Früher gehörte es zu den traditionellen Heilmitteln nordamerikanischer Indianerstämme, die mit Umschlägen aus einer Abkochung der Rinde vor allem Tumoren und Augenentzündungen behandelten. Frauen tranken den Sud bei starken Menstruationsblutungen.
Die Betonie ist eine stark wachsende Pflanze, die im späten Sommer mit ihren üppigen, violetten Blüten sehr dekorativ aussieht. In der Antike hielt man die Betonie nahezu für ein Allheilmittel. Heute jedoch wird es in der Schulmedizin kaum noch verwendet.
Der Ziest erblüht von Juni bis September, wenn man selbst sammeln möchte, kann man dies Juni bis August tun. Verwendet wird das blühende Kraut. Getrocknet wird das Sammelgut an gut belüfteten Stellen an schattigen Plätzen.
Die Pflanze wird 30 bis 60 cm hoch und ist eine ausdauernde Pflanze. Die Blütezeit der Betonie ist im Juli und im August. Sie wächst gerne auf trockenen Wiesen, an sonnigen Hängen und manchmal auch in trockenen Waldgebieten. In der Naturheilkunde Verwendung findet das blühende Kraut, das man circa 10 cm über dem Erdboden abschneidet. Danach trocknet man es, zu Bündeln gebunden, an einem luftigen Ort, der möglichst schattig sein sollte.
Obwohl die Schulmedizin die Betonie nicht mehr nutzt, wird sie in der Naturheilkunde weiterhin noch sehr oft angewendet.
So wirkt ein Tee aus Betonie hervorragend bei Durchfall und bei Darmbeschwerden. Aber auch als Gurgelmittel und als Mundspülung bei Entzündungen im Hals- und Rachenraum und des Zahnfleisches ist die Betonie wirksam.
Zudem man den Ziest bei Erkrankungen der Atemwege, bei Asthma sowie bei Darm- und Magenbeschwerden einsetzen.