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Das Heilkräuter - Verzeichnis

Färberdistel

In früheren Gärten befanden sich immer auch ein paar Pflanzen, mit denen man Stoffe färben konnte. Dazu gehörte unter anderem die Färberdistel, auch Öldistel oder falscher Safran genannt. Die Färberdistel gehört zur Familie der Korbblütler. Sie kommt ursprünglich aus Ägypten sowie dem vorderen Asien, außerdem aus mitteleuropäischen Gegenden. Heutzutage wird die Färberdistel auch in Europa, im nördlichen Amerika sowie in Australien angebaut.

Schon im alten Ägypten, das war vor ca. 5500 Jahren, wurde die Pflanze zum Färben von Mumienleinen sowie anderen Stoffen eingesetzt.

Erst im Mittelalter kam die Färberdistel aus Ägypten zu uns nach Europa.

Sie hat wunderschöne orange-gelbe Blüten, in denen die ölhaltigen Samen wachsen.

Die Pflanze wächst sehr schnell, sie ist eine einjährige Pflanze, die bis zu 130 cm groß werden kann. Sie liebt trockene Böden und sie liebt die Sonne.

Wegen der horrenden Preise für echten Safran verwendet man die Färberdistel leider auch oft zur Fälschung des Safrans.

Der Farbstoff, der für die färbenden Eigenschaften verantwortlich ist, das Carthamin, gewinnt man aus den Blütenblättern. Dieser Farbstoff ist wasserlöslich, er kann mit Wasser aus den Blütenblättern herausgelöst werden.

Dieser Farbstoff färbt zum Beispiel Seide und Baumwolle je nach Menge der verwendeten Farbe, wodurch die Farbtöne Kirschrot, Braunrot oder Braungelb entstehen können. Allerdings ist die Farbe nicht lichtecht.

Zusammen mit anderen Pflanzen entstehen andere Farben, so zum Beispiel mit Rainfarn, Färberginster oder Kamille ein eher gelber Ton, mit Dost zusammen ein roter, zusammen mit dem Schöllkraut oder dem Frauenmantel eine braune Färbung. Zusammen mit dem Färberwaid ergibt sich eine indigoblaue Farbe.

Aus den ölhaltigen Samen gewinnt man ein gesundes Speiseöl, welches einen hohen Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren zeigt, außerdem findet sich viel Vitamin E darin.






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Kurzinfo
Färberdistel
  • Steht auf Ödland und an Felshängen.
  • Wird bis zu 1 m groß.
  • Die Blätter sind oval, stachelig, haben sichtbare Adern.
  • Blüten sind gelb bis orange, erinnern an Disteln.
  • Die Früchte sind weiß und glänzend.
  • Wuchsort ist in der Sonne, Boden ist sandig und trocken.
  • Samen und Blüten verwendet man im getrockneten Zustand. Die Blüten können zum Färben von Gerichten und von Stoff benutzt werden.
  • Samen kann man ins Müsli geben.