Die Preiselbeere ist auch unter den Namen Moosbeere, Steinbeere oder Krohnsbeere bekannt.
Die Preiselbeere in der Signaturenlehre
Die wunderschönen roten Beeren stehen in der Signaturenlehre in Verbindung zu Entzündungen, die sich durch Rötungen zeigen.
In der chinesischen Lehre der Elemente deutet die Säure bzw. der saure Geschmack in den Beeren auf eine Wirkung auf die Leber hin.
In der Preiselbeere sind verschiedene Wirkstoffe enthalten, zum Beispiel Gerbstoffe, Flavonoide, Vitamin C, verschiedene Mineralien wie zum Beispiel Natrium und Kalium, Triterpene, Pektin, verschiedene Fruchtsäuren und andere Wirkstoffe wie Phenolglykosid.
In der Naturheilkunde gilt die Preiselbeere als Heilpflanze, die gegen Harnwegsinfektionen helfen kann, die zusammenziehen wirkt und die antioxidativ (also Krebs vorbeugend) wirkt.
Außerdem treibt die Pflanze den Harn und kann so bei Blaseninfektionen helfen, denn durch die harntreibende Wirkung werden die verursachenden Krankheitserreger ausgespült.
Diese Wirkung gegen Blasenentzündungen kann man sich auch schon vorbeugend zu Nutze machen, wenn man immer wieder auftretende Blasenentzündungen hat.
Dazu verwendet man sowohl die Blätter, die man zu einem Tee zubereitet, als auch den Saft der Beeren. Natürlich kann man die Beeren aber auch so essen, auch dann nimmt man die Wirkstoffe auf.
Einen Preiselbeerblättertee gegen Harnwegsentzündungen bzw. Blasenentzündungen sollten inzwischen viele Frauen kennen, gilt dieser Tee doch als eine Art Standardmittel bei diesen Beschwerden. Eine ähnliche Wirkung hat auch der wahrscheinlich ebenfalls bekannte Bärentraubentee, allerdings ist ein Tee aus den Blättern der Preiselbeere wesentlich verträglicher, da weniger Gerbstoffe in ihm enthalten sind. Leider ist aber auch der Wirkstoffgehalt kleiner als in der Bärentraube, weshalb man etwas mehr von diesen Tee trinken muss.
Wenn man eine vorbeugende Wirkung vor einer Blasenentzündung so nebenbei haben möchte, kann man regelmäßig ein Kompott aus den Preiselbeeren essen. Man sollte nur darauf achten, dass man dieses Kompott ohne allzu viel Zucker bzw. ganz ohne Zucker herstellt.
Die Preiselbeere ist übrigens in ihrer Wirkung durchaus vergleichbar mit der gerade so hippen Cranberry, die ja tatsächlich ein Ausbund an Vitaminen und Gesundheit ist. Wie gesagt, die Preiselbeere kann da ohne weiteres mithalten.
Dies wurde auch schon durch Studien belegt. So fand eine Studie zum Beispiel heraus, dass die Einnistung von Kolibakterien in den Harnwegen erschwert bzw. ganz verhindert wird. Außerdem stellte man fest, dass man wesentlich weniger Antibiotika geben musste, wenn den erkrankten Personen Preiselbeere in Form eines Saftes oder eines Tees gegeben wurde. Dies ist nicht zu unterschätzen, denn die Gabe von Antibiotika greift oft die Schleimhaut in der Blase an und beschädigt sie irreparabel.
Untersuchungen, ob die Wirkstoffe der Preiselbeere auch gegen andere Bakterien helfen können, laufen zur Zeit. Man fand inzwischen bereits heraus, dass die der Preiselbeere verwandte Cranberry zum Beispiel gegen den Helicobacter-Erreger, der Magengeschwüre auslöst, hilft. Zudem hat man herausgefunden, dass die Wirkstoffe auch gegen Kariesbakterien helfen können.
Die antioxidative Wirkung der Pflanze schließlich macht sie so wertvoll im Kampf gegen Krebs. So zeigten Studien, dass diese Pflanze die sogenannten freien Radikalen im Körper bekämpft. Diese freien Radikale sind dafür bekannt, dass sie Zellen zerstören, dass sie Zellen verändern und dass sie die Regeneration des Körpers behindern. Das Ergebnis davon ist eine vorzeitige Alterung, oder eben Zelldegenerationen wie Krebs. In klinischen Tierversuchen fand man heraus, dass die Cranberry besonders vor Brustkrebs schützen kann.
Ein Preiselbeerblättertee
Geben Sie zur Herstellung eines solchen Tees vier Esslöffel Preiselbeerblätter in 1 l kaltes Wasser. Lassen Sie dies eine Nacht stehen, sieben Sie dann am nächsten Morgen die Blätter heraus und trinken Sie jeweils eine Tasse davon, die Sie vorher auf ca. 40° erwärmt haben. Trinken Sie viermal am Tag eine Tasse.
Vorsicht
Verwenden Sie einen solchen Preiselbeerblättertee nicht, wenn Sie zur Verstopfung neigen oder bereits eine Verstopfung haben.
Außerdem ist dieser Tee nichts, wenn man unter einem besonders empfindlichen Magen leidet.
Es sei auch gesagt, dass dieser Tee über einen längeren Zeitraum Magenbeschwerden auslösen kann.
Trinken Sie einen solchen Tee nicht, wenn Sie Nierensteine haben oder zu Nierensteinen neigen. Auch die Beeren sollten Sie dann nicht essen.
Blätter wirken blutzuckersenkend. Insulinpflichtige Diabetiker sollten den Tee nur in Aufsicht des Arztes einnehmen.

Preiselbeere
Quellen zu diesem Artikel
- Die Kräuter in meinem Garten - provisionierter Link von Amazon
