuter in meinem Garten



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