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Der Kümmel bildet Muttermilch

Heutzutage weiß man, dass der Kümmel der Vermehrung von Pilzen im Darm entgegenwirkt, was dafür verantwortlich ist, dass Blähungen und Verdauungsbeschwerden gebessert werden. In diesem Artikel soll es jedoch um ein anderes, altbekanntes Anwendungsgebiet gehen, nämlich um die Bildung von Muttermilch in der Stillzeit.

Kümmel regt die Milchbildung an
Kümmel regt die Milchbildung an


Schon im 18 Jahrhundert sagte Albertus Magnus, dass der Feldkümmel die Frauen fruchtbar mache.

Ähnliches sagte Johann Schröder, ein Apotheker im 17 Jahrhundert, laut dem der Kümmel dem Magen hilft, den Harn treibt, gegen Koliken helfen kann und die Bildung von Muttermilch anregt.

Die meisten Menschen dürften den Kümmel kennen, der einen so typischen und wunderbaren Duft verströmt, wenn man die Körner zwischen den Fingern reibt. Kümmel schmeckt erst süßlich, später wird er scharf im Geschmack. Er wirkt besonders im Bereich Magen, Darm und Bauchspeicheldrüse.

Der Kümmel reinigt den Darm, wodurch Fäulniserregern entgegengewirkt wird, außerdem werden Pilze vernichtet, und zu guter letzt hilft er sogar, Darmkrebs vorzubeugen.

Aus der Signaturenlehre kann man ableiten, dass die feinen, fadenartigen Blätter ein Hinweis darauf sind, dass der Kümmel besonders für feinsinnige und feine Menschen geeignet ist.

Im Kümmel sind viele verschiedene Wirkstoffe enthalten, die wichtigsten davon sind ätherische Öle, Carvon, Limonen, fettes Öl, Kohlehydrate, Proteine und Flavonoide.

Die Haupteigenschaften des Kümmel sind die krampflösende Wirkung, eine blähungstreibende Wirkung, eine gärungswidrige Wirkung, außerdem wird die Produktion von Magensäften und Bauchspeicheldrüsensekreten angeregt, die Milchbildung wird angeregt, Pilzerkrankungen wird vorgebeugt, was inzwischen auch wissenschaftlich belegt ist.

Seit alters her zählt der Kümmel im Bereich der Frauenheilkunde als eine der wichtigsten Pflanzen, wenn es darum geht, bei stillenden Frauen die Milchbildung anzuregen. Man findet daher in den meisten Stilltees tatsächlich auch Kümmel, meist mit anderen ähnlich wirkenden Kräutern wie zum Beispiel den Frauenmantel oder die Brennnessel.

Hinzu kommt, dass der Kümmel sogar die Verträglichkeit der Milch verbessert, was es dem Baby wesentlich einfacher macht, die Milch zu verdauen. Die Folge davon ist, dass das Baby weniger Koliken hat.

Stillende Frauen sollten also gerne auf Kümmel zurückgreifen.

Übrigens muss man dafür nicht extra ständig einen Tee kochen und diesen trinken, es reicht schon, wenn man regelmäßig Kümmel in das Essen gibt.

Es ist sowieso angeraten, dass Kümmel in der Küche niemals fehlen sollte, denn Kümmel hat eine besonders gute verdauungsfördernde Eigenschaft. Viele von uns kennen es vielleicht, dass man, wenn man Kartoffeln kocht, etwas Kümmel in das Wasser hinein gibt, wodurch die Kartoffeln bekömmlicher werden.

Die Wissenschaft hat inzwischen herausgefunden, dass der Kümmel sogar in der Lage ist, den Darm zu sanieren, zum Beispiel wenn man Antibiotika genommen hat. Hierzu wird angeraten, dass man regelmäßig Kümmeltee trinkt oder eine Kümmeltinktur zu sich nimmt. Der Kümmel verhindert Gärungsprozesse im Darm, außerdem wird die Produktion von Sekreten im Magen angeregt. Dies führt dazu, dass jegliche Nahrung besser verdaut wird. Man spricht sogar davon, dass die Verdauung grundlegend wesentlich verbessert wird

Das Carvon, das man in den ätherischen Ölen des Kümmel findet, hat eine besonders große wachstumshemmende Wirkung auf Pilzsporen und Bakterien gezeigt. Dies wirkt natürlich im Darm, wo der Kümmel verdaut wird. Dieser Wirkstoff geht aber danach in den kompletten Körper über, der Mensch als Ganzes wird also vor bakteriellen Erkrankungen und Pilzbefall geschützt. Dies kann man sich zum Beispiel zu Nutze machen, wenn man regelmäßig eine Scheidenpilzinfektion bekommt. Man trinkt dann einfach regelmäßig Kümmeltee oder isst Kümmel, wodurch der Befall seltener werden wird.

Wer den Kümmel nicht in Form von Tee zu sich nehmen will, der hat auch die Möglichkeit, ein bis zwei Tropfen ätherisches Kümmelöl auf ein Stück Brot zu geben und dies dann zu essen.

Eine andere Variante wäre ein Kümmelschnaps, der sich besonders gegen Blähungen und Koliken bewährt hat.

Für einen solchen Schnaps braucht man drei Handvoll frischer Kümmelfrüchte, getrocknete funktionieren aber auch. Diese Früchte werden in einem Mörser gut zerquetscht und dann in einen halben Liter Korn oder Wodka gegeben. Diese Mischung stellt man sonnig auf die Fensterbank und lässt sie vier Wochen ziehen. Danach siebt man den Schnaps ab und füllt Ihnen eine dunkelwandige Flasche.

Dieser Schnaps hält zwei Jahre. Man sollte ihn bei Bedarf löffelweise zu sich nehmen, also zum Beispiel einen bis zwei Teelöffel bei Blähungen oder bei Regelschmerzen.

Dass dieser Schnaps kein Mittel für Kinder ist, sollte klar sein.

Ein milchbildender Tee

Dieser Tee ist manchen Menschen auch unter 4-Winde-Tee bekannt, da er auch besonders gut gegen Blähungen hilft. Er kann in verdünnter Form und in nur kleinen Mengen auch Babys gegeben werden, die Dreimonatskoliken haben.

Sie benötigen für den Tee zu jeweils gleichen Teilen Anis, Fenchel, Koriander und Kümmel, die Sie miteinander vermischen. Geben Sie dann einen Esslöffel davon in eine Tasse kochendes Wasser und lassen dies 10 Minuten ziehen. Achten Sie darauf, dass die Tasse abgedeckt werden muss.

Trinken Sie von diesem Tee zwei Tassen am Tag, wenn Sie die Milchbildung steigern wollen. Sie können bereits vor der Geburt mit dem Trinken beginnen, so ca. zwei Wochen vorher können Sie damit anfangen.


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Letzte Änderung am Freitag, 31.3.2017, 21:26:33 Uhr