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Das Heilkräuter - Verzeichnis

Kalmus als Magenbitter

Schon im Altertum kannte man den Kalmus als Heilpflanze. Er wurde sogar so hoch verehrt, dass man ihn zum Beispiel im alten China den "Lebensverlängerer" nannte. Dort galt der Kalmus aufgrund seiner vielen wertvollen Inhaltsstoffe als kostbares Heilkraut.

Der Kalmus ist eine Pflanze, die im flachen Wasser wächst. Die Pflanze hat einen etwa einen Daumen dicken Wurzelstock. Die Pflanze wächst am Ufer von Teichen, sodass man sie relativ einfach ernten kann.

Kalmus als Magenbitter
Kalmus als Magenbitter


Im Frühling wachsen aus dem Wurzelstock die ersten Blätter. Die Pflanze kann bis in den Sommer bis zu 1 m groß werden. Es bildet sich ein langer Stängel, an dessen Ende ein Blütenkolben steht. Dieser Blütenkolben ist grünlich-gelb und kegelförmig.

Der Kalmus ist eine winterharte Pflanze, er liebt jedoch Stellen, die auch im Winter genug Sonne abbekommen.

Sollte der Winter besonders hart gewesen sein, ist es wahrscheinlich, dass der Kalmus im Sommer darauf nicht erblühen wird. Die Blütezeit der Pflanze reicht von Juni bis in den Juli, je nach Witterung auch manchmal bis in den August.

Der Kalmus ist eine relativ anspruchslose Pflanze, die man auch im Garten selbst anpflanzen kann.

Kalmus als Heilmittel

Vom Kalmus verwendet man die Wurzeln, die man ausgräbt, schält, in kleine Stücke schneidet und dann trocknet. Wenn man mag, kann man die Wurzeln nach dem Trocknen auch zu einem Pulver zermahlen.

Bitte beachten Sie, dass der Kalmus nicht während der Schwangerschaft verwendet werden sollte. Ebenso sollte der Kalmus nicht genommen werden, wenn man Durchfall hat.

Verwendung der Kalmuswurzeln

Die getrockneten Wurzeln kann man als Kaltauszug ansetzen. Dazu nimmt man einen Teelöffel der getrockneten Wurzeln und gibt sie in eine Tasse kaltes Wasser. Dies lässt man mehrere Stunden bis zu einen Tag ziehen. Vor dem Trinken kann man diesen Auszug auf ca. 30° erwärmen, wenn man möchte. Er hilft zum Beispiel gegen Verstopfungen, Blähungen, Problemen mit dem Darm und dem Magen, sogar bei Magengeschwüren. Außerdem regt der Kalmus den Appetit an, er hilft also auch gegen Appetitlosigkeit.

Bei Entzündungen im Mund, also zum Beispiel bei Zahnfleischentzündungen oder Entzündungen der Mundschleimhaut, kann man diesen Kaltauszug als Gurgelmittel verwenden. Man gurgelt dann mehrmals am Tag im Mundraum damit.

Da der Kalmus als appetitanregendes und verdauungsförderndes Mittel gilt, kann man daraus auch einen Magenbitter herstellen.

Dazu braucht man ungefähr 30 g der Wurzeln, eine Flasche Wodka und ungefähr zehn Wacholderbeeren.

Die pflanzlichen Zutaten werden in den Wodka gegeben. Idealerweise stößt man die Wacholderbeeren vorher leicht an.

Diesen Magenbitter lässt man 14 Tage ziehen. Danach siebt man die pflanzlichen Bestandteile heraus und gibt den Magenbitter in eine vorher gereinigte Flasche. Übrigens kann man diesen Magenbitter auch aus Kalmuspulver herstellen.

Von diesen Magenbitter kann man bei Appetitlosigkeit ca. 1 Stunde vor dem Essen einen Esslöffel nehmen.

Sollte man unter Verdauungsschwierigkeiten leiden, nimmt man einen Esslöffel nach dem Essen ein.

Gegen Entzündungen im Mundraum

Ein Kaltansatz aus den Wurzeln des Kalmus hilft bei Entzündungen im Mundraum. Dazu gibt man drei Teelöffel getrockneter Wurzeln in 1 l kaltes Wasser und lässt dies einen Tag ziehen. Danach siebt man den Ansatz ab und erwärmt ihn auf ca. 30°. Wenn man mehrmals am Tag damit gurgelt, werden Entzündungen im Mundraum gebessert und verschwinden schließlich ganz.





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