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Das Heilkräuter - Verzeichnis

Wiesenknöterich

Der Wiesenknöterich (Polygonum bistorta L.) ist ein Verwandter des Ampfers. Man nennt ihn auch Schlangenknöterich, was wahrscheinlich daher kommt, dass sich seine Ausläufer wie kleine Schlangen über den Boden schlängeln.

Der Wiesenknöterich

Man findet ihn auf feuchten Wiesen, gerne auch in der Nähe von Bächen. Man kann ihn aber auch an Stellen finden, die auf den ersten Blick nichts mit Wasser zu tun haben: Wiesenknöterich ist eine so genannte Zeigerpflanze, die den Verlauf von Wasseradern anzeigen kann. Läuft also in der Erde eine Wasserader, dann kann schon mal der Wiesenknöterich darüber wachsen.

Wiesenknöterich erblüht zwischen Mai und Juli, es bilden sich dann rosafarbene Blütenstände, die oft auch unter dem Namen "Pfeifenputzer" bekannt sind.

Man kann ganz junge Blätter des Wiesenknöterichs als Salat zubereiten, bereits erblühte oder ältere Pflanzenblätter sollte man besser nicht verwenden, da es zu Unwohlsein kommen könnte. Die jungen Blätter des Wiesenknöterichs schmecken sehr fein, leicht sauer, wie Ampfer eben so ist.

Die stark stärkehaltigen Rhizome kann man von Herbst bis in den Winter kochen und wie Gemüse verwenden, man kann sie aber auch trocknen und mahlen, wonach man sie dem Mehl beigeben kann.

Wenn Sie den Wiesenknöterich selbst anwenden wollen, sollten Sie sparsam damit umgehen: Er enthält u. a. giftige Oxalsäure, wie z. B. der Rhabarber auch, kann also in hohen Dosen zu gesundheitlichen Beschwerden führen.

Das Rhizom wurde zudem wie sein Verwandter, der bekanntere Vogelknöterich, eingesetzt, so zum Beispiel bei Entzündungen, oder bei Husten oder anderen Atemwegserkrankungen, da er auswurffördernd ist. Da der Wurzelstock viele Gerbstoffe enthält, hat man ihn früher als Mittel gegen Durchfall verwendet.







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Kurzinfo

Wiesen-Knöterich


  • Wächst auf nassen Wiesen, an Flussufern und Gräben.
  • Hat starke, schlangenförmige Wurzeln.
  • Pflanze steht aufrecht und ist unverzweigt.
  • Wird bis 1.20 m groß.
  • Stängelblätter sind länglich und eiförmig.
  • Die Blüten sind rosafarben, sie sind walzenförmig.
  • Die Pflanze steht gerne in der Sonne oder im Halbschatten.
  • Sie mag feuchte Böden.
  • Die Pflanze stellt keine Ansprüche an den Boden.
  • Vermehrung durch Ausläufer.
  • Jungen Stängel und Blätter können mit ins Gemüse.
  • Die Wurzel lässt sich wie Spargel zubereiten.
  • Ein Tee hilft gegen Durchfall, zum Gurgeln bei Entzündungen in Mund und Rachen.
  • Bäder und Auflagen mit dem Aufguss bessern die Heilung von Wunden.